Amtlicher Theil
14 Stimmen,
3. Crg'änzungswahl zum Provinzialtage.
vemnischtes
in
um
in Aussicht genommen:
4.
dec
angestellten Be-
13
13
13
690—1050
1500—2200
1050—1500
1000—1300
810—1050
künftig
* Mk.
gegenwärtig Mk.
2250—3600 2100—3200 1425—1875 1200—1950 1050—1500 1050—1350
Der Protocollführer: Allendors.
2700—3600 2100—3600 1500—2100 1200-2100 1050—1650 1050—1650
Der Vorsitzende theilt unter Bezug auf pos. II der den Mitgliedern Angestellten gedruckten Tagesordnung mit, daß das in 1887 wiedergewädlte Kreisausschußmttglted, Landgerichtsrath Holzapfel, um Entbindung von seinem Amte gebeten habe, da er durch die eigenen Dienstaeschäfte zu sehr in Anspruch genommen sei und es ihm für die Obliegenheiten eines Mitgliedes des Kreisausschusses an der nöthigen Zett fehle. Da das vorliegende Gesuch gesetzlich begründet sei, müsse außer der vorgesehenen Ergänzungswahl auch eine Ersatzwahl für Landgerichtsrath Holzapfel für oen Rest dessen Wahlperiode (3 Jahre) stattfinden. Zur Besprechung bezw. Verständigung der Mitglieder über die vorzunehmende Wahl läßt der Vorsitzende eine kurze Pause eintreten, nach deren Beendigung
Auf Vorschlag des Bürgermeisters Bopp-Bellersheim werden die Ende dieses Jahres aus dem Provinzialtag ausscheidenden:
1. Freiherr Adalbert o. Nord eck z. Raben au-Friedelhausen,
2. Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch-Gießen,
3. Landgerichtsrath Holzapfel-Gießen
für die nächste Periode per Acclamation wiedergewahlt. Für die in 1887 gewählten, inzwischen aber durch Wegzug bezw. Tod ausgeschiedenen Mitglieder des Provinzialtags: Rechtsanwalt, jetziger Ministerialrath, Dr. Dittmar - Gießen und Oberbürgermeister- Bramm-Gießen, findet Ersatzwahl mittelst Stimmzettel statt. Das Resultat der Abstimmung ergibt für
1. Bürgermeister Gnauth-Gießen 13 Stimmen,
2. Gutspachter v. Oven-Hungen 12 „
Die übrigen Stimmen zersplitterten sich.
4. Wahl von Mitgliedern und zwei Stellvertretern für die verstärkte Ersatz-Commisfion.
Auf Vorschlag des Vorsitzenden werden die bisherigen Com-
1. Bürgermeister Faulstich von Weitershain,
2. „ Pracht von Grünberg,
wieder- und Jacob Jhring von Lich
Süffert-Gleßen, Snell-Hungen,
6. PMoÄühr'er, Kreisamtsgehüls- Allenbors.
Nachdem der Vorsitzende die Sitzung eröffnet, die Versammlung begrüßt und die Beschlußsähigkeit derselben durch Feststellung constatirt batte, werden auf fernen Vorschlag zu UrkuudsvÄoncn ^°sür die ^heutige Sitzung die Herren Rentner August Hetz zu Gießen und Bürgermeister Geißler zu Lollar
von Gagern, 2. Großh. Regierungsrath Jost, 3. die Kreislagsmitglieder
Bürgermeister Bopp- Bellersheim, Geißler-Lollar,
Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch-Gießen, Rentner Aug. Heß-Gießen, Rechtsanwalt Hirschhorn-Gießen, Beigeordneter Keller-Gießen, Gemeinde-Einnehmer Lang- Wieseck, „ Maid-Watzenborn, Gutsbesitzer Schlenke-Hardthof, Bürgermeister S o mm er la d -Wieseck, Geh. Hofrath Streng-Gießen, Gutspachter von Oven-Hungen, Bürgermeister Walz-Lich und Apotheker Welker-Allendorf a. d. Lda., 4. der Kceisir.genieur Stahl, 5. die Großh. Sleuer-Commissare
1. Beigeordneten Langsdorfs zu Gießen
2. Rechtsanwalt Dr. G u t f l e i s ch „ „
als Ersatzmänner
4. Sparkasserechner Karl zu Grünberg,
5. Glasermeister Dippel zu Grünberg gewählt bezw. wiedergewählt.
Die Großh. Steuer-Commissäre verlassen hierauf die Versammlung.
2. Ergänzungswahl zum Kreis Ausschusse.
per Acclamation wiedergewählt.
5. Vorlage der Kreiskafserechnung für 1888/89.
Der Vorsitzende theilt mit, daß sich bei Prüfung der Kreiskasse- rechnung durch das zum Referenten bestellte Kreisausschutzm tglied Keller kein Anstand ergeben habe, die Hauptresultate seien in der dem Voranschlag beigegebenen Uebersicht über die wirklichen Ein- nahmen und Ausgaben enthalten Im Anschluß hieran verliest der Vorsitzende den ausiührlichen Bericht des Kreisausschusses über die Verwaltung und den Stand der Kreisoerbaudsangelegenheiten in 1888/89. Die vorliegende Rechnung wird nicht beanstandet und die stattgefundenen Ereditüberschreitungen zu Lasten der nachgewiesenen Deckungsmittel genehmigt.
6. Festsetzung des Kreiskassevoranschlags pro 1890/91.
Der Entwurs des Voranschlags war den Mitgliedern des Kreistages bereits mit der Einladung zur heutigen Sitzung mitgetheilt worden. Derselbe wird rubrikenweise, mit der Ausgabe beginnend, durchgangen und insbesondere die Abweichungen gegen das Vorjahr spectell^eAautert^er Voranschlag bis zum Schlüsse durchgegangen war und zu demselben Bemerkungen nicht erhoben wurden, wird derselbe den Anträgen des Kreisausschusses entsprechend in Einnahme und Ausgabe auf den Gesammtbetrag von 260,857 51 H, in Wmten
Zweihundert und sechzigtausend Achthundert sieden und fünfzig Mark 51 zS> festgesetzt
Nachdem hiermit die Tagesordnung erledigt war und weitere Anträge nicht gestellt wurden, wird die Sitzung durch den Vorsitzenden geschlossen.
Der Vorsitzende: v. Gagern.
Verkehr, Land- und Volkswirthschaft.
— Soll man die Pferde naß oder trocken fütternd (Nachdruck ce« boten.) Die Naftfuii rung bietet keine ober r.ur geringe Vorlhe'le, baaegm folgende 'Nachtheile:
a Bei Ausnahme von emaewcrchterll und nassen y littet wird ber für bie Bebauung wichtige Kauungs- und Einspeichelungsproc tz fast ganz umgangen. ,
b. Die aufgenommenen W'.ssermengen verbumun die Magen- saure und bewirken, daß die Nahrung rasch und wenig ausgenutzt durch den Darmcaual gebt.
c. Pferde sind bei der Naßsütttrung gezwungen, mehr Wasser auszunehmen, als ihnen dienlich ist.
d Durch rasche Aufnahme mangelhaft gekauten und ein- gespeicvelt-n Futters bilden sich häufig Ueberfütterungskoltknr, die mitunter sehr hartnäckiger Natur sind.
3. Beigeordneten Keller „
4. Bürgermeister Geißler zu Lollar
Die übrigen Stimmen zersplitterten sich. Da auf die letztgenannten Personen die gleiche Zahl Stimmen gefallen waren, hatte das Loos zu entscheiden, wer für den Rest der Wahlperiode des Landgerichtsrath Holzapfel in den Kreisausschuß einzutreten habe. Das von dem Vorsitzenden nunmehr gezogene Loas bestimmte hierzu den Beigeordneten Keller zu Gießen.
Die Urkundspersonen:
E. Geißler. A. Heß.
Bekanntmachung.
Gemäßheit des Art. 39 der Kreisordnung wird nachstehend das Protocoll über die am 28. v. Mts. stattgesundene regelmäßige Sitzung des Kreistags der Kreises Gießen zur öffentlichen Kenntniß gebracht.
Gießen, 17. Januar 1890.
Der Vorsitzende der Kreistags des Kreises Gießen.
v. Gagern.
Dreiund;wan;igste Lihung des Kreistages des Kreises Gieren.
Geschehen (Stegen, 28. Deeember 1889.
Deutsches Reich
Berlin, 20. Januar. Aus dem Eisenbahn-Etat. Nach dem Eisenbahn-Etat sind für die nachstehend bezeichneten Beamtenklassen vom 1. April 1890 ab erhöhte Normalgehälter
sowie deren Stellvertreter
3. Bürgermeister Köhler von Langsdorf,
4. „ Geißler von Lollar
1. Karl Heller zu Lich,
2. Heinrich Gör lach II. zu Eber stabt,
3. Bürgermeister Bopp zu Bellersheim, Bender zu Hungen,
als Ersatzmänner
5. Kaufmann Georg Fendt von Hungen
Grade der erhöhten Schwierigkeit und Wichtigkeit der Dienstleistungen eine nicht pensionsfähige Stellenzulage bis zu 150 Mk. gewährt. Die Summe beträgt im Ganzen 1020000 Mk.
— Ein neues Exercierreglement für die Jusanterie und eine neue Schießvorscbrist für die Infanterie siud am 11. Januar zur Ausgabe gelangt. Der neue Abdruck des Exercierreglements ist nöthig geworden, weil in Folge Einführung des Gewehrs 1888 Modificationcn bei den Griffen und bei dem Anschlag eintreten mußten. Bei den Griffen ist das Präsentiren etwas geändert, ebenso das Laden des Gewehrs. Ebenso sind alle Bestimmungen über den Gebrauch des Magazins, weil ein solches im früheren Sinne nicht vorhanden ist, in Wegfall gekommen. Die Schießvorschrist soll auch für die Jäger und Schützen, sowie für die Pioniere und Eisenbahntruppen maßgebend sein. Dieselbe tritt bei den einzelnen Truppentheilen mit dem Lage der Neubewaffnung mit dem Gewehr 88 in 8krast. Die alte Strichscheibe ist darin ganz in Wegfall gekommen und dafür als Einheits- schcibe die Ringscheibe, aber ohne Anker — eingesührt. Die Entfernungen, aus welchen noch gute Wirkungen von dem einzelnen Schüsse verlangt werden, sind erheblich hiuaus- aerückt — der Bisirschuß des Standvisirs beträgt zukünftig anstatt 200 Meter 250 Meter — und gelten nunmehr die Entfernungen bis 600 Meter als nahe, die von 600 bis 1000 Meter als mittlere und erst diejenigen jenseits 1000 Meter als weite.
° De'r Vorsitzende widmet sodann den im letzten Jahre durch Tod —.,
ausaMiedenen Kreistags-Mitgliedern Herren Oberbürgermeister Missionsmitglieder Bramm von Gießen und Fteiherrn Adolph von Nordeck zur I 1 Hur
R.b7n^u von Fried-Ihausen warme Worte der Anerkennung und erhicbt die Versammlung, das Andenken der Verstorbenen durch Er- heben v°n den Scheu zu ehren, welchem Ersuchen die Versammlung
tn P @1" würbe sodann zur Tagesordnung übergegangen.
, Wahl d-r Mitglieder und Ersatzmänner der Einschatzungs- Kommission für die erste Abtheilung der Einkommensteuer für die Periode 1890/92.
Dteuer-CommissariatS-Bezirk Gießen (Land- TUT gemeinden).
D-r Großh Steuer-Commissär, Steuerrath Süffert, bittet die Ä®n Mitglieder der Eommiffion wiederzuwählen. Diesem Wunsche entsprechend werden per a l 5 iuctigiicoci
1. Adalbert Freiherr von Nordeck zur Rabenau
Friedelhausen, .
2 Ludwig Kröck zu Heuchelheim,
3 Heinrich Velten HL zu Großen-Linden,
4 Heinrich Rau HL zu Wieseck, ‘ y als Ersatzmänner
5 Karl Engel, Liquemfavrikant in Großen-Lmden,
6 Heinrich Lang, Gemeinde-Einnehmer in Wieseck,
neugewablt.* Sie« er« Commissarials bezirk Grünberg.
Der Großh. Steuer-Commissär Bähr bittet, an Stelle SÄ
des bisherigen Ersatzmanns, Bürgermeister Pra hl, den Spark si rechner Karl zu Grünberg zum Ersatzmann zu wählen, im wbrtge das bisherige Mitglied, Kaufmann Groos zu Grnnberg uno bisherigen Ersatzmann, Glasermeister Dippel zu 0 0/
Commission zu belassen. yr^lamation
Diesen Anträgen entsprechend werden per Acclamanon
als Mitglieder
1. Kaufmann Groos zu Grünberg,
2. Bürgermeister Pracht zu (Srunberg,
3. Apotheker Welker zu Mendorf a. d. Lda.,
* Influenza und Eheglück. Wenn die Zeitungen einem Ereignisse eine selbstständige Rubrik widmen, dann kann man Hundert gegen Eins wetten, daß die täglich sich erneuernden Berichte einer Calamität gelten. Erfreuliche Vorfälle geben selten Anlaß zu Fortsetzungen. „Der Kriegs im . . .
„Der Zusammenstoß bei . . . ." „Das Unglück von . . .'
so lauten gewöhnlich die unheimlichen Ueberschriften, die den neuesten Jammer verkünden. Seit vollen sechs Wochen nun grinst dem geneigten Leser allüberall das Schlagwort „Die Influenza" entgegen. Telegramme aus allen Wcltgcgenden, die das Fortschreiten der Pandemie melden, ärztliche Gutachten, „interessante Fälle", Bulletins aus den Spitälern u. s. w. bilden täglich die betrübende Morgen- und Abend- lectüre. Da können wahrhaftig zur Abwechslung auch heitere Influenza-Geschichten, wie die nachfolgende, nicht schaden. Herr Erasmus Maier und seine Frau lebten — die ganze Stadt wußte es — nicht in glücklichster Ehe. Die Dame war thatsächlich eine „unverstandene Fran", denn so oft sie ein neues Armband, eine Perlgarnitur oder sonst einen unentbehrlichen Gegenstand benöthigte, herrschte sic ihr Gatte an: „Schon wieder? Ich verstehe Dich wirklich nicht!" und verließ das Haus. Seine Gemahlin hatte auch fast nie Gelegenheit, ihn 'eines Besseren zu belehren, denn. er kam zumeist in so später Nachtstunde nach Hause, daß sie ihm nur „Guteu Morgen" wünschen konnte. Entzündete sie bei dieser Gelegenheit ein Licht und flüsterte sanft: „Vier Uhr!" dann antwortete er einfach: „Stimmt auffallend!" und begab sich zur Ruhe. Dieser Zeitpunkt war der einzige Punkt, über welchen zwischen dem Ehepaare vollste Uebereinstimmung herrschte. Im Uebrigen aber waren ihre Meinungen immer getheilt. Das ging nun schon drei Jahre so. Vor acht Tagen aber trat eine Wendung ein. Frau Maier fühlte sich krank. Wortlos saß sie beim Mittagsmahl und genoß nichts. „Ich glaube, ich habe Influenza," klagte sie endlich. — „Das sieht Dir ähnlich," erwiderte der Gemahl, „Du mußt ja jede Mode mitmachen." Daraus ging er. Früh am Abend war er aber wieder daheim. „Acht Uhr," hauchte- seine Frau, die zu Bette lag. — „Sti—i—immt", röchelte Herr Maier, das „auffallend" brachte er nicht heraus, denn das Fieber schüttelte ihn zu sehr. Auch er war von Influenza befallen. Nun herrschte volle Uebereinstimmung zwischen Beiden. Beide klagten über Kopfschmerzen, über den furchtbaren Druck aus den Augen, über den Husten, der sie quälte. Sie reichte ihm Salicyl, er ihr Antipyrin- dann gab sie ihm Antipyrin und er ihr Salicyl- ein Wink, ein Wort genügte. Beide verstanden sich wie noch nie. „Ach, könnten wir nicht immer so innig vereint sein?" seufzte Frau Maier. — „O ja," antwortete ihr Gemahl, „aber wir können ja nicht immer an Influenza leiden." „Behüte Gott, ich meine ja, wenn wir gesund sind . . . ." — „Nun, wenn wir uns stets so entgegenkommen würden, als ob wir krank wären ..." — „Ich will es!" — „Ich auch . . Das Eis war gebrochen- ein Wort gab das andere und schließlich besiegelte ein heißer Kuß — Beide hatten noch 39 Grad Körpertemperatur — die Versöhnung und den Frieden.
Donnerstag den 23. Januar. (Stegner Anzeiger*. Beilage zu Nr. 19. - 1890.
Betriebs- und Verkehrs- controleure
Werkstättenvorsteher Telegraphen-Ausseher Zeichner und Canzlisten Telegraphisten Lademeister ..
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Bremser 690- 990
Materialienverwalter 2. Klasse 1500—2100 ausnahmsweise 2200
wiedergewählt.
b) kür -en Steirer-Eommiffariats-Bezirk Hungen.
Der Großh. Steuer-Commissär Snell bittet ebenfalls ®iCbe™ämrmdfÄ daß -- « als m.ßständig
SS“ “ÄS. T' ÄÄ-SS D-n senannlen Wgllebern fet outet) ^rhaltntsie
eria)n)ert pero . , . ^shalb in dieser Beziehung
her für das fragliche Amt ganz geeignet sti, iu wählen.
Der Großh. Steuer-Commissär Snell btttet, ""ter den vor-- lieaenden Verhältnissen vor» der Wiederwayl des Jacob Heller abzu- fehen und an dessen Stelle den Bäcker Jacob Jhrmg von Lich zum Ersatzmann zu wählen.
Diesen Anträgen entsprechend werden per Acclamation als Mitglieder
Den aus besonders schwierigen Posten v . triebsbeantten derjenigen unteren Dienstklassen, deren Normal- gehälter über den Jahresbetrag von 1200 Mk. nicht hmanv- aehen d i der Weichensteller erster Klaffe, Wetchensteller, Portiers, Billetschaffner, Kranmeister, Brückenwärter, Bahnwärter, Kranwärter, Nachtwächter, Matrvsen, Hetzer, Maschinenwärter, Schaffner und Bremser w,rd nach dem
Gegenwärtig: mrnniniial-$>itector Freiherr die Wahl mittelst Stimmzettel vvrg-nomm-n wird. Das Resultat
1. Der Vorsitzende, Großh. Provinzial.^trecior ber Abstimmung ergibt sür


