Ausgabe 
10.10.1891
 
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einer literarischen Convention mit dem Auslande wurde von der Regierung definitiv aufgegeben.

Belgrad, 8. October. Die hiesigen Blätter mißbilligen das Anlehen Exkönigs Milan und fordern die Vor­münder des Königs auf, gegen die Eintragung auf die Königs­güter zu protestiren.

Locales unö provinzielles.

Gießen, 9. October.

Ordensverleihung. Im Auftrage des Curatoriums der höheren und erweiterten Mädchenschule überreichte heute Morgen Herr Director Dr. Lan d mann dem in den Ruhe­stand tretenden Lehrer Ludwig Felsing vor versammeltem Lehrercollegium das ihm von Seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog verliehene silberne Kreuz des Verdienstordens Philipps des Großmüthigen, indem er mit warmen Worten die Verdienste des aus dem Collegium Scheidenden hervorhob und ihm die besten Glückwünsche zu der wohlverdienten Aus­zeichnung von Seiten der vorgesetzten Behörden aussprach.

Das am 8. October ausgegebene Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 31 enthält: Bekanntmachung Groß­herzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz, die Führung der Handels-Zeichen-, Muster- und Genossenschafts- Register betreffend.

Ordensverleihung. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 27. September der Dienstmagd Johannette Lucie Kern aus Schlierbach, z. Zt. in Klein-Umstadt, die silberne Medaille des Ludewigs- Ordens zu verleihen.

Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuer- wehren wurde ertheilt: durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs vom 2. October 1891 den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Butz­bach Ernst Röthardt, Schuhmacher, Christian Weick- hardt, Buchbinder, Heinrich Gottfried Köppler, Schuh­macher, Jakob Frank, Schmied, Karl Lieb er ich, Kamm­macher, Bernhard Grüninger, Gerber, Jakob RumpsIV., Schuhmacher, und Peter Gerhardt, Schneider.

Die Deutsche Laudwirthschaftsgesellschaft wird in den Tagen vom 12. bis 14. October d. I. eine Reihe von Sitzungen in Berlin abhalten, in welchen namentlich die Aus­stellung zu Königsberg, die in der Zeit vom 16. bis 20. Juni künftigen Jahres stattfinden wird, in allen einzelnen Be­stimmungen Gegenstand der Berathungen sein wird. Nach den Sitzungen wird die Ausstellordnung für Königsberg erscheinen und damit die Anmeldefrist für diese Ausstellung eröffnet werden. Die Erfolge der früheren Ausstellungen der Deutschen Landwirthschasts-Gesellschaft lassen erhoffen, daß auch in der äußersten Nordostmark des Reiches, in Königsberg, die Bestrebungen der Deutschen Landwirthschasts- Gesellschaft aus fruchtbaren Boden fallen werden.

-r- Lollar, 8. October. Heute Nachmittag um 2 Uhr verbreitete fich hier die Nachricht, in Gießen sei ein Ver­brecher aus dem Provinzial-Arresthaus entsprungen und habe den Weg nach unserem Dorfe eingeschlagen. Kaum war dieses bekannt, erschienen auch schon die berittenen Gendarmen Heppner und Schwarz aus Gießen, welche in der Nähe der Wirthschaftzum Schwanen" einen fein­gekleideten Herrn sestnahmen und nach der Bürgermeisterei verbrachten. Nach einigen Minuten wurde er auch schon geschlossen und da er nicht mehr gehen konnte oder wollte zu Wagen unter sicherer Begleitung der beiden Gendarmen wieder nach Gießen zurück transportirt.

Stockhausen, 3. October. Heute Nachmittag sand die Einweihung unseres im vorigen Jahre begonnenen und jetzt vollständig hergestellten Sch ul Hauses statt. Nach dem gegen 4 Uhr mit der Glocke gegebenen Zeichen zum Beginne der Feier und nach geschehener Ueberreichung der Schlüssel durch Hrn. Prov.-Ingenieur Stahl versammelten sich die Theil- nehmer in dem geräumigen Schulsaale. Provinzialdirector Freiherr von Gagern gedachte in entsprechender Rede der mit dem Schulgang nach Flensungen verbunden gewesenen nachtheiligen Folgen für die Schüler, besonders in gesund­heitlicher Hinsicht, erinnerte an die dem Bau einer Schule seither entgegen gestandenen Hindernisse, welche nun glücklich überwunden, erwähnte die Opfer, welche sich sowohl die kleine Gemeinde, als auch der Staat zur Erreichung des schon vor Jahren gesteckten Zieles auferlegt hatten, und gab der ge­wissen Hoffnung Ausdruck, daß Eltern und Kinder die große Wohlthat einer eigenen inmitten des Dorfes gelegenen Schule dankbar erkennen würden. Hierauf folgte die Weiherede des Herrn Schulrath Büchner, in welcher dieser sich eingehend über die durch die Schulerziehung zu lösenden Aufgaben, sowie über die hierzu dienenden Mittel- von Unterrichts­fächern thuts der Religionsunterricht allein nicht und die zu diesem Zwecke erforderlichen weiteren Bedingungen ein­gehend verbreitete. Geschickt eingesügt war eine von Herzen kommende und zu Herzen gehende Ansprache an die anwesenden Schüler, den Schluß bildeten die eigentlichen Weiheworte, endend mit einem recht innigen Gebete. Nachdem diese Feier im Schulsaal beendet, besah man die übrigen Räumlichkeiten des neuen Gebäudes, über deren Einrichtung nur eine (Stimme des Lobes und der Anerkennung laut wurde. Leider kann unsere Schulstelle jetzt noch nicht besetzt werden, da särnrntliche irn Frühjahre zum Schuldienst zugelassenen Lehrer bereits Verwendung gefunden. Man hat jedoch Hoffnung, daß wir bis zum 1. November einen Lehrer bekommen werden.

Alsfeld, 8. October. Am nächsten Sonntag, den 11. October, findet hier imDeutschen Hause" die ordent­liche Generalversammlung des landwirthschaftlichen Bezirks-Vereins Alsfeld statt. Außer dem Geschäft­lichen steht auf der Tagesordnung ein Vortrag des Land- wirthschastslehrers Dr. v. Peter- Friedberg über Obstbau und Constituirung eines Vereinsbezirks Alsfeld des Ober­hessischen Obstbau-Vereins.

Bad Rauhei«, 5. October. Bei den Erdarbeiten des Sprengel'schen Hotelbaues wurde einige Meter unter der Erde eine Art Steinpflaster bloßgelegt und eine Anzahl irdener Gefäße und bronzene Nadeln auf­gefunden. Diese Gegenstände sollen nach dem Ausspruch des Herrn Professors Dr. Adamy von Darmstadt, welcher dermalen zur Abschätzung der Dieffenbach'schen Sammlung in Friedberg weilt und die erwähnten Objecte besichtigte, aus der vorchristlichen Zeit herstammen.

Affenheim, 6. October. Um vielseitigen Wünschen Rech­nung zu tragen, wird die Gräfliche Hofgärtnerei dahier Samstag den 10. und Sonntag den 11. d. M. in ihrem GewächshausAmalienhos" eine Obstausstellung der­jenigen Obstsortimente veranstalten, welche für die Oberhessische Obstausstellung in Gießen bestimmt sind,- die Ausstellung umfaßt ca. 120 Sorten Aepfel und Birnen (Tafel- und Wirthschaftsobst), welche sich theils zum Anbau im Kreise Friedberg sehr gut eignen, theils an Hochstämmen und theils an Formbäumen gezogen sind. Die Sortimente sind systematisch geordnet und mit richtigen pomologischen Namen versehen.

Darmstadt, 8. October. Gestern Abend gerieth der Bureaugehilfe der Dampsstraßenbahn-Gesellschaft, Reinig, welcher mit dem Zuge V28 Uhr nach Arheilgen fuhr und unterwegs von dem Zuge abspringen wollte, so unglücklich unter die Räder, daß ihm die beiden Beine vom Rumpfe getrennt wurden und er sofort tobt blieb. Das Unglück ereignete sich gerade vor dem Anwesen des Herrn Handels­gärtners Henß, mit dessen Tochter Reinig verlobt war. Das Schicksal des braven jungen Mannes erregt allgemeine Theilnahme.

Aus Worms wird derFranks. Ztg." vom 8. d. M. berichtet: Die Stadtverordneten-Versammlung hat das Ge­such des Kunstvereins für das Großherzogthum Hessen um Gewährung eines jährlichen Zuschusses ab gelehnt mit der Motivirung, daß die Stadt Worms alljährlich für Kunst­zwecke genug Ausgaben zu bestreiten habe. Auch in anderen hessischen Städten wurde das Gesuch des Kunstvereins ab­schlägig beschieden.

vermischtes.

> * Frankfurt a. M., 8. October. Ueber den Consum

in den verschiedenen Restaurationen der Ausstellung am letzten Sonntag, als dem sechsten Zwanzigpsennigtag, liegt folgende Mittheilung vor: 1. Münchener Bürgerbräu: 65 Hectoliter Bier, 3000 Schweinewürstchen am Rost, 1800 Stück Frankfurter Würstchen, 600 Portionen Münchener Würstl, 41/2 Centner Sauerkraut, 52 Gänse, 32 Hühner, 250 Portionen italienischen Salat ä la Schwegerle, 2 Centner Schinken, 2000 belegte Brödchen. 2. Pfungstädter Bierhalle: 50 Hectoliter Bier, 200 Laib Brod, 1000 be­legte Brödchen und dementsprechend Fleischwaaren. 3. Cafe Mi lan i: 4000 Taffen Kaffee mit 200 Kuchen rc., 300 Por­tionen Eis, 500 belegte Brödchen, 5 Hectoliter Bier. Volks- Bierhalle: 60 Hectoliter Bier. Die Holz'sche Cigarren­handlung verkaufte an den beiden letzten 20-Pfennigtagen zusammen über 30000 Cigarren, deren Preis sich meistens über 6 Pfennig bewegte.

* Frankfurt a. M., 7. October. Der auf Nr. 25465 gefallene zehnte Hauptgewinn der letzten Pserdemarkt- lotterie, ein zweispänniger Wagen nebst zwei Pferden, ist bis heute noch nicht abgeholt worden. Die eben hier an­wesende Agitatorin für Besserung der Lage der Arbeiterinnen, Fräulein Wabnitz aus Berlin, benutzte einen Besuch, den sie am Montag Nachmittag der Electrischen Ausstellung machte, um in mehrere, von verschiedenen Firmen in der Ausstellung ausgehängte Bestellbücher Fragen socialpolitischen Inhalts einzutragen. Sie wurde daraufhin zur Polizei­wache des Ausstellungsplatzes sistirt, nach Feststellung ihrer Personalien aber bald wieder entlassen.

* Damen, die Cigarren rauchen gleich den Männern, sind in unserer Zeit längst keine Seltenheit mehr,- Damen, die Scat spielen, kommen neuerdings dazu. Damen an den Scattischen der Berliner Bierwirthschaften sind, so schreibt dieB. Volksztg.", gegenwärtig durchaus keine seltenen Er­scheinungen. In den großen Gartenlocalen der Hasenhaide konnte man an den schönen Abenden der letzten Wochen diese weiblichen Scatspieler an mehreren Tischen bemerken, und das Abwersen der Karten macht sich bei der schnellen Be­wegung des rechten Armes und wenn dieser piit einem funkelnden Armband geschmückt ist, gar nicht übel. Die be­kannten Ausdrücke am Scattisch, die für gewisse Fälle und Vorkommnisse beim Spiel gebraucht werden, aber sonst eigentlich nicht für Damenohren bestimmt sind, scheinen keinen Anstoß zu erregen. Manche von diesen Scat-Damen wissen mit ihren zarten Knöcheln so laut auf den Tisch zu schlagen, daß man ernstliche Verletzungen für eine zarte Hand be­fürchten möchte. Als ein in der Nähe stehender Verwandter einer solchen Spielerin die Bemerkung machte, daß es doch wohl für eine Frau passender wäre, sich mit dem Strickstrumpf als mit Kartenspielen zu unterhalten, entgegnete die Dame mit größter Seelenruhe: Beim Kartenspielen verdiene ich mehr als beim Strumpfstricken! Für die nun einmal in Fluß gekommene Frage der Frauen-Emanzipation ist dies neue Berliner Kneipenbild vielleicht nicht ohne kulturgeschicht­liche Bedeutung.

* Ade Reserve! Feuchten Auges blickte die Compagnie ihrem Ches nach, der, von seinen Subalternoffizieren gefolgt, gedankenvoll den Casernenhof verließ, ohne das Honneur des Thorpostens zu erwidern.Leute!" wandte sich der Feld­webel, nachdem der Hauptmann aus dem Gesichtskreis seiner Untergebenen verschwunden war, an die am rechten Flügel ausgestellten Reservisten.Nach einer solchen Rede sollte ich mir lieber ins tiefste Schweigen hüllen, aber das kann ich nich; was ich auf'm Herzen trage, muß runter! Der Herr Hauptmann hat Euch mit unjeschlieffene Edelsteine, aus

die wir in unsere Schleisanstalt Diamanten jemacht haben, verjlichen. Er hat Euch jewiffermaßen so successive im Lauf­schritt Eueren janzen physischen und geistlichen Bildungsjang vor Augen jesührt und Euch bis zu Thränen jerührt. Ich mutz erklären, daß die schöne Rede selbst mich jewaltig an die Nieren gegangen is und dabei gedenke ich doch noch nich im Jeringsten jar nich wie jetzt Ihr des Kaisers Rock mit der Civilklust zu vertauschen, bevor ich mir nicht die tausend Ma doch das ist eine Chose per se. Ihr steht im Bejriff, wieder ins Civilverhältniß zurückzukehren. Euer Mutterwitz is Euch durch uns jeweckt worden- krumm und meist dumm kamt Ihr zu uns; wir haben Eueren beschränkten Jesichtskreis erweitert und wenn Ihr nun in Eure häusliche Penaten zurückkehrt, bleibt Helle und laßt Euch nicht ver­blüffen. Weiter will ich nischt sagen. Also, Reservisten, lebt wohl und wenn Ihr heute von EuerVerhältniß" Abschied nehmt, dann haut nicht über'n Kamm, sonst spaziert Ihr eventualiter noch aus den Armen der Liebe ins Kittchen. Und nun aus Wiedersehn bei der nächsten Uebung, adje Reserve!"Adje, Herr Feldwebel!" ertönte es wie aus einem Munde, dann wurden die neugebackenen Reservisten entlassen.

* Boshaft.Emil! Ich habe mir sagen lassen, daß das Fischessen dem Gehirn sehr zuträglich sei, ist dem so?" Jawohl!"Sie glauben also, daß mir das Fisch­essen nützlich wäre ich bin nämlich geistig sehr abgespannt. Die Frage ist nur, wie viel ich für den Anfang effen soll?" Wissen Sie was? Fangen Sie mit einem kleinen Walfisch an."

Scfyiffsnad?ricf>ten.

Der PostdampferFriesland" derRed Star Line" in Ant- werpen ist laut Telegramm am 6. October wohlbehalten in Newyork angekommen.

Verkehr, Land» uttö Volkswirtschaft.

ArrS Oberhessen, 6. October. Für einen großen Thell unserer Provinz ist die Cultur der Zuckerrüben von hervor­ragender Bedeutung. Die Zuckerfabrik zu Stockheim im Kreise Büdingen hat am 22. v. Mts. ihre Campagne eröffnet. Da die Zuckerrüben von großen und kleinen Landwirthen gebaut werden, so sind nachfolgende Nachrichten in vielen Kreisen nicht unwillkommen. Für das abgelaufene Betriebsjahr 1. August 1890/91 wurden 7 % Dividende vertheilt. Das ist ein Procentsatz, der für die Land- wirthschaft sehr accepiabel erscheint. Es gibt zwar Zuckerfabriken in Norddeutschland, welche das Doppelte geben können, sogar bis zu 25o/v; das sind die alten Fabriken, bei denen Schiff und Geschirr, Maschinen und Geräthschaften längst frei und abgeschrieben sind. Sieben Procent sind für unsere Verhältnisse, wo der staatttche Zinsfuß 372 %, jedenfalls sehr annehmbar. Es muß dabei bemerkt werden, daß der 1890er Sommer der Zuckerrübe nicht hold war. Die Fläche, welche dieses Jahr für die Stockheimer Fabrik mit Rüben bestellt ist, beträgt rund 4000 Morgen. Nach den vor­genommenen Proben haben die Rüben 1213Vs °/o Zucker gegen Ende September gezeigt. Da der October bis heute recht günstig war, ist die Zuckerbildung weiter fortgeschritten. Im Durchschnitt kann 130150 Centner Rüben auf den Morgen gerechnet werden, es gibt aber auch Oeconomen, welche bis 200 Centner erzielen. Da der Preis 1 Mark pro Centner ist, so wird der Rübenertrag von wenigen anderen Productionen erreicht, fast von keiner übertroffen. Es werden in Stockheim täglich etwa 5000 Centner Rüben verarbeitet. Die Campagne wird darnach voraussichtlich bis in die erste Hälfte des Monats Januar dauern. Von großem Vortheil für die Fabrik ist der Uebergang zur Braunkohlenfeuerung. Hierzu eignen sich die geringsten Rinderbügener Braunkohlen, welche nur 15 Kilometer von Stockheim gefördert werden. Der Steinkohlenfeuerung gegenüber werden jährlich gegen 15000 Mark gespart. Die Schlacken der Braunkohlen werden vielfach zu Ausfüllungen allerhand Vertiefungen in Wegen, Gärten u. s. w. geholt. Die günstigen Resultate söhnen die Leute immer mehr mit der Fabrik aus. Hie und da fitzt zwar noch Einer im Schmollwinkel, aber sie werden immer seltener.

kirchliche Anzeige« der Stadt Gietzeir

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

20. Sonntag nach Trinitatis, 11. October:

Vormittags 73/< Uhr: Pfarrer Dingeldep.

Vormittags 9V2 Uhr: Pfarrer Dr. Naumann.

Kinderkirche Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Nach Beschluß des Kirchenvorstandes soll das Erntedankfest acht Tage früher als sonst gehalten werden, also schon am 21. Sonntag nach Trinitatis, 18. Oct ober. An diesem Sonntag wird eine Kirchen-Colllecte erhoben für unseren Kirchenbaufonds.

Am Erntedankfest-Sonntag beginnen wieder die Abend­gottesdienste und zwar um 5 Uhr; die Frühgottesdienste fallen von da an weg.

Die für Sonntag den 18. Ottober vorgesehene Abendmahls­feier findet acht Tage später statt im Abendgottesdienst.

Die Pfarrgeschäfte in der Woche 00m 11. bis 17. October besorgt Pfarrer Dr. Naumann.

Katholische Gemeinde.

21. Sonntag nach Pfingsten, 11. October:

Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um VaS Ubr Gelegenheit zur hl. Beichte.

Sonntag: Morgens von a/*6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6 Uhr erste Frühmesse: um 7,8 Uhr zweite Frühmesse: um 8/40 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um Vr3 Uhr Christen­lehre und Andacht. Abends um 6 Uhr Rosenkranzandacht.

Dienstag und Freitag: Abends um 6 Uhr Rosenkranz­andacht.

Gottesdienst in der Synagoge.

Samstag den 10. October:

Vorabend 5*» Uhr, Morgens 800 Uhr, Nachmittags 400 Uhr, Abends 600 uhr.

Montag den 12. October: Versöhnungstag:

Vorabend b* Uhr, Morgens 7» Uhr, Festesausgang 5« Uhr.

Literatur umö Nunst.

Vor uns liegen die Lieferungen 5 und 6 des im Verlage der König!. Hofbuchdruckerei Trowitzsch & Sohn, Frankfurr a. O. erscheinenden, unser Jntereste mit jedem neuen Copttel in höherem Grade fesselnden Werkes: »Durch deS Gartens kleine Wunder- wett* des Frhrn. Schilling von Canstatt. Zum Schluß des drillen Abschnitts werden die Wechselbeziehungen des Erdbodens und der Pflanzenwelt, die Bodenarten und deren Nährstoffe, sowie die rationelle Bearbeitung deS Gartenbodens erörtert. Der vierte Ab­schnitt behandelt sodann in belehrender und anregender Weise daS Blumen- und Früchteleben, ferner die Wechselbeziehungen der Blumen-