Ausgabe 
22.4.1890
 
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Amtlicher Theil

I*

Vormittags

Zu haben bei J. H. Schulhof.

852

verbesserte

v verbesserte ,^-x^

Orig.-Theerschwefelseife gl d. Bergmann &Co.,Berlinu.Frankfurta M U>K^

Allein echtes u. ältestes Fabrikat in J Wj

o.

Deutschland, parantirt weiss schäumend

Selt^rsweg 41.

[1796

gnügen einen Tag die Arbeit aussetzen nicht von Hungerlöhnen zu sprechen. Grund für die Demonstration am 1. wird, das ist, die Arbeiter sollten

kann, der braucht noch Was als besonderer Mai ins Feld geführt mehr ihren Familien

T' itttijt

9 Uhr, zu Staufenberg

fntif nbenbeu Versammlung.

Die Versammlung hat: 1. darüber zu beschließen,

jungen Marn; Ostern das St )irb in einem eschafte sogleilt en eine Letzte

Lehrling gesucht

Friedrich Georg, Handelsgärtner,

ii* 7 &

uw GlaL und Flaschen bei:

Ei. Roth II, Wallthorsiraße 5.

W. Schomber, Neuen Baue 10.

Zs. Häuser, Ludwigstraße 36.

Zs. Georg, Eberstraße 2.

A» ZiPP, Ostanlage 9.

Tre Versammlung hat:

1. bat über zu beschließen, ob die im Grund- (Flur-) buch enthaltenen Größenangaben oder ob bie durch eine Vermessung zu ermittelnden Flächengehalte der Bereinigung zu Grund zu legen sind;

2. 'zu bestimmen, wie die BereimgungSkosten ausgebracht werden sollen, ob durch Ausschlag auf den Flächen- gehalt oder den Abschätzungswerth der Grundstücke oder durch Bildung und Verkauf von Masiegrund- ftücfen, sowie ferner, ob die Beiträge nach Bedurs- niß erhoben, oder ob die Kosten durch Kapitalauf­nahme ausgebracht werden sollen;

3. die zur Vollzugöcontmission zu berufenden Sachver­ständigen und deren Stellvertreter, sowie ein Mit­glied des Schiedsgerichts und dessen Stellvertreter zu wählen.

Außerdem können Wünsche und Anträge Seitens der Betheiligten vorgebracht und berathen werden.

In dieser Versammlung hat jeder anwesende be* theiligte Grundeigentümer eine Stimme; die Beschlüsse er­fordern zu ihrer Giltigkeit eine Mehrheit von Zweidrittheilen der Anwesenden und sind unter dieser Voraussetzung auch für die nicht erschienenen Betheiligten verbindlich.

Kommen giltige Beschlüsse nicht zu Stand, so hat

zu 1. die Ermittelung des Flächengehalts der Grund­stücke durch Vermessung zu erfolgen,

zu 2. die Vollzugscommission die erforderlichen Be­schlüsse zu fassen,

zu 3. die Landescommission die Sachverständigen und Schiedsrichter zu ernennen.

Gießen, 11. April 1890.

Der Vollzugscommissär: Nebel, Großh. Amtmann.

in besten Faeons in allen Qualitäten und Preis­lagen empfiehlt (2852

A. Fangmann,

Bahnhofstr. 2).

Holdren er Rente

D.

3 Hengst, Licherstraße.

G. Bötz, Brandgasse.

A. Blum, Steinstraße.

W. Semmler, Seltersweg 16.

A. Albold,Solmser Hof".

Ipirlplan der vereinigten frankfurter Stadttheater.

Opernhaus.

Dienstag den 22. April: Gastspiel des Fräulein Schako. Der Maskenball. (Page: Frl. Schako.) Gewöhnliche Preise.

Mittwoch den 23. April: Gastspiel des Herrn von Sonnenthal. König Lear. (Lear: Herr von Sonnenthal.) Außer Abonnement. Große Preise.

Donnerstag den 24. April: Rtenzi. Gewöhnliche Preise.

Freitag den 25. April: Vorletztes Gastspiel des Herrn Adolf Sonnenthal. Wallensteins Tod. (Wallenstein: Herr Sonnenthal.) Außer Abonnement. Große Preise.

Samstag den 26. April: Gastspiel des Fräulein Schako. Entführung aas dem Serail. (Blondchen: Fräulein Schako.) Gewöhnliche Preise.

Sonntag dm 27. April: Margarethe. Gewöhnliche Preise.

Schauspielhaus.

Dienstag dm 22. April: Der arme Jonathan. Gewöhn­liche Preise.

Mittwoch dm 23. April geschlosim.

Donnerstag den 24. April: Gastspiel des Herrn Adols Sonnenthal. Die Tochter des Herrn Fabricius. (FabricixS: Herr Sonnenthal.) Außer Abonnement. Große Preise.

Freitag dm 25. April: Fledermaus. Gewöhnliche Preise.

Samsrag dm 26. April: Der arme Jonathan. Gewöhn­liche Preise.

Sonntag dm 27. Aprll: Abschieds-Vorstellung des Herrn Adolf Sonnenthal. Ein Glas Wasser. (Bolingbroke: Herr Sonnm- thal. Große Preise.

Gelingt pl Ar. 92 - 1890

Am 1. Mai

wollen eine Anzahl von Führern der deutschen Socialdemo- kratie eine große Agitation zu Gunsten des achtstündigen Arbeitstages veranstalten und sie haben bereits angekündigt, daß ganz Deutschland an diesem Tage mit großen Massen von Flugblättern überschwemmt werden soll, welche für diese Forderung eintreten. Täglich acht Stunden Arbeit für einen erwachsenen Menschen! Wie viele Arbeiter gibt es wohl in ganz Deutschland, bie nicht lachen, wenn ihnen biese Worte vorerzählt werden?. Herzlich wenige. Und bie Veranstalter dieser Demonstration wissen auch selbst ganz genau, daß der achtstündige Arbeitstag, gerade herausgesagt, eine Albernheit ist. Es gibt nur einige wenige, sehr schwere Beschäftigungen, welche pro Tag keine länger dauernde Thätigkeit vertragen und diesen ist heute schon Rechnung getragen. Aber im Uebrigen? Ein gesunder Mensch kann stets und ständig bequem zehn Stunden arbeiten. Man frage doch einmal die kleinen Handwerksmeister nach ihrer Arbeitszeit? Zwölf, vierzehn Stunden und darüber sind sie oft pro Tag thätig, zu ihrem Vergnügen doch wahrhaftig nicht, sondern weil sie sonst nicht Mittel zum Leben haben. Wer denkt an diese Leute? Wer denkt ferner an die Kaufleute, für die ein Normalarbeitstag gewiß manchmal nothwendiger wäre, als für viele Arbeiter, an so manchen überlasteten Beamten, der nach den Bureaustunden zu Hause weiter arbeiten muß? Und welche Bezahlung bekommen alle die Personen, resp. wie stellt sich ihr Einkommen, die sich nicht rühren und nicht mucksen dürfen? Mancher Beamter, Lehrer, junger Kauf­mann, Leute mit umfangreichen Sprachkenntnissen und wissen­schaftlicher Bildung steht sich heute nicht so gut, wie viele industrielle Arbeiter. Im Allgemeinen steht fest, daß, wenn es manchen Arbeitern hinsichtlich ihres Einkommens nicht gut gehen soll, es doch anderen Leuten auch nicht besser, sondern schlechter geht. Was jedenfalls den Achtstunden - Arbeitstag betrifft, so müßten ihn andere Personen ebenso nöthig haben, als die Mehrzahl der Arbeiter. Aber wer spricht davon? Niemand!

Am 1. Mai soll zu Ehren des Achtstundentages nach Möglichkeit gefeiert werden. Sehr hübsch, aber darin liegt ein neuer Beweis, daß eS Denen, welche solche Vorschläge machen, wirklich nicht schlecht gehen kann. Wer zum Ver­

2 Schüler In'1' m in ein" U' dtttzed^. *Qhhüü

Dons W1 Pans«;

wirklich bie practische Verwirklichung ihres Vorschlages für möglich halten sollten. Es wird gesagt, wenn die Arbeit auf acht Stunden herabgesetzt wird, dann können mehr Arbeiter Beschäftigung sinden, es kann dasselbe somit erreicht werden. Gut, rechnen wir die Sache einmal schwarz auf weiß vor: In irgend einem Betriebe sind zehn Personen täglich je zehn Stunden beschäftigt; sie arbeiten fortan nur noch acht Stunden, und um das bisher Geleistete zu erreichen, sind also zwei Arbeiter mehr nöthig, mehr Handwerkszeug und mehr Arbeitsplatz. Die Arbeiter wollen bei der achtstündigen Arbeitszeit denselben Lohn, der Arbeitgeber hat aber un­gemein hoch vermehrte Ausgaben. Wer soll diese bezahlen? DaS Publikum, indem er die Waare vertheuert. Und wenn das Publikum von diesem Aufschlag nichts wissen will? Dann sehen Meister und Gesellen einander an und hungern. Das ist nur ein kleiner Betrieb. Nehmen wir NUN ein großes Etablissement, in welchem bie Verkürzung der täglichen Arbeitszeit um mehrere Stunden die Neu­einstellung von mehreren hundert Leuten erfordern würde. Wer bezahlt denn nun die Kosten, um für diese neuen Arbeiter Arbeitsstätten zu schaffen. Je mehr Personen, um so theurer der ganze Betrieb, aber nicht um so unbedingt höher die Einnahmen.

Wenn heute die Straßen mit harten Thalern gepflastert wären und man diese nur heranSznreißen brachte, dann ließe sich schon viel machen. 9(6er mit dem ewigen Fordern ohne Mittel wird kein Hund hinter dem Ofen hervorgelockt. Es gibt ein altes Wort, daS heißt:Wer nicht hören will, muß fühlen!" Und die Zeit desFühlens" kommt unauf­haltsam näher, man will nur ihre Anzeichen nicht erkennen und wird sie doch erkennen müssen. Die allseitige Theuerung kann das gemmmte industrielle Leben nicht aushalten, der Rückschlag wird kommen, weil er kommen muß. Hente schon hört man vielfach sagen, daß neue Unternehmungen zwecklos seien, weil kein Verdienst zu erwarten stehe, welcher das Risico aufwiege. Und wer hat schließlich von Allem den größten Schaden? Der Arbeiter selbst. ES kommt auch hier eine neue 3=it- (N. H. SB.)

11880.

empfiehlt sich durch Reinheit, Aroma und Ergiebigkeit als die beste und pre«es A. Zuntz sei. Ww.

Anfrage.

Wir ersuchen Herrn Direetor Baar», ww» doch schon heute witjuthetlen, wann di« Operette 3337

Der Mikado von Japan t«r Aufführung kommt. W>. H. t

vermischte».

* Mainz, 20. April. In militärischen Streifen circn- lirt das Gerücht, daß Ka is e r Wi l h e l m gelegentlich seiner bevorstehenden Reise nach Darmstadt auch Mainz berühren und eine Jnspection der Festung vornehmen werde. Das Gerücht findet dadurch Nahrung, daß gestern Seitens der FestiingSinspeetioli eine schleunige Revision verschiedener forti- ficatorischer Anlagen, insbesondere der Brücken und Thore angeordnet und unverzügliche Meldung über etwaige Mängel befohlen wurde. Den Civilbehörden ist von einer Hierher­kunft des Kaisers noch nichts bekannt.

Der im vergangenen Sommer wegen betrügerischen Bankerotts zu einem Jahr Gefängniß verurtheilte Commerzien- rath All mann von Bingen ist letzter Tage aus dem hiesi­gen Arresthaus entlassen worden. Ein Theil der Strafe wurde ihm aus dem Gnadenwege erlassen.

leben. Wenn sie das nur thun wollten, dann stände es heute besser. Aber leider ist nur zu vielfach das Gegentheil der Fall, und wenn die Arbeitszeit verkürzt wird, dann würde es in dieser Beziehung nickt besser, sondern vermutlich schlimmer werden. Das ist vorauszusehen. Diese ganze Rederei vom achtstündigen Arbeitstag ist nichts als ein Agitationsmittel, denn für so dumm kann man die Leiter unserer socialdemokratischen Bewegung nicht halten, daß sie

aus der Freiherrlich Riedeselschen Brauerei in Lauterbach ist zu haben 3341

-Äct- dost

Bekanntmachung,

I ftcldbereinigung in der Gemarkung Ruttershausen betr.

Nachdem in dem Abstimmungstermin am 13. Januar l. I. 20 Grunbeigenthümcr, welche mit 48,7124 ha Flüche dellheiligt sind, sich gegen die Feldbereinigung in der Ge- moirkung Ruttershausen erklärt haben, während im Ganzen 151 Grundeigenthümer mit 228,8172 ha an dem Unternehmen beteiligt sind, hiernach also mehr als Vs der Betheiligten rii: mehr als der Hälfte des Gesammtflächengehalts als für }ie Bereinigung stimmend anzusehen sind, und nachdem inner» stlb der gesetzlichen Frist Emwendungeu gegen bie Zulässig- kitt oder Rechtsbeständigkeit dieses Ergebnisses nicht erhoben »erden sind, hat bie Großh. Obere landwirthschaftliche Be- ji>nbe den Beginn der Arbeiten angeordnet und mich zum S'-Mzugscommissär ernannt.

Indem ich dies zur öffentlichen Kenntniß bringe, lade itz gleichzeitig sämmtliche beteiligten Grundbesitzer zu der gemäß Art. 16 des Gesetzes über die Feldbereinigung vom fei. September 1887

Freitag, 2. Mai L I., Vormittags 9 Uhr, im Laal de- Heinrich Geißler zu Rutter-Hausen foittfinbenben Versammlung.

3463] Starke Früh-Gemüse i

Pflanzen, 100 St. 50

Chr. Pfeiff,r- Gärtnerei, SHlterSweg 14 Schiffenbergerweg.!

Bekanntmachung,

,vtdbbeteinigung in bei Gemarkung Staufenberg betr.

Nachdem in dem Abstimmungstermin am 29. Januar l 27 Grundeigenthümer, welche mit 203,1110 ha Fläche MtLigt und, fich gegen bie Feldbereinigung in der Gemark- 'W - taufenberg erklärt haben, während im Ganzen 460 Grund- Tgmthümer mit 475,6946 ha an dem Unternehmen bethei-

inb, hiernach also mehr als 1I5 der Betheiligten mit W. als der Hülste des Gesammtflächengehalts als für die Heriinigung itiinmenb anzusehen sind, und nachdem die gegen Bas Resultat und die Rechtsbeständigkeit der Abstimmung von Win Beigeordneten Ludwig Geißler VII von Staufenberg nmö Konsorten unterm 18. Februar l. Js. erhobene Beschwerde flf Grund des art. 14 pos. 4 des Gesetzes vom 28. Sep- rfoitkr 1687 durch bie Landescommission für die Felddereini- jNl unterm 31. März l. I. als unbegründet zurückgewiesen Mb^n ist, hat diese Behörde den Beginn der Arbeiten an- Mdnet und mich zum Vollzugscommissär ernannt.

-Indem ich dies zur öffentlichen Kenntniß bringe, lade W gleichzeitig stimmtlichc beteiligten Grundbesitzer zu der Wöfß art. 16 des Gesetzes vom 28. September 1887

Samstag den 3. Mai 1890,

ob die im Grund- (Flur-) buch enthaltenen Größenangaben ober ob die durch eine Vermessung zu ermittelnden Flächengehalte der Bereinigung zu Grund zu legen sind;

Ui bestimmen, wie die Bercinigungskosten aufgebracht werden sollen, ob durch Ausschlag auf den Flächen­gehalt oder den Abschätzungswerth der Grundstücke oder durch Bildung und Verkauf von Masiegrund- stücken, sowie ferner, ob die Beiträge nach Bedürf- niß erhoben oder ob die Kosten durch Kapitalauf­nahme aufgebracht werben sollen;

in beliebe man c d. Bl. abM:-' junger Mim» und hübscher t I für das M kgeschaftes geiiL > L, an die (fr i ordttüM utzt. MarA MtigerD gesucht.

it der Elt"d4 tt-r fhibm Oj smarcksttatze »

Vigstrait &

erverkätt ein Universal, her Provision p irch Albttt t

3. die zur Vollzugscommission zu berufenden Sachver­ständigen und deren Stellvertreter, sowie ein Mit­glied des Schiedsgerichts und dessen Stellvertreter zu wählen.

Außerdem können Wünsche und Anträge Seitens der Beteiligten vorgebracht und berathen werden.

In dieser Versammlung hat jeder anwesende be- lljeiiiigte Grundeigenthümer eine Stimme; die Beschlüsse er- ; fchdoern zu ihrer Giltigkeit eine Mehrheit von Zweidrittheilen bei iSnrocjenben und sind unter dieser Voraussetzung auch für bie wicht erschienenen Betheiligten verbindlich.

Kommen gütige Beschlüsse nicht zu Stand, so hat zu 1. die Ermittelung des Flächengehalts der Grund­stücke durch Vermessung zu erfolgen, zu 2. die Vollzugscommission bie erforderlichen Be­schlüsse zu fassen, zu 3. die LanbeScommission bie Sachverständigen und Schiedsrichter zu ernennen.

Gießen, 11. April 1890. \

Der Vollzugscommissär: Nebel, Großh. Amtmann.

Dienstag den 22. April Gietzenev Anzetgev

u nicht schmutzend, anerkannt vorzüglich u allbewährt gegen alle Hautunreinigkeiten, wie: Mitesser, Flechten. Finnen, R Flecke, Hautjucken rc. ä St. 59 H bei

2121 H. Tichtz, Seltersweg 43.

2527] Zwei Bettstellen billig zu verkaufen.___________Bahnbosftrake 11.

3553] Erdsenreiser zu verkaufen.

Schiffenbergerweg 39.

l'^engMu,

Schneie-

Arbeiter er MfofUr. * «Ä.

bet

braves

W. Tpk«ck,: feinere 1* Cigarren : 1509 ä Ffr eck & Co., ä-