Ausgabe 
18.12.1890 Erstes Blatt
 
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völkerung brachte dem Kronprinzen für den bezeugten Muth und seine Kaltblütigkeit enthusiastische Ovationen dar.

Petersburg. 16. December. Durch einen heute ver­öffentlichten kaiserlichen Befehl wird die Errichtung von drei Reservebatterien leichter Artillerie angeordnet, welche in Friedenszeiten nur je zwei Geschütze bespannt führen sollen.

Am Sonntag wurde das 250jährige Bestehen der hiesigen schwedisch-lutherischen Kirche gefeiert.

Petersburg, 16. December. DemGrashdanin" zufolge hat Prinz Alexander von Oldenburg der Regierung seine Anstalt für Experimental-Medicin, worin auch Impfungen mit Köchin stattgefunden haben, geschenkt. Die Anstalt wird dem Medicinal-Departement des Ministeriums des Innern zur Benutzung überwiesen.

Newyork, 16. December. Nach einer Meldung des Generals Miles hat die Polizei gestern den Häuptling Sitting Bull verhaftet, um ihn zu verhindern, daß er sich den feindlichen Indianern in Badlands anschließe. Seine Anhänger machten einen Versuch, ihn zu befreien und in dem Handgemenge wurden der Häuptling, dessen Sohn, mehrere andere Indianer und fünf Polizisten getödtet.

Washington, 16. December. Der republikanische Eaucus beriet!) gestern Abend über die zur Regelung der Finanzkrise vorgeschlagenen Maßregeln und entschied sich für die Streichung der Bestimmungen des Senatsberichts über die Ausgabe 2procentiger Bonds.

LseGLes smfc KroViMztelLes.

Gießen, 17. December.

Der provisoristhe Reallehrer Df. Carl Dorfeld hier wurde zum Lehrer an dem Gymnasium ernannt.

Am 13. December d. I. erfolgte die Wiederwahl des Herrn Amtsrichter Gebhardt zum ersten Director des Gesell­schaftsvereins und zwar mit allen gegen eine Stimme.

Der Antrag auf Neuregulirung der Beamtengehalte, -resp. Wiederherstellung der fixen Etats, den die Abgeordneten v. Rabenau, Bergsträßer und Wernher unterm 24. Februar 1888 eingebracht haben, ist jetzt von denselben Abgeordneten wieder eingebracht und lautet:Großherzogliche Regierung zu ersuchen, eine durchgreifende, neue Regulirung aller Be­amtengehalte unter Berücksichtigung der Rangstellung des Grades, der zur Bekleidung des Amtes nothwendigen prak­tischen und theoretischen Ausbildung, der Aussicht auf größeres oder geringeres Avancement und dergleichen ins Auge zu fassen und in den Ansätzen des Budgets folgender Finanz- perioden in der Art zum Ausdrucke zu bringen, daß für die betreffenden (Kategorien der Beamten Rangstufen Ge­haltsklassen gebildet werden, in denen ein Aufrücken in be­stimmten Zeitläufen erfolgt, so daß mit Erreichung eines gewissen Dienstalters tadellose Dienstführung vorausgesetzt auch der höchste Gehaltssatz der betreffenden Rangstufe erreicht wird."

Es sind nicht geringe Strafen, welche allen Den­jenigen angedroht werden, die sich gegen die Bestimmungen des am 1. Januar in Kraft tretenden Alters- und Invaliden Versicherungs-Gesetzes vergehen. So hat eine Ordnungsstrafe biß zu 500 Mk. der Arbeitgeber oder dessen Beauftragter zu gewärtigen, welcher wider besseres Wissen oder aus grobem Versehen falsche Eintragungen in die Versicherungspapiere wacht. Mit Ordnungsstrafe bis zu 300 Mk. können ferner Arbeitgeber oder deren Beauftragte belegt werden, welche versäumen, vorschriftsmäßig Marken zu verwenden. Diese Marken sollen bekanntlich bei der Bezahlung auf die Quittungs- karten geklebt werden. Eine Geldstrafe bis zu 300 Mk. oder Haft trifft den Arbeitgeber oder dessen Beauftragten, welcher wissentlich mehr als die Hälfte des Wochenbeitrages einem Versicherten' bei der Lohnzahlung in Anrechnung bringt. Vermerke in die Quittungskarten zu machen, darf sich eben­falls Niemand erlauben, darauf steht eine Strafe bis zu 2000 Mk. ober Gesängniß bis zu 6 Monaten. Wer Marken fälscht oder bereits entwerthete Marken abermals verwendet, wird mit Gesängniß nicht unter drei Monaten bestraft. Diese Strafbestimmungen lehren, daß es gut ist, recht pünktlich den Vorschriften des Gesetzes nachzukommen.

In Folge einer Eingabe an Großherzogliches Mi­nisterium der Finanzen (unterzeichnet von verschiedenen Jägern) betreffend Unterbringung der Jagdhunde ans den Oberhessischen Eisenbahnen in den'Personenzügen, wurde durch Großherzog­liches Ministerium der Finanzen unterm 8. d. M. verfügt:

//Jagdhunde dürfen in Personenwagen III. Klasse ausnahmsweise mitgenommen werden, sofern leere Ab- theilungen zur Verfügung stehen, welche ausschließlich mit den Besitzern der Hunde bezw. mit den in Gesellschaft der ersteren sonst noch etwa reisenden Jägern besetzt werden können. Solche in Personenwagen zugelassenen Hunde sind an der Leine zu führen."

Theater-Verein. Wir können mitlheilen, daß zunächst der 15. Januar, der 5. Februar und der 5. März zu dramatischen Vorstellungen bestimmt worden sind.

Theater. Als Reif-Reiflingen hat Herr Adalbert Brümmer am Montag von Gießen Abschied genommen und wenigstens an seinem letzten Spielabend ein einigermaßen erträgliches Haus erzielt. Ursprünglich war das Gastspiel Brümmers für acht Abende in einigen weiteren interessanten Werken der neueren Literatur von Lindau und anderen uain hasten Autoren vorgesehen. Diese Absucht zeigte sich aber rasch unausführbar, als schon die zweite Vorstellung, die zu­dem Blumenthals bekannten Probepseil brachte, einen kaum nennenswerthen Besuch auszuwciseir hatte. Reif-Reiflingen, mit dem der Gast darum sein Gastspiel vorzeitig abbrach, bildet die Fortsetzung zu demKrieg im- Frieden" desselben Verfassers, der nach dem außerordentlichen Anklang, den das Letztgenannte Lustsptel auf allen deutschen Bühnen und sogar

im AuSlande fand, sich entschloß, ein zweites Lustspiel mit den nämlichen Hauptpersonen zu verfassen und es verstanden hat, der naheliegenden Gefahr zu entgehen, lediglich einen schwächlichen zweiten Ausguß des zum ersten Mal kredenzten Trankes zu liefern und in seinem Rets-Reiflingen ein zweites frisches und auch verhältnißmäßig originelles Lustspiel ge­schaffen hat. Indessen wandeln die beiden StückeKrieg und Frieden" undReis-Reiflingen" keineswegs auf neuen Bahnen, sondern sind echte und rechte Repräsentantcu der ganzen mo­dernen deutschen Lustspielliteratur. Der ungemein große Er­folg der beiden Moser'schen Lustspiele ist denn auch haupt­sächlich auf die eine, wirklich originell und sehr glücklich und lebenswahr characterisirte Figur des Reif-Reiflingen zurück­zuführen. Es bleibt zu bedauern, daß man sich hier in wei­teren Kreisen den Genuß hat entgehen lassen, sich an der ganz vorzüglichen, in dem kleinsten Zuge wahren und aufs Feinste ausgearbeiteten Darstellung Adalbert Brümmers zu erfreuen. Einem solchen Künstler gegenüber haben die übrigen Mitwirkenden immer einen schweren Stand und es ist immer ein besonderes Lob, wenn man ihnen einräumt, daß sie mit Ehren neben ihm bestanden haben. Wir können dies leider diesmal nicht von Allen sagen, wie bei den voraus- gehenden Gastvorstellungen. Frau Anni Reiners aller­dings stand völlig auf der Höhe ihrer Ausgabe und machte mit ihrem lieblichen Spiel einen so schönen Eindruck wie immer. Ebenso gab sich Herr Rudolph Biebrach alle Mühe und wurde den Anforderungen seiner Partie vollkommen gerecht. Frl. Rellstab dagegen konnte nicht befriedigen- es wäre der Direction zu empfehlen, da sie ja reichlich über die nöthigen Kräfte verfügt, Frl. Rellstab in weniger hervor- tretenben Rollen zu beschäftigen. Warum hat zum Beispiel gestern Frl. Bischoff ihre Partie nicht übernommen? Auch von den übrigen Mitwirkenden waren einige nicht ganz an ihrem Platze.

Kaiser-Panorama. Wenn wir nach dem bisher im Panorama Gesehenen bei Ankündigung einer neuen Serie auch jedesmal überzeugt sind, daß dieselbe nur gut cmssallen werde, so müssen wir doch gestehen, daß wir bet Besichtigung der in dieser Woche ausgestellten BilderDie Schweiz Cyklus II" geradezu erstaunt gewesen sind. Der Effect, den diese Serie in Bezug auf Auswahl der Ansichten, Natur- treue und Farbenbeleuchtung hervorzaubert, drängt alles bis­her Gebotene in den Hintergrund. Der Zauber, den die Landschaften ausüben, wirkt in der That überwältigend. Liebliche Ortschaften an malerischen Seen gelegen und bc« strahlt vom Hellen Sonnenschein, lachen uns an. Grüne, duftige Matten, murmelnde Quellen und Bäche erfrischen unser Auge, während wir an den eisgeharnischten Riesen der Gletscherwelt, den tief gähnenden Schluchten und den impo­santen Felsmassen so recht die Großartigkeit der Natur be­wundern können. Das ist die Schweiz, wie sie lebt und webt. Aufmerksam machen wir besonders auf folgende Punkte: Panorama von Prätigau, Appenzell, die weltberühmte Via-Mala, Graubünden, die Rheinquellen und Gletscher 2c. Wir können den Besuch des Panoramas für diese Woche nur vor allen Dingen empfehlen.

Anschließend an die Localnotiz aus Heuchelheim in unserer Nr. 251 vom 28. October, wonach ein junger Bursche daselbst mit einem Spaten so schwer verletzt wurde, daß er zur hiesigen Klinik verbracht werden mußte, theilen wir ergänzend mit, daß der unglückliche junge Mensch seinen schweren Verletzungen gestern eriegen ist.

Mit dem 15. December ist die Winterschonzeit für Fische in allen fließenden Gewässern des Großherzogthums beende^. Mit dem gleichen Tage beginnt auch die Heegzeit für weibliches Rehwild und dauert bis zum 15. October des nächsten Jahres.

Erledigte Stellen für Milit'äranw'ärter im Bezirke des 11. Armeecorps. Halver, Postamt, Landbriefträger, auf vierwöchige Kündigung, 650 Mk. Gehalt und 72 Mk. Wohn- ungsgeldzuschuß. Direction der Saale-Eisenbahn-Gesellschaft in Jena, Hilsswärter. auf Kündigung, Tageloyn Mk. 1.80 im Sommerhalbjahr, 1.70 Mk. im Winterhalbjahr - als Uni­formsstücke werden ein Ueberzieher und eine Mütze geliefert. Bezirk des Kgl. Eisenbahn-Betriebsamts zu Wiesbaden, zehn Stationsaspiranten für den Stations- und Expeditionsdienst, nach beendigter Probezeit und abgelegter Prüfung zum Stationsassistenten auf einmonatliche Kündigung als Diätar, anfänglich je 85 Mk. monatlich. Im Bezirke der Großh. hessischen (25.) Division. Darmstadt, Großh. Landgestüts- Direction, Landgestütsbeiknecht, auf Kündigung, 900 Mk. jährlich und Antheil an den Trinkgeldern im Durchschnitt von 55 Mk. jährlich. Gernsheim (fliegende Brücke), Wasserbau­amt WormS, Brückenwärter, auf Widerruf im Sinne des Großh. Hess. Gesetzes vom 10. Mai 1875, 1100 Mk. Ge­halt. Worms, Wasserbauamt Worms, ein Brückenwärter und ein Oder-Brückenwärter, auf Widerruf im Sinne des Großh. Hess. Gesetzes vom 10. Mai '1875, ersterer 1200 Mk., letzterer 1600 Mk.

X Laubach, 16. December. Der provisorische Gym- nauallehrer Friedrich Becker hier niurbe zum Lehrer an dem Gymnasium Friedericianum zu Laubach ernannt.

* Darmstadt, 16. December. Gestern Abend gegen 7 Uhr wurde in dem Hause LuZnvigstraße Nr. 3 in einem Mansarbenstübchen ein 67jähriges Fräulein Marianne Duft auf einem Stuhle in unmittelbarer Nähe des Ofens fistend, tobt, in theilweise verkohltem Zustande, aufgefnubeu Vis | jetzt hat man noch keine Anhaltspunkte dafüru zu. entdecken vermocht, auf welche Weise der entsetzliche Unglücksfall sich ereignet hat.

* Mainz, 16. December. Heber ; ben am Sonntag j hier stattgehabten hessischen Kat ho lick en tag ist noch nachzutragen, baß bie Versammlung ein Telegramm au tun Großherzog gerichtet hat, des .Inhalts, die nach Lausenden

zählenden, dahier in derStadthalle" versammelten Katholikc." Heffens senden Ew. Königl. Hoheit ehrerbietigen Gruß, er­neuern das Versprechen treuer Ergebenheit und vertrauen auf den bekannten Gerechtigkeitssinn des Landesvaters." Aus «das Telegramm traf folgende Antwort ein:Ich spreche meinen herzlichen Dank für ben übermittelten Ausdruck der Gesinnung au5 und freue mich, daß Sie meiner Gerechtigkeit vertrauen. Ludwig."

* Von der Bergstraße, 15. December. Das diesjährige Tabakgeschäft ist im Ried und an der Bergstraße nun­mehr als beendet zu betrachten. An der Bergstraße wurden durchweg per Centner nur 18 Mk., im Ried dagegen 28 bis 32 Mk. erzielt. Der Tabakbau ist in unserer Gegend immer mehr im Rückgang begriffen und wird durch den Hopfen-, Futter- und Gemüsebau verdrängt.

*= Frankfurt a. M., 15. December. Erfroren ist in der Nacht vom Freitag zum Samstag der Fuhrmann Georg Hoffmann aus Bockenheim. Er wurde Samstag früh von einem Bahnwärter in der Nähe des Biegwaldes in einem Graben, durch dessen Eisdecke er durchgebrochen war, erfroren aufgefunden. Der Kopf des Unglücklichen ragte nur noch heraus. Bei der augenblicklich herrschenden empfindlichen Kälte das Thermometer zeigt früh an exponirten Stellen 10 und mehr Grad unter Null ist es zu verwundern,, daß man nicht von mehr Unglücksfällen hört.

Oberbürgermeister Adickes verläßt morgen wieder unsere Stadt, in der er seit einigen Tagen weilt. Mehrere Festessen wurden ihm zu Ehren in engem Kreise veranstaltet. Samstag war Herr Adickes in Wiesbaden und stellte sich dem Herrn Regierungspräsidenten vor. Wie es heißt, wird Letzterer zu Anfang des neuen JahreS bas neue Stabtoberhcmvt in feierlicher Weise einfübren. Eine Wohnung, welche Herr Adickes jetzt hier suchte, hat er noch nicht gemietet.

Eisenbahnunfall. Auf dem Hauptbahnhof passirte gestern Vormittag ein kleiner Unfall. Zwei ins Rollen ge­kommene Eisenbahnwagen fuhren einem zur Abfahrt bereit stehenden aber noch unbesetzten Personenzug in die Flanke, wodurch zwei Wagen entgleisten und der Postwagen uni- geworfen wurde. Die Wagen wurden theils wenig, theils erheblich beschädigt. Eine Betriebsstörung fand durch den Vorfall nicht statt.

Am 20 und 21. October tagte in Berlin ein Kongreß deutscher Nähmaschinenfabrikanten und Händler, der während seiner Verhandlungen auch folgende, von Herrn Commerzienrath Naumann in Dresden beantragte Resolution einstimmig annahm: »Irr A«» betracht der schädigenden Wirkungen der Mac Sinley Bill auf den gekämmten deutsche« Handel und Gewerbe be­schließt der Csngreß, an das deutsche Publikum die Bitte zu richten, amerikanische Industrie-Grzeugnisse, rramitt- lich Nähmaschinen, nicht mehr zu kaufen, sondern durch Unterstützung der vaterländischen Industrie dazu beiz«- tragen, datz die durch diese Mae Kinley Bill erwerbloS ge­wordenen Arbeiter in andere« Industriezweigen Beschäfti­gung finden."

Diese Bitte ist umsomehr berechtigt, als es deutschen Fabrikan­ten des hohen Zolles wegen absolut unmöglich ist, Nähmaschinen nach Nordamerika zu liefern, während der hiesige minimale Zoll­betrag es der Singer Comp. in New-Aork, vertreten in Deutschland durch Herrn Netdlinger, ermöglicht, den deutschen Markt mit Näh­maschinen zu überschwemmen.

Die deutsche Nühmaschtnenindustrie zählt zu den hochentwickelt­sten Judustrieen, besonders haben sich eite, schon lange Jahre be­stehende Firmen, wie Seidel u. Naumann in Dresden, Pfaff in Kaiserslautern, Gritzmr in Durlach, Bär u. Rempel in Bielefeld, ein bedeutendes Renommäe in der Branche erworben. Deutschland war von jeher besonders in der Kleinmechanik den Nachbarvölker» überlegen und es kommt der Nähmaschinenindustrte ein großer Stemm wohlgeübter Mechaniker zu Statten. Ein großer HLndler- stand hat sich berangebildet, der, von genügenden (Kapitalien unter­stützt, auch Zahlungserleichterungm gewähren kann.

Kurz, die deutsche Nähmaschmentndustrie, die auf dem Welt­markt so großartige Erfolge aufzuweisen hat, glaubt einer billigen Rücksichtnahme vollauf werth zu sein; ste appellirt an den ge­sunden praktische« Din« der Bevölkerung und reclamtrt zum Bortheil der Branche wie des gesammten Vaterlandes den deutschen NLHmaschinenmarkt für die dentsche« Fabri­kanten und Händler. __________

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Die Durchschnittspreise der wichtigste« Lebensmittel in Frankfurt a. M. betrugen im November 1890 im Vergleich zu den in Klammern beigefügten Verkaufszahlen im October d. I. für 1000 Kilogramm: Weizen «X 189 (187), Roggen 174 (168), Gerste JL 160 (158), Hafer JL 140 (140), Kvcherbsen JL 236 (231), Sveisedobnen Jt 279 (278), Linsen JL 424 (423), Eßkartoffeln JL 56,5 (56,2), Richtstroh JL 40,7 (41,5), Heu 51,2 (50,7); für 1 Kilogramm Rindfleisch JL 1,31 (1,33), Schweinefleisch JL 1,41 (1,45), Kalbfleisch JL 1,30 (1,34), Hammelfleisch ** 1,29 (1,32), geräucherter inländischer Speck JL 1,82 (1,86), Eßbutter 2,38 (2,27), Weizenmehl Nr. 1 JL 0,34, Roggenmehl Nr. 1 X 0,30, Javareis JL 0,55 (0,55), mittlerer roher Jaoakaffee X 2,86 (2 85), gelber gebrannter Jaoakaffe 3,76 (3,76), inländisches Schweine­schmalz JL 1,71 (1,75), für ein Schock Eier JC 4,33 (4,03).

Frankfurt, 15. December- Viehmarkt. ES waren ange­trieben 376 Ochsen, 15 Bullen, 459 Kühe, Stiere und Rinder, 278 Kälber, 115 Hämmel und 406 Schweine. Die Preise stellte« sich für Ochsen 1- Qual, auf JL. 7072 pr. Ctr Schlachtgewicht, 2. Qual. 6266, Bullen «X 5358, Kühe und Rinder 1- Qual.

6062, 2. Qual. 52-56, Kälber 1 Qual. 6570 H, 2. Qual- 5560 H, Hämmel 1- Qual. 61-63 H, 2. Qual. 5051 H per Pfd, Schweine 1. Qual 5660 H, 2 Qual. 5255 H pr. Pfd. Schlachtgewicht.

Frankfurt, 15-December. Fruchtbericht. Wetzen hiesiger und Wetterauer 1925 bis 19.40, fremder 22 bis 22.50, Roggen hiesiger 17.75 bis, Hafer prima <X 14.80 bis 15 75, mittel <X. bis.

Neues Theater in Gießen.

Donnerstag ben 18. December bleibt das Theater geschloffen.

Freitag den 19. December: Die Ehr»'

Bremen, 15. Deceiw er. (Per transatlantischen Telegraph-I Der Schnelldainpfer Tiave, Eapt. R. Buffias, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 3. December von Bremen uod am 5. Dccembcr von Southampton abgegangen war, ist gestern ,8 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angenommen.

Briefkasten.

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