unständigen Arbeitern, nicht immer leicht zu erbringen ist, »og Zugegeben werden, jedenfalls genügen aber für diesen Nachweis nicht allgemein gehaltene Bescheinungen, es muß vielmehr daraus gesehen werden, daß jene Thatsachen un- zweiselhast aus den Bescheinigungen hervorgehen.
Erwähnt mag hier noch werden, daß die Zurückweisung der Ansprüche meist nur aus dem Grunde erfolgte, weil zur Zeit der Erhebung des Anspruchs ein versicherungspflichtiges Arbeits- oder Dienstverhältniß nicht vorlag. Derartige Ansprüche sind daher nur zur Zeit zurückzuweisen gewesen und können wiederholt gestellt werden, sobald der betr. Arbeiter wieder eine versicherungspflichtige Thätigkeit ausübt.
PermiW«».
— Der „Berliner Morgenzeitung" ging die folgende Mittheilung zu: „Mein Sohn, Unteroffizier im Altmärkischen Ulanen-Regiment Nr. 16 in Salzwedel, litt durch anstrengende Arbeiten im Bureau im vergangenen Sommer an einem Lungencatarrh und wurde infolge dessen zur Erholung aus neun Wochen in seine Heimath beurlaubt. Nach dem Urlaub
wurde derselbe noch sechs Wochen nach Lippspriuge ins Bad geschickt. Nach dieser Badekur wurde er von den Herren Aerzten in Salzwedel als vollständig gesund und dienstfähig erklärt, infolge dessen er seine Beschäftigung im Bureau wieder ausnahm. Mein Sohn wollte sich nun auch durch die Herren Aerzte im Magdeburger Garnisonlazareth von seinem Gesundheitszustände überzeugen lassen. Nach seiner Untersuchung wurden sofort Einspritzungen mit Koch'scher Lymphe vorgenommen, die, sich bis auf zwölf belaufend, erfolglos blieben. Nach Fortsetzung derselben stellte sich endlich Fieber, Kopfschmerz und Blutauswurs ein, ebenso eine Anschwellung des Körpers, so daß das Körpergewicht sich in einer Woche um 9 Pfd. und am darausfolgenden Tage nm 3 Pfd. vermehrte.
Ich möchte mich nun der Frage des Einsenders in Nr. 22 anschließen: „Ist ein Soldat verpflichtet, sich Koch'sche Lymphe einspritzen zu lassen, bis er erkrankt? Und hat Herr Professor Koch sein Heilmittel erfunden, um Kranke gesund oder Gesunde krank zu machen? Der bekümmerte Vater."
Diese Mittheilung ist besonders deswegen von Wichtigkeit, weil sie von einer Zunahme des Körpergewichtes spricht, einer bei Eingespritzten wiederholt bemerkten Erscheinung, welche
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viele Aerzte als ein Zeichen sich wieder einstellender Gesundheit angesehen wissen wollten.
Verkehr, Ccmb* und Volkswivthsehirft»
— Bei der deutsche« LebeilSverstcherrmg PotSda« find im Jahre 1890 im Gan-en 4215 Versicherungs-Anträge über 9 856 744 Mk. Kapital und 8280.90 Ml. Jahresrente zu erledigen gewesen. Davon entfallen auf Capital-Versicherungen für den Todesfall 3311 Anträge mit 8 613 744 Mk. Capital; auf Erlebensfall-, Aussteuer- und Militärdienst-Versicherungen 596 Anträge mit 1 144 500 Mk. Capital und auf Sterbekassen-Verstcherungen 292 Anträge mit 98 500 Mk. Capital. Durch Ableben der Verficherteu find im Laufe des vergangenen Jahres von den Versicherungen ans den Todesfall 563 Policen, durch welche 542 Personen versichert waren, über zusammen 911 975 Mk. Versicherungssumme fällig geworden.
Schwarze rein wollene Kleiderstoffe (glatt und gemustert) zu Fabrikpreisen bei 394 (Sebr» Stamm*
TnaraM—
GdnheMe Wubahnes.
Die Lieferung der Dienstkleidungsstücke für das diesseitige Personal soll für die Zeit vom 1. April L I bis Ende März 1894 vergeben werden-
Lieferungsangebote sind spätestens bis -um 28. l. Mts, Vormittags 10 Uhr, versiegelt und mit entsprechender Aufschrift versehen, portofrei an uns ein- zusenden-
Die Bedingungen können bei unserer Magazinsoerwaltung dahier eingesehen, auch gegen Einsendung von 40 H durch unsere Kanzlei bezogen werden.
Gießen, den 4 Februar 1891.
1146 Großherzogliche Direktion.
Submission.
Die Lieferung von 560 Kubikmeter LahnkieS und das Fahren der Straßenwalze soll mittelst Submission vergeben werden.
Angebote hierfür find bis zum 12. L MtS., Vorm. 11 Uhr, auf dem Stadtbauamte einzureichen, woselbst auch die Uebernahmsbedingungen einzusehen sind.
Gießen, den 5. Februar 1891.
Großh. Bürgermeisterei Gießen. ___Gnauth. 1073 ~ Submission,
Quellwasserleitung.
Die zur Ausführung einer Leitung im Schiffenberger Walde bei Gießen erforderlichen Erd- und Rohrlegearbeiten, sowie die Lieferung gußeiserner grudronirter Wiffenröhren von 50 und 70 mm Lichtweite für eine Leitungslänge von zus. 1075 m sollen öffentlich vergeben werden. Die Bedingungen und Pläne liegen bei unterzeichneter Stelle offen, woselbst auch die zur Offertstellung nöthigen Vor- anschlagsblankets zu erheben und die Offerten einzureichen sind.
Termin zur Eröffnung der Offerten ist DienStag den 17. Februar,
Vormittags 10 Uhr.
Die Zuschlagsfrist läuft mit dem 5. März ab.
Gießen, den 4. Februar 1891. Großh. Kreisbauamt Gießen.
Renting. 1077
Holz-Versteigerung.
Donnerstag den 12. Februar I. IS., Vormittag- von 9 Uhr an, sollen im Gemeindewald zu
GroßewBuseck,
District Eichwald, versteigert werden: 282 Eichen-Stämme mit 89,72 Festm., 112 Kiefern- und Fichten-Stämme mit
46,46 Festm.,
3 Buchen-Stämme mit 0,93 Festm.,
25 Eichen-Derbstangen 2,63 „
407 Nadel-Derbftangen 30,65 „
164 Nadel-Reisstangen 2,97 „
90 Buchen-Reisstangen 0,57 „
36 Rm. Buchen- u. Eichen-Scheith., 14 „ Buchen-Knüppelh., 44 „ Eichen- u. Nadel-Knüppelh., 31/2 Hundert Buchen-Reiserwellen,
24 „ Eichen- u. Nadel-Reiser-
wellen,
10 Rm. Buchen-Stöcke,
40 „ Buchen- und Eichen-Stöcke.
Die Zusammenkunft ist an der Rabenauer Straße bei den Eichwiesen.
Großen-Buseck, am 3. Febr. 1891. Gr. Bürgermeisterei Großen - Buseck.
Stephan. 1106
1133] Einen Lehrling sucht Smil Beil Schretnermeifter, auf der Bach.
Holzversteigerung.
Mittwoch den 18. Februar d. I. werden aus den Distritten SchisderSkopf und Rabenpfuhl versteigert:
12 Eichenstämme von 24—43 cm Durchmesser, 2,4—10 m Länge mit 5,23 fm,
48 Kiefernstämme von 24—58 cm Durchmesser, 2,4—15 m Länge mit 36,17 fm,
29 Fichtenstämme von 13—37 cm Durchmesser, 7—21 m Länge mit 14,60 fm,
48 Birkenstämme von 16—34 cm Durchmesser, 3 — 11 m Länge mit 13,81 fm,
173 Fichrenderbstangen von 7—12 cm Durchmesser, 7—14 m Länge mit 8,73 fm.
Buchen: 1 rm Scheiter, 2 rm Knüppel.
Birken: 2 rm Scheiter, 13 rm Knüppel.
Eichen: 39 rm Scheiter, 42,4 rm Knüppel, 2080 Wellen, 27,6 rm Stöcke.
Nadel: 62,6 rm Scheiter, 100,6 rm Knüppel, 5820 Wellen, 86,3 rm Stöcke.
Zusammenkunft: Morgens 9 Uhr auf der Kreisstraße Gießen-Steinberg an der Schweinsbrunnenschneise.
Nähere Auskunft ertheilt der Großh. Forstwart Schlag zu Baumgarten.
Gießen, den 5. Februar 1891. Großh. Obersörsterei Schiffenberg.
Heyer. 1129
Holzversteigerung
in den Waldungen der
Gemeinde Staufenberg.
Frritag den 13, Februar I. I., Vormittags von 9 Uhr an
sollen im Distritt Tiefenbach und Lahnkopf versteigert werden:
93Elchen-Stämme bis U Mtr.lang, 14—82 Ctm. Durchm, 21 Festm.
165 Nadel-Stämme bis 18 Mtr. lang, 14—42Ctm.Durchm., 62 Festm.
10 Eichen-Derbstangen, 0,46 Festm. 705 Nadel-Derbstangen, bis 16 Mtr.
lang, 41 Festm.
265 Nadel-Reisstangen m. 3,46 Festm.
Scheith. Knüppelh. Reish. Stockh Rmtr. Rmtr. Wellen Rmtr.
Buche 36 9 700 8
Eiche 54 30 1250 33
Nadel 6 18 700 4
und 8 Haufen Nadel-Reifer.
Bemerkt wird, daß sich unter dem Eichen-Stammholz Stämme von 1 bis 1,91 Festmeter Inhalt befinden und daß das Bau- und Stangenholz zuerst zur Versteigerung kommt.
Die Zusammenkunft ist auf der Staatsstraße diesseits der Tiefenbach.
Staufenberg, am 5. Februar 1891. Großh. Bürgermeisterei Staufenberg.
Stephan. 1144
Mittwoch den 1t. Februar,
Nachmittags 21/« Uhr,
sollen auf dem hiesigen Ortsgericht erb- theilungsbalber die den Erben der Heinrich Wolf Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien:
Flur 27 Nr 173 — 4025 Meter Acker am Brennofen,
Flur 33 Nr. 116 - 769 Meter Acker am Nahrungsberg
freiwillig meistbietend versteigert werden. Gießen, 31. Januar 1891.
Großh. Ortsgericht Gießen.
I. A.: Vogt. 953
Holzversteigerung.
Donner-tag, denL2.Febr.lI von Vormittags 9 Uhr an
soll im Anneröver Gem^inde- wald in den Abteilungen Neuwiese und Krähenholz nachverzeichnetes Holz versteigert werden.
A Werkholz:
179 Eichen-Stämme, 15 bis 34 Ctm. Durchm-, 5 bis 12 Meter lang, 28,52 Festm. haltend
25 Nadel-Stämme, 18 bis 44 Ctm. Durchm, 8 bis 14 Meter lang, 10,33 Festm haltend
262 Eichen-Derbstangen, 11 bis 14 Ctm. Durchm., 3 bis 6 Meter lang, 16,48 Festm. haltend
39 Nadel-Derbstangen, 8 bis 14 Ctm. Durchm., 8 bis 12 Meter lang, 3,60 Festm. haltend.
B. Brennholz:
Scheith. Knüppelh. Stockh. Neish. Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen
Eiche 27 113 10 1550
Nadel 4 2 3 960
Aspe 8 8 0 350
Bemerkt wird, daß das Eichen- Werkholz sich zu Wagner- und Grubenholz eignet.
DieZufammenkunstistam Müllerweg bei Brennholz Nr. 164.
Annerod, den 6. Februar 1891. Großherzogl. Bürgermeisterei Annerod.
Engelhardt. 1136
Mittwoch den 11. Februar,
Nachmittags 2 Uhr,
werden GelterSweg 68, 2. Stock, verschiedene Möbel und sonstige Gegenstände versteigert. Namentlich ein schöner SckreivseereiLr, Causeuse mit 6 gepolsterten Stühlen, rnnder Tisch, nußb. Eckschrank, Spiegel, nußb Bettstellen, Küchenschrank, 3 große Fahnen, 1 Fahrstuhl, gr. Petroleumherd, Küchen- geräth und Anderes.
In Auftrag: [1143
I. Rothenberger, Ger.-Taxator
Mittwoch den 11. Februar,
Nachmittags 2 Uhr,
sollen auf dem hiesigen Ortsgericht erb- vertheilungshalber die den Friedrich Lind Eheleuten in Gießen gehörigen Immobilien:
Flur I Nr. 326 — 75 Meter Hofraithe in der Katharinengasse,
Flur I Nr. 327 — 31 Meter Hofraithe daselbst
nochmals öffentlich meistbietend versteigert werden.
Gießen, den 2. Februar 1891. Großh. OrtSgericht Gießen.
I A.:
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