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Mittwoch den 26. October.
(ßiefeenct* Anzeigen.
Beilage zu Rr. 246. - isvo.
Feuilleton.
Amerikanische Zportoerirrungen.
Von Philipp Berges.
Der amerikanische Gentlemen macht, wenn er von den sportbetreibenden Männern seines Landes spricht, einen feinen, aber nichtsdestoweniger mit fühlbarer Schärfe hervorgehobenen Unterschied zwischen zwei Klassen. Diejenigen der einen, ihm am nächsten stehenden, nennt er „sportsmen“, die der andern aber „sporting men“. Während er die ersteren mit Ruhmes- worten in den Himmel zu heben sucht, hat er für die andern nur ein Lächeln des Mitleids — obgleich er heimlich auch sie aussucht und fördert. Um im Allerweltssinn ein „Sportsmann" zu sein, braucht man ja den Sport, gleichviel welcher Gattung derselbe angehören mag, nicht persönlich, nicht thätig zu betreiben, es genügt schon die Liebhaberei, die Begeisterung für denselben, um sich mit der Würde des Sportsmänner- thums bekleidet zu sehen. Dies gilt von dem amerikanischen Liebhaber indeß weit mehr, als von demjenigen irgend einer- anderen Nation, denn bei dem ersteren bleibt es niemals bei der bloßen Begeisterung, er erwärmt sich für seine Volksund Kraftspiele nicht nur des Spieles wegen, sie sind ihm vielmehr Mittel zum Zwecke: er nimmt unmittelbar Theil an ihnen, indem er diejenige Partei, welche er für die siegessichere hält, einerseits mit Geldmitteln unterstützt und andererseits mit Gleichgesinnten auf das Zutreffen seiner weitblickenden Berechnungen Wetten abschließt. Nach den Chinesen, die ja geborene Glücksspieler sind, wie die Deutschen geborene Denker, sind die Bewohner der Vereinigten Staaten Nordamerikas dasjenige Volk, welches am meisten Hinneigung zum Spiel bekundet. Freilich ist es eine Thatsache, daß sich in dem ganzen großen, von 60 Millionen Menschen bewohnten Lande nur eine einzige öffentliche Lotterie befindet, diejenige des Staates Louisiana, um deren Fortbestehen zur Zeit unter den Politikern der Vereinigten Staaten ein großer Streit entbrannt ist. Aber auch diese einzige Glücksspielanstalt ist ganz überflüssig, denn jeder Einzelne vermag dem Spiel in weitestgehender Weise zu sröhnen, indem er sich an Wetten betheiligt. Und die Amerikaner wetten bekanntlich bei allen, auch bei den geringfügigsten Veranlassungen — und aus Alles. Vom Hahnenkampf aufwärts bis zur Redeschlacht der ehrwürdigen Bundessenatoren ist nichts vor dem Wetteifer der Uankees sicher. Auf der Straße bietet schon eine freundschaftliche Prügelei zwischen zwei kleinen schmutzigen Stadtzigeunern die Veranlassung zum Abschluß zahlreicher, auf der Stelle zu erledigender Wetten zwischen den Umstehenden- in den Gesellschaftszimmern muß während der Wahlzeit der
Name des zukünftigen Präsidenten dem gleichen Zwecke dienen - aus der See bleibt die muthmaßliche Geschwindigkeit des Schiffes eine höchst willkommene Ungewißheit zur Bethätigung der Wetttust und in den Lüften wird dieselbe von dem waghalsigen Luftschiffer herausgefordert, unter dessen Landsleuten stets einige zu finden sind, die mit Ruhe auf die Möglichkeit bauen, daß der kühne Wolkensegler verunglücke und zerschmettert zur Erde stürze.
Die allergünstigste und in Amerika auch gewissermaßen als berechtigt anerkannte Gelegenheit zum Abschluß von Wetten bietet jedoch der Sport, sowohl in seinen mannigfachen gesunden Gestaltungen, wie in seinen nicht minder zahlreichen wilden Auswüchsen. Hier ist der Schlüssel des Geheimnisses der ungeheuren, alle anderen Volksneigungen überbietenden Leidenschaft für den Sport und Alles, was mit ihm zusammenhängt. Dahin gehören in erster Linie natürlich die thätigen, die ausführenden „sportsmen“ und „sporting men“. Zu den Ersteren bekennen sich die Vertreter der besten Gesellschaft, denn jene setzen sich zusammen aus den Helden der Rennplätze, den Reitern und Fahrern- den kraststrotzenden und kunstgkübten Pflegern des Nationalspiels „Baseball“, welchem Jung - Amerika seine besten Kräfte zuführt- den Ruderern und Seglern- den Jägern und Anglern- den feschen Rittern des Stahlrosses, das, zugleich mit seinem englischen Namen „Bicycle“, die Welt im Fluge erobert hat. Es gilt als selbstverständlich, daß man mit den Pflegern dieser edlen Kraftspiele gemeinsame Sache macht. Niemand trägt Scheu, sich öffentlich als ihr Schützer zu bezeichnen — anders aber verhält es sich mit den „sporting men“, die statt der gesunden Zweige des Sports nur seine wilden Schößlinge pflegen. Zu ihnen gehören die Preis-Faustkämpfer, die Brückenspringer, die Veranstalter-von Hahnen-, Hunde- und Natteukämpfen, die Wasserfallschwimmer, Fallschirmkünstler, Dauerhungerer und die vielen anderen, nach billigem Volksruhm haschenden dunklen Ehrenmänner, die mit den denkbar lächerlichsten und halsbrecherischsten Unternehmungen an die Oeffentlichkeit treten.
Obenan stehen die Faustkämpfer, wahre Ritter der Brutalität. Hier nennt man den Faustkampf „the noble art of self-defence“, zu deutsch „die edle Kunst der Selbst- vertheidigung", und stellt.es als äußerst wünscheuswerth hin, daß jeder Jüngling sich an jenen gewerbsmäßigen Prügelmeistern ein Vorbild nehme, es ihnen gleichzuthun suche. Der volksthümliche Name des Faustkampfes ist „Boxing“ ober auch wohl, wenn die Bezeichnung einen etwas vornehmeren Anstrich erhalten soll, „Pugilism“. Wie hoch nun diese sogenannte Kunst, die durch allerlei feststehende Gesetze und Kampsesregeln durchaus nichts von ihrer Rohheit einbüßt, in der öffentlichen Meinung steht, geht schon daraus hervor,
daß der „World", das meistgelesene Blatt der Union, ihr mit jedesmaliger Ausgabe eine ganze Seite ausschließlich eingeräumt hat. Nicht allein Die unausgesetzt stattfindenden Faustkämpfe (Boxing - matches) selbst, auch die Privatverhältnisse der Boxer, ihre Lebensweise, ihre Gewohnheiten, Zukunftspläne und Aussprüche werden hier zum Gegenstand eingehender Besprechungen gemacht, als ob es sich um Personen von der größten Bedeutung handle.
(Fortsetzung folgt.)
Vermischte».
* Eine furchtbare Blutthat ist in der Nacht zum Freitag in Berlin verübt worden. Der in der Nähe des Weddings- platzes wohnende Zimmermeister Schaaf hat seine ganze, aus seiner Frau und vier Kindern bestehende Familie zu ermorden versucht. Das jüngste Kind ist den Wunden bereits erlegen. Das Ehepaar lebte in wenig glücklicher Ehe und das Ver- hältniß verschlechterte sich noch, als Schaas ourch die Krisis im Baugewerke in schwere finanzielle Bedrängniß gerieth. Als Freitag früh der Polier des Schaas'schen Geschäfts den Meister aufsuchen wollte, wurde die Wohnung nicht geöffnet, und als man gewaltsam eindrang, bot sich ein schrecklicher Anblick dar. Die Frau und die vier Kinder lagen mit klaffenden Schädelwunden in ihrem Blute. Die^That war mit einem aus der Erde liegenden Küchenbeil ausgeführt. Das jüngste Kind, ein Mädchen, lag tobt in ber Wiege, bas zweite Mädchen zu Füßen ihres Bettes, bie beiben anberen Kinber waren in ben Betten von ben verhängnißvollen Schlägen ereilt. Der Mann ist verschwunben. Im Krankenhause gelang es, Frau Schaaf zum Bewußtsein zu bringen. Nach ihren Aussagen, bie allerbings sehr verworren waren, will sie gegen Morgen erwacht sein, ihren Mann vermißt unb bie blutüberströmten Kinber gesehen, dann aber das Bewußtsein wieder verloren haben. Die Wunden sind fürchterlich, die Schädel sind bis tief in die Stirn hinein gespalten. Man nimmt an, daß Schaaf den Mord in Verzweiflung über seine bedrängte Lage begangen und dann sich selbst das Leben genommen hat.
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