Ausgabe 
3.7.1891
 
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mentsbureaus, der Hauptkasse deS Hauptzollamts der Rang eines Premierlieutenants, den Kassirern, Secretären, Registra­toren, Buchhaltern und Zollbeamten der Rang von Seconde- lieutenants bezw. Deckosfizieren und den Unterbeamten der Rang der Unteroffiziere. Die kaiserliche Schutztruppe besteht gegenwärtig aus 1 Commandeur, 1 Oberführer, 10 Compagniesührern, 17 Lieutenants, 5 Aerzten, 8 Zahl- meifteraspiranten, 10 Feldwebeln, 13 Sergeanten, 18 Unter­offizieren, 8 Lazarethgehilfen und 1553 farbigen Soldaten.

Berlin, 1. Juli. Bezüglich der Angaben des Verthei- Digers des Redacteurs Fusangel im Bochumer Steuer- Prozeß theilt derReichsanzeiger" mit, es seien allerdings einzelne Fälle sestgestellt, in denen Beamten ohne Wissen der Behörden, zum Theile schon vor Jahren, bei der Benutzung unbrauchbar gewordenen Stempel aus den Werken eigenmächtig selbst haben neue anfertigen oder ausbessern lassen. Ge­flickte Schienen werden von den preußischen Staatsbahnen überhaupt niemals abgenommen. Die Bochumer Untersuchung werde zeigen, ob etwa geflickte Schienen unentdeckt geblieben seien. Daß Flickarbeit bei Achsen und Radreifen unbemerkt bleibe, sei völlig ausgeschlossen.

München, 1. Juli. Die dritte Münchener Jahres­kunstausstellung wurde heute Vormittag um 9 Uhr mit einem Rundgange des Prinzregenten, aller Prinzen und Prinzessinnen, aller Minister und obersten Hoschargen eröff­net. Die Ausstellung ist vom Jnlande und Auslande glänzend beschickt.

Nürnberg, 1. Juli. An dem Festessen der Colo- nial-Gesellschaft nahmen 180Personen Theil. Hohen­lohe-Langenburg toastete aus den Kaiser und den Prinz­regenten, Wißmann auf die Stadt Nürnberg.

Wien, 1. Juli. Alle Wiener und Pester Blätter be­sprechen mit größter Befriedigung die Verlängerung des Dreibundes, indem sie gleichzeitig die Bedeutung und den hohen Werth der sympathischen Haltung Englands würdigen.

Amsterdam, 1. Juli. Die Morgenblätter begrüßen die bevorstehende Ankunft des Deutschen Kaiserpaares mit sympathischen Leitartikeln und Festgedichten. In den Schaufenstern sind die Bilder des Kaiserpaares ausgestellt. Neben der holländischen Tricolore weht aus den öffentlichen Gebäuden und vielen Privathäusern die deutsche Reichsflagge. Zahlreiche Fremde sind eingetroffen.

Ymuideu, 1. Juli. Das Deutsche Kaiserpaar ist soeben an Bord desHohenzollern" in Begleitung des holländischen Geschwaders im Hasen eingetroffen.

Amsterdam, 1. Juli. Sobald dieHohenzollern" in Sicht kam, gab die Festungsartillerie den Kaisersalut mit 33 Schüssen. Eine etwa 50000 Köpfe zählende Menschen­menge am Hafen bewillkommnete das Kaiserpaar mit un­unterbrochenen Hochrufen. Der Kaiser in der Admirals­uniform mit dem Grobkreuz des Wilhelmordens, die Kaiserin in schwarzer Robe wurden bei der Landung von Jonkheer Casembroot und anderen hohen Würdenträgern begrüßt. Die Kaiserin unterhielt sich aufs Leutseligste und nahm zwei prachtvolle Bouquets entgegen, die ihr von den elfjährigen Fräuleins Vantyl van Serooskerken und Boreel van Hoge- landen überreicht wurden, deren erstere auch eine kleine An­sprache an die Kaiserin richtete. Sodann begaben sich der Kaiser und die Kaiserin durch die gedeckte, mit den deutschen und niederländischen Farben geschmückte Allee nach dem außer­halb der Schleuse liegenden AvisoJagd", wo das Marine- Musikcorps die deutsche Nationalhymne anstimmte. Unter tausendstimmigem Hochrufen der zahlreichen Zuschauerschaft setzte das Kaiserpaar die Fahrt nach Amsterdam selbst fort.

Amsterdam, 1. Juli. Artilleriesalven ertönten, als der AvisoJagd" mit dem Kaiserpaar das Weichbild der Hauptstadt erreichte. Der Fluß bot mit den zahlreichen Kriegsschiffen und Privatschiffen im Schmuck einen malerischen Anblick. An der Landungsbrücke wurde neben der holländischen die Reichsflagge gehißt, als das Kaiserpaar, dem die Königin­mutter entgegeneilte, sich an das Land begak). Die Begrüßung, bei der die Minister, das diplomatische Corps und die Spitzen der Civil- und Militärbehörden beiwohnten, war eine un­gemein herzliche. Der Kaiser schritt die Ehrenwache ab, während die MilitärcapelleHeil Dir im Siegerkranz" in* tonirte. Im ersten Wagen fuhren der Kaiser und die Königin- Regentin und im zweiten die Kaiserin und die junge Königin - Cavallerie escortirte. Bis zum Palais waren alle Fenster, selbst die Dächer der in reichster Decoration prangenden Häuser besetzt. Der Enthusiasmus der dichtgedrängten Menge erreichte seinen Höhepunkt, als das Kaiserpaar auf dem Balcon des Palais erschien. Nach 3 Uhr wurde das Dejeuner im Palais eingenommen.

Amsterdam, l.Juli. Das Kaiserpaar besuchte heute Nachmittag in Begleitung der Königin-Regentin den Fürsten Wied und das Reichsmuseum unter Führung des Directors Obreen. Später fand die Rundfahrt durch die Stadt trotz des Negenwetters statt in zwei Vierspännern- im ersten be­fand sich der Kaiser und die Königin-Regentin, im zweiten die Kaiserin und Fürst Wied. Die Begrüßung war überall eine enthusiastische.

London, 1. Juli. DieTimes" bespricht den bevor­stehenden Besuch des Kaisers Wilhelm und meint, die Vereinigung der beiden Staaten in der Sache des Friedens und der Civilisation sei eine so feste, als wenn sie durch Verträge stipulirt wäre- sie stütze sich auf die Verbindung der größten Seemacht mit der größten Militärmacht der Welt.

Glasgow, l.Juli. Mehrere Tausend Eisenarbeiter in den Werken am Clydeflusse haben heute die Arbeit niedergelegt, obwohl sich die Arbeitgeber zur Bewilligung der durch die Arbeiterdelegirten gestellten Bedingungen bereit erklärt hatten.

Kopenhagen, 1. Juli. Der französische Gesandte gab gestern anläßlich der Anwesenheit des französischen Ge­schwaders ein Festmahl, welchem alle Minister mit Aus­nahme des Ministerpräsidenten beiwohnten. Der Gesandte brachte einen Toast auf den König aus und der Admiral des Geschwaders toastete, aus die dänische Flotte.

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Temperatur der Lahn und Lust gemessen am 2. Juli. Vormittags -wischen 11 und 12 Uhr: Wasser 17i/t, Lust 21 Grad Reaumur.

L. Ehr. Rübsam.en Wwe.

Hnfoerjitate - Nachrichten.

* Forstrath Weise aus Karlsruhe ist zum Leiter der

Forstakademie berufen und wird sein Amt am 1. October antreten für c^7,^?»O^rarzt des Petersburger Panteleimon (Krankenhauses ^esch, wird nach Dorpat übersiedeln als Pro- m atti! Director der psychiatrischen Klinik. Seit

Mehen ber Universität ist Dr. Tschiesch der erste russische Psychiater und russige Director einer Klinik in Dorpat.

(v-ftu*101 ®?b.el in Marburg, Director des botanischen ^nstttuts, hat einen Ruf nach München erhalten.

... .Heimrath Professor Krüger, Director der Sternwarte geben ' bcm an ergangenen Ruf nach Bonn nicht Folge

Seligenstadt, 30. Juni. Eine colossale Explosion erfolgte gestern Nachmittag um 5 Uhr am hiesigen Bahnhose. Die Obermendinger Kohlensäurewerke hatten an einen hiesigen Selterswasserfabrikanten zwei Cylinder mit flüssiger Kohlen­säure gesandt, von denen der eine unter colossalem Getöse platzte. Der Cylinder, der eine Länge von einem Meter und etwa zehn Zentimeter im Durchmesser hat, ist in Stücke zer­rissen, während der Verschluß der anderen Flasche abgeschlagen wurde, so daß die flüssige Säure entwich. Die Holzrampe, aus der beide lagerten, wurde zerschmettert, das Schutzdach vor der Güterhalle abgedeckt, und sämmtliche Fensterscheiben des Stationsgebäudes und der Güterhalle demoliert. Eine mit Fußbodenglanzlack gefüllte Kiste wurde zersplittert und der Lack gegen die Wand und Balken der Güterhalle gespritzt.

Groß Rohrheim, 29. Juni. Zwei Jungen von 11 Jahren wollten mit der Sense mähen, wobei der eine dem andern die Sehne eines Beines bis aus die Knochen durch schnitt. Man zweifelt an dem Aufkommen des Verletzten.

Michelstadt, 29. Juni. Ein geborener Michelstädter, Friedrich Braun, seit Jahren in Philadelphia wohnend, hat demErb. Krsbl." zufolge für die Armen unseres Ortes eine Stiftung von 50,000 W. bestimmt.

Eschollbrücken, 30. Ium. Einem hiesigen Schuhmacher schenkte vor Kurzem seine Ehefrau Zwillinge. Mit diesem Paare hat dieselbe Ehefrau, welche früher schon einmal Zwillinge hatte, 16 Kinder geboren, von denen nur zwei wieder gestorben sind. Da die Noth der Familie, die mit zehn unconfirmirten Kindern in einem Stübchen in Miethe zusammenwohnt, groß war, so wurde dieselbe aus Verwendung des hiesigen Pfarrers von Sr. Königl. Hoheit dem Groß- Herzog und von Ihrer Majestät der Kaiserin reichlich beschenkt. Aus dem Großh. Cabinet kamen 20 Mk.- die Kaiserin sandte für jedes Zwillingskind eine prächtige Aus­stattung an Kinderzeug, sowie 40 Mk. an baarem Gelde. Die Freude der kinderreichen armen Familie über diese reichen Geschenke ist begreiflicherweise sehr groß.

Mainz, 30. Juni. Als bei Gelegenheit der Budget- berathung die Abänderung des Octroitarifs für Wein von der Tagesordnung abgesetzt worden war, um nochmals durch die Finanzcommission berathen zu werden, wurde auch der An­trag gestellt, daß feines Geflügel, Fische rc. in den Octrottarrf ausgenommen werden möchten. Die Finanz- und juristische Commission sind jedoch der Ansicht daß die unumgänglich notwendige Vermehrung des Octroi- personals mehr kosten würde, als durch die Belastung dieser Artikel an Octroigebühren vereinnahmt werden würde Ehe in dieser Angelegenheit eine Entscheidung getroffen ' wird, sollen Erkundigungen in solchen Städten eingezogen werden welche Octrot erheben. Die gemachten Erfahrungen sollen dann bei den hiesigen Verhältnissen berücksichtigt werden. I

Bscar Tiehe's AntijchnreMß.

In den heißen Monaten gehört das übernormale Schwitzen der Hände und Füße zu den verbreitetsten Unannehmltchketten und nimmt oft sogar den Character eines wirklichen Leidens an, indem die zarteren Hautpartien gereizt, entzündet und schließlich wund ae- rieben werden. ZahlloseScheimnlttel" mit schönklingenden Namm und meist sehr hohem Preise werden gegen die, in so vielen Fallen auch durch ihren foetiden Geruch unangenehme Schweißentwickelung angepriesen, aber meist sind sie direct werthlos, einige sogar schädlich, und die wirklich einigermaßen brauchbaren erfordern eine so complicirte Behandlung, daß nur in voller Ruhe lebende Personen sie vorschriftsmäßig brauchen können. Keines dieser zahllosen Prä­parate kann sich in Hinsicht auf einfache Anwendung, sichere Wirkung von nachhaltender Dauer und Billigkeit mit dem von O-car Tietze in Namslau hergestellten »Antischweitzfutz^ messen. Tietze's Mittel kostet incl. Verpackung und Porto 4 Mark, wird einfach als Fußbad benutzt, schafft schon nach der ersten Anwendung Besserung und nach 4ömaligem Fußbade eine vollkommene Erlösung von dem lästigen Schweiße und seinen üblen Folgen. Die große Flasche Antischweißfuß" reicht für mehr als ein Dutzend Bäder aus! Wie alles wirklich Gute ist auch Tietze'4 Slntischweißfutz sofort von der Concurrenz nachgeahmt worden, und wird in billiger, aber dafür auch wirkungsloser Fälschung schon feilgeboten, weshalb auf Name und Marke genau zu achten ist. Zahlreiche Atteste bekannter Personen, nicht Schulze und Müller, verbürgen den Werth des Tiehe'scben Originalmittels.

_Marrer, Lehrer, Gutsbesitzer, Beamte rc. rauchen seit Jahren I04®* ^!>bak von ®. Statt in Seefen a. Harz 10 Pfd. fc°. « JC. mit stets gleichem Behagen. [1606

n - Zllü-meine Rentenanstalt Stuttgart. Die uns vor- ttegende Bilanz die es alten Institutes weist wiederum vorzügliche Resultate auf. Dasselbe ist tn der angenehmen Lage, die Dividende in der Lebensversicherung von 28 % auf 30 o/o zu erhöhen, was bet den anerkannt billigen Prämien ein höchst achtbares Resultat zu nennen ist. Die Dividende in der Rentenversicherung wird zur weiteren Stärkung ihrer bedeutenden Reserve- und Sicherheitsfonds gegenüber dem enormen Zuwachs der letzten Jahre, gleich hoch wie im vorigen Jahre gehalten. Auch hierdurch beweist die umsichtige Verwaltung aufs Neue, wie sie das Interesse aller Mitglieder wahr- ein Prinzip, welches schon durch die Anlage von über (nahezu 88 o/g des Vermögens) auf erste Hypotheken mit fast dreifacher Sicherheit für sich spricht und keiner wetteren Erläuterung bedarf. Das Gesammtbtld ist ein so erfreuliches, daß wir dem Jnstttute zu dem verständigen und stettgen Vorwärtsfchreiten nur bestens Gluck wünschen können. Rechenschaftsberichte gtebt die hiesige Hauptagentur kostenfrei ab.

Catania, l.Juli. Das Observatorium in Stromboli meldet, die seismometrischen Apparate signalisirten ein gestern 63/4 Uhr Abends von zwei sehr starken vulkanischen Ausbrüchen gefolgtes Erdbeben.

Newyork, 1. Juli. Hier circulirenden Meldungen aus Jquique zufolge finden unausgesetzt heftige Kämpfe zwischen Huasco und Coquimbo statt. Details fehlen indessen.

Washington, 1. Juli. Eine Proclamation des Präsi­denten Harrison gesteht den Bürgern oder Unterthanen von Belgien, Frankreich, England und der Schweiz den Schutz der Urheberrechte in den Bereinigten Staaten zu.

Basel, 2. Juli. Bei Esringen, vierte Station der badischen Bahn von Basel aus, entgleiste gestern beim Ran- giren eine Locomotive mit drei Personenwagen. Beide Ge­leise wurden gesperrt, so daß der Frankfurter Abend-Schnell­zug nicht durchkonnte. Die Reisenden wurden durch einen Hülfszug nach Basel befördert- Abends 7% Uhr war das Geleise frei. Mit Ausnahme des Locomotivführers des Local- zuges, welcher verletzt wurde, ist Niemand beschädigt.

Cocales unb ^provinzielles,

Gießen, 2. Juli.

Blumenfreunde seien auf die eben im großen Gewächs­haufe des Herrn Gärtners Louis Becker an der Grünberger- straße blühenden Passionsblumen Passiflora Bonapartei, eine Prachtblüthe, sowie auf eine Orchidee, Cattleya Massiae, aufmerksam gemacht.

Die Besucher von Braunfels und Umgebung werden es gewiß mit Freuden begrüßen, daß Herrn Förster Göbel im Thiergarten der Wirthschaftsbetrieb wieder gestattet ist.

Ernennungen. Am 17. Juni l. I. wurden ernannt: Johannes Kalt zu Zwingenberg und Ludwig Kauß zu Grünberg zu Gehilfen bei den Steuercommissariaten Zwingen­berg, bezw. Grünberg. Die Probatoren bei der zweiten Justificaturabtheilung der Oberrechnungskammer Wilhelm Kceuder, Georg Feick, Heinrich Graubert und Lud­wig Schmitt wurden zu Revisoren bei dieser Behörde, der Calculator bei der Centralstelle für die Landesstatistik Fried­rich Arnold zum Revisor bei dieser Behörde ernannt.

Darmstadt, 1. Juli. In dem Schaufenster des Friseur Kreuzer ist ein prachtvolles s.ilb ernes Pisto n aus­gestellt, welches ein Geschenk an Herrn Capellmeister Hilg e (115. Regt.) ist, das derselbe von seinen Gönnern für seine auvgezeichnete Kunstleistung auf diesem Instrumente in der deutschen Ausstellung in London erhielt. Gestern Abend erschoß sich in der Infanterie-Kaserne ein Unteroffizier des Großh. Leibgarde-Regts., welcher an einem kürzlich vor­gekommenen Angriff auf Studirende der Techn. Hochschule, sowie sonstige Civilisten betheiligt und deßhalb zu mehr- monatlicher Festungsstrafe verurtheilt worden war. Heute Morgen erschoß sich in der Kaserne in der Wilhelminen- straße ein Unteroffizier vom Bezirkscommando Darm­stadt II aus dem Grunde, weil sich feine Geliebte mit einem Anderen verlobte.

Literatur unö Kunst.

. , hervorragende literarische Erscheinung über Afrika

taße',iODnIiat,ÄVanbIU1I0 Bibliographischen Instituts -? und Wien unter dem Titel: Afrika von Professor vr Wilhelm Sievers angekündtgü Das Werk beginnt soeben inii!Se in (ap(ar"m6i8 ^0 Lieferungen zu je 1 Mk.) zu erscheinen.

o 6cutc r« Besprechung vor. Nicht immer ist der 2(a?e' ungeteilter, guter Meinung über den Werth eines Buches zu sein; was uns aber hier zur Prüfung in die Hände in der That ein gutes, bedeutsames und dabei volksthumliches Werk in des Wortes bestem Sinne zu werden Die m-ist-n Uber Afrika bisher erschienenen zahlreichen RA ewerke be- schastigten sich vorwiegend mit dem tropischen Afrika, während der Sichen von den neuern Forschungen auffallend un- Das ist offenbar ein für dttgleichmäßige Kenntniß dieses Erdtheils sehr empfindlicher Mangel. Eine weitere d^EAtigung des Ueberblicks über die bisherigen Forschungs­und Reiseergebntsse führt die besonders in den letzten Jahren so stark gewachsene Hochfluth der Afrikaliteratur selbst herbei, über die Anweg schwer der Fachmann, vom Laien gar nicht zu reden, ein HareJ Bild gewinnen kann. Von dieser richtigen Erkenntniß solcher Thatsachen war die Verlagshandlung geleitet, als sie es unter-- das Wissen der Gegenwart über Afrika in einem übersicht­lichen Gebäude zusammen zu stellen, das, auf ein großes Publikum -chnet, seine anschaulichen und reizvollen Darstellungen Jedem IJÄ» "ur irgendwie das zeitgemäße Interesse

für das, was Afrika heißt und damit zusammenhängt, theilt. Die Gewinnung Sievers', des als Reisenden und Geographen hinlänglich bekannten Gelehrten, bietet volle Gewähr für die Durchführung des 6ut gewählten Programms. - Schon der Inhalt des ersten Heftes erfüllt die an das letztere gestellten Erwartungen durch die hoch­interessante Emfuhrung in die Erforschungsgeschichte Afrikas. Bei- d^sem ersten Abschnitt künstlerisch ausgeführte, ganzseitige Abbildungen sowie die in den Text eingedruckten Portraite der Afrikareisenden Heinrich Barth, Gustav Nachtigal, John Henning Speke, David Lwingstone, Henry Morton Stanley, Dr. Wilhelm l u Mascha u. a. m. Die Erforschungsgeschichte Afrikas

behobelt Sievers in folgenden Einzeldarstellungen: 1. Alterthum, 2. Mittelalter, 3. Neuzeit bis 1788, 4. Die letzten hundert Jahre. Der Zweite Abschnitt bietet eine allgemeine Uebersicht über Lage, grenzen, Große, Inseln, Küsten und Höhen dieses Erdtheils. Nach dem Plan der Verlagshandlung soll das ganze Werk den vorhandenen Stoff m dm wettern Abschnitten bewältigen: Abschntt 3. Ober- flächengestalt; 4. Klima; 5. Die Pflanzenwelt; 6. Die Thierwelt; 7. Die nicht staatenbtldende Bevölkerung; 8. Die Staaten; 9. Die ^Mchen Kolonien; 10. Verkehr und Verkehrsmittel. Außer 130 Abbildungen im Text sind dem Buch 12 Karten und 16 Tafeln M Ehromodruck und Holzschnitt von E.Comton, E. Heyn, W. Kuhnert G. Mutzel u. a. beigegeben. Die kartographischen Darstellungen sind durchweg neu. Die Abbildungen werden im Text durch zahlreiche Eitate aus den Reisewerken anschaulich schildernder Reisenden nach dem bewährten Muster vonBrehms Thierleben" ergänzt. In der gesammten künstlerischen und technischen Ausführung ist durchweg das Bestmöglichste geleistet. Nach Fertigstellung von Sievers' Afrika wrrd die deutsche Literatur um ein Nationalwerk bereichert fein, mit welchen Deutschland allen übrigen Kolonialmächten vorausgeeilt ist. Gottesdienst der israelitischen KeligionsgeseUschast. cn Freitag Abend 7»° Uhr, Samstag Vormittag 8-» Uhr, Samstag Nachmittag 4°o Uhr, Samstag Abend 9c« Uhr.

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