-S*} > '\be8wC , $U*9 eintJ ■ *£>»• ’etinnung “J b"n **4öj{ Ü?**. °» genanntem ^5' ftattfinben to«'
7? NtWimg U' dem Gebik,- i 79'" ‘"Wen ;W. Es fand aber
Sammlung be- )'77 ttliiutc“'
"Mr-
*edR Md Dar- « W ins An°r«, 7' welche eine den bc ^enderung im Be- ' don den einzelnen ll9 die Herren: uth, Justizrath Baist, r- Naumann, Frhr. scheel, Gärtner Becker) c Beziehung recht be- ; hiedene Mängel in der i Beßlich gekennzeichnet, t uns der Raum nicht;
on allen Rednern, be- s on den Herren Justiz- )beramsrichter Langs- , ihnen fern liege und reins sein werde, hier- e, namentlich Gärtner, jng des in kn letzten lufiwnbtfan Blumen, kck/W, wahrer An« rftorbtncn und deren werde das Ziel des ast vollzählig am , cker, der es doch als i jonstigen ungünstigen ' i bezeichnete, wenn ■ der abschassen wolle, einen Besprechung in ^treten und dieselben i. Danach bezweckt ichnung: „Reformen" gewählt wurde, zunächst durch Einung von Beileidskarten f Allgem. Verein lege, herein für ew°hr°B°lt, un Ausschuß des Arms tiqfeit verfüge" £n non den MtgKedern en Mm werden de« »arten kdmen an noch ' von Nichwttgl'-dnn ner solchen Karte, ,t welchem der Betrag ch Durchberachung der M-ung £ »
'?*äS
angen de ist
4
3®*"
»Ü 6 „ «orbe», t „ deren Inb di- a 1 ba6 oo"
( J „.rorbn^0 ^r-der- ^Äch'7">' "|V' gertie"1 9' „
'$£**■*
-o- Aus dem Busecker Thal, 24. November. Litur - zische Andachten werden jetzt hin und her in unseren Gemeinden und zur Zeit jedenfalls mehr, als in früheren Jahren gehalten. Vom Charfreitag abgesehen, dürfte die Stimmung für eine derartige Feier an keinem Tage so wohlvorbereitet und empfänglich sein, als gerade am Todtensonn- tag. In Beuern ist man seit Jahren gewohnt, die Nachmiltagsgottesdienste an Fest- und Feiertagen überhaupt so zu gestalten. Der bestehende Klrchengesangverein (Dirigent Herr Lehrer Musch), der sich ausnahmslos dabei zu betheiligen pflegt, ermöglicht überdies eine reichere Ausführung der Feier in sehr erfreulicher Weise. So wurde denn auch gestern wieder eine liturgische Andacht in der herkömmlichen Weise -gehalten, die, abgesehen von anderen Gesängen, namentlich durch den Vortrag von Joh. Mich. Bachs ergreifender Motette: „Ich weiß, daß mein Erlöser lebt!", sowie durch den Wechselgesang: „Jerusalem, du hochgebaute Stadt" zwischen Chor und Gemeinde ihre besondere Weihe erhielt. — Geschmückt waren Kanzel und Altar zugleich mit einer neuen Bekleidung, die theils aus Mitteln der Kirchenkasse, theils durch freiwillige Gaben von Gemeindegliedern beschafft worden war. Die Kanzelpultdecke trägt das silbergestickte Monogramm Christi, das A und 0 zu beiden Seiten, während der Antependienstreifen ebenfalls wie die Kanzelbekleidung aus feinem schwarzen Tuch mit Seiden- und echtem Silberbesatz, ein Kreuz zeigt mit dem agnus Dei, reich in Gold und Silber gestickt. Sämmtliche Paramente stammen aus dem wohlbekannten Prüfer'schen Atelier für Kirchenbau und Kirchen- Einrichtung in Berlin und sind künstlerisch-schön und kirchlichwürdig gehalten. — Trotz der ungünstigen Witterung ver» sammelte sich nach dem Schluffe des Gottesdienstes, wie das nun seit Jahren üblich geworden ist, die Gemeinde aus dem Gottesacker, um die dortigen Gräber mit Blumengewinden zu krönen. Da war kaum ein Grab, das nicht irgendwie seinen Schmuck trug. Erst die hereinbrechende Dämmerung und erneute Regenschauer trieben die Besucher nach Hause. Möge der pietätvolle Brauch zur bleibenden Sitte werden!
Butzbach, 25. November. Der Katharinenmarkt, der sonst ein zahlreiches Publikum aus der näheren und weiteren Umgegend in unsere Stadt führt, war gestern in Folge des anhaltenden Regenwetters, welches zeitweise von einem sturmartigen Wind begleitet war, sehr schwach besucht. Nur in den Wirthschaften herrschte munteres Treiben.
Ranstadt, 20. November. Heute Abend ist auch hier eine Anzahl Männer zusammengetreten und hat unter Anleitung des Herrn Dr. Ullmann (Büdingen) und des Herrn Verbandsrevisors Ihrig (Offenbach> eine Spar- und Dar- lehnskasse mit unbeschränkter Haftpflicht ins Leben gerufen. Es sind sogleich 47 Herren als Mitglieder der Kasse beigetreten. Die Kasse hat sich sogleich dem Verbände der hessischen landwirthschaftlichen Genossenschaften angeschloffen. Dem genannten Verbände gehören gegenwärtig 156 Vereine an. Innerhalb der letzten Monate sind nicht weniger als 32 Vereine neu gegründet. Ende 1889 haben die bis dahin bestehenden Gesammtvereine des Verbandes einen Umsatz von 24 Millionen Mark zu verzeichnen gehabt.
Nidda, 24. November. Durch die anhaltenden Regengüsse ist die Nidda aus ihren Ufern getreten und der Wiesengrund, sowie die nieder gelegenen Stadttheile stehen unter Waffer.
Crainfeld, 23. November. Heute hat sich hier ein Volksbildungsverein gegründet, der sich hauptsächlich zur Pflicht macht, die Leute über die Socialdemokratie aufzuklären. Es werden von Zeit zu Zeit Vorträge gehalten, Herr Pfarrverwalter Fuldat hat einen Vortrag über „Socialdemokratie und deren Folgen" übernommen. Der Verein hat schon eine stattliche Mitgliederzahl.
△ Stumpertenrod, 25. November. Die schlimmste der Kinderkrankheiten, die Diphtheritis, herrscht auch in unserer Gemeinde wie in vielen anderen unter den Kindern in erschreckender Weise. Bereits 4 Kinder sind der tückischen Krankheit zum Opfer gefallen.
x Storndors, 25. November. Wie in einer Anzahl Gemeinden unseres Kreises ist auch in hiesiger eine Sparund Darlehnskasse in's Leben gerufen worden. Das Verdienst resp. die Anregung zu ihrer Gründung gebührt und gaben die Herren Verbandsrevisor Ihrig und Landwirth- schaftslehrer Leithiger, welche einen Vortrag zwecks Gründung der Kasse in der Hosmann'schen Gastwirtschaft abgehalten. Hiernach unterzeichneten sich schon 20 Gemeindemitglieder und es wurde zur definitiven Gründung der Kasse geschritten. Als Präsident wurde Herr Oberförster Hofmann, als Director Herr Schreinermeister Sinn, als Rendant Herr Postagent Jäger gewählt.
Vermisste».
* Darmstadt, 25. November. Seine Königliche Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht, am 23. November den Ministerialregistrator bei dem Ministerium der Finanzen, Baumeister Johannes Schlegel auf sein Nachsuchen wegen geschwächter Gesundheit in den Ruhestand zu versetzen und demselben den Character als Baurath zu verleihen.
* Offenbach, 20. November. Weichherzige Hausfrauen, die sich durch die Bitten und Thränen ihrer Dienstboten verleiten lassen, denselben unverdient gute Zeugnisse auszustellen, mögen aus dem folgenden Falle eine Warnung entnehmen: Vor einiger Zeit wurde ein Dienstmädchen wegen eines verübten Diebstahls entlasten und das Entlassungszeugniß lautete dennoch: „Fleißig und ehrlich verhalten." Bei der neuen Herrschaft führte die Entlassene einen Diebstahl von mehreren Hundert Mark aus. Auf Grund obengedachten unrichtigen Zeugnisses wurde der Aussteller gerichtlich verurtheilt, den der -bestohlenen Herrschaft erwachsenen Schaden zu ersetzen und sämmtliche Kosten zu tragen.
*A Mainz, 25. November. Verflossene Nacht entstand -an der Mainmündung eine Katastrophe, welche den Holz- und Floßgeschästen, welche an dem unteren Maingebiet und längs
dem Kasteler Ufer Holz und Flöße stehen hatten, beträchtlichen Schaden brachte. Durch das infolge des Hochwassers nothwendig gewordene Niederlegen der Wehre der Main- canalisation, waZ, wie behauptet wird, ohne die unteren Ortschaften zu „wehrschauen" geschehen sein soll, stürzten die Wasserfluthen mit mächtiger Gewalt gegen die an dem Mainausfluß ankernden Flöße, rissen dieselben von ihrer Verkettung los und trieben sie, von dem Sturm gepeitscht, sämmtlich in den Rhein. Hier trieben die Holzmassen zunächst gegen ein vor Kastel haltendes, der Firma Balzer Wagner in Kastel gehörendes Floß, das sie mit sich fortrissen und daun stückweise von den Fluthen fortgetrieben wurden. Glücklicher Weise ist den Mannschaften, die auf den einzelnen Flößen waren, soweit bis jetzt bekannt ist, kein Unfall zugestoßen. Außer einigen Mainfirmen sind hauptsächlich die Holzgeschäfte von Valentin Menz und Balzer Wagner in Kastel durch das Vorkommniß beträchtlich geschädigt. Durch das Hochwasser ist das Landen des Holzes äußerst schwierig.
Q Frankfurt a. M., 25. November. Ueber das Koch'sche Heilverfahren in seinerBedeutung für die Landwirthschast sprach gestern Abend Herr Prof. Dr. Leonhardt im Landwirthschaftlichen Verein und Club der Landwirthe. Redner bemerkte, nicht zuletzt habe die Landwirthschast Ursache, dem großen Forscher für seine Entdeckung dankbar zu sein, denn sie werde durch dieselbe voraussichtlich von großer Calamitär befreit. Nach der Schlachthausstatistik seien etwa 10% des Rindviehs tuberkulös. Rechne man für den gesummten Viehstand Deutschlands nur 3%, so bedeute das einen Minderwerth von rund 150 Millionen. Die landwirthschaftlichen Vereine hätten schon lange das Bestreben gehabt, dieser Calamität durch reichsgesetzliche Maßnahmen zu begegnen, die Ausführung sei aber aus Widerstand gestoßen, weil in den meisten Fällen beim lebenden Vieh die Diagnose unmöglich sei. Durch Kochs Entdeckung komme Hilfe in der Noth, denn sein Heilmittel habe vorzugsweise einen diagnostischen Werth. Bewähre es sich beim Rinde wie beim Menschen, dann sei für die Landwirthschast die Frage reif zur Lösung. Könnten die kranken Thiere ausgeschieden, die Milchkühe bezüglich der Tuberkulose-Erkrankung controllirt werden, so sei eine bedeutende Quelle der Jnfection für den Menschen gestopft und eine wirksame Prophylaxis werde geübt. Erfüllten sich die Hoffnungen und Erwartungen, so würden die Landwirthe Koch als einen mächtigen Beschützer und Förderer des Nationalwohlstandes und -Vermögens zu unendlichem Danke verpflichtet sein. — Der „Kl. Pr." zufolge nahm die Versammlung folgende Anträge an:
1. Der Landwirthschaftliche Verein und der Club der Landwirthe erklären die Lösung der Frage der Tilgung der Tubert.lose des Rindes mit Hülfe des Koch'schen Mittels für sehr dringlich und sind bereit dazu, die Kosten zu übernehmen für diagnose Impfungen, die so- balv als möglich hier angestellt werden sollen.
2. Ein Gesuch an das Reichskanzleramt zu richten, daß solche Versuche auch von Staatswegen vorgenommen werden und daß im Falle günstigen Erfolgs die Tilgung der Tuberkulose des Rindes auch durch reichsgesetztiche Maßnahmen ungesäumt ins Werk gesetzt und daß außerdem die ständige Jmpfcontrole aller Melkthiere oder männlichen Zuchtthiere eingeführt werde.
* Preisausschreiben für Schuhmacher. Die Redaction der „Deutschen Schuhmacher-Zeitung" (F. A. Günther), Berlin W. 35, Lützowstraße 6, erläßt folgende Preisaufgaben: 1. Wie können wir am besten die praktischen und geschäftlichen Kenntnisse erlangen, die wir als selbständige Schuhmacher unter den heutigen Zeitverhältnissen besitzen muffen ? 2. In welcher Weise ist ein Schuhgeschäft den Zeitverhält- nisten entsprechend zu begründen und wie muß es betrieben werden, um mit Erfolg concurriren zu können? — Für jede Arbeit ist ein Preis von 25 Mk. ausgesetzt. Die Arbeiten sind bis zürn 15. Januar 1891, mit einem Motto oder Zeichen versehen, an genannte Redaction einzusenden.
* Wie der berühmte Dr. Sigl vom „Bayerischen Vaterland" Culturfortschritte zu würdigen weiß, die in der ganzen Welt mit Bewunderung gefeiert und gepriesen werden, zeigt eine Stilblüthe des genannten Blattes über das Koch'sche Heilmittel gegen Tuberkulose: „Das preußische Universalgenie Dr. Koch will nun gar — so beinebens und im Handumdrehen — auch ein, natürlich preußisch unfehlbares, Heilmittel gegen Diphtheritis erfunden haben. Am Ende „erfindet" er auch noch ein Tränklein gegen den Tod. (Gegen die Preußen, wenn er ein Pulver erfände, das fände riesigen Absatz, selbst bei den Wilden, aber die sind unausrottbar.)"
* Paris, 20. November. Stelle
nlosigkeit in
Paris. Die Seine-Präsectur veröffentlicht
eine vergleichende
Ausstellung der in ihren verschiedenen Dienstzweigen offenen
Aemter und Stellen und
die Zahl der
hierum sich be-
werbenden Candidaten:
Freie Stellen.
Bewerber.
Schreiber
12
3126
Bureaudiener
4
3414
Bei der Leichenbestattung
5
2423
Todtengräber
6
2323
Schuldiener
30
2643
Volksschullehrer
42
1847
Volksschullehrerinnen
54
7139
Tabaks-Bureaux 2. Klaffe
8
2679
Straßenkehrer
750
5110
Canal-Arbeiter
17
750 *
Zeitungskioske
J1
3150
Armenpflege
9
1001
Leihhäuser
17
2614
Octroi
210
3066
und ähnlich in allen übrigen Dienstzweigen. Zu beachten wäre hierbei allerdings der Umstand, daß unter der Zahl der genannten Bewerber sich auch viele befinden, die nicht stellenlos sind, sondern nur ihre momentane Stellung in irgend einer Weise zu verbessern suche«.
* London. Ein Kaiser Friedrich-Denkmal in England. Der Bildhauer Sir Edgar Böhm hat die im Austrage der Königin von England ausgeführte Statue des verstorbenen , Kaisers Friedrich vollendet und wird dieselbe demnächst in der St. Georgskapelle im Windsorschlosse ausgestellt werden, wahrscheinlich in der Nähe des Monumentes des verstorbenen Königs der Belgier. Die Figur ist aus weißem cararischen Marmor in etwas über Lebensgröße höchst erfolgreich ausgeführt. Sie stellt den Kaiser stehend da, in der Uniform des preußischen Garde-du-Corps-Regi- ments. Darüber ist die Robe eines Ritters des Hosenbandordens geworfen. Der Harnisch ist mit dem Bande, Stern und den übrigen Insignien des Hosenbandordens, sowie anderer Orden geschmückt. Die Hände ruhen auf dem Pallaschgriff- die Aehnlichkeit ist ausgezeichnet und die ganze Haltung der Figur eine zwanglose und natürliche.
* Brüssel, 20. November. Die gestohlene Straße. Als die Bewohner der Allee-Verte gestern erwachten, fanden sie aus 700 Fuß Länge die Straße des gesammten Pflasters entkleidet. Sie hatten keine Erklärung dafür, weshalb die Stadt das durchaus noch im besten Stande und erst frisch gelegte Pflaster wieder habe entfernen lassen. Das war der Stadt aber gar nicht eingefallen, und die Behörde war über die so plötzlich in den Urzustand zurückversetzte Allee-Verte noch mehr erstaunt als deren Bewohner. So gehörte denn kein weiterer Scharfsinn dazu, um zu entdecken, daß das Pflaster gestohlen worden war. Die Fläche war mit 10000 Steinen bedeckt, zu deren Transport 60 Karren nöthig gewesen sind. Natürlich hatten viele Bewohner und ebenso die auf der Straße postirten Schutzleute das Treiben der Diebe gesehen. Sie konnten aber nicht anders annehmen, als daß diese geschäftigen, bis in die tiefe Nacht hinein mit Eifer arbeitenden Leute im Auftrage der Stadt die Straße reguliren sollten. Bisher fehlt es an jeder Spur, wer die Diebe gewesen sind; ebensowenig weiß man, wohin sie ihre Beute gebracht haben.
* Für Briefmarkensammler. Die Britisch-ostafrikanische Gesellschaft hat in Ostafrika eigene Postämter eröffnet. Sie hat auch ihre eigenen Briefmarken, auf denen das Wappen der Gesellschaft — eine aufsteigende Sonne, überragt von einer Reichskrone — das Mittelstück bildet. Ueber der Sonne ist der Werth der Marke in arabischen Ziffern angegeben - unter derselben befindet sich das Motto der Gesellschaft „Licht und Freiheit" und der Werth in englischen Ziffern.
Universität!» • Uacv richten.
Leipzig, 24. November. Heute ist hier der berühmte Augenarzt Pros. Dr. Cocctus gestorben.
Literatur un- Uunst.
— Die landwirthschaftliche Verlagsbuchhandlung von Paul Parey in Berlin, welche im Lause dieses Jahres alle ihre Geschäftsräume und Lager in einem lediglich von ihr bewohnten Hause, Hede- mannstraße 10, nunmehr vereinigte, hat soeben ein sehr umfangreiches Bücherverzeichniß herausgegeben, welches dadurch noch ein besonderes Interesse erregt, daß ihm eine außerordentlich interessante Abhandlung des Geheimrath Max Maercker-Halle beigegeben ist über die zur Zeit wichtigste Frage: Stallmist oder Kunstdünger? Der Katalog wird gratis und franco Jedermann gesandt, der ihn verlangt.
Perfekt/ CauO» tmb
— Zur Beförderung de- Fischhandels und damit im Jntereffe der Ernährung des Volkes hat neuerdings der preußische Minister der Eisenbahnen die Eisenbahn-Directionen angewiesen, der prompten Beförderung frischer Fische und lebender Fische in Kübeln und Fässern ihre besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden, in denjenigen Verkehrsbeziehungen, in welchen solche Sendungen regelmäßig vorzukommen pflegen, die für die schnelle Durchführung derselben geeignetsten Züge ein für alle Mal zu bestimmen und den Interessenten durch Anschlag an den Abfertigungsstellen oder Herausgabe besonderer Fahrpläne bekannt zu macken, auch Einrichtungen zu treffen, welche auf den Anschluß- und Uebergangsstationen eine ungehinderte Durchführung und auf den Bestimmungsstationen die schleunige Auslieferung der Sendung sichern. Es ist zu erwarten, daß die übrigen deutschen Bahnen diesem Vorgänge sich in Kurzem anschließen werden.
— Im Monat December 1890 finden inOberhefsen folgende Mürkte statt:
Den 2. in Gedern Vieh- und Krämermarkt.
Den 2. und 3. in Ortenberg Vtehmarkt.
Den 9. in Nidda Vieh-, 10. Krämermarkt.
Den 9. und 10. in Gießen Vieh- und Krämermarkt.
Den 9. in Laubach Vieh- und Krämermarkt.
Den 15. in Hungen Vieh- und Krämermaikt.
Den 16. in Schotten Vieh-, 17. Krämermarkt.
Den 17. in Friedberg Vieh- und Krämermarkt.
Dm 31. in Grünberg Vieh- und Ktämermarkt.
AlSfeld, 22. November. Auf dem heutigen Frucht markt kosteten: 100 Kilo Hafer 14 X, Linsen 26 x Nachfrage nach Korn und Erbsen.
— Ueber Berweir-rrng von ThomasschlaSe zur Obstbaumdüngung. Wir haben bereits früher darauf htngewtesen. daß die Phosphorsäuredüngung besonders günstig auf die Fruchtentwickelung der Obstbäume wirkt und daß sich als billiges Düngemittel hierzu die Thomasschlacke eignet. Versuche von Dr. Taschenberg haben nun ergeben, daß man ce. die doppelte Menge von Thomas- phosphat aufwenden muß, um dieselbe Wirkung zu erzielen wie du'ck Superphosphat, man also, so lange der Preis der Thomasschlacke nicht im Verhältnitz zum Superphosphat sehr steigt, die Thomasschlacke mit Vortheil anwenden wird. Zu berücksichtigen ist dabet noch, daß die Nachwirkung bei der Thomasschlacke stets eine nachhaltigere sein wird als bet Anwendung von Superpbospbat.
Man warte nicht bis es za spät ist, sonder» wende selbst der genug erscheinenden Verdauungsstörungen, wie Verstopfung, Blutandrang, Kopfschmerzen, Blähungen, Müdigkeit rc. rc., sofort die allein ächten Apotheker Richard Brands Schweizerpillen, mit dem weißen Kreuz in rothem Felde (Preis ä Schachtel X 1—) an, dann wird man schweren und langwierigen Krankheiten vorbeugen. Haupt-Depot: Adler-Apotheke in Frankfurt a. Dl., TriersLer Platz. 9873.
Neues Theater in Gießen.
Donnerstag den 27. November geschloffen.
Freitag den 28. November: Der Strohwittwer.


