Sagau, 3. Januar. Das in der Stärke von 1 Offizier und 14 Mann aus Glogau hier eingetroffene Piomer- Commando hat bereits mit der Sprengung des Bobereises begonnen. Die vollständige Enteisung dürfte etwa 5 Tage in Anspruch nehmen. Das Eis hat durchschnittlich eine Stärke von 30 (Zentimeter.
Hamburg, 3. Januar. Bei der gestrigen Explosion in der Nobel'schen Dynamitfabrik sind 9 Arbeiter getobtet worden. Die Fabrik ist seit dem 22. Deeember außer Verrieb. Die Katastrophe erfolgte bei der Reinigung und Reparatur, nachdem der beaufsichtigende Director Fuchs soeben das Gebäude verlassen hatte.
Hamburg, 3. Januar. Fürst Bismarck -mt gamthe traf heute Nachmittag zum Diner bei der befreundeten Familie Voigt hier ein. _________________
rlusland.
Troppau, 3. Januar. In dem Dreifaltigkeitsschacht in Polnisch-Ostrau fand heute eine Explosion schlagender Wetter statt, durch welche gegen 15 Personen das Leben eingebüßt haben sollen. .
Paris, 3. Januar. Freycinet ließ im Mimsterrathe em Decret unterzeichnen, wodurch, dem „Temps" zufolge, die Dienstorganisation des General stab s entsprechend dem Gesetze von 1890 vermehrt wird, indem die den Truppenkörpern entnommenen Offiziere dem Generalstabe zur Dienstleistung zugetheilt werden dürfen.
Paris, 3. Januar. Die Meldung des „Figaro , wonach die diesjährige internattonale Kunstausstellung in Berlin ein Concurrenzunternehmen gegenüber der französischen Ausstellung in Moskau sein sollte, findet in französischen Künstlerkreisen wenig Beachtung, da es wohlbekannt ist, daß die Berliner Ausstellung als Jubiläumsfeier lange vorher geplant und unaufschiebbar, eine Concurrenzabsicht also durchaus ausgeschlossen ist. :J
London, 3. Januar. Zweihundert Beamte der dem Mini- -sterium der Posten unterstellten Sparkaffe wurden entlassen, weil sie sich gestern Abend weigerten, zwei Stunden Aber die vorgeschriebene Arbeitszeit im Dienste zu verbleiben.
Kaldenkirchen, 3. Januar. Die englische Post von gestern Abend über Vlissingen ist wegen Nebels ausgeblieben.
Kopenhagen, 3. Januar. Die Leuchtschiffe „Drogden" und „Flinterenden" sind des Eises wegen eingezogen und die Fahrten des Nachtschiffes von Korsör nach Kiel eingestellt worden.
New-Iork, 3. Januar. In dem Kohlenbecken von Al- loona (Pennsylvanien) hatten die Grubenarbeiter eine Lohnerhöhung verlangt, welche jedoch von dem Bergwerksbesitzer abgelehnt wurde. Man glaubt, daß in Folge dessen am Montag gegen 16,000 Arbeiter striken werden.
Rew-Hork, 3. Januar. Das „Avenue-Hotel" in Corsi- cana (Texas) ist vergangene Nacht niedergebrannt. Wie es heißt, sind dabei 4 Personen umgekommen.
Newyork, 3. Januar. Das Fisth-Avenue-Theater und das Hermann-Theater, beide auf dem Broadway gelegen, sind total abgebrannt; ein Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen. Die Flammen ergriffen auch das Hotel Sturte- vant House und zerstörten dasselbe theilwetse, die in dem Hotel befindlichen Gäste konnten sich sämmtlich retten. Auch mehrere benachbarte Läden wurden beschädigt. Der Ge- fammtschaden wird auf eine halbe Million Dollars geschätzt.
Newyork, 3. Januar. In Pineridge sind beträchtliche Verstärkungen amerikanischer Truppen emgetroffen, welche eine verabredete Bewegung zur Umzingelung des indianischen Lagers unternehmen. Die Truppen wollen die Indianer durch Hunger zur Unterwerfung zwingen, wofern letztere nicht einen Kampf vorziehen.
Neueste Nachrichten.
Aolsis telegraphYchrS Lorrrsporttrcnz-Bureuu.
Speyer, 4. Januar. In Folge des eingetretenen Tauwetters und Regens ist der Oberrhein eisfrei geworden. Morgen wird die Schiffbrücke wieder eingesahren und die Bahnstrecke Speyer-Heidelberg-Würzburg dem Verkehr übergeben.
Den eindringlichen Bitten Frau Wildhagens nachgebend, versuchte sie auch redlich, mit Kaffee und Kuchen fertig zu werden, bis sich Hermann ins Mittel schlug und sie von dem größten Stück Kuchen befreite. Zum Dank erzählte sie ihm um so eingehender aus ihrem Leben, wie sie jetzt am Morgen ihre „Sprechstunden" halte, gerade wie ein Doctor, um die Bedrängten zu sich zu locken und den Hilfesuchenden mit Rath und That zu Helsen. Auf solche Weise werde ihre Thätig- teit immer größer und schöner . . . Und der Blick ward, während sie sprach, immer strahlender.
Am Abend trat man gemeinschaftlich den Heimweg an, wenigstens bis zum Kreuzungspunkte, wo sich der Weg nach Eschershausen abzweigte. Vom Kreuzweg bis Eschershausen ging Schwester Clara allein, ihr Todesmuth und das dunkle Kleid waren ihr allezeit Schutz genug. Hermann hingegen wählte einen Richtweg, der durch den Eichenkamp birect nach Zeche „Iduna" führte und geradewegs an dem Hause des Häuers Harras mündete. Denn es war ihm plötzlich, als ob er das Licht in Annas Hause sehen müsse, selbst wenn eS nicht für ihn brannte. Wenn er sich auch schon oft vorgenommen hatte, sie zu verachten und zu vergessen, ward es ihm doch klar, daß ihm das letztere nimmermehr gelingen werde. Wie Blutadern schlang sich diese Liebe durch sein ganzes Sein, trotz aller Manneskrast mußte er fürchten, daran zu verbluten. Dann dachte er wieder an den morgenden Strikc, gar zu gern hätte er dem Commerzienrath schon heute einen Wink gegeben. Je früher demselben die Nachricht von der Arbeitseinstellung zuging, um so eher konnte er seine Gegenmaßregeln treffen.
(Fortsetzung folgt.)
Troppau, 4. Januar. Die Ursache der Explosion in dem Dreisaltigkeitsschachte in Polnisch-Ostrau ist noch nicht ermittelt; doch steht fest, daß maffenhafter Kohlenstaub die Explosion verschärfte. Bisher sind 57 Todte zu Tage beordert worden. Einige dürsten sich noch unter dem Schutte befinden.
Paris, 4. Januar. Bei den heutigen Senats wählen wurde im Departement der Vogesen Jules Ferry mit 723 von 997 abgegebenen Stimmen gewählt. Die ehemaligen Botschafter Foucher de Careil und Teißerenc de Bort sind wiedergewählt worden. Unter den übrigen Gewählten be- inden sich der Marineminister Barbey, ferner Dautresme, Casimir, Perier, Dauphin und Camescasse.
Paris, 4. Januar. Bei den heutigen Senatswahlen wurde Freycinet im Seine-Departement beim ersten Wahlgange mit 579 von 665 abgegebenen Stimmen zum Senator- gewählt. Der Gesandte in Bern, Arago, wurde im De- jartement der Ost-Pyrenäen wiedergewählt.
— Die Freunde Gamb ettas trafen heute, wie alljährlich in dem Sterbchause desselben in Ville d'Avray zusammen. Zahlreiche Kränze wurden daselbst von Vertretern verschiedener patriotischer Gesellschaften niedergelegt.
Newyork, 4. Januar. In Huntingdon (Pennsylvanien) haben 3000 Grubenarbeiter die Arbeit eingestellt.
London, 5. Januar. Der Vizekönig von Irland sandte an die Zeitungen ein Schreiben, worin dieselben um Hilfe und Unterstützung bei dem Nothstande Irlands angegangen werden. Die Bewohner seien vielfach aller Hilfsmittel entblößt. Die Kinder könnten mangels Kleidung und Lebensmittel nicht die Schule besuchen. Die irländische Verwaltung nimmt Gaben an Geld, Geschenken, Kleidungsstücken u. s. w. entgegen.
Localer und provinzieller.
Gießen, 5. Januar.
— Bei der am 2. Januar stattgefundenen Wahl der Vorsitzenden Großh. Handelskammer wurde zum ersten Vorsitzenden Herr F. C. B. Koch aufs Neue gewählt und zum zweiten Vorsitzenden Herr Stadtverordneter R. Scheel, nachdem Herr C. Klingspor eine Wiederwahl abgelehnt hatte.
— Die Nr. 2 des im Auftrage des Evangelischen Pfarr- Vereins für das Großherzogthum Hessen von Herrn Pfarrer Dr. Naumann hier herausgegebenen „Hessisches Kirchenblatt" hat folgenden Inhalt: Im neuen Jahre. — Pfarrverein und andere Vereine: Psarrwaifen-Verein und Feuerversiche- rungs-Verband. — Evangelische Pfarrer, Jesuiten, katholische Kirche. — Mitglieder und Organisation des Pfarrvereins. — Mittheilung und Bitte. — Berichtigungen. — Anfrage. — Wie aus dem Kirchenblatt ersichtlich, zählt der Evangelische Pfarrverein für das Großherzogthum Hessen zur Zeit 219 ordentliche (101 aus Oberhessen, 90 aus Starkenburg, 28 aus Rheinhessen) und 4 außerordentliche Mitglieder.
— Gießener Theater-Verein. Irrigen Auffassungen über die Benutzung der Abonnementsbillets entgegenzutreten, bemerken wir, daß ein solches, auf 6 Vorstellungen lautendes, nur von einer Person für jede der 6 stattfindenden Vorstellungen benutzt werden kann. Jede andere Vertheilung ist einfach unmöglich, denn jedes Abonuementsbillet hat nur eine Nummer und diese findet sich selbstredend nur einmal im Theaterraume vor.
w. Theater. „Hafemmms Töchter" sind ein Volksstück ganz ähnlichen Characters, wie L'Arronges „Mein Leopold". Hier wie dort werden die schlimmen Folgen überspannter und falscher Erziehungswelse dargestellt und gezeigt, wie im besten Falle trübe Erfahrungen in späteren Jahren das wieder gut machen müssen, was in der Jugend an den Kindern durch schwache Eltern in übertriebener und verkehrter Liebe gesündigt worden ist. In beiden Stücken haben neben diesem ernsten und hier wie dort schön und überzeugend durchgeführten Grundgedanken auch Humor und Witz reichlich Raum. — Die Darstellung war nahezu musterhaft für Gießener Verhältnisse, kaum ein Mal waren bis jetzt alle Mitwirkenden so völlig mit Leib und Seele an ihrem Platze, wie gestern. In erster Reihe spielte Herr Reiners den alten Hasemann so gut und wahr, wie kaum eine andere Rolle seither, ausnehmend gelang ihm insbesondere die Scene, in der Hasemann feiner Frau klar macht, daß er, nachdem er lange genug alles feinen Weg hat gehen lassen, nunmehr feine Vaterpflichten mit aller Energie erfüllen wird und sofort zu entsprechenden Thaten übergeht. Hier wurde Herrn Reiners bei offener Scene stürmischer Beifall zu Theil. Frau Hasemann wurde von Frl. Ida Unger ebensowohl als Schwiegermutter comme il faut, wie als bekehrte und einsichtige Gattin trefflich charac- terifirt. Das „viertel Dutzend Töchter" wurde von Frau Anni Reiners, Frl. Elsa Reinhold und Frl. Elisabeth Bischoff wiedergegeben. Frau Anni Reiners war ein reizend frecher Backfisch und ebenso traf Frl. Reinhold die richtigen Töne für die zärtlichen, wie die Zankscenen mit ihrem Gatten. Frl. Bischoff spielte, wie immer, fein und mit besonnener Ueberlegung; aber wiederholt, namentlich bei stummem Spiele, schien sie uns zu zurückhaltend und con- ventionell, z. B. in dem Augenblicke, wo sie in der Scene mit ihrem Gatten in Thränen ausbrechen soll und sonst einige Male. Was sie zu wenig hatte, war bei Herrn Biebrach öfters nur zu reichlich vorhanden, eine überströmende Leidenschaftlichkeit, die nicht immer am Platze war. Hüten muß sich Herr Biebrach namentlich auch davor, daß er im Pathos nicht die einfache und natürliche Redeweise verläßt und einen hohlen Declamationston anschlägt, der zumal dem schlichten Körner ganz besonders schlecht ansteht. Im letzten Acte endlich war er zudem entschieden in seiner Rolle nicht recht zu Hause. Als stotternder und in seiner idealistisch-sentimentalen Liebe fast ebenso rührender wie komischer Provisor Klein zeigte sich Herr Winolt mit einer trefflichen Characteristik der seinem Fache doch fernliegende Rolle als der allen Sätteln
gerechte Künstler, als den wir ihn schon öfter anerkennen konnten. Ein zutreffendes Bild gaben endlich Herr Schreiner vom derben Schlosser Kroll (nur im letzten Acte fiel er etliche Male in seinen früheren schläferigenTon) und Frl. Antonie Roland von der Kaffeeschwester Klinkert.
— Theater. Arn Dienstag gelangt das hochkomische Studentenstück „Das bemooste Haupt" oder „Der lange Israel" zur Aufführung. Das bekannte Lustspiel hat einen so guten Namen, daß es keines besonderen Hinweises auf den großen Erfolg, der ihm überall zu Theil geworden ist, bedarf.
— Wiederholt sei daraus hingewiesen, daß die noch in den Händen des Publikums befindlichen Postwerthzeichen älterer Art (Freimarken, sowie gestempelte Briefumschläge, Postkarten, Streifbänder und Postanweisungs-Formulare nur noch bis zum 31. Januar 1891 zur Francirung von Postsendungen verwendet werden können. Es soll indessen gestattet fein, die bis dahin noch nicht verwendeten Postwerthzeichen bis spätestens zum 31. März 1891 gegen neue Werthzeichen gleicher Gattung und von entsprechendem Werthe umzutauschen.
— Der Turngau Hessen, dessen Gau-Fest für 1891 in Butzbach gefeiert und der mit dem jetzt wieder verbundenen Lahn-Wetter-Gau nunmehr die stattliche Zahl von 39 Turnvereinen mit ca. 4500 Mitgliedern in sich schließt, ist einer der größten Gaue des Mittelrheinkreises, des 9. Kreiseö der deutschen Turnerschaft. In Kürze wird durch Bildung eines Fest-Ausschusses die Arbeit für das Gan fest begonnen.
A Groß-Eichen, 4. Januar. Zwei schöne, erhebende Abendgottesdienste fanden während der nun verflossenen Festtage in hiesiger Kirche statt, am WeihnachtS- und Sylvesterabend. Ein prächtiger Weihnachtsbaum prangte auf dem Altar und verbreitete feinen Kerzenschimmer an beiden Abenden in der hellerleuchteten Kirche. Tiefen Eindruck machten die Worte des Herrn Pfarrers Naumann auf die zahlreiche, den letzten Platz füllende Gemeinde. Chorgesänge der Schüler begleiteten die Feierlichkeit.
§ Ober-Ohmen, 4. Januar. Auch in unserer Gemeinde pflegt man der schönen Sitte, am Weihnachtsabend in der erleuchteten, mit einem brennenden Weihnachtsbaum geschmückten Kirche sich zu versammeln. Herr Pfarrer Jung legte in zu Herzen dringenden Worten die Bedeutung des Weihnachtsfestes aus. Erhebend klang der Gesang der Schüler „Stille Nacht, heilige Nacht". Am Jahrcsabend fand abermals ein Abendgottesdienst in hiesiger Kirche statt.
? Wettershain, 5. Januar. Eine Geschichte, wie man sie bestialischer sich nicht denken kann, spielte sich hier im verfloffeneii Herbst ab, ist aber jetzt erst allgemein bekannt geworden. Ein hiesiger Einwohner besaß damals die Dreschmaschine. Beim Frühstück wurde den Arbeitern reichlich frische Wurst ausgetischt. Das kleine Söhnchen des Mannes mochte von dieser Wurst keine essen und
sagte allen Anwesenden verständlich: „Von dieser Wurst mag ich keine, Vater, gebt mir von der unfrigen!" Fiet
schon die Menge der aufgetragenen Wurst auf, so fielen noch mehr die Worte des Kindes auf und ein dunkles Gerede ging
bald von Mund zu Mund. Da stellte sich heraus, daß die
Wurst von zwei verendeten, bereits dem Wasenmeister übergebenen Schweinen gefertigt worden war. Einem anderen hiesigen Bürger waren diese Schweine einige Tage vorher verendet und er hatte dieselben dem Wasenmeister zur Beseitigung übergeben. Bei diesem holte nun die Frau des noblen Hauswirthes das Fleisch, machte es in Gemeinschaft ihres Mannes zu Wurst und fetzte diese den Arbeitern bei der Dreschmaschine vor. Einige von ihnen wurden beim Bekanntwerden der Thatsache schwer krank. Der bestialische Hauswirth entzog sich der drohenden Strafe durch eilige Flucht mit feiner Frau und zwei Kindern nach Amerika. Der Abdecker aber hat feine gefällige Bereitwilligkeit durch eine Strafe büßen müssen.
— Kleine Mittheilungen aus dem Großherzogthum. Der letzthin in Oppenheim verstorbene Bürgermeister Egly hat an verschiedene gemeinnützige Anstalten, sowie an die während seiner Dienstzeit mit ihm in Berührung stehenden Beamten namhafte Legate vermacht. — In Bensheim wurde beim: Neujahrsschießen einem Burschen die Hand zerschmettert. — In Rohrbach schlachtete der Bürgermeister und Müller Holdermann ein zweijähriges Schwein, welches das enorme Todtgewicht von 640 Pfd. hatte. Das Thier hatte eine durchschnittliche Speckdicke von 12Ctm. —InWorms wurde in der Stadtverordneten-Versammlung die Frage erörtert, inwiefern es int Interesse der Eltern und Schüler gelegen fei, den Nachmittagsunterricht an höheren Schulen ausfallen zu lassen. — In Griesheim wurde in der Nacht vom 1. zum 2. Januar im Bureau des Stationsgebäudes ein Einbruch verübt. Der Dieb fand in der Staticmskasse nur 2 Mk. und gab deshalb seinem Unmuth über das winzige Resultat seiner „Arbeit" durch einen Zettel kund, worauf geschriebenstand : „Ich bin nicht zufrieden mit der Kaffe." — In Langen wurde ebenfalls in der Ncujahsnacht einem Mädchen in den Arm geschossen. — In Lampertheim schoß in der Neujahrsnacht ein junger Mann eine Pistole in dem Augenblicke los, als ein anderer zum Fenster heraussah. Die Ladung ging dem Herausschauenden ins Gesicht und in den. Hals und richtete ihn übel zu. — In Darmstadt wurde in diesen Tagen mit Planiren des Geländes für das neu zu erbauende Schlachthaus begonnen. — In Alzey erschoß sich ein Geschäftsmann, nachdem er versucht, auch sein Kind mit zu todten, daran aber durch das Dienstmädchen gehindert wurde.
* Darmstadt, 2. Januar. (Postperfonal nachrichten.) Dem Postdirector Ritsert in Gießen wurde der Rang der Räthe IV. Klasse verliehen. — Versetzt wurden der Ober- Postsecretair Krüger von Gießen nach Darmstadt, der.


