Mittwoch den 3. Juni (Siebener Anzeiger. Beilage zu Rr. 125. - 1891.
Ueber Bienenweide.
Vortrag, gehalten auf der Versammlung des Gießener Bimmzüchter- Vereins zu Hornsheim von H. Weyl in Wieseck.*)
Wenn nach des Winters langer Zeit die milden Frühlingslüfte wehen und der wohlthätige Einfluß der Sonnenstrahlen auf unsere Erde immer fühlbarer wird, wenn die Vegetation von Tag zu Tag sich reichlicher entwickelt, wenn der Raps das Feld mit einem gelben Festbande ziert und die Erde sich „blühende Kränze ins Haar flicht", dann beginnen die fleißigen Bienen ihre Blumensahrten. Nichts hält sie im Stocke zurück, fröhlich summen sie hinaus- denn für sie wird nun der Tisch von Neuem gedeckt und Floras Länder, deren Zahl von Woche zu Woche sich mehrt, sind bereit, den Bienen ihren Tribut zu spenden.
Das Vorhandensein von Honig- oder Bienennährpflanzen in einer Lage oder Gegend nennt man die Bienenweide oder Tracht. Man unterscheidet die Frühtracht, welche die Zeit des Frühjahrs umschließt, die Sommertracht, welche um Johanni beginnt und bis zyr Getreideernte währt und die Herbst- oder Spättracht, wozu man die Blüthen des August und September rechnet. Ferner redet man von einer natürlichen und künstlichen Tracht. Zur ersten gehören alle wildwachsenden Pflanzen- letztere wird gebildet durch diejenigen Pflanzengattungen, welche von dem Menschen gesät, angebaut oder angepflanzt werden, wie z. B. Raps, Esparsette, Buchweizen, Linden, Akazien re. Es unterliegt keinem Zweifel, daß in solchen Gegenden, in denen ein Mangel an den für die Bienen nöthigen Pflanzen sich nicht fühlbar macht und die zugleich von einem milden Klima begünstigt sind, die Bienenzucht von lohnendem Erfolge begleitet sein muß. Weiter ist es keine Frage, daß die Resultate derselben ergiebiger sind, wenn man durch künstlichen Anbau ein reicheres Vorhandensein der Honiggewächse herbeisührt. Wie gewinnbringend gestaltet sich z. B. für die Viehzucht neben dem natürlichen Wiesensutterbau die künstliche Futtergewinnung durch Futterkräuterbau auf dem Felde! Aehnlich verhält es sich mit der Anlage zweckentsprechender Bienenweide, die, in der rechten Weise zur Ausführung gebracht, den Bienen eine frühere oder spätere Sammelzeit ermöglicht. Es gibt ja Gegenden, in denen es im Frühjahre, andere, in denen es im Sommer oder Herbst an der erforderlichen natürlichen Tracht mangelt. Da ist es am Platze, durch Anlage künstlicher Weide Abhilfe zu schaffen, damit die in der Sammelzeit befindlichen höchst nachtheiligen Lücken zweckmäßig ausgesüllt werden können. Wo eben die Natur den Bienen nicht zu Zeiten den Tisch reichlich deckt, da muß der Imker das- Seine thun und die Weide verbessern, d. h. er muß die Früh-, Sommer- und Spättracht im Flugkreise der Bienen möglichst zu vereiuigen, lückenlose zu verbinden suchen.
In wald- und heidereichen Gegenden ist auf natürliche Weise für Bienentracht hinreichend Sorge getragen; die vielen Zierblumen und Zierbäume in den Gärten, an den Straßen und auf den öffentlichen Plätzen der Städte sind reiche Honig- auellen. Und welch unermeßlicher Honigreichthum ist in den Gegenden für die Bienen ausgespeichert, wo Gärtnereibetriebe im Großen vorhanden sind und der Anbau von Handelspflanzen in ausgedehntem Maßstabe geschieht. Wo aber die Bodenfläche immermehr urbar gemacht und für bestimmte Zwecke ausgebeutet wird, da geht gar manche Bienenpflanze verloren; da ist es erforderlich, auf künstliche Ansaaten Bedacht
$ Wenn ich nach diesen einleitenden Betrachtungen nun der Frage näher trete: „Aus welche Weise läßt sich eine Verbesserung der Bienenweide, bezw. eine zweckmäßige Vereinigung der Früh-, Sommer- und Spättracht erzielen?" so antworte ich: Zunächst durch vermehrte Anpflanzung entsprechender Baumgattungen und Straucharten auf freien Plätzen, Kirchhöfen, an Flußusern, Häusern, Bergabhängen, Böschungen, Wegen 2C., sodann durch das Ausstreuen von Samen em- und mehrjähriger honigender Pflanzen, aus Wiesen, Rainen, Kleefeldern und vielen anderen Orten, ferner durch das Bebauen einer entsprechenden Fläche mit Esparsette, Buchweizen u. dergl. Seitens des Bienenzüchter-Vereins und endlich durch die Unterstützung der Landwirthschaft und Obstbaumzucht.
Landwirthschaft, Obstbaumzucht und Bienenzucht muffen Hand in Hand gehen, sie ergänzen, unterstützen sich wechsel- seitia. Von diesen drei Zweigen der landwirthschaftlichen Thätiqkeit gilt das Dichterwort: „Alles muß ineinander areifen, eins durch das andere gedeihen und reifen! und das andere: „In der Kräfte schön vereintem Streben zeigt sich erst das rechte Leben." Die Herren, welche Landwirthe sind, möchte ich auf drei Cultur- und zugleich Honigpflanzen aufmerksam machen und dieselben zum Anbau empfehlen. Diese sind: Die Esparsette, der weiße Klee und der Sommer- f met£)ie Esparsette ist eine höchst schätzbare Futterpflanze, durch welche man aus unfruchtbarem Bergrücken viel kostbares Heu ernten kann. Sie verlangt emen kalkigen Untergrund, der in unseren Lahnbergen fast überall vorhanden ist. Die Wurzeln gehen tief in die Klüfte der Kalkfelsen, holen ihre Nahrung in der Tiefe und bereichern damit die' Oberfläche. Durch den Esparfettenbau wird daher das Feld bereicher^ die flache Ackerkrume beträchtlich vertieft, der Kalkfelsen durch die starken Wurzeln mürbe gemacht und somit einer sthnelleren Verwitterung entgegengeführt. Sie kann längere ^ahre anhalten, jedoch gedeiht sie sobald da nicht wieder, wo sie einmal gestanden hat. Rachsam ist es, sie mit Asche, Thomasphosphat- mehl oder Compost zu düngen, wodurch selbstverständlich der Ernteertrag gesteigert wird. Man sät sie im Frühjahr unter Hafer oder Gerste- scharfes Eggen ist sehr zuträglich.
*)Hrd aus Wunsch der Versammlung veröffentlicht.
Der weiße Klee, auch wilder Klee genannt, liebt einen feuchten und etwas lehmigen Boden. Wegen seines dichten Standes gibt er einen Schnitt, der in Quantität dem ersten Schnitt des Rothklees fast gleichkommt, in seiner Nahrhaftigkeit den letzteren aber weit übertrifft. Er nimmt mit geringerem Boden vorlieb als der Rothklee, namentlich kann er die Nässe besser vertragen. Dazu kommt, daß er alle drei Jahre auf demselben Stück wieder gesät werden kann. Noch besser eignet sich der weiße Klee, wenn er, mit Grassamen vermischt, zur Anlage neuer Wiesen benutzt wird.
Der Sommersame wird von Ende Mai bis Ende Juni auf gut zubereitete Aecker gesät und gibt meistens werthvolle und sichere Ernten. Zwar liefert er nicht den Ertrag des Winterrapses, doch dürfte sich sein Anbau insbesondere in diesem Jahre empfehlen, weil der Raps infolge des kalten Winters fast gänzlich zu Grunde gegangen ist.
Die Landwirthe werden freilich sagen: „Wir sollen säen und arbeiten für die Bienenzüchter, was thun diese denn für uns?" Dem Anscheine nach ist die Ansicht richtig, allein ich habe vorhin schon angedeutet, daß Landwirthschaft, Obstbaumzucht und Bienenzucht von einander abhängen. Wenn Sie zur Zeit der Obstbaumblüthe einen Gang ins Freie machen, so finden Sie, daß Tausende von Bienen in den üppig schwellenden Blüthen emsig summen und schwirren. Nehmen Sie eine Biene in die Hand, dann bemerken Sie an den steisen Härchen der Beine und des Leibes ein rot weißgelben Staub, das ist der Blüthenstaub, das Befruchtende der Blüthe. Bei dem emsigen Herumkriechen auf der Blüthe und bei dem beständigen Wühlen in derselben blieb dieser Staub hängen und wird nun von dem Thierchen nach anderen Blüthen gebracht- und es müßte doch wunderlich zugehen, wenn diese Pollenkörnchen nicht mit irgend einer Narbe in Verbindung kämen. Was die eine Biene thut, das thun Tausend und Millionen andere. Ohne Bienen erfolgt die Befruchtung nur selten und mangelhaft. Bedenkt man dazu, daß die Biene ihre Nahrung in der Entfernung von einer Stunde noch sucht, also etwa eine Quadratmeile befliegt und zahllose Blumen besuchen muß, um nur ein Pfund Honig zu sammeln, so ist der Vortheil, den die Bienenzucht der Landwirthschaft bringt, nicht hoch genug anzuschlagen. Ich erinnere mich, einmal gelesen zu haben, daß in Australien angepflanzte Obstbäume trotz des fleißigsten Blühens nur wenig Früchte getragen und erst dann solche in reichem Maße angesetzt hätten, nachdem die dortigen Baumbesitzer den Rath befolgt und sich Bienenvölker hätten kommen lassen. Wie bei den Bäumen, so besorgen die Bienen auch bei den meisten übrigen Pflanzen die Befruchtung. Fragen Sie nur die Gärtner über diesen Punkt, warum sie den Bienen Einlaß in ihre Gewächshäuser gewähren! Und nicht umsonst dichtete Goethe:
„Ein Blumenstöckchen vom Boden hervor War früh gesprosset in lieblichem Flor; Da kam ein Bienchen und naschte fein, Die müssen wohl beide für einander sein."
Wenn der Besitzer eines Rapsfeldes reichliche und volle Körner in den Schoten findet, so ist das in erster Linie nur den Bienen zu verdanken, die so geschäftig von der einen zu der anderen gelben Traube den befruchtenden Staub hintragen. Und was die gelben Blüthen zu spenden haben, bemerkt man an den dicken, gelben Höschen, mit denen die Bienen heimkehren und kann es auch als glänzende Flüssigkeit in den Stöcken sehen.
Wer wollte noch verkennen, daß die Bienenzucht für die gesammte pflanzliche Bodencultur von unberechenbarem Nutzen ist und deshalb ihre Hebung im Interesse eines Jeden liegt! Nicht minder ist sie auch ein Hebel zur Veredlung des Menschen. Der Altmeister Dzierzon sagt in dieser Beziehung: „Der Umgang mit Bienen erweckt in jedem empfänglichen Gemüth Geschmack an den Werken der Allmacht und den Wundern der Natur, und wer an der Natur Gefallen hat, ist sicher kein böser Mensch." Wohl hat Derjenige recht, der das Verslein: „Wo man singt, da laß' Dich ruhig nieder- böse Menschen haben feine Lieder" auch aus die Imker in Anwendung gebracht hat und sagt:
„Wo Imker sind, gesell' Dich froh zu ihnen;
Böse Menschen haben keine Bienen."
* Hamburg, 24. Mai. Eine seltsame Erbschasts- geschichte wird hier erzählt. Vor einigen Jahren starb in Schleswig der Königliche Kriegsrath Nielsen, der allgemein als Feind der Ehe bekannt war. Vor seinem Tode vermachte er seinem Diener und seiner Köchin je 20000 Kronen mit der Bestimmung, daß das Erblheil des einen Theils dem anderen zusallen soll, sobald der Diener oder die Köchin eine Heirath eingingen. Kaum war der Kriegsrath tobt, so hatten die beiden Erben nichts Eiligeres zu thun, als gemeinschaftlich zum Traualtar zu schreiten- das junge Ehepaar zog alsdann nach Hamburg, wo es bereits seit sechs Jahren seine Wohnung hat. Kürzlich erfuhren die in Kopenhagen wohnenden Verwandten des Kriegsraths Nielsen, daß die Erben sich verheirathet hätten- sie forderten sofort die Rückzahlung der 40000 Kronen, da durch die Heirath die Bestimmung des Testaments verletzt worden sei. Der frühere Diener und die ftühere Köchin behaupten dagegen, daß sie ihren Verpflichtungen vollständig nachgekommen seien- denn er (der Diener) habe, als er sich verheiratete, seine 20000 Kronen an die Köchin abgetreten, und diese habe gleichfalls ihr Erbtheil, der Bestimmung gemäß, dem Diener übergeben. Die Angelegenheit gelangt demnächst zur gerichtlichen Entscheidung- aus den Ausgang ist man gespannt.
* Von einem kühnen „Pump" wissen die Annalen der Universität Jena zu berichten. Zu Anfang des Sommerhalbjahrs 1864 kamen auf einer ziemlich ausgedehnten
„Spritzfahrt" vier Cartellbrüder der „Thuringia" nach Jena und hielten sich nur kurze Zeit auf „F. P.“ (Fremden-Pump) auf. Es kam dabei gleich am ersten Tage zur Sprache, daß sie Geld gebrauchten, das ihnen zur Verfügung gestellt wurde - aber die Herren wollten einen Philister „anpumpen" und — wie S., jetzt Arzt in Hamburg, sagte — „wenn es der Großherzog selber wäre". Ueber diese tolle Idee flogen die Worte hin und her- S. schlug eine Wette vor, daß er selbst den Pump beim Großherzog, als dem Rector der Universität Jena, „risciren" wolle, und — die Wette wurde angenommen. Am anderen Tage fuhr man nach Weimar, S. erhielt mit seinen drei Corpsbrüdern die nachgesuchte Audienz fofort und trug sein Anliegen dem Großherzog, den er mit „Ew. Magni- ficenz" anredete, vor. Sie wüßten nicht, wohin sie sich wenden sollten, rechneten auf die bekannte Güte des „Herrn Rectors" und versprächen auf Ehrenwort, die Schuld mit 25 Thalern binnen acht Tagen zurückzuzahlen. Dieses unverfrorene Verlangen mußte den Großherzog weidlich amüfiren, ^er lachte viel, ließ sich in ein längeres Gespräch mit den Studenten ein und wies den anwesenden Kammerherrn an. ihnen in seinem Namen gegen Ehrenschein 25 Thaler auszuzahlen. S. stellte den Schein aus, erhielt das Geld und hatte seine Wette gewonnen. Die 25 Thaler mitsammt Ehrenschein erhielt S. aber, nachdem er sein Wort glücklich eingelöst, zurück und zugleich ein Schreiben, in dem der „Herr Rector" S. nur bitten ließ, auf sein Wohl zu trinken und — die Quelle nicht zu verrathen, da er sonst wohl häufiger, als ihm lieb sein würde, „angepumpt" werden könnte.
* Amerikanisch. Aus Chicago meldet ein Telegramm: „Ein reicher Bürger von Chicago hat dem Welt-Ausftellungs- Ausschusse den anscheinend ernstgemeinten Vorschlag unterbreitet, das Colosseum in Rom zu kaufen und es in einzelnen Theilen nach Chicago zur Welt-Ausstellung zu bringen. Der Unternehmer versichert, eine Gesellschaft zu vertreten, welche über 200 Millionen Dollars versügt und schätzt die Kosten der Verwirklichung seines Gedankens auf 40 Millionen Dollars." — Sollten sich nicht auch ein paar „wohlhabende" Amerikaner finden, welche das Geld für eine Uebersührung der Alpen oder des Rheines nach Chicago zur Verfügung stellen?
verkehr, Canb* unb volkLwrrthfchaft.
Frankfurt a. M., 1. Juni. Der samstägige S ch weine - markt tm städtischen Viehhof war befahren mit 435 fetten Thieren und 84 Zuchtferkeln. Fette Schweine hielten die seitherigen Preise; Ferkel wurden verhandelt: fünf- bis sechswöchige zu 10—12 JL, sieben- bis achtwöchige zu 15 JL per Stück, doch fehlte die Kauflust und wurde nicht viel abgesetzt.
Citeratu» »nd
— .Neueste Erfindungen und Erfahrungen" auf den Gebieten der practtschen Technik, der Gewerbe, Industrie, Chemie, der Land- und Hauswirthschaft rc. (A. Hartlebens Verlag in Wien). Pränumerationspreis ganzjährig für 13 Hefte franco 7.50 Mark. Einzelne Hefte für 60 Pfg. in Briefmarken. Von dieser gediegmen gewerblich-technischen Zeitschrift erschien soeben das sechste Heft ihres XVIII. Jahrganges, das wie gewöhnlich einen Reichthum an nützlichen und wichtigen Belehrungen jeder Art für Gewerbetreibende und Techniker enthält. Eine geschickt redigirte Uebersicht der neuesten Fortschritte aus allen Gebieten menschlicher Thätigkeit läßt die Zeitschrift für Jedermann lehrreich und anregend erscheinm und machen wir besonders Freunde der technischen Gewerbe auf die werthvolle Lectüre aufmerkfam. Die Redaction vermittelt auch in geschicktester Weise den Verkehr ihrer zahlreichen Leser durch einen in jedem Falle Auskunft gebenden Fragekasten, durch Besprechung neuer Patente, literarischer Erscheinungen rc. Zahlreiche Illustrationen bilden eine Hauptzier der in jeder Hinsicht vortrefflichen Zeitschrift, welche wir hierdurch nur erneut Jedermann zum Abonnement ihres kürzlich begonnenen achtzehnten Jahrganges bestens empfehlen können.
— Moltke vor Paris. Mit einer wohlgelungmm, wirkungsvollen Lichldruck-Reproduction des Harrach'schen Bildes eröffnet die illustrirte deutsche Zeitschrift „Zur Guten etmtbe* (Verlag: Deutsches Verlagshaus Bong, Dominik & Co., Berlin W. 57) ihr neuestes Heft (Preis 40 Pfg.), das in feiner reichen Ausstattung, sowohl illustrativ wie textlich wieder Zeugniß davon ablegt, wie Redaction und Verlag bemüht bleiben, ihr Blatt auf der Höhe zu erhalten, auf die es sein literarischer wie künstlerischer Inhalt gehoben hat. A. O. Klaußmann erzählt uns das Leben Dr. Strousbergs, Friedrich Rühle behandelt die räthselhafte Erscheinung der Fisch- fluthen, Sigmar das Gedankenlesen im Salon. Daneben laufen die großen Romane Hermann Heiberg, „Todsünden" und C. Karlweis, „Ein Sohn seiner Zeit". Gustav Falke ist mit einem stimmungsvollen Gedicht verttelen. An Illustrationen bringt das Heft: Henrik Nordenberg „Junges Leben", I. Kleinmichels „Der erste Schritt", G. Eberlein „Flötenspielerin", R. Poetzelberger, „Eine Rose", Tamburini „Rasirtag", „Ansichten der Umbauten am Mühlendamm in Berlin", ferner den „Löwenritt im Circus". Besonders werth- volle Kunstbeilagen sind außer dem oben erwähnten Lichtdruck Moltke vor Paris: C. Niczky „Erwartung", I. Leisten „Musikprobe". Ferner liegt als Gratisbeigabe die neunte Lieferung der Klassiker-Bibliothek bei, welche die von Hans Looschm vorzüglich illustrirte erste Lieferung von Goethes „Hermann und Dorothea" bildet.
Spitlplan der vereinigten frankfurter Ltaüttheater.
OpernhanA.
Mittwoch den 3. Juni geschloffen.
Donnerstag den 4.Juni: Cavalleria ruaticana. Vorher: Hamlet (1. u. 4. Act). (Ophelia: Fräulein Blätterbauer als Gast.) Zum Schluß: Ballet-Diverliffement. Große Preise.
Freitag den 5. Juni: Vorstellung bei ermäßigten Preisen.
Faust (2. Theil.) Außer Abonnement. Anfang 6 Uhr.
Samstag den 6. Juni: Die Hugenotten. (Königin: Frl. Blätterbauer als Gast.) Gewöhnliche Preise.
Sonntag den 7. Juni: Gastspiel der Frau Ende-Andrießm. Tristan und Isolde. (Isolde: Frau Ende-Andrießen.) Große Preise.
Schanfpielhang.
Mittwoch dm 3. Juni: Letztes Gastspiel des Fräulein Gisela Fischer und des Herrn Felix. Gasparone. (Sora: Frl. Fischer. Conte Erminio: 'Herr Felix.) Gewöhnliche Preise.
Donnerstag den 4. Juni: Abonnement-Vorstellung für einen ausgefallenen Mittwoch. Minna von Barn Helm. (Franziska: Fräulein Drucker als Gast.) Gewöhnliche Preise.
Freitag den 5. Juni geschlossen.
Samstag dm 6. Juni: Die Haubenlerche. (Lme: Frl« Drucker als Gast. Gewöhnliche Preffe.
Sonntag den 7. Juni: Die Sonne. Gewöhnliche Preise.


