Ausgabe 
12.7.1891 Drittes Blatt
 
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Sienit, Sandstein

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HeweL

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Leipzig.

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Diverse Obligationen

Ussiser Capitalien zu bilden, und von dieser Meinung wird es abhängen, welchen SVo Buderus-Obligat. . I Weg die Coursbewegung der nächsten Wochen und Monate einschlagen wird._______I______________________ |

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Börfenwochenbericht

von E. WasserNciilehen, Bankgeschäft.

Es ist Sisyphusarbeit, welche die Börse gegenwärtig zu leisten gezwungen ist. Tag für Tag beginnt sie mit neuen Kräften den Stein die Staffel der Hausse hinaufzuwälzen, und täglich entschlüpft er ihren Händen und rollt zum Ausgangs­punkte oder gar weiter hinab. An dieser Coursbewegung ist nicht allein dieTheil- nahmslosigkeit des Publikums Schuld. Es ist offenkundig, daß Baissebestrebungen, die um die Wahl ihrer Mittel nicht verlegen sind, in vielen Fällen den Anlaß geben, welcher die Course von der mühsam erklommenen Höhe wieder hinabwirft, und man könnte vielleicht darüber streiten, welche Partei die größten Anstrengungen macht, die Coursbewegung in die ihr günstige Richtung zu drängen, aber dte That- sache, daß sich das Capital in immer zunehmendem Maße von der Börse zurück- zteht, bleibt doch ein Argument für die Baisse, vor dessen Gewicht alle falschen Gerüchte und Depeschen, die man für die Rückgänge verantwortlich macht, auf die Bedeutung kleinlicher Plänkeleien zurücksinken. Diese Thatsache erst gibt den Be­strebungen der Contremine den Nachdruck, der ihre Erfolge zu dauernden stempelt und auf der Gegenseite die Muthlosigkeit erzeugt, die dem Markt die Widerstands­fähigkeit gegen ungünstige Einwirkungen benimmt. Die Beeinflussung der Course durch Entstellung von Thatsachen, falsche Nachrichten und künstliche Preisnotirungen kann freilich nicht scharf genug verdammt werden. Sie ist aber ein Nebel, gegen welches die Börse schütz- und machtlos ist. In normalen Zeiten wird selten mehr als ein momentaner Eindruck damit erreicht, und die Course pflegen schnell auf den früheren Stand zurückzukehren. Wenn heute nach einem solchen Vorstoß der Tiefpunkt das bleibende Niveau bildet, um welches die Course osctlliren, so beweist das nur, wie kraftlos die Börse ist und wie tief die Hoffnung auf eine günstige Wendung der Dinge gesunken ist. Daß dieser Pessimismus über das Ziel hinaus- schteßt und auf einzelnen Gebieten einen Coursstand erzeugt, der mit den thatsäch- ltchen Verhältnissen nicht mehr im Einklang steht, ist freilich ebenso gewiß, als vorauszusehen war, daß die Ueberspeculation des Jahres 1889 in einem Rückschlag enden mußte.

Aber während damals die Börsenverhältnisse selbst die Abwicklung erzwangen, kann heute ein Umschwung nur von außen in die Börse hineingetragen werden, und der Zeitpunkt, zu welchem dies eintreffen wird, ist nicht nur abbängig von der Zeit, welche nöthig ist, um ein etwaiges Uebermaß neugeschaffner Werthe zu ab- forbiren, er richtet sich auch nach dem Grad der Enttäuschung, welche das Publikum erlitten hat, und daß dieser vorerst noch im Zunehmen begriffen ist, darüber kann ein Zweifel nicht obwalten.

Die Contremine findet verschiedene Angriffspunkte, in welchen sie stets von Neuem den Hebel einsetzt und die Course mit Erfolg zurückwirft. Das ist vor­nehmlich die Angelegenheit des Bochumer Vereins. Die Betheiligung in Savona Hal in der Vorwoche ihre Wirkung geübt, in dieser Woche mußte die Betheiligung in Sevilla zum gleichen Zwecke dienen. Aber während die Lage von Tardy und Beneck in der That so mißlich ist, wie die Börse sie darstellt, hat der Uebereifer der Speculation der spanischen Firma Verlegenheiten angedichtet, welche nicht existiren. Auch bezüglich der schwebenden Untersuchung über die angebliche Stempelfälschung kommen ständig Gerüchte in Umlauf, die geeignet sind, die Meinung zu erwecken, daß die Angelegenheit eine für den Verein ungünstige Entwickelung nehme, aber wie die erste, so scheint auch diese Meldung gänzlich auf Erfindung zu beruhen. Die Staatsbahnverwaltung ist dem schwer bedrängten Verein vielleicht nicht ohne Absicht in den letzten Tagen zu Hülfe gekommen, indem sie einen Posten Eisenbahn- axen, die sonst getheilt vergeben zu werden pflegen, dem Verein allein zugeschlagen und damit öffentlich documentirt hat, daß derselbe das Vertrauen in ungeminderter Weise genießt. Zu guter Stunde ist gleichzeitig die Entscheidung des Reichsgerichts hinzugekommen, welche dem Verein gestattet, einen Theil seiner Reserven, die sonst nur zur Deckung von Bilanzverlusten verwendet werden könnten, zu besonderem Zwecke abzuzweigen, und beide Momente haben es vermocht, daß den Ausstreuungen zum Theil wenigstens ihre verderbliche Wirkung genommen wurde, und daß der Cours der Actie wieder eine aufsteigende Richtung einschlagen konnte. Aber während in der Vorwoche die Zahlungseinstellung in Savona einen tiefen Coursdruck aller Gebiete herbeiführte, hat die Besserung die übrigen Werthe nicht berührt und wird kaum dem engen Kreis der Montanwerthe eine geringe Stütze geben können. Für Kohlenactien war die Meinung von Beginn der Woche an nicht ungünstig, aber die Batssemeinung, die ihre Haupfftütze in Berlin findet, scheint nicht geneigt zu fein, Besserungen aufkommen zu lassen, und sie hat es verstanden, auch hier der­selben einen Damm zu setzen, freilich nur abermals unter Anwendung verwerflicher Mittel, indem sie mit falschen Notizen von Kohlenpreisen opedrte und alte, bereits in Vergessenheit gerathene Thatsachen ams Neue ihren Zwecken dienstbar zu machen wußte. Der Punkt aber, in dem der Streit der Interessen am heftigsten einsetzt, und die Baissiers am geschäftigsten sind mit Nachrichten, die sich gänzlich der Controlle entziehen, die Tendenz zu beeinflussen, das sind die russischen Ernteaus­sichten. Die Angaben über diesen Punkt sind die denkbar widersprechendsten. Nach Analogie der vorbesprochenen Fälle wird man aber gut thun, alle Meldungen mit der größten Vorsicht aufzunehmen. Die Darstellungen sind offenbar von lieber; treibungen nicht frei, und diese werden auch nicht ausbleiben, wenn das Tempo, in welchem die russische Valuta sich abwärts bewegt, beibehalten wird. Es ist kaum denkbar, daß in einem der wichtigsten Exportländer für Getreide die Ernte der­artig ungünstig ausfallen könnte, daß das Land nicht nur seinen Erport einstellen, sondern sogar zur Deckung des eigenen Bedarfs auf Einfuhr von Außen her an­gewiesen sein sollte.

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Eine empfindliche Enttäuschung bereitet der Börse die Lage des Geldmarktes. Der Rückfluß des Geldes, auf den man mit Sicherheit rechnete, ist bisher aus- aeblieben. Er zeigt sich zwar in den Ziffern des Bankausweises, aber im offenen Markt ist Geld knapp und theurer, als der Stand des Prtoatdisconts vermuthen läßt. Die Erscheinung hängt offenbar zusammen mit der Einzahlung auf die dret- procentigen Anleihen, wie denn auch diese am empfindlichsten davon getroffen wurden. Ein endgültiges Urtheil zu fällen, mag bei der Kürze der seit dem Quartalstermin verflossenen Zeit gewagt sein, aber der Punkt verdient die eminenteste Aufmerksamkeit. Er wirb das Material bieten, eine ziemlich zuverlässige Meinung Über den Vorrath

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Die einzelnen Marktgebiete stagniren bis auf die bereits besprochenen fast vollkommen. Banken bewegen sich nur um Bruchthelle eines Procentes auf und ab. Im Allgemeinen ergiebt sich gegen die Vorwoche eine leichte Befestigung des Niveaus, aber so geringfügig, daß es nicht verlohnt, die einzelnen Daten aufzuzählen.

Bahnen sind etwas lebhafter, vornehmlich weil Wien fest bleibt und man sich dort mit Conversionsprojecten für einzelne Prioritäten trägt. Aus diesem Grunde gewannen Buschtherader 5 und Fünskirchen-Barcser 6 fl. Staatsbahn und Lombarden bewegten sich in bedeutungslosen Schwankungen. Schweizer Bahnen fielen nach kurzer Besserung auf ihr vorwöchentliches tiefes Niveau zurück.

Auch die Veränderungen im-Rentenmarkt sind ohne Belang. Portugiesen und Spanier wurden vorübergehend gedrückt, angeblich auf Executionen in Paris. Oesterreichifche Renten zogen um Kleinigkeiten an, aber bei Wochenschluß sind die Course wieder saft unverändert.

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97.15

97.20

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65.25

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100.

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56.55

56 55

3% do. do.

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63.75

63.90

I.vm.Emiff.

83.70

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4o/o Russ. Südw Eisenb.

96 35

96.50

30/0 do. Ergänzungsnetz

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81.20

107.40

81.90

106.50

4F/g Wladikawkas garnt.

40/0 gar. Sardin.Sec.ftfr.

96 15

81.50

96.40

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225.50

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187.50

185.90

Pfälzische Nordbahn .

114.45

114.50

Gotthardt.....

135.70

135.

Lübeck-Büchner . . .

156.40

155.

Jtal. Mittelmeer . .

101.20

100.10

Bank Aette«.

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144.90

145.

Dresdmer Bank. . .

138.30

139.0>

134.50

135.80

Mitteldeutsche Creditb. .

103.40

103.20

Deutsche Bank . . .

150.

152.

Wiener Bank-Verein .

975/8

97.

T ''tscheGenossenschftsb.

Württemb. Vereinsbank

125.

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v mergel,ParristusLCo.

122.30

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101.40

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102.30

102.30

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60/yPacif.ofMissouri con-

rückzablb. 1896 . .

105.40

105.30

solidated I. M. r. 1920

104.20

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