Ausgabe 
19.10.1890 Erstes Blatt
 
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der Convention mit England zu verhindern, gierung werde inzwischen eine Milderung der den fischen Handel in Westasrika schädigenden, sowie der schärfsten angegriffenen Klauseln herbeizusühren sich

Die Re- portugie- sonst am bemühen,

Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde.

Sonntag den 19. October:

Die Kirche wird von beute an geheizt.

Achtungsvoll

W. Uteirmmgi

übertrifft alle überhaupt existirenden Heilquellen LV- bis 2V fach an LtthruMgehaSt und Heilerfolg gegen Gicht, Nieren- und ^Lafenletderr, Karngrie-. Nieren-. Blasen- und Gallen-

Leber-, Magen- und Unt^rleibsleiden, Hämorrhoi- r>en, Verstopfung, Fettsucht, Rheumatismus re

Niederlagen des BonifaciusbrunnenS in den Mineralwasser- ; Handlungen. Directer Versand durch die Brunnenverwaltun^ in I Salzschlrrf (bei Fulda). 81;5

und hoffe eine Grenzberichtigung, die den beiderseitigen Inter­essen entspreche, sowie auch bezüglich der Schifffahrt auf dem Zambesi und der Expedition in Maschonaland ein Einver­nehmen zu erzielen.

New'Vork, 17. October. Die Pavonia-Straßenbahnen- und Omnibusgesellschaften entließen gestern ihre Be­diensteten und stellten neue an, worauf die Kutscher sich zusammenrotteten und mit Steinen die Wagen der Gesell­schaften bewarfen und mehrere Fahrgäste verletzten. Einige wurden verhaftet und es sind strenge Maßregeln behufs Her­stellung der Ordnung getroffen worden.

die Encyclica, daß es für Italien ungeheuere Vortheile mit sich bringen würde, wenn es dem Papste in Ausübung seines Einflusses Autorität und Freiheit ließe/ die Nation würde daraus von jedem Gesichtspunkte aus neue Kraft schöpfen.

Rom, 17. October. Der Aetna ist seit heute früh in Thätigkeit/ dem Centralkegel entströmt eine ungeheure vul­kanische Dampfsäule. Auf der Seite nach der Stadt Giarre sand ein Erdbeben mit Aschenregen statt.

Liffabon, 17. October. Es verlautet, die Cortes seien geschloffen worden, um aufreizende Reden und die Verwerfung

Dtrwt^te».

* Darmstadt, 17. October. Militärdienst nach­richten. Abel, Oberst und Commandeur des Hess. Feld- Artillerie-Regiments Nr. 25 (Großh. Artillerie-Corps) wurde zum Director der Artillerieschule zu Berlin, v. Witzen- d orsf, Oberstlieutenant von demselben Regiment, zum Com­mandeur dies. Regiments ernannt, v. Plönnies, Sec.- Lieutn. im 2. Großh. Hessischen Jnf.-Regiment Nr. 116, wurde zum Großh. Hess. Feld-Art.-Regt. Nr. 25 (Großh. Artilleriecorps) commandirt.

Bin,- chmtz.! Salzschlirfer Bomsacmsbrunnen

AttOMg aus Sen AirchendSehern der etaM Gietzen.

Evangelische Gemeinde.

Getraute.

Den 11. October. Bernhard Hermann Friedrich Jordan, Premierlieutenant im Infanterie Regiment Graf Schwerin (3. Pomm.) Nr. 14 zu Graudenz, und Wilhelmine Julie Katharine Krausgrill, Tochter des Bauunternehmers Johann Georg Krausgrill zu Gießen.

Den 15. October. Karl Konrad Läufer, Glaser, und Anna Elisabeth Best, Tochter des verstorbenen Postillons Heinrich Best von Lich.

Denselben. Friedrich Nuhn, Fuhrmann, und Anna Margarethe Hopp, Tochter des verstorbenen Spenglers Jakob Hopp von Beln- hausen.

Denselben. Karl Georg Gustav Sack, Metzger, und Christiane Emilie Elisabeth Plank, Tochter des Oeconomm Karl Plank zu Gießen.

Denselben. Georg Kramer, Kaufmann zu Pfungstadt, und Dorothea Elisabeth Dietz, Tochter des Hausverwalters Valentin Dietz zu Gießen.

Getaufte.

Den 12. October. Dem Taglöhner Friedrich Lesch ein Sohn, Karl Ehrhardt, geboren den 8. September.

Denselben. Dem Fuhrmann Martin Helfrich eine Tochter, Anna Margarethe, geboren den 7. September.

Denselben. Dem LandbrteftrSger Wilhelm Müller ein Sohn, Georg Karl Wilhelm, geboren den 9. August.

Denselben. D-m Steuercommissartatsgehilfen Karl Möbus eine Tochter, Amalie, geboren den 27. Juli.

Denselben. Dem Kaufmann Hermann Zülch eine Tochter, Elisabeth Luise, geboren den 19. September.

Beerdigte.

Den 12. October. Kaspar Becker, Bahnarbeiter, alt 45 Jahre, starb den 10. October.

Denselben. Auguste Margarethe Boller, Tochter des Metzger­meisters Jean Boller, alt 6 Jahre, starb den 11. October.

Den 14. October. Wilhelm Hammel, Privatmann, alt 76 Jahre, starb den 12. October.

Denselben. Ludwig Großer, Schneider, alt 44 Jahre, starb den 12. October.

Den 17. October. Dr. Heinrich Will, Unioersitätsprofrssor i. P., alt 77 Jahre, starb den 15. Octoder.

Denselben. Margarethe Becker, geb. Fink, Wittwe des Maurer­meisters Caspar Becker, alt 79 Jahre, starb den 14. October.

CocaUs «ns -proVinzieLLes.

Gießen, 18. October.

w Theater. Als vor etwa einem Jahre derZ a un g a st " von Oscar Blumenthal in dessen Lessingtheater zum ersten Male aufgesührt wurde, versuchte eine Clique bezahlter Lärmmacher dem Dichter und Theater-Director durch plan­mäßige Störungen und dergl. eine Niederlage zu bereiten. Aber der Satz, daß wirkliche Erfolge durch keine Claque und Reclame gemacht und ebensowenig hintertrieben werden können, bewahrheitete sich auch an dem Blumenthal'schen Stücke, das immer mehr als eine der geistreichsten und bedeutendsten Schöpfungen auf dem Gebiete 'des neueren Lustspieles an­erkannt wurde und in der That namentlich hinsichtlich der Feinheit und Wahrheit der Charakterzeichnung seines Gleichen in der modernen Lustspielliteratur sucht; dies letztere gilt in besonderem Maße von der Titelrolle. Der Zaungast ist fast mehr eine tragische, als eine komische Persönlichkeit, ihm selber ist es nie vergönnt, einen vollen Freudenbecher zu leeren, er darf nur zusehen und sich herzlich mitfreuen, wenn Andere glücklich sind, nur da hat er Glück, wo er es nicht sucht und brauchen kann. Ein reizendes Mädchen, das ihn aus voller Seele liebt, weiß er gegen sich zu erklälten und einem Anderen zuzuführen, um sein Lebensglück in dem Besitz ihrer älteren Schwester gewinnen zu können, und wie er sich aus der Höhe des Glückes glaubt, da wird er inne, daß er auch hier nur verehrt und geachtet, aber nicht, wie er es mit brennendem Herzen ersehnt und erstrebt, auch geliebt wird. Aber so tief ihn diese Erfahrung erschüttert, sein Edelmuth läßt ihm keine Wahl und, indem er seine Braut ihrem nie vergessenen Ge­liebten*) und ihre Schwester, die ihr Lebeusglück aus seinen Händen erwartet hatte, ihrem Bräutigam zuführt, um selber wiederDom Zaune" dem Glücke der anderen zuzuschauen, schließt das Stück. Man sieht, wie es Blumenthal verstanden hat, einen originellen Character und einen vorzüglichen Stoff zu erfinden. In der Ausführung seiner Idee ist ihm vielleicht nur die eine Figur des Wüstlings Rohnsdorff mißlungen, bei dem nicht recht glaubhaft wird, daß hinter so viel Schlechtigkeit und Blasirtheit noch ein warmes, gutes Herz, ein rechter Philister" verborgen sein könnte, und dessen Be­kehrung vom Sünder zum Engel ebenso schablonenhaft erscheint, wie sie psychologisch ungenügend motivirt und innerlich un­wahr ist, so daß das Gefühl des Bedauerns einen beschleicht, daß eine so reine und ideale Natur wie Agnes sich so be* fleckten Händen ausliesern mag und den trefflichen Johannes zur Seite stößt. Die AuMhrung des Stückes war die beste der bis jetzt imNeuen Theater" erfolgten. In aus­gezeichneter Weise brachte vor Allen Herr Winolt den Doctor Johannes dem Verständnisse nahe und wirkte zumal im letzten Acte mit seinem wahren Spiele ganz ergreifend. Ebenso innig und schön war Frl. Elisabeth Bischoffs Darstellung der tiefangelegten und durch und durch goldechten Agnes von Godeck/ der rechte, zu Herzen dringende Ton fehlte ihr in keiner Situation. Reizend war ferner das Spiel der Frau Anni Reiners in der wesentlich undankbareren Partie der viel oberflächlicheren, kindlich-unbefangenen Hildegard. Mit guter Laune und frischem Humor spielte Herr Biebrach seinen Wendelin Greif und erzielte einen vollen wohlver- bicnten Erfolg. Glücklicher als sonst war Herr Fri tzschler als Rohnsdorff, namentlich was seine Sprechweise anbelangt. Aber wie weit war doch noch seine Darstellung, in der er etwa den Eindruck eines etwas comfortableren Candidaten des höheren, Lehrfaches hervorbrachte, von dem Bilde ent­fernt, bay wir uns von dem gefährlichen und gewissenlosen

. ^r^<r,rn DOn Rohnsdorff, einem gefährlichen Wellmanne und bekehrten Nous.

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. ö A. Faber, Marktstr. 1. Frankfurterstrabe 40, Hinterh.

Salougarnitur, 8b/N Eine Dtehhaut aus dem Wege S"ph», 2 Sessel, von Rodherm nach Gießen verloren.

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Gerber C. Becker.

Frauenverführer machen «müssen, der mit seinem sprühenden Geiste und seiner glänzenden Rede selbst den hohen Sinn einer Agnes von Godeck zu berücken weiß. Rückhaltlose An­erkennung verdient dagegen Herr Jaskowski als Golden, wie auch Frl. Hermann sich mit Gewandheit und Glück ihrer Aufgabe entledigte.

Theater. Die am Sonntag zur Aufführung gelangende Marianne" ist ein rechtes Volksstück, in dem neben dem Ernst auch der Scherz zu seinem gebührenden Rechte kommt. Die Titelrolle wird in den Händen unserer Soubrette Fräulein Adelheid Martin liegen, die sich schon seither durch ihr anmuthiges Spiel auss beste accreditirt hat. Auch Herr Reiners wird eine dankbare Rolle in dem Stücke haben.

Schotten, 16. October. ES wird für weitere Kreise von Interesse sein, daß die vom Kreisausschuß des Kreises Schotten angenommene, von Kammerrath Weber in Laubach auf Grund der neuesten Gesetzgebung ausgearbeitete Wiesen- polizei-Ordnung von Großh. Landwirthschaftlicher Oberbehörde sowohl, wie auch von Großh. Ministerium des Innern als mustergiltig zur Einführung empfohlen worden ist. (N. H. V.)

Nidda, 17. October. Gestern fiel der erste Schnee im Vogelsberg.

Ulfa, 15. October. Heute Morgen gegen 1/28 Uhr wurden wir durch Feuerlärm erschreckt. In der Land­wehrstraße brannte ein an der Giebelseite eines Wohnhauses hängender Stall, dessen Bodenraum mit Grummet angesüllt war. Durch das energische Eingreifen der Ortsbürger wurde das Feuer indessen bald gelöscht und das Wohnhaus, welches schon stark angebrannt war, aus der Gefahr gerettet. Die Entstehung des Feuers wurde durch einen noch nicht schul­pflichtigen Knaben verursacht, welcher aussagt, er habe ja doch nurein ganz kleines" Streichholz gehabt. Das Futter war versichert.

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Die Bedeut««- eines gefunden Blutes für den mensch­lichen Körper wird beim Publikum noch ganz gewaltig unterschätzt. Man begreift nicht, daß eine sehr große Anzahl Leiden durch schlechtes, nicht gehörig zusammengesetztes Blut hervorgerufen roerben. Die­jenigen, welche über Blutarmuth, Blutandrang (Blutwallungen), Herzklopfen, Schwindelanfälle, Funkensehen, Bleichsucht, Hautaus­schlag rc. zu klagen haben, sollten dafür sorgen, durch eine geregelte Verdauung und Ernährung das Blut zu kräftigen. In solchen Fällen leisten bekanntlich die Apotheker Richard Brandts Schweizer- ptllen (Preis ä Schachtel 1 Mk.) sehr schätzbare Dienste und werden besonders auch von den Frauen wegen ihrer angenehmen Wirkung allen anderen Mitteln vorgezogen. Man verlange aber stets unter besonderer Beachtung des Vornamens Apotheker Richard Brandts Schweizerpillen. Halte man daran fest, daß jede ächte .Schachtel als Etikette ein weißes Kreuz in rothem Feld hat und die Bezeichnung Apotheker Richard Brandts Schweizerpillen trägt. Alle anders aus­sehenden Schachteln sind zurückzuweisen. 8690

Auszug aus den Stantiesamtsregiftem

der Stadt Gietzerr.

Aufgebote.

October: 11. Conrad Martin Carl Siebenborn, Postschaffner zu Wetzlar, mit Eva Marie Mathilde Ltnette Rtlsbach Wittwe daselbst. 11. Ludwig Kronenberg, Bäckermeister zu Gießen, mit Helene Sieg- linger von Homberg a. d. O. 15. Eustachms Schneider von Schapbach, Bäcker dabier, mit Katharine Elisabeth Heinz zu Wetzlar. 16 August Deibel, Bäcker zu Wicseck, mit Sophie Henriette Henkel zu Güßen. 16. August Carl Hermann Hugo Richard Zink, Schutzmann dahier, mit Louise Kraus von Ammenhausen, wohnhaft zu Gießen. 16.Wilhelm Heinrich Balser, Taglöhner zu Reiskirchen, mit Elisabethe Hofmann zu Gießen.

Eheschlietzrrrrgen.

October: 11. Bernhard Hermann Friedrich Jordan, Premier­lieutenant zu Graudenz, mit Wilhelmine Julie Katharine Krausgrill von hier. 15. Carl Conrad Läufer von Krofdorf, Glaser dahier, mit Anna Elisabetha Best von Lich. 15. Carl Georg Gustav Sack, Metzger dahier, mit Christiane Emilie Elisabeth Plank dahier. 15. Georg Kramer, Kaufmann von Pfungstadt, mit Dorothea Elisabethe Dietz von hier. 15. Christian Johann, genannt Hermann Haagen, von Dinkelsbühl, Buchdrucker dahier, mit Wilhelmine Marie Sophie Schmidt dahier. 15. Friedrich Nuhn von Treis a. d. Lda., Fuhr­mann dahier, mit Anna Margarethe Hopp von Bellnhausen, Kreis Biedenkopf.

Geborene.

October: 6. Dem Bäckermeister Friedrich Schreiner ein Sohn. 9. Dem Gemüsehändler Johann Hanckcl ein Sohn. 11. Dem Pro­fessor Dr. Carl Friedrich Eichbaum eine Tochter. 12. Dem Schutz­mann Wilhelm Adam Grasmück eine Tochter, Antonie Marie Helene. 12. Dem Sergeant Friedrich Hohmeier ein Sohn, Wilhelm Carl. 13. Dem Locomotioheizer Louis Wachenhausm eine Tochter, Sophie Luise. 13. Dem Schreiner Louis Klenk eine Tochter. 15. Dem Premierlieutenant Hans Hahn ein Sohn.

Gestorbene.

October: 10. Kaspar Becker, 45 Jahre alt, Bahnarbeiter dahier. 11. Auguste Margarethe Boller, 6 Jahre alt, Tochter von Metzger- meister Jecrn Boller dahier. 12. Ludwig Größer, 44 Jahre alt, Schneider dahier. 12. Wilhelm Hammel, 72 Jahre alt, Schmied dahier. 12. Heinrich Weller, 8 Tage alt, Sohn von Taglöhner Heinrich Weller, Wteseck. 14. Margarethe Becker, geb. Fink, 79 Jahre alt, dahier, Wittwe von Maurermeffter Kaspar Becker. 15. Juliane Geißler, 20 Jahre alt, ledig, von Daubringen. 15. Dr. Heinrich Will, 77 Jahre alt, Großh. Unioersitätsprofessor i. P. dahier. 16. Johanna Philippme Wilhelmine Schomber, 1 Jahr alt, Tochter von Bäckermeister Balthaser Schomber dahier.

Univerfitäts < Hach richten.

Marburg, 17. October. Die Berufung des Herrn Geh. Sanitätsraths Professor Dr. Küster zu Berlin als ordentlicher Professor in der medicinischen Facultät der Universität Marburg und als Leiter der hiesigen^ chirurgischen Klinik ist jetzt definitiv erfolgt.

Marburg, 17. October. Herr Bakkalaureus Charles E. Stans sie ld aus "London ist mit Wahrnehmung der Functionen eines Lectors der englischen Sprache an der hiesigen Universität vom 1. October ab zunächst auf die Dauer eines Jahres beauftragt worden.

Marburg, 17. October. Herr Dr. pbil. Carl Gießenhagen hat sich in der philosophischen Facultät der hiesigen Universität als Privatdocent habtlitirt und in Der heutigen im Audorium VIII ge­haltenen Antrittsvorlesung seine HabilitationsschriftDie Hymen- ophyllaceen zur Erlangung der V6via docendi öffentlich vertbeidigt.

Canö« nnö D-eit»u>irthfä?aft.

Gießen, 18. October. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter pr. Pfd. 0,951,00, Hühnereier

1 St. 7, 2 St. 15- H, Enteneier 1 St.--H, 2 St. -

Käse pr. St. 58 4, Käsematte pr. St. 3 H, Erbsen pr. Liter 17 4, Linsen pr. Liter 30 H, Tauben pr. Paar JL 0,500,70, Hühner pr. Stück & 0,851 00, Hahnen pr. St- JL 0,601,00, Enten pr. Stück 1,401,60, Ochsenfleisch pr. Pfk 7074 Kuh- und Rindfleisch 6064 H, Schweinefleisch 7080 Hammelfleisch 6268 Kalb­fleisch 60-64 H, Kartoffeln pr. 100 Kilo JL 3,50-6,00, Weißkraut pr. St- 47 A, Zwiebeln per Centner JL 5,006,00, Milch per Liter 12-18 Gänse pr. Pfd. 5060 H.

Marktpreise in Berlin, am 16. October, nach Ermittelungen des Königlichen Polizei-Präsidiums. Weizen per 100 kg guter von 19,4018,80 Mk., mittlerer von 18,6018,00 Mk., geringer von 17,80-17,20 Mk. Roggen per 100 kg guter von 17,60-17,40 Mk., mittlerer von 17,3017,10 Mk., geringer von 17,0016,80 Mk. Gerste per 100 kg gute von 20,5017,60 Mk., mittlere von 17,50 bis 16,00 Mk., geringe von 15,8014,20 Mk. Hafer per 100 kg guter von 15,4014,60 Mk., mittlerer von 14,4014,20 Mk., geringer von 14,00-13,60 Mk. Stroh, Richt- per 100 kg von 0,00-0,00 Mk. Heu per 100 kg von 0,00-0,00 Mk. Erbsen per 100 kg von 40,00 bis 22,00 Mk. Speisebohnen, weiße per 100 kg von 50,0022,00 Mk., Linsen ver 100 kg von 60,0026,00 Mk. Kartoffeln per 100 kg von 7,505,00 Mk. Rindfleisch von der Keule per 1 kg von 1,80 bis 1,20 Mk. Bauchfleisch per 1 kg von 1,40-1,00 Mk. Schweine­fleisch per 1 kg von 1,80-1,20 Mk. Kalbfleisch per 1 kg von 1,80 bis 1,20 Mk. Hammelfleisch per 1 kg von 1,601,20 Mk. Sutter per 1 kg von 2,801,80 Mk. Eier per 60 Stück von 5,202,80 Mk.

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