Ausgabe 
28.8.1890
 
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Weidigs

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unserer guten

a- Harz.

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zur Theilnahme sind auf Papier in Actenformat geschrieben bis zum 15. September 1890 bei der Direction der Veterinär­anstalt an der Landesuniversität Gießen einzureichen. Dem Gesuche ist der Nachweis einer, einschließlich der bestandenen

DemBerl. Tagbl." wird von hier geschrieben: Einem äußerst fein angelegten Schwindel, der schon vor zwei Jahren ins Werk gesetzt wurde und dem anscheinend zahl­reiche Pensionatsvorsteherinnen zum Opfer gefallen sind, kommt man leider erst jetzt auf die Spur. Erschien da im Juli 1888 ein feiner Herr in dem einzigen hier bestehenden Pensionat Dickore" und gab vor, im Auftrage des bekannten Reise- Bädecker in allen deutschen Städten Erkundigungen über Privatinstitute behufs Ausnahme in das Handbuch für 1889 einzuziehen. Gegen Erlegung von 20 Mk. sollten der Dame drei Zeilen an der betreffenden Stelle des Handbuchs zur Verfügung stehen. Da der Herr Inserate der renommirtesten natürlich ebenfalls hereingesallenen Institute vorwies, faßte Fräulein D. keinerlei Verdacht. In diesen Tagen erst entdeckte sie, daß derBädecker" weder das ihrige, noch irgend ein anderes der Institute empfahl. Dieselbe Dame entlarvte am 20. d. Mts. einen geriebenen Hochstapler, der, wie die Untersuchung feststellte, eine ganze Anzahl in Homburg, Nauheim re. verübter Schwindeleien aus dem Gewissen hat. Er führte sich als naturalisirter Engländer ein, der zwei Töchter ihrer Obhut anvertrauen wolle, und spielte seine Rolle so gut, daß er sich erst verdächtig machte, als er 30 Mk. unter irgend welchem Vorwande zu leihen suchte. Eine sofortige Anzeige bei der Staatsanwaltschaft hatte die Verhaftung des Gauners und seinerGemahlin" zur Folge.

Unter Freunden wirb der vorzügliche Hvlländ. Tabak allseitig empfohlen, 10 Pfd. fco. 8 Mk. nur dtrect bei B. Becker in Seesen

mehrenden Schadens statt. Auch in den benachbarten Ge­meinden hört man vielfach Klagen über Wildschaden, so z. B. in Inheiden. Dort haben auch sowohl gütliche Vereinbarungen zwischen den Grundbesitzern und dem dortigen Jagdpächter, wie auch Taxation des Schadens durch die Wildschaden-Com-

Cocwtes rrnd prwhtjieaw.

Gießen, 27. August.

Der 11. Lehrcursus für Hufschmiede an Großh. Vete­rinäranstalt dahier beginnt am 1. October d. I. Anmeldungen

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Deutsche- Reich.

Darmstadt, 25. August. Die nationalliberale Partei beabsichtigt, in Heidelberg, im Einverständniß mit ihren Gesinnungsgenossen in Mannheim, Ludwigshafen und Darmstadt, als Vorfeier der zwanzigsten Wiederkehr des Tages von Sedan am Sonntag den 31. August d. I. ein patriotisches Fest auf dem Schloß zu veranstalten für Alle, die mit ihr eins sind in der Liebe und Treue zu Kaiser und Reich in Baden, Frankfurt, Hessen und der Rheinpsalz. Für die Theilnehmer an dem Fest werden Festschleifen zu 20 Psg. ausgegeben, welche zum Eintritt in den Schloßhos und die übrigen Festräume berechtigen. Für die Besucher aus Hessen werden von der Main-Neckarbahn Sonntags- Fahrkarten zu erheblich ermäßigtem Preis ausgegeben werden. Das vorläufige Programm sieht vor: 1) Nachmittags halb 2 Uhr: Großer Festzug durch die Stadt auf das Schloß. 2) Von halb 3 Uhr an im Schloßhos: Festreden, abwechselnd mit patriotischen Liedern, Gesangs- und Musikvorträgen. Zu den Festreden sind Redner aus Baden, Hessen und der Pfalz ge­wonnen. 3) Nach Schluß der Festreden gesellige Vereinigung im Bandhaus und bei dem großen Faß. 4) Abends gegen 9 Uhr bengalische Beleuchtung des Schloßhofs. Schluß des Festes 10 Uhr.

Berlin, 23. August. Wie früher gemeldet, hat der Kaiser am 21. Juni dem 2. Bataillon der Haupt-Cadetten- anstalt eine Fahne verliehen. DasMil.-Wochenbl." theilt jetzt mit, daß während der Nagelung dem Commandeur des Cadetten-Corps eine Allerhöchste Cabinetsordre überreicht wurde, in welcher es heißt:Ich will dem Cadetten-Corps einen besonderen Beweis Meines Wohlwollens und Meiner Zufriedenheit mit seinen langjährigen guten Leistungen dadurch geben, daß Ich dem 2. Bataillon der Haupt-Cadettenanstalt eine Fahne mit dem Säcularbande verleihe. Ich vertraue fest, daß das Cadetten-Corps in dem Geiste der Gottesfurcht, der Königstreue und der Vaterlandsliebe, in welchem es Meiner Armee ungezählte Reihen der bravsten und tüchtigsten Offiziere erzogen hat, unverbrüchlich weiter verharren und diesen Geist zum Heile des Vaterlandes bis in die fernste Zukunft Pflegen wird. Ich bestimme im Verfolg Meiner Ordre vom heutigen Tage, daß die bisherige Fahne des Cadetten-Corps in Zukunft von dem 1. Bataillon der Haupt- Cadettenanstalt geführt wird."

vermischtes.

* Amtsgerichtsrath Dr. Witting aus Altona hielt kürz­lich in Kiel einen Vortrag, in dem er bemerkte, daß er wöchentlich im Durchschnitt 10 Sühneversuche zwischen Ehe­leuten abzuhalten habe und daß fast immer der Alkoholmißbrauch die Ursache des Zwistes sei. Ein amerikanischer Prediger, welcher die Ehescheidungsfrage zu seinem besonderen Studium erwählt hat, vr. Dike, fand, daß von 30000 Ehescheidungen, die er untersuchte, etwas über 20pCt. durch die Trunksucht eines der Ehegatten herbeigesührt waren.

* DasMenu" einer Schwarzwälder Bauernhochzeit. Vom Titisee wird gemeldet: Dieser Tage wurde im Gasthof Zum Bären" eine große Bauernhochzeit gefeiert, zu welcher gewiß 300 Personen aus der Umgegend, der weibliche Theil vielfach noch in den malerischen Trachten, sich eingesunden hatten. Der Speisezettel lautete: 1. Reissuppe. 2. Sauer- Essen. 3. Kalbskopf mit Sulz und Gekröse. 4. Rindfleisch mit Nudeln. 5. Schweinefleisch mit Gemüse. 6. Coteletten mit Gemüse und kaltem Pudding. 7. Wildpret mir Gugel- Hopf. 8. Linzertorte. 9. Eingemachtes Kalbfleisch mit Pastetchen. 10. Braten, Salat und Compot. 11. Kuchen und Küchle. Das Essen dauert bei solchen Schwarzwälder Bauernhochzeiten von Mittags bis Nachts, und da zwischen den Gängen jeweils ein Tänzchen gemacht wird, so gibt es im Magen immer wieder Platz für das Nachfolgende.

U. Schotten, 25. August. Blüthe und Frucht an * Auf der Posthilfsstelle Jauernick bei Königszelt langte einemBaume zu gleicherZeit. In einem nahe unserer am Samstag ein Brief aus Schweidnitz mit folgender Adresse Stadt gelegenen Garten steht ein Apfelbaum zum zweiten an:An schönes Mädchen mit weißer Schürze von polnischer ' Male in voller Blüthe. Die Frucht der ersten Blüthe, Dränage-Arbeiten, was ist gewesen Sonntag in Schweidnitz, welche noch an dem Baume hängt, ist im Reifen begriffen. Nach Jauernick." Zur Freude der Empfängerin konnte der

§ Fischborn, 25. August. Das beinahe 2 Jahre alte Brief richtig bestellt werden.

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Donnerstag den 28. August. (Siebener Anzeiger. Beilage zu Nr. 199. - 1890.

Lehrzeit, mindestens vierjährigen Thätigkeit im Schmiedehand- ! Mission stattgefunden, werk beizulegen. *

Kind des hiesigen Ortsbürger Sch. spielte heute ganz munter=============================== in Gemeinschaft mit älteren Kindern. Plötzlich verschwand UniB^Hksttät-e NerchPi^tckir.

das Kind und die Vermuthung, daß es in einen im Garten Breslau, 23. August. Professor Dr. Karl Kuhn ist vom befindlichen Brunnen gefallen sein könne, bestätigte sich leider. 1. Avril 1891 ab an Stelle des verstorbenen Geh. RathS Profesior Als di° bestürzten Eltern hinzukamen und das Kind aus dem gSneitoJnWW' MU 3Oo"ogk unb Brunnen zogen, war es bereits tobt. Es wird angenommen, bte vergleichende Anatomie zu vertreten.

daß das Kind infolge des Sturzes ins kalte Wasser vom ,. . . ...

Schlage gerührt oder mit dem Kopse aus einen Stein aus- fifnofllt Uttfc Urgltst»

geschlagen ist, da sonst di- sofort angewandten Wiederb-lebungs- @ in ntuer Kalender für 1891: Deutsch«- National- versuche be: der Schnelligkeit, mit der Hülfe kam, hatten von Kalender. Jahrbuch zur Pflege deutschen Voiksthums, heraus-

Ersolg sein müssen. gegeben von Karl Pröll (Verlag von Hans Lüftenöder. Berlin

= Hungen, 25. August. In unserer Gemarkung richtet W. 36. Preis 1 Mk.) erschien soeben. Die Vorkämpfer desAll- hrr mpfrfipr hpn mnffenBaft vorkommenden Enaerlinaen gemeinen Deutschen Schulverein" und desDeutschen Sprachverein",

der Dachs, welcher den mastenyap vortommenoen iLngernngen Männer wie Felix Dahn, Erwin Bauer, Hugo Göring, Oskar Linke,

nachgrabt, vorzugsweise m den Kartoffelfeldern großen Schaden I Rosegger, A. Trinius, Vormeng haben sich zu ernstem Thun vereint, an. Schadenersatz ist bereits durch den Jagdpächter geleistet I das Nationalgefühl der Deutschen im Auslande zu beleben und zu worden und findet noch immer Regulirung des sich stets ver- kräftigen und diesen Schatz des deutschen Volkes zu erhalten. - In 1 schmucker Ausstattung enthalt dieses Jahrbuch noch ein überaus reiches Kalendarium. Nicht allein die Mitglieder genannter Vereine werden diesen Kalender freudig begrüßen, sondern alle der Sache fern Stehenden werden dem nationalen Unternehmen ihr Interesse schenken.

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Bekanntmachung.

Die erledigte Stelle eines Kreis- straßenwarts mit dem Sitz in Belters­hain oder Goebelnrod soll mit dem 15. September d. Js. neu besetzt werden.

Bewerber haben ihre Meldungen unter Angabe von Alter, Wohnort und seitheriger Beschäftigung, sowie Beisügung etwaiger Zeugniffe über frühere Arbeitsleistungen ähnlicher Art schriftlich bei dem Bezirksbauauf­seher Maringer in Grünberg, welcher über die Dienstobliegenheiten und die Dauer der Beschäftigung weitere Auskunft ertheilt, bis längstens 7. September d. Js. zu erstatten.

Gießen, am 21. August 1890. Der Kreisausschub des Kreises Gießen.

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Gießen, den 25. August 1890.

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