-er letzten vier Jahrhunderte ist aus dem Humanismus, aus der Beschäftigung mit dem klassischen Alterthum erwachsen- sie läßt sich ohne die unausbleibliche Folge der Verflachung von dieser ihrer Wurzel nicht lösen. Die historisch-klassische Vorbildung allein läßt den Einzelnen den Bildungsgang der Menschheit nacherleben und gewährt ihm — ganz abgesehen von den für die verschiedenen Fächer in verschiedenem Maße nöthigcn positiven Vorkenntnissen — diejenige idealistische und methodische Schulung, welche zur cigenthümlich wissenschaftlichen Geistesarbeit — im Unterschiede von den niederen Stufen des Lernens — befähigt. Dann würde jede Beeinträchtigung des Charakters unserer Gymnasien als der speci- fischen Träger dieser historisch-klassischen Vorbildung, jede wesentliche Verkürzung der klassischen und historischen Bildungsmittel zu Gunsten moderner und realistischer aus unsere Universitätsstudien und damit auf das geistige Gesammtleben unseres Volkes von unheilvollem Einflüsse sein.
Indem wir uns in der Aussprache dieser Ueberzeugungen geflissentlich aus die uns unmittelbar berührenden Anliegen beschränken, hoffen wir für dieselbe bei den bevorstehenden Berathungen um so melD auf geneigtes Gehör."
totales rrrrd OroVinzielle-.
Gießen, 30. August.
— Der Sommer ist tobt, es lebe der Winter! Der Wind geht über die Stoppeln, die Blätter der Bäume färben sich langsam und fallen welk zur Erde, Schwalben und Störche rüsten sich zur Abreise — die saison morte in der Natur beginnt. Das ist aber jedesmal das Signal zum Beginn der eigentlichen, der Wintersaison in den Städten, deren Leben während des Hochsommers, wenn draußen das Naturleben dem Höhepunkt seiner Entwickelung zustrebt, träge pulsirt, weshalb die Zeit den Namen saison morte bekommen hat. Jetzt bevölkern sich die Straßen und Häuser wieder mit den Zurückgekehrten aus den Bädern und Sommerfrischen und während man noch vor wenig Wochen die Natur aussuchte, wendet man sich jetzt mehr und mehr dem geselligen Leben im Innern des Hauses zu. Viele sehen mit Bedauern die schöne Jahreszeit schwinden, von der wir in unseren Breiten schon so wenig Genuß haben. Aber gegenüber diesen Naiur- sreunden, Träumern und Poeten, die dem scheidenden Sommer wehmüthige Abschiedslieder nachsingen, freuen sich prosaischer angelegte Menschen über den Beginn dieses städtischen Lebens. Das Reisen hat ihnen nur Unbequemlichkeiten und Geldausgaben verursacht, sie sind froh, daß diese Zeit vorüber ist und sie wieder ihre häusliche Gemütlichkeit genießen können. Auch die Theater eröffnen nun sihre Pforten zum Glück für die Mimen, die durch sommerliche Engagementslosigkeit gezwungen waren, des gebens Unverstand mit Wehmuth zu genießen. Wie die Theaterdirectoren, so begrüßen auch sie den Beginn der Saison mit Lebhafter Freude. Auch Handwerker und Geschäftsleute sind froh darüber. Das gesellige Leben, das nun bald zur Blüthe kommt und der nahende Winter verschafft ihnen Arbeit und Verdienst. Es müssen warme Herbst- und Winterkleider angeschafft werden, Ball- und Gefellschaftstoiletten werden in Arbeit gegeben, Holz- und Kohlenvorräthe müssen für den Winter angeschafft werden u. s. w. Für den Hausherrn ist die Zeit gerade nicht die angenehmste, denn sie stellt hohe Anforderungen an seinen Geldbeutel. — Wer sich aber noch freut über das Scheiden des Sommers, das sind die Soldaten, die jetzt nach Beendigung der Manöver „loskommen" von der Militärzeit und in das bürgerliche Leben zurückkehren. Freilich ist auch hier des Einen Nachtigall des Andern „Uhl". Wer gleich Nahrung und Brod findet, kann zufrieden sein, viele andere aber sehen etwas besorgt in die Zukunft und überlegen, ob sie nicht besser thäten, wenn sie beim Militär blieben und die Sicherheit dieser Carriöre der Unsicherheit der bürgerlichen Stellung vorzögen. — Mit großen Plänen und in hoffnungssreudiger Stimmung gehen aber alle Diejenigen dem Winter entgegen, welche beabsichtigen, sich ein eigenes Nest zu bauen. Zu keiner Zeit wird, abgesehen von Ostern, mehr geheirathet als zu Beginn des Winters. Tausende treten in den Ehestand, Tausende von Männern und Mädchen sind mit^Vorbereitungen dazu beschäftigt und tausendfach ist die Freude und die Erwartung über die nahe Zukunft. Sie vor Allem begrüßen die kommende Zeit mit tausend beseligenden Hoffnungen und fie vor allem rufen aus aufrichtigen Herzen: Der Sommer ist tobt, es lebe der Winter!
-d- Inheiden, 29. August. Der 23 jährige Sohn des hiesigen Landwirths Konrad D. war heute mit seinem Onkel in dem in der Gemarkung Feldheim gelegenen Basaltsteinbruche beschäftigt. Plötzlich löste sich, wohl durch das seitherige Regenwetter veranlaßt, ein Quantum Steine ab und traf den flüchtenden, jungen Burschen von hinten so unglücklich, daß demselben beide Beine gebrochen sind. Auch klagt derselbe über Schmerzen im Rücken. Der Verunglückte wurde mittelst Wagen nach Hause gebracht.
§ Herbstein, 27. August. Sonntag, den 31. August, Nachmittags 3 Uhr, wird Herr Amtmann Dr. Steeg von Lauterbach im Saale des Brauereibesitzers C. Suppes hier einen Vortrag über „Berussgenoffenschaften" halten.
-r. Lichenroth, 28. August. Seit einiger Zeit macht sich ein Fuchspaar in unserer Nähe bemerkbar. Der alte Meister Reinecke geht sogar am hohen Mittage in unser» Ort und holt Hühner, Gänse u. s. w., um Nahrung für die Jungen stets frisch zu haben. Er hat in einem Zeitraum von 3 Tagen 28 Hühner geholt. Nun wurde von Seiten der Ortsbewohner die Bitte an den Waldschütz gestellt, doch die diebische Familie unschädlich zu machen. Es scheint nun, als ob der alte Fuchs Wind von den Nachstellungen bekommen hätte, und um dem Waldschützen seine Rache zu zeigen, holte er dem Letzteren am andern Tage selbst drei Hühner.
-r. Grebenhain, 28. August. Heute wurde die auf so schreckliche Weise um ihr junges Leben gekommene Tochter des Forstwarts Jäger hier zu Grabe getragen. Ein ganz
großartiger Leichenzug war es, woran sich nicht nur Jung und Alt aus unserm Ort selbst, sondern auch viele Leidtragende aus den Nachbarorten Crainfeld und Bermuthshain beteiligten; sämmtliche Jugendfreunde der Verstorbenen folgten dem Sarge.
§§ Schotten, 29. August. Von einer kleinen Reise aus den südlichen Theilen unserer Provinz zurückgekommen, habe ich die Erfahrung gemacht, daß der Sturm am 27. d. M. viel stärker geschädigt hat, als man Anfangs glaubte. Aenn man sich eine Linie von Friedberg über Altenstadt und Nidda hierher gezogen denkt, sind die Gegenden südlich dieser Linie besonders stark beschädigt worden. Unter diesen sind es wieder die Orte bei Altenstadt und Düdelsheim, welche auch am 9. August so stark heimgesucht wurden. In den Forsten bei Michelau sind die Bäume ausgerissen und übereinander hillgeschleudert worden, daß man meint, Riesen hätten sich hier eine Schlacht geliefert. Das herabgeschleuderte Obst ist so maffenhaft, daß man nicht Alles verwerthen kann. Viele Obstbäume sind entwurzelt oder förmlich in Stücke gerissen worden.
J. Aus dem Kreise Lauterbach, 30. August. Die Raben, Krähen und Dohlen verursachen der Landwirthschaft in letzter Zeit so empfindlichen Schaden, daß von Seiten des Kreisamts verschiedenen Personen in Uetzhausen, Nieder-Stoll, Bernshausen und Freiensteinau die Erlaubniß ertheilt wurde, an jedem Montage nach jenen schädlichen Vögeln zu schießen. Die Beauftragten haben keine Waffenpässe nöthig. Eine solche Unzahl von Raben, Krähen und Dohlen hat man aber auch seit vielen Jahren nicht beobachtet und wo ein Schwarm dieser großen, gefräßigen Vögel einfällt, wird Alles aufgefressen, was genießbar ist. Zur jetzigen Zeit ist ihr Schaden weit größer, als ihr Nutzen.
vermrtsLhtes.
ZC. Aus Offenbach a. M. wird uns geschrieben: „Das Kurhaus und die Anlagen unserer „Kaiser-Fri edrich- Quelle" sind dieser Tage mit entsprechenden Festlichkeiten eröffnet worden. Bei dem Fest-Essen, an welchem etwa 200 Gäste theilnahmen, trank Herr Oberbürgermeister Brück- Offenbach aus das Gedeihen der „Kaiser-Friedrich-Quelle", während Herr Redacteur Stein-Frankfurt in warmen begeisterten Worten der Manen Kaiser Friedrichs des Edlen gedachte. Bei dem sich anschließenden Gartenfest concertirten zwei Musikcorps und zwei Gesangvereine halfen durch ihre Liedervorträge das Fest verherrlichen. Der Versandt des heilkräftigen Wassers unserer „Kaiser-Friedrich-Quelle" ist auch in diesem Jahre ein ganz enormer und findet dasselbe in ärztlichen Kreisen immer größere Anerkennung.
Selbsthilfe bei isndwirlhfchssUichen Unfällen.
Von Wenzel Peiter.
(Aus der Deutschen Allg. Zeitung für Landwirthschaft.) (Fortsetzung.)
Wie bei allen Berufsqrten sind auch beim landwirth- schaftlichen Berufe Verstauchungen, Verrenkungen, Knochenbrüche nicht ausgeschlossen. Bei Verstauchung eines Gelenkes sind z. B. durch eine ungeschickte Handbewegung, durch einen fehlerhaften Tritt u. f. w. die beiden Gelenksenden der Knochen auf einen Augenblick in ihre natürliche Lage zurück- gefprungen, was letzteres bei einer Verrenkung nicht stattfindet. Durch das Voneinanderweichen der Knochen sind entweder die Sehnen gedehnt oder wie z. B. beim Uebertreten des Fußes sogar zerrissen. Verstauchte Glieder dürfen deshalb nie ausgezogen werden, man würde dadurch das Uebel noch ärger machen. Einem verstauchten Gliede gönne man Ruhe und mache, wenn es anzuschwellen beginnt, kalte Umschläge. In kurzer Zeit wird dasselbe wie früher ohne Schmerzest bewegt werden können. Bei übertretenem Fuße ist die Anlegung eines Gipsverbandes nothwendig und erfordert deshalb die Hilfeleistung eines Arztes.
Verrenkungen sind ebenfalls Austretungen der Knochen von ihren Gelenksflächen. Sie lassen sich durch Verunstaltung des Gelenkes, Geschwulst der darüber gelegenen weichen Theile erkennen. Während bA der Verstauchung der Kranke das Glied, wenn auch unter Schmerzen, bewegen kann, ist ihm dies bei einer Verrenkung nicht mehr oder nur sehr schwer möglich. Verrenkungen treten, wie Verstauchungen, meistens plötzlich in Folge mechanischer Gewalt beim Falle oder Sturze ein. Man hat hier, um Entzündungen in den Weichtheilen zu unterdrücken, nur wie bei Quetschungen kalte Umschläge anzuwenden, bis der Arzt die Verrenkung einrichtet. Da bei frischen Verrenkungen die Einrichtung eine sehr leichte ist, so lasse man dieselbe nie veralten. Hat sich durch Entzündung schon eine Verwachsung gebildet, die Umgebung verdichtet, der Theil, wo die Kapsel durchgeriffen 'wurde, vertheilt oder zusammengezogen und die Gelenksfläche abgeflacht oder verkleinert, so ist es sehr schwer, ja oft unmöglich, das Glied in sein normales Verhältniß zurückzubringen. — Im Nothfalle kann man die Einrichtung dadurch versuchen, daß man das verrenkte Glied zuerst in diejenige Richtung mit Kraft hinzieht, nach welcher es entsteht und dann, ist es dadurch beweglich geworden, schnell in seine ordentliche Stellung zu bringen sucht.' In diesem Momente hört man oft ein Geräusch, welches durch das Zurückschlüpfen des Gelenkknochens entsteht. Ist das Glied darnach beweglich, so ist die Einrichtung gelungen. Durch Ruhe und kalte Umschläge muß die Heilung befördert und einer Entzündung vorgebeugt werden. Ist ein Verband nöthig, so rufe man den Arzt. %
Knochenbrüche sind vollkommene Trennungen des Zusammenhanges einzelner Knochen und entstehen meistens durch äußere Gewalt. Bei einem solchen Bruche hört oft der Kranke ein Krachen des zerbrochenen Knochens und kann darnach das Gl:ed nicht mehr frei bewegen, jeder Versnch zu einer Bewegung erregt die heftigsten Schmerzen. Das Glied selbst verkürzt oder verdreht sich und an der Bruchstelle findet sich öfters eine Lücke oder eine Beweglichkeit, die früher nicht
da war. In einzelnen Fällen treten selbst die Bruchenden, durch die Weichtheile hervor. Lange Knochen sind dem Bruche- mehr ausgesetzt als kurze, daher die Röhrenknochen der Glied-, maßen, das Schlüsselbein, die Nippen am häufigsten ge-^ brachen werden.
Da die ersten Hülfeleistuugcn bei Knochenbrüchen aus die spätere Heilung eine große Einwirkung ausüben, so mögen die dabei zu befolgenden Grundsätze hier ebenfalls kurz besprochen werden. Bei Knochenbrüchen verhüte man vor Allem durch Unterlassung jeder Bewegung und durch eine zweckmäßige Lage die Verschiebung der Knochenenden und trachte, die sich entwickelnde Entzündung zu verhüten. Letzteres geschieht durch Ueberschlagen von kaltem Wasser, nachdem der Theil vorsichtig ohne Zerrung, etwa durch Ausschneiden der Kleidungsstücke, entblößt worden ist. Dies ist jedoch nur nöthig, wenn auf den Arzt zu lange gewartet werden müßte. Sonst ist es zweckmäßig, nur das erstere zu besorgen, das heißt die Verschiebung der Knochenenden zu verhüten, was am Besten durch eine ruhige Lage geschieht. Muß der Kranke transportirt werden, so ist es vorzüglich bei Bein- und Rumpfbrüchen besser, ihn auf einer Trage oder zur Noch auf der Seitenleiter eines Leiterwagens, auf die man einige Bretter und Stroh gelegt hat, zu tragen, als ihn aus einem Wagen zu führen, weil in letzterem Falle sehr leicht entweder beim Auf- und Abladen oder durch Erschütterung beim Fahren Verschiebung der Knochenenden erzeugt werden kann. Bei Brüchen am Arme weiß sich der gehende oder fahrende Kranke in der Regel selbst zu helfen, indem er das verletzte Glied durch den anderen, gesunden Arm so lange unterstützt, fest und ruhig hält, bis der Verband angelegt wird. Erleichtern, läßt sich diese Unterstützung durch Tragen des Armes in der Binde, die sich leicht aus einem Tuche Herstellen läßt und auf der entgegengesetzten Schulter ihren Stützpunkt hat. Hierbei ist aberworzüglich daraus zu achten, daß die Schlinge vorn an der Brust nicht zu hoch hinaus oder zu tief reiche, sondern dem Arme eine recht bequeme Lage gestatte.
(Schluß folgt).
Milch-Conserven
Pros. Dr. Soxhlet schreibt in der „Münchener Medicinischen Wochenschrift" einen höchst beachtungswerthen Aufsatz, dem wir folgende auch für unsere Leser interessante Ausführungen entnehmen:
Von allen Nahrungsmitteln thierifchen Ursprungs ist die Milch am raschesten der Verderbniß unterworfen; schon eine geringe Menge gebildeter Milchsäure, die durch den Geschmack kaum wahrnehmbar ist, genügt, um die Milch beim Kochen zur Gerinnung zu bringen und sie für die meisten Zwecke des Verbrauchs ungeeignet zu machen. — Milchverbrauch und Milchgewinnung sind deshalb gegenseitig an geringe örtliche Entfernungen gebunden — eine Bedingung, die nicht überall erfüllt ist und nicht überall erfüllt werden kann. Schon die Verpflanzung der Milchviehhaltung aus ihrem natürlichen Pro- ductionsgebiete, dem Grasland, in die nächste Nähe ober gar innerhalb der Städte hat eine Gewinnungsweife der Milch zur Folge, welche hinsichtlich Erhaltung der Gesundheit der Thiere, Reinlichkeit und geeigneter Fütterung viel zu wünschen übrig läßt und zu geringeren Anforderungen an die Güte des Products zwingt.
In vielen Ländern findet die Haltung von Milchvieh überhaupt nicht oder in unzulänglicher Ausdehnung statt — kurz, es gibt eine Reihe von Fällen, wo der Bezug von Milch unmöglich oder wo der Bezug einer Milch, die berechtigten Ansprüchen hinsichtlich Frische, Gehalt und Gedeihlichkeit genügt, sehr erschwert ist. In solchen Fällen wird als Ersatzmittel für frische Milch eine gute Milchconserve sehr willkommen sein. Eine gute Milchconserve soll also nicht allein als ein nvthdürftiges Auskunftsmittel für völligen Milchwaage! dienen, sondern auch den Vorzug vor einer schlechten frischen Milch beanspruchen können.
Eine Milchconserve, welche allen Anforderungen, die man an eine Eonserve und an eine gute Milch stellen kann, vollkommen entspricht, ist die fterilisirte condenfirte Milch ohne Zucker und ohne jeden Zusatz, wie sie in der Fabrik Schüttendobel bei Hardatzhofen in den bayerischen Algäuer-Alpen durch die Gesellschaft für diätetische Producte Ed. Loestirnd & Co. in Stuttgart seit einigen Jahren hergestellt wirb. Ich kann für die hier ausgesprochene Beurthetlung und Empfehlung dieser Milchconserve deshalb einstehen, weil die Herstellung derselben unter der Leitung meines früheren langjährigen Assistenten und eifrigsten Mitarbeiters auf dem Gebiete der Milch- Chemie und Milch-Technik, Herrn Th. Henkel, erfolgt und weil ich mich durch fortlaufende Untersuchungen des Productes davon überzeuge, daß thatsächlich nach den von mir ausgestellten Principien strenge verfahren wird.
Das dort angewendete Verfahren besteht kurz gesagt in folgendem: Die ganze frische Milch wird sofort mittelst der Centrifugal- maschine von dem nicht abseihbaren Milchschmutz gereinigt, in der Luftleere auf einen Trockensubstanzgehalt von möglichst genau 37 pCt. eingedickt, die eingedickte Milch mittelst einer besonderen Metz- und Füllvorrichtung bis auf 1—2 Gramm genau in die Blechbüchsen eingefüllt und die verlötheten Büchsen im Sterilisator unter Dampfdruck erhitzt, d. i. fterilifirt und dauernd haltbar gemacht.
Die Algäuer condensirte, sterilisirte Milch ohne Zuckerzufatz wird also für alle Zwecke, wo eine Milchconserve überhaupt am Platze ist, am besten zu verwenden sein, nämlich für die Säuglingsernährung und die Ernährung Kranker und zwar dort, wo frische Milch von guter Beschaffenheit nicht zu erhalten ist oder wo es auf die Gleichmäßigkeit der Nabrungszufuhr besonders ankommt. Dann für die Verpflegung auf Schiffen, in den Tropen oder in Ländern, wo frische Milch fehlt und schließlich für die Bereitung besonders nährkräftiger Speisen, welche eine möglichst große Menge von Milchsubstanz enthalten sollen (Backwaaren rc.), in welchem letzteren Falle die ohne Zuckerzusatz eingedickte Milch den beabsichtigten Zweck am vollkommensten zu erzielen ermöglicht._____________________________________________
Unseren verehrten Leserinnen wird es gewiß erwünscht sein, zu erfahren, daß der Herbst - Catalog deS Versandt» GeschLstS Mey & Edlich in Leipzig-Plagwitz erschienen ist. Von Jahr zu Jahr eine immer reichere Auswahl bietend, erregt die aufgeführte Menge der verschiedensten Artikel, die das genannte Weltgeschäft auf Lager hält, geradezu Erstaunen. Und dabei ist dieser Herbst-Catalog doch nur ein Auszug aus dem Haupt- Preisverzeichniß, das auf Wunsch den bestellten Maaren betgelegt wird. Selbstverständlich wird der Jahreszeit — dem Herbst und Winter — Rechnung getragen; alle Neuheiten auf dem Gebiete der Damen «Conseetion, Herren «Garderobe, Pelz nnd WLsche- Branche u. s. w. sind vertreten, während auch die Auswahl anderer Artikel, wie Uhren, Tchmnöksachen u. dgl. nicht minder überrascht. Der Herbst-Catalog wird auf Verlangen unberechnet und portofrei zugesandt. 7187
empfiehlt sich durch Reinheit. Aroma und Ergiebigkeit als die beste und prel»££hee“ A. Zuntz sei. Ww. **■«• «•«-N. Marke - Bonn, Berlin.
Zu haben bei J. M. Schulhof. 858
«S
Ä W Gr»«! verstri
z i, AorMa
Meck, am \ ^Sommena! Gkinni »erste!
Montag den
von Nachnllt jofl das Grum hgen Gemeinde mindehaus dahie werden.
Men-Bchck, Grohh. Mgeu
Rj MMtz tu Nachn versichere ich (Seiiersweg) ge 1 Sooba, 1 4 Stühle! 1 Standuh
7132
Wocipsd
Mittwoch
9?adjm. P/j Uf) r, schm Maithe werde ich:
1 neues, Vüociped von jedem ««ter Ga öffentlich gegen
Der Eteigpr Segen gute Bi
Versteigerung Gießen, den 2
7172
Keil
tyner Dj,,
■Sitte,«
Ä»Ä>
4«
d Atbou*!*
Flaschen k q
7084]
4580] @tib| “Her Slrt ffelä'
NM
Wie ode g. 3Wt in [ Wen Pieisx


