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Denn wir mochten, nach

von Benäh entfernt sein, als in der

Er meinte hierbei sehr offen, daß

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Algerien zurück.

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zu sein, vor meinen Augen flimmerte es, mein Puls jagte aus und nieder, als ob ich unter einem starken Fieberanfalle litte, und wie mechanisch hockte ich nur noch aus meinem Kameel, dessen Zügel mir jeden Augenblick aus den Händen zu gleiten drohten. Da erscholl ein seltsamer, schriller Ruf Ali Mansur harte ihn ausgestoßen und auf einen be- timmten Punkt vor uns am Horizont deutete die ausgestreckte Rechte des Schecks. Ich versuchte, die betreffende Stelle chärser ins Auge zu faffen, aber wie ein Nebel legte es sich auf meine Blicke und kaum vermochte ich noch wahrzunehmen, wie sich jetzt Ali Mansur von unserer Schaar loslöste und I mißtrauisch betrachtete, sein Thier mit unbarmherzigen Schlägen in der von ihm be- zeichneten Richtung forttrieb.

Ich wollte über diesen merkwürdigen Vorgang nach­denken, vermochte indeß keinen zusammenhängenden Gedanken mehr zu fassen, meine ganze Seele war nur noch von dem einzigen Wunsche und dem einzigen Worte erfüllt: Wasser Wasser! Da schnaubte mein Kameel und setzte sich in raschere Bewegung, was mich aus meiner lethargischen Haltung em­porfahren ließ. Ich blickte nach vorwärts und ein heiserer Freudenschrei entrang sich meiner ausgedörrten Kehle Ali Mansur kam uns mit einigen Leuten, welche mit Schläuchen > beladen waren, entgegengeeilt, während sich im Hintergebüsch dichtes Gebüsch, überragt von hochstämmigen Dattelbäumen, hinzog. Es war offenbar die rettende Oase von El Mas- wed. In wenigen Minuten trafen wir mit Ali Mansur und seinen Begleitern zusammen und es stellte sich nun heraus, daß der Scheik kaum, nachdem sein Falkenblick die Oase in der Ferne erspäht, mit seinem Thiere vorausgeeilt war, um dann von der Oase aus uns vor Allem Wasser zuzusühren. O, mir welchem unsagbaren Entzücken sog ich jetzt das er­frischende, köstliche Naß, welches die Männer in ic Schläuchen mitgebracht, ein ich hätte mich wahrhaftig zu Tode trinken mögen und sehr vernünftiger Weise nahm mir Ali Mansur schließlich den Schlauch weg, indem er lächelnd meinte, er wolle mich jetzt nicht an Wasser sterben sehen, nachdem ich vorher vor Durst beinahe umgekommen wäre.

Als sich alle an dem Wasser erquickt und auch die Thiere davon bekon! nen hatten, ging es vollends auf die Oase zu,

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Mit bänglicher Erwartung blickten wir den sich jetzt aus der Staubwolke deutlich loslösenden Kameelreitern entgegen, die rasch näher kamen und eine Schaar von mindestens dreißig bis vierzig wohlbewaffneten Leuten bildeten. Als sie uns indessen erreichten, stellte es sich glücklicher Weise heraus, daß wir es nicht mit Tuareg zu thun hatten, sondern mit Angehörigen eines Araberstammes, dessen ersten Scheik Ali Mansur zufällig kannte. Wir hatten also von diesen wilden Söhnen der Wüste, die auf der Gazellenjagd begriffen waren, nichts zu fürchten, wir schlugen vielmehr gemeinschaftlich mit denselben unser Nachtlager, das letzte unseres Wüstenmarsches, aus und trennten uns am nächsten Morgen höchst freund­schaftlich von den Jägern. Wir setzten sodann die Reise fort und erblickten nach etwa zwei Stunden die Felsenhügel, welche die Oase Benäh gegen Westen umkränzen und endlich ihren I erreichten wir letztere selbst, die zu den bedeutenderen Oasen in der nördlichen Sahara gehört und sich durch ihren vor­züglichen Anbau einer ganzen Reihe von Bodenproducten der Sahara auszeichnet. Hier verbrachte ich mehrere Monate behufs wissenschaftlicher Erforschung dieser Oase und kehrte dann mit einer größeren Carawane über El Bilil nach

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Gießen, den 12. Juni 1891.

Der Eisenbahnbaumeister.

I. V-:

Heinrich Backofen.

wir es möglicher Weise räuberischen, aber mächtigen Stammes der Jtissi-Tuareg, die diesen Theil der Sahara unsicher zu machen pflegten, zu thun bekommen könnten, eine Aussicht, die natürlich nichts weniger

'^Gießen, den 12. Juni 1891.

Der Eisenbabnbaumeister.

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die sich allerdings nur aus kaum eine halbe Stunde im Um­kreise ausbreitete. Dennoch bot sie uns gutes Wasser in Hülle und Fülle, dann frisches Hammelfleisch, Hühner und verschiedene vorzügliche Dattelarten dar und in diesen Herr­lichkeiten schwelgten wir zwei Tage. Neugestärkt zogen wir dann weiter, unserem Endziele Benäh zu, das wir jedoch nicht ohne einen nochmaligen Zwischenfall erreichen sollten, der Berechnung unseres Führers,

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Feuilleton.

In der Sshsrs.

Nach dem Tagebuche eines französischen Reisenden.

, (Schluß.)

Unweit von mir stürzte jetzt eines der Lastthiere zu­sammen, wodurch ein halbstündiger Aufenthalt verursacht wurde, da die Packen des alsbald verendenden Thieres aus die übrigen Kameele mit verpackt werden mußten. Ich schlug dem Scheik vor, den Magen des tobten Thieres zu öffnen, um das in demselben vielleicht befindliche Wasser zu erlangen. Der Araber sah mich erst höchlichst erstaunt an, dann jedoch blitzte es wie Spott über seine dunklen Züge- er befahl einigen seiner Leute, zu thun, wie ich vorgeschlagen hatte, woraus der Scheik aus den geöffneten Magen des Kameels deutete. Derselbe enthielt eine im höchsten Grade übel­riechende, mit halbverdautem Futter vermengte jauchenartige Flüssigkeit, von der ich mich schaudernd abwandte- ich hätte keinen Tropfen diesesWaffers" über meine Lippen bringen können, selbst wenn ich schon dem Verschmachten nahe ge­wesen wäre.

Je weiter wir nun vorrückten und je heißer die Wüsten­sonne aus uns niederbrannte, desto größer wurde mein Durst- gesühl und diese entsetzliche Qual vergrößerte sich noch da­durch, daß mir die krankhaft erregten Sinne am Wüsten­horizonte Palmenwälder und große Teiche vorspiegelten, während das Geschaute doch nichts als das trügerische Gaukel­spiel einer Fata Morgana oder Schrab (geheimnißvolles Wasser"), wie der Araber die Luftspiegelungen in der Wüste nennt. In der Mittagszeit machten wir ein paar Stunden Rast, dann jedoch trieb Ali Mansur wieder zum Ausbruch. Langsam nur schwankte die Carawane vorwärts, die Kameele, deren Zungen lang aus dem breiten Maule heraushingen, drohten bei jedem Schritt zusammenzubrechen und wenn dies bei meinem Thiere der Fall gewesen wäre, so glaube ich bestimmt, daß ich nicht einmal den Versuch gemacht hätte, mich wieder vom Boden emporzuarbeiten, so apathisch war ich schon geworden. Die Zunge schien mir förmlich verdorrt

etwa noch eine Tagereise von Benäh entfernt fern, als in der Ferne eine Staubwolke austauchte, die Ali Mansur höchst

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