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Zonntag den 2. August
(Stiener Anzeiger.
Beilage zu Nr. 177. -1891
Feuilleton.
Die theuere Kalbskeule.
Humoreske von A. Korth.
(Nachdruck verboten.)
An jedem Donnerstag der Woche trafen sich am Stammtische der Restauration „Olymp" in dem ostpreußischen Kreisstädtchen R.....bürg die Honorationen masculini generis
desselben, als da waren: der Postmeister, Kreisrichter, Doctor und Apotheker, Bürgermeister und andere angesehene Häupter der Stadt. Laut Statut dieses Stammtisches, der den bezeichnenden Namen „nasse Ecke" führte, hatte jedes Mitglied die Verpflichtung, an einem Donnerstage der Reihenfolge nach „eine wahre Geschichte", aber auch nur eine solche, zum Besten zu geben oder, im Unvermögensfalle, pro poena „Einmal 'rum" zu liefern, das heißt für jeden der Anwesenden ein Glas Bier zu bezahlen.
An dem Donnerstage nun, als die Reihe des Erzählens an dem erst seit einem halben Jahre nach R.....bürg ver
setzten Obersteuercontroleur M. war, gab derselbe nachstehende, einen seiner früheren Regimentskameraden betreffende, wahrhaftige Historie znm Besten:
Mein Schulfreund Rösig war infolge seiner wunderbar schönen Handschrift nach kaum sechsjähriger Dienstzeit beim Regiment zum Feldwebel avancirt, hatte als solcher nichts Eiligeres zu thun gehabt, als sich mit der Erwählten seines Herzens ehelich zu verbinden und war, als ich ihn später als Regierungscanzlei-Diätar in Königsberg wieder zu Gesichte bekam, bereits glücklicher Vater von nur sieben kleinen Rosigs und Rösiginnen .geworden. Wenn gleich nun die Lebensmittelpreise damals noch nicht von solcher erschreckender Höhe wie heute waren, und ebenso, was Kleider und Wohnungs- miethe anbelangt, der damalige Thaler mindestens einen Werth von fünf heutigen hatte, so war es immerhin eine, auch mit Anwendung der höheren Arithmetik nicht so leicht zu lösende Aufgabe, mit zwanzig Thalern monatlich vorläufig neun, später vielleicht noch mehr Köpfe ernähren zu müssen. Trotz der allergrößten Sparsamkeit und Einschränkung meines Freundes und seiner besseren Hälfte hals eben — wie der Berliner sagt — „Allens nischt", und beide Gatten mochten sich auch winden wie ein Regenwurm am Angelhaken — reichen thats eben nie! — Um so auffälliger war es mir daher, daß mein Freund sich trotz aller Roth und sonstiger Einschränkung und Entbehrung einen zwar sehr hübschen,
aber entsetzlich mageren Hühnerhund, der auf den Namen „Schuft" hörte, hielt und mit demselben zu jeder nur irgend günstigen und dienstfreien Zeit, namentlich Sonntags, dem edlen Waidwerk aus den Feldfluren bei Königsberg oblag, wozu er sich die Erlaubniß der betreffenden Grundbesitzer nach und nach eingeholt hatte.
Fragte einmal ein Bekannter unseren Nimrod, wie er es denn ermögliche, bei seiner zahlreichen Familie auch noch einen großen Jagdhund durchzufüttern, „denn so ein Biest koste doch etwas" (obgleich an Hundesteuer damals noch Niemand, selbst der hochwohlweise Magistrat nicht, dachte), so lächelte Rösig nur schlau und antwortete:
„Na, das Vieh kostet mich fast nichts und rentirt sich dabei."
Und hierin sprach der Eigenthümer des fast transparenten Schufts nur die lautere Wahrheit, denn letzterer erhielt als Hauptsutter täglich mindestens dreimal Prügel und dazu ab und zu eine trockene Brodrinde oder einen von den kleinen Rösigs bereits glänzend abgenagten Knochen, zu welchen Leckerbissen Schuft allerdings so viel Wasser aus dem Pregel trinken durfte, wie er wollte. Aber wunderbar dressirt war der Hund in Folge dieser überreichen Prügel,- er apportirte seinem Herrn diensteifrigst, um weitere Hiebe von sich abzuwenden, jedes geschossene Wild und hatte sich im Lause der Zeit das Fressen nothgedrungen fast ganz abgewöhnt.
Rösig war übrigens durchaus nicht wählerisch bei Sammlung von Jagdbeute,- er schoß mit nie fehlendem Rohre nicht nur Hasen und wilde Enten, sondern — wenns anging — auch zahme und ditto Hühner, außerdem Spatzen, Tauben, Raben, Krähen und sonstiges Federvieh, kurzum alles, was seinem Mordgewehr erreichbar war. Denn er calculirte ganz richtig, daß jeder Vogel doch immerhin Fleisch hätte, wenn auch nicht so schmackhaft wie das des Hasen oder einer Ente und daß jede Jagdbeute immerhin eine Beihilfe zum Familienunterhalte gewähren könne und müsse.
An einem schönen Herbstabende wanderte Rösig nebst Schuft nach glücklich beendeter Jagd heimwärts und überlegte eben selbstzufrieden im Stillen, daß die sieben geschossenen Sperlinge für seine „Raben" daheim und die gleichfalls erlegte Krähe für sich selbst und seine theure Gattin zu einem zwar nicht opulenten, aber immerhin doch anständigen Mittagessen für morgen wohl vollständig ausreichen dürften, als er aus seinen Meditationen durch lautes Geschrei und klägliches Hnndegeheul aufgeschreckt wurde. Rösig fand sich aus dem
Oberhaberberge (einer Vorstadtstraße Königsbergs) stehend, vor ihm stand der robuste Fleischermeister Bartsch, in der Rechten eine nicht mehr ganz sauber aussehende Kalbskeule schwingend und links daneben lag der von einem Knüttelwurfe schwer getroffene Schuft, heulend und winselnd.
„Ihr infamigter Köter hat mich hier die Kalbskeule vom Haken gerissen und da derfor müssen Sie mich einen Thaler berappen," schnaubte der wüthende Fleischer unseren Jägersmann an, „et is man das einzige Glück, dat ich det verfluchte Biest gleich beim Diebstahl bedrückte und ihm mit dem Knüppel traf. Wollen Sie mir nu bezahlen oder nich? Sonst verklage ich Ihnen mitsammst dem Biest," fuhr Meister Bartsch wüthend fort.
„Aber, lieber Meister, Sie haben ja die Keule unbeschädigt wieder und dafür wollen Sie einen ganzen Thaler?" fragte der Jägersmann vorwurfsvoll seinen Interpellanten.
„Na, globen Sie, dat ich die Keule, wie sie Ihr Köter belutscht und im Derck 'rumgesielt hat, noch für neu verkofen kann? Höchstens selbst fressen kann ich ihr mit meine Leute und eben derentwegen will ich man blos ein Rad for den Schaden, verstehen Sie mir? Also wie is et nu, ja oder aberscht nee?"
„Nein, in drei Teufels Namen!" brüllte der nun auch warm gewordene, nichts weniger als Thalerstücke bei sich führende Regierungs - Canzlei - Diätar und Jäger vor dem Herrn. „Herr, ich kenne auch das Gesetz und wir wollen sehen, ob Sie mit einer so unverschämt hohen Klage durchkommen."
„Na, denn nich, aber Sie sollen berappen, dat Ihnen die Ogen thränen," schrie der robuste Meister Bartsch, die lädirte Kalbskeule um den Kopf schwingend.
Rösig kam gleichfalls wüthend nach Hause und überlegte sich nach dem Abendessen bei einer Pfeise „Brust-Canaster Litt. 7" (aus einer der berühmtesten Fabriken, Preis pro Pfund acht Silbergroschen) nochmals die ganze unliebsame „Schuftige" Kalbskeulangelegenheit. Er entsann sich, früher einmal so etwas von „Erpressung, Bedrohung, Nöthigung und dergleichen" irgendwo gelesen zn haben und beschloß daher, sich darüber gleich morgen bei einem Rechtsanwälte Rath zu erholen, „denn — dem Fleischerkerl für eine ganz unbeschädigte Kalbskeule, druck für Flegel) ja Thaler Draufgeld zu noch schöner!"
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