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ten Ausgaben des städtischen Bauwesens gewachsenen Ingenieur oder Architekten, mit Einreihung in die 1. Klasse der Be­soldungsübersicht (42005400 Mk.), ausgeschrieben werden.

Die erledigte Stelle eines Assistenten für das städtische Gas- und Wasserwerk wird dem Ingenieur Friedrich Kuckuck aus Dortmund, d. z. in Worms, übertragen.

Für die erledigte Stelle eines Hilfsschutzmanns wird der Schuhmacher Martin Erb dahier gewählt.

Der Bezug des neuen Stadtknabenschul­hauses soll am Samstag den 19. d. M. durch eine Schul­feier in der dortigen Turnhalle begangen, der Neubau selbst am Nachmittag des 19. und am Sonntag den 20. Decemöer der allgemeinen Besichtigung geöffnet werden.

Neues Theater. Ueber das Volksstück:Der Pfarrer von Kirchfeld", in welchem der Darmstädter Gast, Herr Georg Hacker, am Sonntag den 6. December auftreten wird, schreibt Heinrich Laube:Das ist ja eine gar merkwürdige Aufführung, welche da allabendlich im Theater an der Wien stattfindet, die Ausführung des Volks­stückes:Der Pfarrer von Kirchfeld"! Aesthetisch merk­würdig, weil da feine tiefliegende Gedankengänge und Characterzüge dem Volksstücke einverleibt werden und weil neben unverarbeiteten Abstractionen ©eenen von blutvollem, echtem Talente zum Vorschein kommen" u. f, w. u. f. w. Wir sind leider des mangelnden Raumes wegen nicht in der Lage, die ganze Besprechung dieses überaus geistreichen Kriti­kers hier folgen zu lassen und müssen uns daher nur auf eine warme Empfehlung zum regen Besuch des Theaters be­schränken.

Diebstahl. Vorgestern Abend wurde ein kürzlich hier zugezogener Arbeiter auf der Straße im Besitze von zwei in der Nacht vom vergangenen Montag auf Dienstag dahier gestohlenen Hemden betroffen und verhaftet. Ein drittes im Besitz desselben vorgefundenes baumwollenes, blau und roth gestreiftes Fraucnhemd, sowie ein weißleinenes Taschen­tuch, gezeichnet E. N., befinden sich zur Einsicht bei Großh. Polizeiamt.

Sachbeschädigung. Einer Schutzmann-Patrouille ge­lang es, vergangene Nacht einen jungen Mann beim Zer­trümmern von Keller fenstern abznfaffen.

Verunglückt. Ein Bremser, welcher gestern aus Station Haiger zwischen die Puffer eines Zuges gerachen, ; wurde nach der Klinik verbracht.

Befitzwechsel. Wie uns mitgetheilt wird, ist am 1. December die Maschinensabrik A. Menges an Herrn Ingenieur PH. Hartmann und Herrn Kaufmann A u g. Montanus jr. käuflich übergegangen. Da die Be­fürchtung nahe lag, daß dieses Geschäft nach nunmehr zwanzig­jährigem Bestehen eingehen würde, so ist es für Gießen und die Umgegend mit doppelter Freude zu begrüßen, daß das­selbe jetzt weiterbetrieben wird und wünschen wir den neuen Inhabern alles Glück.

Auszeichnung. Seine Königliche Hoheit der Groß­herzog haben Allergnädigst geruht: Am 31. October der Ursula Badersbach aus Gernsheim und am 6. November der Elisabetha Dirigo aus Obet-Flörsheim die silberne Medaille des Ludwigs-Ordens zu verleihen.

In welcher bedeutsamen Weise sich die Steuerkraft des Großherzogthums Hessen in den letzten 21 Jahren gehoben hat, davon gibt eine soeben erschienene Zusammenstellung Kenntniß. Während im Jahre 1870 das gesammte Ein- kommensteuercapital des Landes noch 12,751,303 Mk. be­trug, ist dasselbe bis heute, bezw. bis zum Rechnungsjahre 1891/92 auf 27,301,920 gestiegen ober um 114,1 pCt. ,- auf die einzelnen Provinzen vertheilt, hat während dieser Zeit die größte Steigerung des Einkommensteuercapitals in Rheinhessen stattgefunden, nämlich um 142,6, dann folgt Starkenburg mir 112,1pCt. und zuletzt Oberhessen mit nur 71,8 pCt. Berücksichtigt man die einzelnen Steuerbezirke, so steht der Steuerbezirk Mainz mit einer Steigerung von 239,3 pCt. obenan; dann folgt Gießen mit 194,9 pCt., Offenbach mit 178,8 pCt. und dann erst Darmstadt mit 147,3 pCt.

Die nächste Prüfung der Geometer wird am 2. März kommenden Jahres beginnen. Meldungen sind bis zum 19. Januar k. I. schriftlich bei Großh. Ministerium der Finanzen, Abtheilung für Steuerwesen, einzureichen. Wer die Bestellung als Geometer 1. Klasse erlangen will, hat nach der Verordnung vom 15. Juli 1v85 den mindestens ein­jährigen Besuch der Darmstädter Technischen Hochschule nach­zuweisen.

Die Weihnachtssendungen betreffend. Das Reichs- Postamt richtet auch in diesem Jahre an das Publikum das Ersuchen, mit den Weihnachtsversendungen bald zu beginnen, damit die Packetmassen sich nicht in den letzten Tagen vor dem Feste so sehr zusammendrängen, wodurch die Pünktlichkeit in der Beförderung leidet. Die Packete sind dauerhaft zu verpacken. Dünne Pappkasten, schwache Schachteln, Cigarren­kisten 2C. sind nicht zu benutzen. Die Aufschrift der Packete muß deutlich, vollständig und haltbar hergestellt sein. Kann die Aufschrift nicht in deutlicher Weise auf das Packet gesetzt werden, so empfiehlt sich die Verwendung eines Blattes weißen Papiers, welches der ganzen Fläche nach sest aus- geklebt werden muß. Bei Fleischsendungen und solchen Gegenständen in Leinwandverpackung, welche Feuchtigkeit, Fett, Blut :c. absetzen, darf die Aufschrift nicht auf die Um­hüllung geklebt werden. Am zweckmäßigsten sind gedruckte Aufschriften auf weißem Papier. Dagegen dürfen Formulare zu Post-Packetadreffen für Packetausschriften nicht verwendet werden. Der Name des Bestimmungsorts muß stets recht groß und kräftig gedruckt oder geschrieben sein. Die Packet- aufschrift muß sämmtliche Angaben der Begleitadresse ent­halten, zutreffendenfalls also den Frankobemerk, den Nach­nahmebetrag nebst Namen und Wohnung des Absenders, den Vermerk der Eilbestellung u. s. w., damit im Falle des

Verlustes der Begleitadresse das Packet auch ohne dieselbe dem Empfänger ausgehändigt werden kann. Aus Packeten nach größeren Orten ist die Wohnung des Empfängers, auf Packeten nach Berlin auch der Buchstabe des Postbezirks (C., W., SO. u. f. w.) anzugeben. Zur Beschleunigung des Betriebes trägt es wesentlich bei, wenn die Packete frankirt abgeliefert werden. Das Porto für Packete ohne angegebenen Werth nach Orten des Deutschen Reichs-Postgebiets beträgt bis zum Gewicht von 5 Kilogramm: 25 Pfg. auf Entfernungen bis 75 Kilometer (10 Meilen), 50 Pfg. auf weitere Ent­fernungen.

Bad-Nauheim, 2.December. In der bekannten Kinder- HeilanstaltElisabethHaus" werden Heuer zum ersten Male auch im Winter Kinder in beschränkter Anzahl zur Badekur angenommen. Die erste sechswöchige Kurperiode hat den 6. November begonnen, die zweite soll am 5. Januar 1892 eröffnet werden. Um auch den weniger bemittelten Kindern die Wohlthat einer solchen Kur zugäng­lich zu machen, ist das Pflegegeld für die Kurperiode von 60 auf 45 Mk. herabgesetzt worden. Aufnahmegesuche sind an den Vorstand der Anstalt zu richten.

Darmstadt, 1. December. In der gestrigen Vorstellung des Großh. Hoftheaters hätte es leicht zu einem großen Unglück kommen können. Der von Herrn Weber auf der Bühne gerittene Schimmel sch eute nämlich vor dem herab­sinkenden Vorhang und stand im Begriff, über die Rampe in den Orchesterraum zu springen. Herr Weber sprang so- fort von dem Pferde und gelang es seinen zwei Begleitern mit äußerster Anstrengung, das wild gewordene Thier dicht vor dem Orchesterräume zurückzureißen, wobei einer der Männer zu Boden gerissen wurde. Unter den Zuschauern der aufregenden Scene entstand darüber eine kleine Panik.

Worms, 2. December. Gestern Abend fand in der Nähe der Stadt zwischen einem Offizier der hiesigen Garnison und einem hiesigen Einwohner ein Pistolenduell auf dreimali­gen Kugelwechsel statt. Beim zweiten Schuß wurde der Civilist nicht unerheblich verwundet. Hier sind einige Fälle von Influenza festgestellt worden.

Vermischtes.

* Eine bemerkenswertste Thronrede. Bei der Eröffnung des Landtages des Fürstenthums Reuß ä. L. verlas der Fürst eine Thronrede, in welcher er, mit Beziehung zum Tode seiner G> mahlin, sich über den bevorstehenden 25. Jahres­tag seiner Regierung in folgender Weise aussprach:Sollte ich am 28. März n. I. noch leben, würde ich auf eine 25jährige Regierungszeit zurückzublicken haben. Ich vermeide absichtlich, von Jubiläen zu sprechen, denn mit gebrochenem Herzen feiert man keine Jubiläen! Die Verhältnisse liegen jetzt vielleicht ungünstiger, als dies vor 25 Jahren der Fall war. Theuerung ist über uns hereingebrochen, und wenn auch die bis vor Kurzem bestandene Stockung der Arbeit und des Verdienstes erfreulicher Weise etwas nachgelassen hat, so leiden noch Viele unter den Folgen eines Nothstandes. Unter diesen Umständen eine Feier zu veranstalten, würde mir fast als ein Unrecht erscheinen. Weitaus die Meisten werden froh fein, wenn ihre Mittel zu ihrem und der Ihrigen Unterhalte ausreichen. Diejenigen aber, welchen Gottes Gnade mehr an irdischer Hülle gegeben hat, als sie brauchen, sollten, was sie entbehren könnten, ihren nothleidenden Brüdern zu­wenden, sei es durch directe Gaben, sei es durch Opfer, welche dem allgemeinen Besten und zumal für Zwecke der Ausbreitung des Reiches Gottes gebracht werden. Ich spreche deshalb vor der Vertretung des Landes hiermit den Wunsch und die Bitte aus, von jeder Festveranstaltung für den 28. März n. I. absehen zu wollen."

Itnivcrfitäts - Nachrichten.

Göttingen, 30. November. In der theologischen Facultät der hiesigen Universität hat sich der Licentiat Dr. Rahlss für alt- testamenlliche Exegese babilitirt. Dr. Muret, früher Lector in Berlin, ist zum Professor der germanischen Philologie in Genf ernannt.

In Bonn ist der Ohrenarzt Prof. Friedrich Eugen Weber- Liel gestorben.

München, 30. November. Der um die Augenheilkunde sehr verdiente Universitätsprofessor Roth mund, Vater des jetzigen be­rühmten Augenklinikers und Unioersitätsprofessors Rothmund, ist gestern im hohen Alter gestorben.

Der PostdampferSwitzerland" derRed Star Line" in Ant­werpen ist laut Telegramm am 1. December wohlbehalten in Phila­delphia angekommen.

Der PolldampferWesternland" derRed Star Line" in Ant­werpen ist laut Telegramm am 1. December wohlbehalten in Newyork angekommen.

Verkehr, Land« «n- VolksrvirthschafL.

x. Grotz'Felda, 3. December. Heiteres, mildes Wetter be­günstigte unseren gestrigen Weihnachtsmarkt, um dessen Zeit nicht selten sonst der Schnee fußhoch lag. In Folge dessen war der Markt überaus stark besucht. Das Bedürfniß, auf Weihnachten noch allerlei Sachen zu kaufen, machte auch diesen Markt zu einem guten für die Kramer. Die Kramerstände waren denn auch stark mit Käufern besetzt und das Christkindchen kaufte gar Mancherlei für das kommende Weihnachtsfest ein.

Die Heizung von Wohnräumen mittelst Gas, welche bis vor Kurzem in Folge mangelhafter Ofenconstruction noch in Mißcredit stand, erfreut sich neuerdings der besonderen Aufmerksamkeit be- theiligter Kreise, seitdem es gelungen ist, Gasheizöfen herzustellen, welche in sanitärer wie ökonomischer Hinsicht gleich vortrefflich sind. Ein in technischen Kreisen besonders empfohlener Gasofen ist der von I. G. Houben Sohn Earl in Aachen; es liegt uns über denseroen ein offictelles Schreiben desCuratortums der städt. Gas- und Wasserwerke Mühlheim a. d. R." vor, worin unter Anderem gesagt ist:Wir haben ca. 70 Ihrer »r asöfen in den verschiedensten Größen aufgestellt und functioniren dieselben zur vollsten Zufrieden­heit. Vollständig geruchloses Functioniren und große Sauberkeit ist bei dem Ofen ein schätzenswerther Vorzug. Alles in allem sind wir nach den mannigfachen Versuchen zu der Ueberzeugung gelangt,

daß Ihre Oefen das Beste, was bis jetzt darin geleistet, über­treffen." Ein anderes Schreiben desIsraelitischen Gemeinde­vorstandes in Cassel" attesttrt, daß die 98373 Cub.-Fuß große Synagoge bet strengstem Frostwetter nach zweistündigem Hetzen auf eine angenehme Temperatur erwärmt wird; deß die Oefen keinen Ge­ruch erzeugen, einfach und bequem vom Küster bedient werden können und sehr zu empfehlen sind. Eine Menge anderer belobigender Aus­sprüche von Fachautoritäten und Privaten liegen noch vor und empfehlen wir Interessenten, sich completen Prospect, der gratis ver­sandt wird, kommen zu lassem

Cassel. Es gehen uns die Satzungen der Volz'schen Vor- bildungsanstalt in Cassel zu, deren Lehrplan sich seit ca. 2 Jahren nach den unterm 13. Februar 1890 von Sr. Majestät dem Kaiser festgesetzten Grundzügen richtet. Die Lehranstalt verfolgt das Ziel, Knaben von 14 Jahren für den Post- und Eisenbahndienft, für den Kaufmannsstand, für Militärschulen, sowie für das technische Ge­werbe vorzubereiten. Den Schülern ist zugleich Gelegenheit geboten, nach beendigtem Lehrgang sich die Berechtigung zum Einjährig- Freiwilltgen'-Militärdienft zu erlangen. In dem letzten Semester haben von 52 Bewerbern 51 die Prüfung als Postgehilfen bestanden und sind gleich darauf in den Kaiserl. Postdic-nst eingestellt worden. Im Uebrtgen gingen 16 Schüler auf technische rc. Schulen und 31 in einen anderen Beruf, lieber die überaus guten Prüfungs­erfolge werden die Freunde obiger Anstalt sehr erfreut fein.

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Literatur und KttnfL

Bei dem gesteigerten Interesse, das gegenwärtig unseren über­seeischen Colonien, namentlich aber dem Kilimandscharo- Gebiet, in welchem Dr. Peters zur Zeit im Auftrage der Reichsregierung weilt, zugewendet wird, machen wir unsere Leser auf das prachtvolle Werk unteres berühmten A'nkareisenden vr. HanS Meyer,Ostafrika- nische Gletscherfahrten, Forschungsreisen im Kittmandscharo- Gebiet" aufmerksam, Da es den zuverlässigsten Beitrag zur Kenntniß von Land und Leuten in Ostafrika bietet. Das Werk eignet sich auch verwöge seiner wahrhaft glanzenden und vornehmen Ausstattung vorzüglich zum Festgeschenk. Die uriheilsfähigsten Kenner Afrikas und hervorragendsten Geographen haben sich auf das günstigste über dasselbe geäußert, so u. a. in derKölnischen Zeitung" Gerhard Rohlfs:Das Buch bietet eine solche Menge von wissenschaftlichem Material, daß Jeder staunen wird." In derKreuz-Zeitung" Prof. A. Kirchhoff:Ein geradezu klassisches Reisewerk, das bei ge­diegenstem wissenschaftlichen Gehalt einen für jeden Gebildeten ver­ständlichen Ton anschlagt und auch in feiner vornehmen äußeren Ausstattung mit den vorzüglichen bildnerischen Beigaben rnustergiltig genannt zu werden verdient." JrnGlobus" Dr. H. Andree Das Buch verdient als eine Musterleistung schöner Darstellung bet allem wissenschaftlichen Gehalt hervorgehoben zu werden." Im Ausland Dr. v. d. Steinen:Ein Muster von Eleganz und Ge­schmack . . . . Eine sehr werihvolle geographische Tbat." Der Preis ist für das Gebotene in Ansehung des reichen Bilderschmucks (3 Karten, 20 Tafeln rc.) ein verbältnißmäßig geringer: 20 Mark für das geheftete, 23 Mark für das gebundene Exemplar, 32 Mark für die Prachtausgabe in Ganzleder gebunden.

Das Lieferungswerk.Durch des Garte«S kleine Wunder- Welt", natvrfreundliLe Streiszüge von Heinrich Freiherr Schilling von Can statt (Verlag der König!. Hofbuchd« uckerei von Tro- witzscy & Sohn in Frankfurt a. O.) liegt nunmehr vollendet vor uns. In den beiden letzten Lieferungen finden wir zunächst die anheimelndenErzählungen im Abendkreis der Vögelchen" beendet,, worauf noch das Treiben einiger kleiner Gattend facher aus dem Thierreich in anziehenden Bildchen geschildert wird. Nachdem sodie kleine Wunderwelt" das Werden und Gedeihen, Zweck und Dasein des organischen Lebens gezeichnet und der Leser sich in das bunte Treiben und Gewühl des Frühlings- und des üppigen Sowmerlebens versenkt hat, bringt der Verfasser in stimmungsvoll geschriebenen Spätherbst- und Winterbildern den Kreislauf der Natur zum Abschluß, um mit der stillen Vorarbeit der Natur für das Frühlings-Erwachen feinen naturfreundlichen Streifzügen ein Ziel zu setzen. Dieselbe Innigkeit und Sinnigkeit der Naturbeobachrung, die aus dem ganzen Werke spricht, zeichnet auch die letzten Capitel aus. Für das Un­scheinbarste wird unser Interesse rege gemacht, im Großen wie im Kleinsten werden die Wunder der Natur unserem Verständniß näher gerückt. Ob uns der Verfasser in großen Zügen dasSchlafengehen der Natur" zeichnet, ob er uns dir kleinen Winterquartiere" der Thierwelt schildert, oder einWeihnochisfkst im Gärtchen" vorzaubert, immer ist er uns ein freundlicher Pfadfinder im Erforschen und Beobachten der Wunderwett. So ist das Werk berufen wie es in der Einleitung heißt solchen, denen Bewunderung und Liebe für Natur gegeben, solchen, denen sie noch nicht völlig erstorben und die sich nicht zu gelehrt dünken, eine von Herzen kommende, einfache Leclüre mit ihren Bildchen zu durchblättern, ein anregender Wegweiser vor Allem im Heben Garten zu sein, führt sie Liebhaberei, Erholung oder Beruf in sein stilles Reich. Wie Mancher, der von dem trockenen Schematismus naturgeschichtlicher Werke und deren schwerer Ver­ständlichkeit abgestoßen wird, wird hier Anregung schöpfen und Be­lehrung, liegt doch dem Werke mit feinen 418 Originalzeichnungen in ca. 1000 Einzeldarstellungen die Arbeit jahrelangen liebevollen Forschens und Beobachtens zu Grunde nnb ist doch darin eine Fülle reicher Erfahrungen und gründlichen Wissens aufgesveichert. So dürften die naturfreundlichen StreifzügeDurch des Gartens kleine Wunderwelt" befonders für den Weihnachtstisch als eine passende und willkommene Festgabe erscheinen, als welche sie hiermit empfohlen feien.

wrchliche Anzeige« der Stadt «Siehe«.

Evangelische Gemeinde.

Gottesdienst.

2. Advent, Sonntag den 6. December:

Vormittags 9^3 Uhr: Pfarrer Dingeldey.

Abends 5 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Kinderkirche Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser.

Bibelstunde am Montag den 7. December, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule; Römerbrief, Kap. 3, Vers 21: Die Gerech­tigkeit Gotttes, in Christo geoffenbaret für alle, die glauben. Pfarrer Dr. Naumann.

2. Adventswochengottesdienst am Donnerstag den 10. December, Abends 8 Uhr. Pfarrer Dingeldey.

Am Sonntag den 13. December, 3. Advent: Beichte und heiliges Abendmahl im Abendgottesdienst.

Die Psarrqeschäfte in der Woche vom 6. bis 12. December besorgt Pfarrer Dingeldey.

Katholische Gemeinde.

2. Advents-Sonntag, 6. December:

Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um VsS Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte.

Sonntag: Morgens von 8/46 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 6 Ubr erste Frühmesse; um ^8 Uhr zweite Frühmesse- um 8/410 Uhr Hochamt mit Predigt. Nachmittags um V,3 Uhr Christenlehre und Andacht.

Gottesdienst in der Synagoge.

Samstag den 5. December:

Vorabend 4°° Uhr, Morgens 830 Uhr, Nachmittags 300 Uhr, Sabbatbausgang 440 Uhr.

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