Ausgabe 
27.7.1890 Erstes Blatt
 
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seit 1. April d. IS. als Reiseprediger für das Großherzog- Ihum Hessen angestellt ist, nachdem er vorher in 14jähriger Thätigkeit in London eine deutsche evang. Gemeinde gesammelt hatte) erstattete das Referat und begründete seine im Druck vorliegenden Thesen. In der sich anschließenden längeren Discussion wurde von den in diesen Thesen gemachten Vor­schlägen besonders die Sammlung der confirmirten Jugend, die Begründung evangelischer Arbeitervereine, die Verbreitung geeigneter Schriften und Zeitschriften, sowie überhaupt die ausgiebigere Benutzung der Presse, vor allem auch die Ab­haltung kirchlicher Volksfeste mit freierem Character, die Sammlung der Gemeindeglieder in Hausväterversammlungen und Familienabenden als wirksame Mittel zur Pflege christ­licher Gesinnung und Einsicht betont, und dem Vorstand namentlich betreffs der Schriftenverbreitung Auftrag ertheilt. Aus Vorschlag des Professor Schürer wurden die bisherigen 10 Vorstandsmitglieder durch Acclamation wiedergewählt; neu ernannt werden als Ersatz für die beiden Verstorbenen: Fabrikant Römheld (Friedrichshütte) und Amtsrichter Dorn­seiff in Alsfeld. Es sei noch erwähnt, daß eine Art Vor­feier zu dem Feste bereits am vorigen Sonntag stattfand, indem Pfarrer Wagner im Vormittags-Gottesdienst eine Missionspredigt abhielt, in welcher er auf Grundlage von Matth. 4, 19 darlegte, wie die Arbeit der inneren Mission ein rechter Dienst sei in der Nachfolge Jesu in Bezug auf 1) Gegenstand der Wirksamkeit das eigene Volk, 2) Ziel derselben Rettung aus leiblicher und geistiger Noth, 3) Mittel dazu Predigt des Evangeliums und brüderliche Handreichung und thätige Liebe. Wir wünschen dem Ober- hessischen Missionsverein auch ferner eine gesegnete und er­folgreiche Wirksamkeit!

Oberhesfischer Geschichtsverein. Wegen der Vor­bereitungen für die Festlichkeiten am 28. d. Mts. bleibt das Museum Sonntag den 2 7. Juli geschlossen, ist dagegen Montag Nachmittag von 3 bis 5 Uhr geöffnet.

Das Hessische Jäger-Bataillon Nr. 11 hält in der Zeit vom 4. bis 9. August zwischen Lollar und Wetzlar Schießübungen.

Turnerisches aus dem Gau Heffen. Dem Turnverein Biedenkopf wurde in der Sitzung des Deutschen Turn­ausschusses am 20. er. in München zu seinem Turnhallenbau ein Geschenk von 300 Mark aus derStiftung zur Errich­tung deutscher Turnstätten" bewilligt.

Gestern Abend gab im Cafe Leib dahier die Oester- reichisch'Uugarische Concert-Gesellfchast das angekündigte Con- cert. Dasselbe hatte sich ziemlich guten Besuchs zu erfreuen. Die fremden Künstler verstanden es ausgezeichnet, das Inter­esse des Publikums zu wecken, das bewies der reiche Beifall, womit die einzelnen Pieeen und die stürmisch verlangten Zu­gaben belohnt wurden. Von besonderem Interesse war die Sololeistung auf der Streichzither und ein Piston-Solo, das mit geradezu wunderbar weichem und zartem Tone vorge­tragen wurde. Die Ensemble-Vorträge zeichneten sich durch außerordentlich lebhafte Tempi, Kraft und Gleichmäßigkeit des Tones aus,- es kamen durchweg Compositionen ungarischer Tondichter zum Vortrag. Es findet heute Samstag ein zweites und letztes Coneert statt, zu dessen lohnendem Besuch wir ganz besonders aufmerksam machen.

Für Fischliebhaber ist jetzt die hohe Saison gekommen. Ganz besonders schmackhaft sind zur Zeit die Forellen, Aale und Lachse. Daß das Fleisch der Krebse Mitte Juli am besten schmeckt, ist bekannt. Der Fischfang ist jetzt unbeschränkt frei. Das Laichgeschäft ist im Allgemeinen beendet. In tiefen Gewässern streicht noch der Barsch, die Schleie und der Karpfen.

* Für Studireude und deren Eltern ist die Frage von Wichtigkeit, ob die Ableistung des einjährigen Militärdienstes am besten vor oder während oder nach dem Universitäts­studium erfolgt. Es scheint am räthlichsten zu sein, das Militärjahr nach der Studien- und Examenzeit zu verlegen, wo es möglich ist. Denn es ist statistisch festgestellt, daß die Ableistung desselben vor oder während dem Studium den Abschluß der Studien nicht nur um ein Jahr hinausschiebt, sondern oft um erheblich mehr. So studirten z. B. die evangelischen Juristen nach einer kürzlich veröffentlichten preußischen Statistik, wenn sie nicht dienten, durchschnittlich 0,57 Semester, wenn sie dienten 8,93; die erste Gruppe der evangelischen Philologen und Historiker 11,99, die zweite 15,73 Semester u. s. w. DieEtat. Corr." bemerkt dazu: Diejenigen Studirenden, welche gedient haben, werden durch die Unterbrechung des Studiums, durch Einführung in andere Lebensanschauungen, vielleicht in andere Umgangskreise, durch Gewöhnung an andere Bedürfnisse u. s. w. anscheinend auch in einem gewissen Umfange und für eine gewisse Zeitdauer nach dem Dienste in der Fähigkeit zu planmäßigem und in­tensivem Arbeiten so beeinträchtigt, daß sie ihre Studiendauer um mehr als die Militärdienstzeit verlängern." Interessant ist noch, daß von 100 Evangelischen fast 69 vor Abschluß ihres Universitätsstudiums gedient halten, von 100 Katho­lischen 58, von 100 Juden 52.

Friedberg, 22. Juli. In der am 14. Juli stattgehabten Sitzung der Einquartierungs- und Finanzcommission der Stadt Friedberg wurden folgende Sätze als Vergütung für Quartierleistung veranschlagt: 1.50 Mk. für einen Mann mit Verpflegung, 1 Mk. do. mit Magazinverpflegung, 50 Pfg. do. ohne Verpflegung; für einen Stabsoffizier 1.50 Mk., für einen Offizier 1 Mk., für 1 Pferd (Lieferung der Urstreu einbegriffen) 20 Pfg. Der Gemeinderath beschloß, diese Sätze versuchsweise einzuführen.

' Friedberg, 24. Juli. Bei der Wahl der Wahlmänner zur Wahl des Landtagsabgeordneten für Friedberg wurden folgende Bürger mit der beigesetzten Stimmenzahl gewählt: I)r. A. Trapp mit 228, Schulrath Schmidt 208, Joh. Koob 204, E. Engel 204, G. Falck 205, K. Görtz 204, i G. Hieronimus 204, G. Steinhäußer 201, H. Rausch 181, |

K. Berg 181, E. Windecker 181, L. Waas 179, Ferdinand Damm 177, H. Mondigler 172, K. Reuß 172, K. Damm 167, Fr. Hecht 167, Ed. Hirsch 167, Emanuel Löb 166 und G. Dieffenbach mit 166 Stimmen. Die Wiederwahl unseres seitherigen bewährten Abgeordneten, Rechtsanwalt Jöckel, ist somit gesichert.

* Alsfeld, 24. Juli. Der Gerichtsschreiber bei dem Amtsgerichte Alsfeld, Georg Philipp Weitzel wurde auf sein Nachsuchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste, mit Wirkung vom 2. September l. I. an, in den Ruhestand versetzt.

Ulrichstein, 23. Juli. Der Spar- und Darlehens­kasse, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haft­pflicht, in Ulrichstein, welche am 9. bezw. 27. Mai d. I. mit 103 Mitgliedern begründet wurde und deren Eintragung ins Genossenschaftsregister Seitens des hiesigen Amtsgerichts am 30. Mai l. I. erfolgte, traten im Laufe des Monats Juni noch 140 weitere Mitglieder bei, sodaß der jetzige Mitglieder­stand 243 beträgt. Es ist dies gewiß ein Zeichen dafür, daß die Errichtung genannter Kasse von den Bewohnern des höheren Vogelsberges willkommen geheißen wird. Die Kaffe hatte am Ende des vorigen Monats bereits einen ungewöhnlich großen Umsatz zu verzeichnen. D. Z.

§ Lichenroth, 19. Juli. Welcher Aberglaube im Volke noch herrscht, zeigt ein hier vorgekommener Fall. Einem hiesigen Waldaufseher wurde vor Kurzem ein zum Trocknen im Garten aufgehängtes Hemd entwendet; als alle Be­mühungen, das Hemd wieder zu erlangen, erfolglos geblieben, theilte der Waldhüter die Sache einigen Leuten im Orte ver­traulich mit und bemerkte dabei, daß der betr. Dieb sterben müsse, wenn nicht innerhalb 8 Tagen das Hemd wieder zurück gegeben sei. Anfänglich schien diese Aussicht auf den Dieb seine Wirkung zu versagen, bis endlich am 8. Tage Morgens die Tochter eines hiesigen Landwirths das Hemd auf einem in Nähe des Dorfes gelegenen Acker sand. Die Drohung hatte gewirkt; doch hatte der Dieb nicht die Courage, das gestohlene Hemd wieder dorthin zu tragen, wo er es ge­nommen, weil er wahrscheinlich geglaubt hatte, dortfest­gebannt" zu werden.

§ Jlbenhausen, 21. Juli. Heute Vormittag starb hier ein junges Mädchen, Marie Happel von hier, welches vor Kurzem beim Heumachen in der Hitze verdorbenes Wasser getrunken hatte.

Vermisste».

* Weimar, 24. Juli. Preisausschreiben. Der unter dem besonderen Allerhöchsten Schutze Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs Carl Alexander von Weimar stehendeVer­ein für Massenverbreitung guter Schriften" erläßt soeben an alle Berufenen deutscher Zunge ein Preisausschreiben für das beste bisher noch nicht veröffentlichte Werk aus dem Ge­biete der erzählenden Literatur (Roman, Novelle oder Er­zählung), welches sich im Sinne der Vereinsbestrebungen zur Massenverbreitung unter das deutsche Volk, vornehmlich unter die ärmeren Schichten der Bevölkerung, hervorragend eignen würde. Als Preis ist 1000 Mark bestimmt worden, womit sich genannter Verein zugleich das ausschließliche Recht der Veröffentlichung in jeder Form erwirbt. Als letzter Ein­sendungstag gilt der 31. Deeember l. Js. einschließlich. Alles Nähere besagt der in mehreren Blättern und Fachzeitschriften Deutschlands veröffentlichte Wortlaut der Bekanntmachung, welcher sammt den Vereinssatzungen von der Geschäftsstelle des Vereins in Weimar: Herderplatz 9 II jederzeit unent­geltlich zu beziehen ist.

* Keskastel, 24. Juli. Folgende heitere Spukgeschichte theilt dieStr. P." mit: Gestern war eine Familie mit Heuen beschäftigt. Einer älteren Frauensperson fiel dabei der Rechen mehrere Male aus der Hand. Darin sah sie weder Zufall noch Unachtsamkeit, sondern ein Walten böser Geister.Ach", rief sie aus,in unserer Familie kommt was borr Die Familie zieht Abends heimwärts, die Frau eilt zu ihrem Zimmer. Im Begriffe dasselbe zu öffnen, hört sie ein aus dem Zimmer dringendes Geräusch. Erschrocken schließt sie die Thür ab und läuft hinab zu den Ihrigen, ihre Wahrnehmungen dort erzählend. Die Familie bleibt die ganze Nacht bei brennendem Licht unten in der Stube sitzen und erst bei Tagesanbruch wagte man es, bewaffnet mit Dreschflegeln, Schaufeln, Hacken, die Treppe zu ersteigen und das Zimmer zu öffnen. Da kam den auf alleSchrecklich­keiten" gefaßten Bauersleuten eine Gans entgegen, die am Tage vorher, von einem Hunde verfolgt, ihre Flucht durch das offene Fenster in jenes Zimmer genommen hatte.

Scbistrnach richten.

Bremen, 25. Juli. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Lahn, Capt. H. Hcllmers, vom Norddeutichen Lloyd in Bremen, welcher am 16. Juli von Bremen und am 17. Juli von Southampton abgegangen war, ist gestern 10 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen.

Bremen, 25. Juli. [$er transatlantischen Telegraph.) Der Postdampser Main, Capt. M. Moeller, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 10. Juli von Bremen abgegangen war, ist vorgestern 8 Uhr Abends wohlbehaltm in Baltimore an­gekommen.

Verkehr, Catefc« unfc voikrwirthschaft.

Patente von im Grotzherzogthirm Heffen wohnenden Erfinder«. Patent-Anmeldungen. Kl. 13, B. 10596. An­ordnung einer schwimmenden Filterschtcht bet Wasserretntgungs- Apparaten; Ernst Boeing in Bad Nauheim am Bahnhof. Kl. 26, G- 5783. Gasdruckregulator; Jean Goebel in Darmstadt, Waldstr. 49. Kl. 34, G. 5948. Doppelkerzenhalter für Christ- bäume; Gustav Gürtler in Offenbach a. M., Etsenbahnftr. 24. Kl. 45, K. 7866. Obstbrecher; August Kambeitz in Hof Güll, Eberstadt, Kreis Gießen. Kl. 55, F. 4791. Vorrichtung zum Schneiden schmaler Streifen; Ferdinand Fl in sch, Actten-Gefell- fchaft für Maschinenbau und Eisengießerei in Offenbach a. M. Kl. 64, Sch. 6404. Vorrichtung zur Flaschenverkapselung; Carl ?-brer in Langen. - Kl. 70, M. 7016.. ^Ftltrir-Tintenfaß; Heinrich Muller in Gr.-Gerau.

Patent-Ertheilungen. Kl. 19, Nr. 53297. Balken- träger für Brücken; Th. Landsberg, ordentlicher Professor ber Ingenieur-Wissenschaften an der Technischen Hochschule zu Darm­stadt; vom 5. October 1889 ab. - Kl. 21, Nr. 53202. Frais­maschine zur Bearbeitung von Reststücken von electrischen Leucht­kohlen; W. Bloßfeldt und C. Nube in Offenbach a. M.; vom 17. August 1889 ab. Kl. 44, Nr. 53142. Neuerung an Münz- sortirern für selbstthätigeVerkaufsapparate; P. Simons in Darm­stadt, Wilhelmstr. 20; vom 10. November 1889 ab. Kl. 64, Nr. 53205 Spundzieher; F. Frenay in Mainz und Lorenz, u. Blöcher in Rüsselsheim a. M.; vom 29. September 1889 ab. Kl. 79, Nr. 53211. Cigarrenformpresser; E. Herzberger in Lorsch; vom 9. Januar 1890 ab.

Gießen, 26. Juli. (Marktbericht). Aus dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Psd. 0,901,00, Hühnereier 1 St. 6,-2 St. 11 H, Enteneier 1 St. 6- H, 2 St. Käse pr. St. 5-7 H, Käsematte pr. St. 3 Erbsen pr. Liter 17 H, Linsen pr. Liter 28 H, Tauben pr. Paar JL 0,901,00, Hühner pr° Stück JL 1,00-1.50, Hahnen pr. St. 0,60-1,00, Enten pr. Stück JL 1,501,80, Ochsenfleisch pr. Pfd. 70-74 Kuh- und Rindfleisch 6064 H, Schweinefleisch 6670 H, Hammelfleisch 6868 H, Kalb­fleisch 5660 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo JC 4,505,00, Weißkraut pr. St.--H, Zwiebeln per Gentner JC. 8,009,00, Milch per

Liter 12-18 H, Kirschen per Pfd. 2530 H

Daö Weglegen der Eier. (Nachdruck verboten.) Diese üble Gewohnheit der Hühner kommt meistens bet vernachlässigten Thieren vor, wenn sie keine Nistorte oder Nester haben oder wenn bet Unreinltchkeit des Stalles letztere stark mit Ungeziefer besetzt sind. Häufig legen Hennen auch absichtlich zur Brut weg. Mittel dagegen ist peinlichste Reinhaltung des Stalles, öfteres Verbrennen des Neststrohes. Hat dies noch keinen Erfolg, so taste man jede« Morgen die Hühner und behalte diejenigen, welche ein Ei haben, im Stalle.

Verfälschte schwarze Seide. Man verbrenne ein Müsterchen des Stoffes, von dem man kaufen will, und die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Aechte, rein gefärbte Seide kräuselt sofort zusammen, verlöscht bald und hinterläßt wenig Asche von ganz hellbräunlicher Farbe. Ver­fälschte Seide (die leicht speckig wird und bricht) brennt langsam fort, namentlich glimmen dieSchußfäden" weiter (wenn sehr mit Farbstoff erschwert), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Das Seidenfabrik-Dvpöt von G. Henne- berg (K. u. K. Hoslies) Zürich versendet gern Muster von seinen echten Seidenstoffen an Jedermann, und liefert einzelne Roben und ganze Stücke porto- und zollfrei ins Haus. 1873

Unter Freunden wird der vorzügliche HollLnd. Tabak allseitig empfohlen, 10 Pfd. fco. 8 Mk. nur direct bei B. Becker in Geeserr a. Harz. 156

Schwarze inii farbige Sciöenftoffe $ direkt aus der Fabrik von von Elten & Keuffen, Crefeld, also auS erster Hand in jedem Maah zu beziehen.

Man verlange Muster mit Angabe des Gewünschten.

Arrszrtg <*us den Standesanrt-regLftern -er Stadt Gtetzerr.

Aufgebote.

Juli: 21. Georg Ludwig Carl Röhr, Kaufmann dahier, mit Auguste Amalie Sidonte Engel zu Herford. 23. Dr. Benno Markwald^ pract. Arzt dahier, mit Charlotte Emma Adolphine Louise Schäfer Hierselbst. 24. Peter Hofmann von Steindorf, Kreis Wetzlar, Schuh­macher dahier, mit Maria Kreuzer von Queck, wohnhaft dahier. 25. Heinrich Heinze von Breitenau, Schneider dahier, mit Katharina Margarethe Lenz hierfelbst.

Geborene.

Juli: 6. Dem Schneidermeister Georg Koch eine Tochter,. Georgine Christine Katharine Antonie. 16. Dem Kaufmann Albert Handlich ein Sohn. 18. Dem Fabrikarbeiter Karl Hof eitr Tochter^ Minna. 19. Dem Kaufmann Adolf Müller ein Sohn. *i9. Dem Realgymnasiallehrer Dr. Heinrich Pitz eine Tochter, Marie Katharine Margarethe. 20. Dem Kutscher Georg Wild eine Tochter, AnnL' Maria. 20. Dem Schneidermeister Carl Sommerkorn ein Sohn. 21. Dem Kaufmann Carl Nagel eine Tochter. 21. Dem Möbel­fabrikanten Franz Martin Emil Brück eine Tochter. 23. Dem Packer- Heinrich Heller ein todtgeborenes Kind weiblichen Geschlechts.

Gefiorbene.

Juli: 19. Katharine Emma Rörig, 6 Jahre alt, Tochter von Zugführer Heinrich Rörig dahier. 19. Justus Ludwig Wilhelm Vogel, 5 Monate alt, Sohn von Lackirer Justus Vogel dahier». 21. Karl Gimbel, 74 Jahre alt, Königl. Bahnmeister i. P. dahier. 21. Zu Herborn: Susanne Karoline Friederike Dechert, geb. Schmidt, 29 Jahre alt, Ehefrau von Schneider Georg Dechert zu Gießen. 23. Ernst Brück, 22 Jahre alt, Fabrikarbeiter von Alten-Buseck. 24. Gustav Karl Konrad Deuker, 1 Jahr alt, Sohn von Bäcker­meister Johannes Deuker dahier. 24. Wilhelm Krämer, 47 Jahre alt, Lokomotivführer i. P. dahier.

Auszug aus den Kircbeiibüdiertt der Stadt Gietzeu.

Evangelische Gemeinde.

Getankte.

Den 20. Juli. Dem Lackirer Heinrich Bonarius ein Sohn. Ferdinand, geboren den 24. März.

Denselben. Dem Kaufmann Friedrich Heimer ein Sohn, Oscar' Adalbert, geboren den 24. Mat.

Denselben. Dem Schneider Heinrich Loos ein Sohn, Karl, geboren den 30. Juni.

Denselben. Dem Kutscher Karl Stroh eine Tochter, Lina Marie. Minna Auguste, geboren den 18. Juni.

Denselben. Dem Former Wilhelm Pletsch ein Sohn, Wilhelm^ geboren den 30. Juni.

Denselben. Dem Lackirer Johann Röhmig ein Sohn, Ludwig. Johann, geboren den 20. April.

Denselben. Dem Holzbildhauer Karl Schmidt eine Tochter, Emilie Anna Katharina Auguste, geboren den 1. Mai.

Denselben. Dem Metzgermeister Friedrich Schreiner eine Tochter, Emma, geboren den 25. Mai.

Den 21. Juli. Dem Hilfstelegraphist Julius Wenzel ein Sohn, August Ludwig Karl, geboren den 13. Juni.

_ M Beerdigte.

, 22. Juli. Katharine Emma Rörig, Tochter des Zugführers

Heinrich Röhrig, alt 7 Jahre, starb den 19. Juli.

_ Den 23. Juli. Karl Ludwig Gimbel, Bahnmeister a. D., alt 74 Jahre, starb den 21. Juli.

Temperatur der Lahn und der Lust am 26. Juli, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 14'/,, Lust 15 Gr.

Rübsamen.

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Mir bet

easts ßatt' Engel'

Intalli* aus dm HllndelSreB Amtsgerichts Llch »ber a

1890 vollzogene

1) Neu, Eintr

I) Jacob Fritz zu Lar treibt einen Tabaksha der Firma seines Nam

2) Wilhelm Dietz «> treibt einen Handel m Schreibmatenalien, 2 Kurzmaaren unter der Namens.

3) Heinrich Schudt Muschenheim betreibt handel unter ber ? Namens.

4) Isaak Bambergei von Muschenheim b Specerei* unb Mehl der Firma ihres Nar ö) Kaufmann Barni daselbst betreibt einen Rindvieh, Frucht und unter der Fima seine!

6) Isaak Bamberger betreibt einen Viehhand Fima seines Namens.

2) Löschung,

Die Firmen:

l) Isaak Mendelsohn

2 Sluföei

3 L Schudt d»M, A Heinrich Dietz VI. r L Schäftr zu Am

, NMeim, 7)§[W B-mb-r« m^ao!,8»mbttge i vUtz sind m Folge Sttbe erloschen.

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