Oenuß. Lieber daß sich die Hausfrauen der kleinen Mühe unter; zie-en, die Knochen reinlich und sorgfältig auf-ubewahrcn, sie zu spalten und noch einmal mitzukochen, kaufen sie theureS, schlechte« Äleisch, setzen ihrer Familie ein wesentlich schlechteres.Essen vor und schaden durch diese theuere und schlechte Kost der körperlichen Ent- wicklmig ihrer Heranwachsenden Kinder.
Ein Anderes! Ende August oder Anfang September v. I. fuhr Ihr Berichterstatter mit einem Bekannten auf der großen Strahe seaen Affenheim zu. Es wir herrliches Wetter, die Fruchtbaufen trockneten, aber - plötzlich rauschte es in den Garben und e ne förmliche Wolke von Spatzen fuhr daraus empor. Wir machten eine Häblprobe und taxirten den Sckrwarm auf ca. 150 Stuck. „Wenn Lder freche Spatz täglich nur 50 Korner frißt, meinte der Freund, «den 7500 Korner verloren, was aber bei Weitem nicht hinreicht. Daß man das Gesindel aber auch zu gar nichts brauchen kann, fuhr er fort. „Schießen Sie sich täglich 8-10 Stück", war die Antwort, stecken Sie die Burschen, die jetzt teigfett sind, in den Suvventopf And ich varire jede Wette, daß sie denselben Effect hervorbringe« »rii ein LnlM" — Der Freund merkte sich den Rath und Ende Nooembn kam ein Brief, worin die Wirkung bestätigt und Hinzugefügt wurde, daß die Vögel auch gebraten einen vorzüglichen Bissen liefern.
Das Pferdefleisch wird von Dielen mit großem Widerwillen rurückgewiesen. Unsere Altvordern hielten kein Gastmahl ab, wobei nicht Pferdefleisch eine große Rolle spielte. Die Verbreiter des Christentums kämpften gegen das Roßfleisch, aber nicht deshalb, wetl es gesundheitsschädlich ist, sondern weil die heidnischen Gebräuche, die mit dem Roßfletfchesien verbunden waren, getroffen werden sollten. Das Pferd ist ein viel reinlicheres Thier als das Schwein; sein Fleisch ist durchaus gesund und auch wohlschmeckend, wenn man von einem etwas süßlichen Geschmack, der aber leicht durch Gewürze und Luthaten beseitigt werden kann, absieht.
Das Kaninchenfleisch wird ebenfalls vielfach verschmäht und rwar deshalb, weil die Wenigsten das Kaninchen und dessen gute Eigenschaften kennen. In der Regel wird unter Kaninchen der armselige kleine Stallhase verstanden, dessen FleiA allerdings wenig empfehlenswerth ist und der unsere Ställe und Schuppen unterwuhlt. ES handelt sich hier um das französische Stallkaninchen (Lapm), das
sich an unser Klima gewöhnt hat und höchst besriedigende Resultate liefert. Ich habe die Züchtung und Derwerthung dieser Tbiere in der Wetterau bei einem Bekannten zwei Jahre lang beobachtet und thetle kurz Folgendes darüber mit: Die Thiere werden in einer großen Kiste, die in zwei Abtheilungen geschieden wird, gehalten. Ein Drahtgitter ist auf der einen Seite angebracht. Da das Weibchen -wischen Frühjahr und Herbst viermal setzt und etwa 5 bis 6 Junge jedesmal bringt, vermehrt sich ein Paar binnen Jahresfrist auf 20 bis 24 Köpfe. Hiervon werden 2 bis 3 der schönsten Weibchen zur Zucht für das folgende Jahr ausgewählt, die übrigen Thiere können verkauft oder gegessen werden. Die männlichen Lapins, welche nicht zur Zucht dienen sollen, läßt man kappm, wie bei den Schweinen, wodurch sehr große, wohlschmeckende Exemplare erzielt werden. Es ist nichts Seltenes, daß ein so gekapptes Männchen 8 bis 9 Pfund Lebendgewicht erreicht, also einem mittleren Feldhasen gleichkommt. — Die Ernährung der Kaninchen ist eine sehr einfache; man kann sie mit den Abfällen aus Gemüsen, Gras, Klee, aus den Ueberresten der Küche und des Stalles vollständig erhalten- Aber Schmutz und Feuchtigkeit können die Thiere nicht vertragen und auch Unregelmäßigkeit in der Fütterung soll man vermeiden. Der erzielte Dünger ist auf den Gartenbeeten recht brauchbar und die Felle werden von den Händlern gerne genommen.
Wegen dieser vielen und guten Eigenschaften des Thieres gibt sich der „Allgemeine Deutsche Verein für Kaninchenzucht" Mühe, die Aufzucht der Kaninchen nach Kräften zu fördern. In den Berliner Markthallen ist täglich Nachfrage nach Kaninchen, das Vorurtheil schwindet also immer mehr. In Frankreich, Belgien und England werden jährlich viele Millionen Kaninchen verzehrt.
Wer es versteht, kann in der Kaninchenzucht ein schönes Stück Geld verdienen. Zu Anfang der 70er Jahre schien diese Zucht einen großen Aufschwung nehmen zu wollen; unsere aus Frankreich zurück- kehrenden Soldaten hatten die Zucht dieser Thiere im Feindeslande kennen gelernt und brachten auch Thiere mit; es waren jedoch meistens nicht die richtigen Arten. Sie degenerirten rasch, schon nach zwei oder drei Jahren, weshalb der Eifer bald erlosch. Die hohen Fletsch- preise zeigen jetzt aber wieder auf die Kaninchenzucht mit der für uns geeigneten Art hin und wer es versteht, wird ein gutes Geschäft machen und den Versuch nicht bereuen.
gtesMp, €ottb-
- «* Schwei«. vnd Pser»«.
werden die in der Wtrthschaft gebauten Rüben nur dem Rindvieh vorgelegt, »ährend sie auch der Ernährung und Gesundheit Schweine und Pferde gute Dienste thun, wie daS z. B. ftr Wt Möhren längst bekannt ist. Die Möhren haben aber vor den Rabat nichts voraus, namentlich dann nicht, wenn wir es mit der großen sogen. Riesenmöhre zu thun haben; die Runkelrüben und Steckrtd« sind dieser vorzuziehen. Namentlich für Thiere, die kein rechte» Gedeihen zeigen «ollen, die im Zahnwechsel stehen, an Spulwürmer« leiden usw. ist die Rübenfütterung in mäßiger Weise dringend anzn- empfehlen.
— Welche» find die rrrr Zeit billigste« Kraftfut^s- Mittel? Wenn es sich um Ankauf von Kraflfuttermitteln tür bat Landrvilth handelt, so haben wir es meistens ausschließlich mit ein«' Deckung eines Mangels an Eiweißstoffen und Fett zu thun. ÄHr könnten obige Frage daher auch so formuliren: „In welchen Krap- futtermitteln kaufen wir Eiweißstoffe und Fett zur Zeit am billigst«? Ganz besonders niedrig im Preise stehen augenblicklich die caueL- wollsamenkuchen; eS mag das mit seinen Grund darin haben, daß die Fälle, wo bösartige Krankheiten durch dieselben hervorgerufm werden, noch immer nicht weniger werden. Nerhältnißmäßig billig find auch die Mohnkuchen; dieselben werden jedoch nur in geriugM Quantitäten angeboten. Sehr preiswerth find dann die auch m diätetischer Hinsicht so vorzüglichen Erdnußkuchen und Sonnenblumen; kuchen. Sesamkuchen haben normalen Preis. Verhältnißmäßig treuer sind die Rapskuchen; ich suche den Grund hierfür in der auSgezeich^ neten Wirkung derselben auf die 99utterQualität und der dadurch bedingten starken Nächst age. Sehr theuer sind Kleien, Reisfuttermehl, getrocknete Schlempe, vor allen Dingen aber als Futter viel zu theuer: die Körner- und Hülsenfrüchte.
Schwarze rein wollene Kleiderstoffe (glatt und gemustert) zu Fabrikpreisen Ni ' 394 Gebr. Stamm.
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Außer verschiedenen Salzen und Mutterlaugen sind sämmtliche Bade- Extrakte, als: Fichtennadel-, Malz-, Loh- und Weizenkleie-Extracte zu habe«. I MT Abonnement» werde« jederzeit entgegengenommen. "WME
22. Flur 33 Nr. 67,5 — 125 Meter Acker
23.
24.
25.
Flur
26.
27. Flur
28. Flur
29. Flur
30. Flur
Reubl.
1269
und
1176
I. A.: Vogt.
1. Flur
2. Flur
Acker
3. Flur
Acker
Flur
4.
Acker
Flur
5.
29
115
Acker
48
Schutzmarke:
Acker
Acker
173
10. Flur
11. Flur
rm Scheiter, 13 rm
Rettungsstern!
1813 Meter Acker
1812 Meter Acker
5000 Meter Acker
1129
Heyer-
8. Flur
9. Flur
40
3 70 90
2
20 350
rm rm rm rm rm rm rm
3
150
6. Flur
7. Flur
3 Nr. 47 — 2319 Meter Acker am Schwalbach'schen Acker, vorn am Krofdorferweg,
5 Nr. 67 — 1387 Meter Acker am Wismarerweg bei der Broß-
an der Weilburger Grenze, 6 Nr. 126 — 2150 Meter daselbst,
6 Nr. 127 — 2150 Meter daselbst,
6 Nr 128 — 2194 Meter daselbst,
brücke,
3 Nr. 186 — 3738 Meter auf dem Krofdorferweg,
3 Nr 187 — 1869 Meter daselbst, -
6 Nr. 112 — 3125 Meter
24 Nr. 124 — 3819 Meter Acker auf den Hasenköppelsweg,
24 Nr. 125 — 3669 Meter Acker daselbst,
an der Weilburger Grenze im Laufertsrod,
6 Nr. 125 — 4050 Meter Acker
fm.
rm Scheiter, 2 rm
Kein Husten mehr!
Als bestes Schutz, mittel bei Husten, Heiserkeit, Hals- u. Brustleiden, ja sogar Athemnoth, gelten heute unstreitig die berüdmten, ärztlich empfohlenen u. allgemein i. Gebrauch befindlichen
daselbst,
Flur 33 Nr 68,3 — 1056 Meter Acker daselbst,
Flur 16 Nr. 293 — 3069 Meter Acker auf die Chauffee hinter der Pul-
mit 8,73
Buche«: 1
Knüppel.
Birken: 2
Knüppel.
Gichrn: 39 rm Scheiter, 42,4 rm Knüppel, 2080 Wellen, 27,6 rm Stöcke.
Nadel: 62,6 rm Scheiter, 100,6 rm Knüppel, 5820 Wellen, 86,3 rm Stöcke.
Zusammenkunft: Morgen» 9 Uhr auf der Kreisstraße Gießen-Steinberg au der Schweinsbrunnenschneise.
Nähere Auskunft ertheilt der Großh.
Forstwart Schlag zu Baumgarten. Gießen, den 5. Februar 1891. Großh. Obersörsterei Schiffenberg.
Russisch Brod
Feinstes Theegebäck [742 von Rich. Selbmann, Dresden. Lager b. Kaufm. E. Dort, Gießen.
Nadelholz-Prügelholz,
Buchen-, 40 rm Eichen-, 3 rm Werchholz-Stockholz, Buchen-, 300 rm Eichen- und 650 rm Nadelholz-
Aecker,
31 Nr. 99 — 1050 Meter Acker am Sandkauterweg und Grü- ningerpfad,
31 Nr. 100 — 3219 Meter Wiese daselbst,
32 Nr. 83 und 84 — 5275 Meter Wiese am Heegstrauch bei der Rodenhausischen Wiese,
22 Nr. 113,4 — 7544 Meter Wiese am Heegstrauch bei der
12. Flur 25 Nr. 29,6 — 6319 Meter Wiese am Schlangenzahl, links am Aulweg,
13. Flur 25 Nr. 30 — 6900 Meter Acker daselbst,
14. Flur 25 Nr. 733/10 - 241 Meter Acker vor dem Weiher an der Chaussee,
15. Flur 25 Nr. 73*/io — 217 Meter Acker daselbst,
16. Flur 32 Nr. 163 — 1813 Meter Acker am Altenfeld auf das Bruch,
Holzversteigerung.
Mittwoch den 18. Februar d. I. werden aus den Distrikten Schinderskopf und Nabeu- pfrrhl versteigert:
12 Eichenstämme von 24—43 em Durchmesser, 2,4—10 m Länge mit 5,23 fm,
48 Kiesernstämme von 24—58 cm Durchmesser, 2,4—15 m Länge mit 36,17 fm, dabei schöne
Krenn- und Nuhhch-Vcrsteigerung
in Dem Arusburger Walde.
Mittwoch den 18. Februar !♦ IS. sollen öffentlich versteigert »erden:
Von Vormittags 9V2 Uhr an im District Colnhäuser Kops:
5 Kiesern-Stämme mit 1,50 fm,
8 Fichten-Stämme mit 1,26 fm, ,
45 Fichten-Stangen II. Kl. mit 2,50 fm (Gerüst-, Leühölzer),
375 Fichten-Stangen III. Kl. mit 11,25 fm (Baumstützen, Latten, Bohnenstangen).
Von Vormittag» 10V2 Uhr an in den Districten Wetterberg und Hardt (Zusammenkunft am Petersee):
Schnitthölzer,
Fichtenstämme von 13—37 cm
Durchmesser, 7—21 m Länge mit 14,60 fm,
Birkenstämme von 16—34 cm Durchmesser, 3 — 11 m Länge mit 13,81 fm, für Wagner geeignet,
Fichrenderbstangen von 7—12 em
Durchmesser, 7—14 m Länge
Hermann Katz
Settersweg 20
Manusaclur-, Nlovewaarm unö Bamenconfection.
Mittwoch dm 18. Februar l. I.,
Nachmittags 2 Uhr,
sollen auf dem hiefigen Ortsgericht die den Erben der Heinrich Becker» Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien, als:
|. M. Wich „Iwiebelborrbons".
Zu kaufen in mit obiger Schutzmarke versehenen Beuteln ä 10 und 20 Pfg. in Gießen bei A- Voigt, Ed. Lind, Fr. Noll, P. A Thomas. W. Schomber; in Krofdorf bei Heinrich Rinn; in Grünberg bei F. Schott; in Laubach bei L. Heynemann; in Hungen bei K. Vogt; in Lollar bet A. Zimmermann, Consum-Verein [346
7 Eichen-Stämme mit 1,67 fm (Wagnerholz),
20 Fichten-Stämme mit 3,50 firn, Kirfchbanm-Stämme mit 0,66 fm, rm Fichten - Reiserstangen (Baumstützen, Bohnenstangen und dergleichen),
Fichten-Reiserstangen (Bohnenstangen),
Eichen-Nutzscheitholz, 4 rm Nadelholz-Nutzprügelholz, Buchen-, 3 rm Eichen-, 2 rm Linden-Scheitholz, Buchen-, 15 rm Elchen-, 35 rm Weichholz- und
Weichholz-Reiferholz.
Kaufliebhaber für dar Reiferholz wollen dasselbe vorher ansehen. Arnsburg, den 10. Februar 1891.
1263 Gräfl. R.vierverwalt««g
Schwalbach'schen Wiese,
31. Flur 40 Nr. 145,4 — 1731 Meter Wiese in der Schwarzlach,
32. Flur 42 Nr. 114 — 5938 Meter Acker über dem Schäferbrunnen an der Steinkaute,
33. Flur 43 Nr. 1,5 — 10419 Meter Wiese an der Gänsweide
freiwillig meistbietend unter den bei der Versteigerung bekannt gemacht werdenden sehr günstigen Bedingungen versteigert werden.
Die unter 1 bis 23 angeführten Parzellen werden, wenn die Genehmigung ertheilt wird, Martini 1891 übergeben, alle übrigen Parzellen sofort.
Gießen, den 7. Februar 1891.
Großherzogliches Ortsgericht.
Wegen Geschäfts- Verlegung |
in das von mir rrkanfte Haus „Mkinsbnrg 5" wird mein großes Waarenlager T
gänzlich ausverkauft, t
17. Flur 32 Nr. 164 — daselbst,
18. Flur 32 Nr. 165 — daselbst,
19. Flur 32 Nr. 166 — daselbst,
Iieitzeöotenes.
Kocht«- Tumlcil-
Schcithich
abzugeben bei
K. Jung IW.,
116] Klein-Linden.
20. Flur 32 Rr. 167 — 1619 Meter Acker daselbst,
21. Flur 33 Nr. 67,3 969 Meter Acker ant Altenfeld, stößt links auf den Weg,
Hotz-B ersteig erung
im Gambacher Gemeindewald.
a. Brennholz.
W Montag, den 16. Februar
84 Raummeter Buchen-Scheiter,
40 „ Eichen-Scheiter,
140 „ Buchen- und Eichen-Knüppel,
70 „ Buchen-Stöcke,
46 „ Eichen-Stöcke,
10,000 Buchen- und Eichen- Durchforftungswellen,
7.0C0 desgleichen Astwellen,
800 Naoelwellen.
Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr am Lang'gönser Weg.
b. Bau- und Nutzholz.
SMF Dienstag, den 17. Februar
160 Eichen-Stämme von 21-48 Ctm- Durchmesser, 6—12 Mtr. Länge = 100 Fest» ^8 Kiefern-Stämme von 20—40 Ctm Durchmesser, 4—16 Mtr. Länge — 30 Feffm 40 Fichten-Stämme von 15—30 Ctm. Durchmesser, 10—20 Mtr. Länge — 20 Fest«.
Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr am Pohlgönser Weg am Eisenbahn- Übergang bei den Kiefern.
Gambach, den 10. Februar 1891.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gambach.
Feinste
Cervelatwurst und Mettwurst empfiehlt [357
Adolph Möhl.
vermühle, Flur 24 Nr. 98 — 5875 Meter Acker am halben Zehnten,
28 Nr. 123,5 — 5112 Meter- Wiese am Heegstrauch auf die


