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meinen Markttendenz und es verloren die leitenden Werthe 2-3% gegen den vochkn Wochenschluß. Bahnen ebensalls weichend, obgleich die Ausweise andauernde rung zeigen. Buschtherader verloren 8 fl., Böhmische Nordbahn 1% fl., Duxer K^ Staatsbahn 5 fl., Elbthal 1% fl , während Nordwest eine Kleinigkeit gewann. Schweizer Bahnen unverändert.
Die Coursermäßigungen der Koblenactien sind sehr bedeutend. GelsenkirLner, die namentlich am Freitag noch nachbörslich zurückgingen, verloren ca. 12% M- beck 40/n, Htbernia IWIo, Harpener ca. 20%. Laura sind 2%, Alpine Man 3% schwächer. Norddeutsche Lloyd gewannen 3,40%, Prioatdiscont 3Vs%.
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Cours vom
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Wörseuwocheubericht
von E. Watssersehleben, Bankgeschäft.
Das Interesse der Börse concentrirte sich in der abgelaufenen Woche vornehmlich aus die Notirungen der Kohlenbörsen und die Preise, welche bet den neuesten Submissionen für Kohlenlieferungen gefordert wurden. Die Notirungen aus Esten und Düsseldois lasten allerdings kaum eine Veränderung erkennen, aber in den Offerten für die Koh'enlteferung verschiedener Etsenbahndirectionen zeigt sich ein rech: velräLtltchec Preisabschlag.
Bor wenigen Wochen hatte die Etsenbahndirectton in Cöln 145 Mk. bewilligen müssen. In dieser Woche wurden bet einer Submission in Magdeburg nur 135 Mk. verlangt und wenige Tage daraus war es der Etsenbahndtrection in Elberfeld möglich, zu 120 abzuschtteßen. k s _
Hiermit tritt ein neues Moment in die Entwicklung, das schwerwiegend genug ist, um das ganze bisherige Urthetl über die Börsenlage zu verschieben. Seither waren trotz aller Erschütterungen, welche der Markt über sich ergehen sah, die Verhältnisse unwandelbar geblieben, welche in erster Linie den Aufschwung des Vorjahres herbeigeführt hatten. Es hat nicht an Stimmen gefehlt, die eine Aen- derung dieser Verhältnisse angekündigt haben, ja es ist offen ausgesprochen worden, daß die Notirungen der Kohlenbürsen fictio seien und den Verhältnissen nicht entsprächen. Der Beweis, daß diese Behauptung richtig, ist heute geliefert, und wie sehr man sich auch bemühen mag, die Bedeutung der obigen Abschlüsse abzuschwächen, Eins kann nicht mehr abgeleugnet werden — der Rückgang der Eonjunctur. Vor dieier symptomatischen Bedeutung müssen alle Einwendungen und V.-rtuschungs- o-rfuch.' zuiückNeben
ES in rlchng, daß die Zechen auch bei diesem Preis ein gutes Auskommen finden werden, aber noch steht nicht fest, ob mit dieser Ermäßigung der Rückgang sein Bewenden hat. Man sagt, ein weiteres Zurückweichen sei ausgeschlossen, da keine Ueberproductton extstire; doch auch dieser Einwand ist nicht unbedingr richtig. Die statistischen Ziffern geb<n nur den Absatz an, und dieser ist keineswegs gleichbedeutend mit dem Eonsum. Die Bestände, welche heute in zweiter Hand liegen, sind keinesfalls gering und können sehr wohl zu einer wetteren Preisermäßigung führen Das fühlt man auch in den bethetligten Kreisen und man weiß die Gefahr zu wüi digen. Jetzt hört man schon, daß in der Stille Versammlungen der Zechen- vesitzer stattgesunden haben, welche nichts Anderes bezwecken, als den Rückgang der
Preise aufzuhatten.
Das beliebte Mittel zur Hebung der Industrie soll jetzt auch hier angewandt werden- der Kohienring ist, während ich dies schreibe, vielleicht schon vollendete Thatsache. Ob er aber Bestand hat, wer wollte das entscheiden! Preisringe bewähren sich immer bei steigender Conjeclur, die Schwierigkeiten, den Ring zu halten, treten erst ein mit der weichenden Tendenz, wenn der Verkäufer den Käufer suchen muß. Dann ist am ersteren die Reihe Zugeständnisse zu machen und Preisringe und Zugeständnisse sind unvereinbare Dinge. Die Bedeutung des Rückganges dec Kohlenpreise ist von der Börse auch richtig erkannt worden, und wenn trotzdem die Course nicht in dem scharfen Tempo rückwärts gingen, wie wir es in der letzten uejt gewohnt worden sind, so liegt dies nur daran, daß durch die Coursoerschiebung der letzten Monate — obgleich sie aus anderen Ursachen entsprang — ein Rückgang der Conjcctur bereits anttcipirt wurde, und daß andererseits die Contremine die Rückgänge eher zu Deckungen, als zur Vergrößerung ihrer Engagements benutzte. W»e weit dies auch fernerhin der Fall sein wird, muß eine offene Frage bleiben. Es ist möglich, daß bei den gesunkenen Coursen nichts mehr zu befürchten steht, aber die thatsächliche Verschlechterung der Lage dars nicht verkannt werden. Bisher bestand die Hoffnung, daß nach Beseitigung der Gründe, welche die Entwerthung der Kohlenactien veranlaßt hatten, eine durchgreifende Besserung eintreten werde; der Rückgang der Kohlenpreise rückt die Besserung dieser Werthe in wette Ferne. Für die Hüttenwerke sollte billiges Brennmaterial eine Besserung bedeuten, aber auch dieses Gebiet steht unter dem Zeichen fallender Preise, und der Eindruck derselben auf die Börse überschattet jede Besserung.
Bemerkenswerth ist die außerordentliche Geschäfisstllle, welche sich der Börse bemächtigt hat, allen Coursbewegungen fehlt der Wiederhall im Publikum, die Börse sieht sich gänzlich auf sich selbst angewiesen und daher verläuft jede Bewegung, wenn sie nicht auf so schwerwiegenden Gründen wie die oben angeführten basirt ist, im Sande. Bisher bestand die Hoffnung, daß die Fortdauer der Conjectur das Publikum über kurz oder lang zu neuer Thätigkeit anreizen würde, auch diese Hoffnung muß nun herabgestimmt werden. Die Illusionen sind verschwunden und ohne diesen Anreiz wird das Publikum für die Börse nicht mehr zu haben fein. Renten sind das einzige Gebiet, auf welchem sich die Thätigkeit des Publikums bemerkbar macht, aber auch hier ist das Geschäft trotz des flüssiger werdenden Geldstandes sehr gering. Der Status der Retchsbank hat für die verflossene Woche einen beträchtlichen Rückfluß ausgewiesen. Die Anlagen sind um 89 Millionen geringer geworden, aber die Depositen haben sich kaum vermehrt. Darin scheint eine Bestätigung meiner im letzten Bericht angedeuteten Aussicht zu liegen.
Die Bank von England hat ihren Satz auf 3% ermäßigt, trotzdem der Stand der continentalcn Wechselcourse einen Goldabflnß befürchten läfit. Die Reserven der Bank sind so reich botirt, daß sie diesem Abfluß nüi Ruhe entgegenseh en kann. Ihr Ausweis sticht sehr vortheilhaft ab gegen den der Reichsbank, er Ist selbst besser als der vorjährige Pacallelausweis, obgleich bei Jahresschluß in England dieselben Ursachen wie in Deutschland eine bedeutende Versteifung des Geldes herbeigeführt hatten.
Der Rentenmarkt stand unter den wechselnden Einflüssen der türkischen und egyptischen Conversion und der argentinischen Krisis. Letztere hat in den ersten Tagen der Woche weitere Fortschritte gemacht, Gold stieg bis 311%, siel dann aber auf den Verkauf der Buenos Ayres- und Western-Bahn an ein englisches Confortium bis auf 265. Die begleitenden Umstände diefes Verkaufes sind aber nicht geeignet, den Pessimismus herabzumindern- zudem scheint aus dem Erlös kein Gold nach Argentinien fließen zu sollen, da die übet die Debentuns erzielten 3 Millionen Lst. in Europa belassen werden sollen zum Dienste der hier untergebrachten Anleihen. In Sachen der egyptischen Conversion ist ein neues Project aufgetaucht, welches nunmehr auch die Daira-Anleihe in die Conoersion einbegreift und die dagegen neu auszugebende Anleihe der unificirten gleichstellt. Durch dieses Pcoject hofft man endlich, die Zustimmung der französischen Regierung zu erlangen. Ungarn, Russen, Türken, Italiener und Oesterreichische Valutaanleihen bleiben beliebt, während die Deutschen Fonds eher etwas schwächer liegen. Banken ermatteten mit der allge-
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