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[eine Instrumente zu stimmen begann, obwohl die wackeren | Musiei noch gar keine Ahnung davon hatten, wie ste den , fremden Künstler „gütigst unterstützen» sollten. Aub-rd-m befand sich auf dem wackeligen Podunn vor der Stadtkapelle der Cellokasten des Herrn Kratzer und neugierig starrten die guten Rllbenheimer das unscheinbare hölzerne Gehäuse an, welches das kostbare Instrument des Herrn Kratzer m sich barg. Wo aber stack dieser nur selbst? Es fehlten nur noch zehn Minuten bis zum festgesetzten Beginne des Con- eertes und doch war der Künstler noch immer nicht sichtbar, _ sollte er sein Vorhaben vielleicht gar vergessen oder verschoben haben und, leichisinnig, wie im Allgemeinen ja Künstler sind, mit dem erwarteten freunde in Schrumsdorf gemuthlich I Herumkneipen? t K I
Herrn Meyer schoß dieser Gedanke durch den Sinn und eben wollte er den Hausknecht anweisen, die zwei munteren Rappen des Löwenwirths vor den leichten Landauer zu spannen, um damit nach Schrumsdorf zu jagen und den bummeligen Cellisten aus jeden Fall nach Rübenheim zurückzubrmgen, als an der Hofthür ein dem Löwenwirth bekannter Bursche aus | Schrumsdors auf Meyer zutrat und ihm einen Briet mit den Worten überreichte: ,,
„Sie, Herr Meyer, diesen Brief da soll ich Ihnen übergeben, ich habe ihn für 'ne Mark Botenlohn von einem seinen Herrn gekriegt, der nachher gleich mit dem Zug weg- 9 s ^Eine^böse Ahnung überkam den Wirth, hastig zerriß er den Briefumschlag, aus welchem ihm ein Zettel m die Hande fiel und dieser enthielt in flüchtigen Zügen die mit Bleistift offenbar sehr eilig hingekritzelten Worte:
„Mein lieber Herr Meyer! .
Zur Stunde hat mich aus unaussprechlichen Gründen der Bahnzug schon weit hinweggetragen, so daß ich also beim besten Willen mein Cello-Concert nicht geben kann. Entschuldigen Sie mich also bei den lieben Rübenheimern und grüßen Sie namentlich den Herrn Bürgermeister vielmals von mir. Was meine kleine Zeche bei ^hnen
Freitag den 28. November. Gießener Anzeiger. *•m -189°-
Zweiter Vortrag der Deutschen Colomatgesckschast, Abtheiluag Gießen, Donnerstag, den 27. November, Abends 8 Uhr, im Clubsaal.
Herr Lieutenant VON Tiedemann, der hervorragendste Ge< führte von Peters auf seiner Emin-Pascha-Expedition, wird über seine Eindrücke und Erlebnisse, sowie über unsere wirthschastlichen und politischen Aufgaben in Jnnerafrika berichten
Eintrittspreis JL 0,50, numerirte Plätze eX 1,—. Der Reinertrag wird der Colonialgesellschaft überwiesen. Der Verkauf der EintrittS- karten vom 25. November ab in der Ferber'schen und Ricker'schen Buchhandlung. Die Mitglieder der Colonialgesellschast erhalten je eine Karte für num. Platz zum halben Preis in der Ricker'schen Buchhandlung.
Aus besonderen Gründen wird daS vereheliche Publikum um pünktliches Erscheinen ersucht.
Der Vorstand.
Dienstag den 2. Deeember 11. Mittwoch den 3. Deeember, Nachmittags von 2 Uh« an,
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(Schluß.)
Wollen Sie denn nicht meinen Wagen nehmen, Herr- Kratzer ?" erwiderte der Wirth, „Friedrich fährt Sie in einer Viertelstunde hinüber."
„Ich danke Ihnen bestens, aber ich möchte mich gern ein wenig ausgehen," lehnte Kratzer ab, „und der Weg nach Schrumsdorf ist ja äüßerft angenehm. Inzwischen wollen Sie aber meinen Cellokasten in den Saal schaffen lassen, nur bitte ich Sie, dafür Sorge zu tragen, daß sich keine unberufene Hände an dem Kasten vergreisen, ich werde ihn nach meiner Rückkehr schon selbst öffnep."
„Haben Sie keine Angst, Herr Kratzer, ich werde selbst Alles überwachen," versicherte Meyer und stieg in den Heuer hinab, während Kratzer, ein Liedchen vor sich hinsummend, die Richtung nach Schrumsdorf, der für Rübenheim nächsten Eisenbahnstation, einschlug. .
Drei Uhr Nachmittags war, wenigstens der Rubenhermer Rathhausuhr zufolge, vorüber, ohne daß sich Herr Kratzer im „Rothen Löwen" wieder eingefunden hätte, und schon ließen sich die ersten Coneertbesucher blicken. Auch um 1/ 4 Uhr war noch nichts von dem Künstler zu erspähen, wvhl aber wuchs die Masse der zum Coneert Herbeiströmenden dermaßen an, daß Meyer den zur Abhaltung des Coneertes bestimmten großen Tanzfaal öffnen lassen mußte, an dessen Eingang der Rathsdiener Zippert zur Billetcontrole aus-
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anbelangt, so werden Sie hoffentlich das stolze Bewußtsein sich als Zahlung genügen lassen, daß Sie einen be= rühmten Künstler bei sich beherbergt haben, womit ich verbleibe , Ihr ergebenster
Kratzer."
Mit einem ingrimmigen Fluche schleuderte der Löwenwirth den ominösen Zettel, der es klar machte, daß ganz Rübenheim einem gewandten Gauner zum Opfer gefallen war, zu Boden.
Als das Coneertpublikurn von der fatalen Entdectung hörte, gab es namentlich unter den Stammgästen des „Rothen Löwen", die sich natürlich alle eingesunden hatten, ungemein lange Gesichter, hauptsächlich verlängerte sich das Antlitz des Herrn Bürgermeisters in fast beängstigender Weise, während die bei dem übrigen Publikum anfänglich hervortretende Entrüstung bald allgemeiner Heiterkeit darüber, daß der Schwindler sozusagen die ganze Stadt zum Narren gehalten hatte, wich. Unverzüglich wurde nun das angebliche Gehäuse des Cellos geöffnet, das sich aber als em unschuldiger Kasten, lediglich mit Stroh gefüllt, erwies, und als nun Herr Meyer nach den Zimmern des falschen Cello- künstlers stürzte und den zurückgelassenen Koffer desselben ausbrach, zeigte sich dessen Inneres mit nichts als mit schweren, | aber sorgsam in Papier eingepackten Feldsteinen gefüllt.
Das war freilich ein schlechter Ersatz für die theure Zeche, die Herr Kratzer, oder wie er sonst heißen mochte, im „Rothen Löwen" gemacht hatte, aber der Löwenwirth mußte sich eben mit dem Gedanken trösten, daß so ziemlich Alle von dem Gauner, der sich bei seinem Auftreten offenbar geschickt gefälschter Papiere bedient hatte, beschwindelt worden waren, hatte doch selbst der Druckereibesitzer für die Herstellung der riesigen Coneert-Plakate keinen Pfennig erhalten. Nur der I Rathsdiener Zippert durfte zufrieden sein, er hatte ferne zehn Mark für die Besorgung der Subseriptionsliste in der I Tasche- er durfte sich also als den einzigen Rübenheimer I betrachten, der von dem falschen Künstler nicht geprellt I worden war.
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