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rOEL £*• (Dr. C°rr .2ß,Ibb?b nahm gestern der ,m unserer Stadt kurzen 'Gesellschaft in Berbindnna und mehreren Freunden zu Ehren des Forschers anstalten. In vr. Peters Siese vom hiesigen 81. Re- 'ka war und mit Buschirr Emmanuel Cohn, der Dorrte in einer Ansprache den Deutschlands im dunkelen den sreundlichen Empfang Deutschland gebrauche über? Afrikas müsse man mehr ende Seite der deutschen dürfe die deutsche Flagge tzt werden, man müsse aus ! aus die Erwerbung Verlagen. Die überseeischem rung des deutschen Volkes halb wundere er sich, daß te colonialen Bestrebungen men Pläne äußerte Peters ; den Wunsch habe, baldigst ch mit Emin Pascha zu lieber ßmin sprach Peters luf die Engländer ist der üeselben hätten ihm alle t lieber die deutsche iffe, die Phrase, Deutsch- n Friedens, werde bald m.bilden. Deutschland Frieden zu wünschen, als .rt der deutsch-nationalen
Engländer, Russen und ! Frieden behüten. Herr 5 vr.Pettts ist heute- urq gereist-
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„auch diese 5 Thaler von seinem zukünftigen Gehalte in Abzug bringen zu wollen!"
* Oldenburg, 13. September. Nach einer Meldung der „Oldenburger Ztg." haben 16 Reservisten des 78. Regiments dem Hauptmann den Gehorsam verweigert, indem sie nicht zum Appell erschienen. Die Schuldigen wurden zu mehrjährigen Festungsstrafen verurtheilt.
* Die neueste Straßen-Wandel Reclame hat ein Herren- Garderoben-Händler in Berlin erfunden. Er ließ zwei Plakatträger aufmarschiren, die vom Kopf bis Fuß in eleganter Balltoilette, d. h. mit schwarzem Frack, Cylinder, weißer Weste, Cravalte und Handschuhen erschienen. „Trotz" ihrer „noblen Toilette" mußten sie manchen Spott der Vorübergehenden sich gefallen lassen.
* Der verhängnißvolle Witz. In der Mitte des sechszehnten Jahrhunderts lebte in Leipzig ein gewisser Magister Eusebius Chrhsostomus Mallens (eigentlich Hammer), von dem die Sage ging, -er sei ebenso reich als geizig. Ein Student Teutschler aus Borbrun in Böhmen verbreitete über ihn folgendes beißende Epigramm: „Den höchsten Grad von Sparsamkeit erreicht Mag. Mallens. Er hat in der „Grim- maischen Gasse" ein Bodenstübchen ermiethet, in welchem er
weder gehen, noch liegen, ja nicht einmal sitzen kann. Das Stübchen ist im Gegentheil so klein, daß der gelehrte Herr, wenn er sich in demselben aushalten will, aus Mangel an Platz fortwährend auf einem Beine stehen muß." Dieser Witz kostete übrigens dem Studenten Teutschler das Leben, denn man sand ihn nicht lange darauf vor dem Grimmaischen (alten) Thore Nachts niedergestochen und auf seiner Mütze war der, obige Behauptung enthaltende Zettel befestigt, den Teutschler an die Thür des Auditoriums des geizigen Gelehrten angenagelt gehabt hatte.
i ganz hellbräunlicher Farbe. — Ver- >eck g wird und bricht) brennt langsam
Verfälschte schwarze Seide.
Man verbrenne ein Müsterchen des Stoffes, von dem man kaufen will, und die etwaige Verfälschung tritt sofort zu Tage: Aechte, rein gefärbte Seide kräuselt ofort zusammen, verlöscht bald und hinterläßt wenig Asche von ’t**t“* *-
fälschte Seide (die leicht svec v
fort, namentlich glimmen die „Schußfaden" weiter (wenn sehr mit Farbstoff erschwert), und hinterläßt eine dunkelbraune Asche, die sich im Gegensatz zur ächten Seide nicht kräuselt, sondern krümmt. Zerdrückt man die Asche der ächten Seide, so zerstäubt sie, die der verfälschten nicht. Das Seidenfabrik-D6M von G. Henne- berg (K. u. K. Hoflief) Zürich versendet gern Muster von seinen echten Seidenstoffen an Jedermann, und liefert einzelne Roben und ganze Stücke porto- und zollfrei ins Haus. 1873
verkehr, Can». u«ö vslk»wirthschaft.
Gießen, 16. September. (Marktbericht). Auf dem heutigen Wochenmartt kostete: Butter pr. Pfd. JL 0,90—1,05, Hühnereier 1 St. 6—7, 2 St. — H, Enteneier 1 St.--H, 2 St. —
Käse pr. St. 4—8 H, Käsematte pr. St. 3 H, Erbsen vr. Liter 16 A, Ansen pr. Liter 28 A, Tauben pr. Paar JL 0,50—0,70, Hühner pr. Stück v* 0,85-1,00, Hahnen pr. St X 0,50-1,00, Enten pr. Stück X 1,30-1,70, Ochsenfleisch pr. Pfd 70—74 A, Kuh- und Rindfleisch 60—64 A, Schweinefleisch 68-70 A, Hammelfleisch bO-ML, Kalbfleisch 60- A, Kartoffeln pr. 100 Klo 4,50-6,50, Weißkraut pr. St.--A, Zwiebeln per Centner 6,00—7,00, Milch per
Liter 12-18 A*
Wöchentliche Aeberficht der TodesMe in Gietzen.
37. Woche. Vom 7. September bis 13. September 1890.
Einwohnerzahl: 20 500 (tncl. 1600 Mann Militär).
Sterblichkeitsziffer: 12,7 °/oo.
Kinder
Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom
1. Lebensjahr: 2.—15.Jahr:
Lungenentzündung 3 (1) 2 (1) 1 —
Lungenblutung 11 — —
Unbekannter Krankheit 1________— _______1_________—
Summa: 5 (1) 3 (1) 2 —
Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern gebm an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit aus von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen.
Mtthelßschk Sisknbshnea.
Die Lieferung von ca. 400 lfd. m Weichenschwellen aus Eichenholz ist zu vergeben. Angebote sind bis zum 22. d. M. dahier einzureichen; die Bedingungen können bei unserer Registratur, sowie auf der Station Alsfeld eingesehen werden
Gießen, den 12. September 1890.
7598 Großherzogliche Direktion.
Bekanntmachung.
Die beiden Steinbrüche im District Hochwarte des Gießener Stadtwaldes sollen SawStag den 20. d. M., Bormittag- 11 Uhr, im Saale des alten Rathhauses verpachtet werden.
Gießen, 13. September 1890.
Großh. Bürgermeisterei Gießen.
763£_____Gnauth._________
Bekanntmachung.
Künftigen Donnerstag den 18. dieses Monat-, Nachmittag- IVs Udr, soll ein Gemeindebulle dahier im Gehöfte des Heinrich Zimmer VIII. unter den vor der Versteigerung bekannt gegebenen Bedingungen als Schlachtvieh öffenllich meistbietend versteigert werden.
Lich, am 15. September 1890. Grobherzogliche Bürgermeisterei Lich.
Walz. 7629
Bekanntmachung.
Areitag den iS. d. M., Vormittags 10 Uhr, läßt Herr Heinrich Schudt I. in Müschen heim in seiner Behausung
1 Chaise, 2 Wagen, 3 vollständige Betten, 3 Bettladen, mehrere Fässer und Bütten, Pflüge, Pferdegeschirre, 1 eis Kessel und sonstige Gegenstände freiwillig durch den Unterzeichneten gegen Baarzahlung versteigern-
Lich, 14. September 1890.
Jöckel
?b32_________________Gerichtsvollzieher.
Montag den 22. September,
Mittags 2 Uhr, sollen im alten Rathhause zu Gießen versteigert werden:
eine Parthie zinnener Teller und Schüsseln, eine Uhrkette, sowie die Kartoffel- und Obsternte von einem Garten am Nahrungsberg.
Kemmer.
7627____________________Pfandmeister.
Gemeinde-Obst-Verkauf
zu LaunSbach am Kreitag den 19. Septbr. e., 1 Uhr:
ca. Ctr. Aepfel 54, Birnen 10, Zwischen 21, zu Krofdorf am Montag den 22. Geptbr. e., 1 Uhr:
ca. Ctr. Aepfel 140, Birnen 15,Zwischen 20. Krofdorf, den 13. September 1890.
7633 Das Bürgermeisteramt-
Zwangsversteigerung.
Mittwoch den 17. September U I., von Nachmittags 2 Uhr an, werden in dem Hause Asterweg 13 gegen Baarzahlung versteigert:
9 vollständige Betten,
2 vollständige Betten mit eisernen Bettstellen,
2 Sophas,
1 Nähmaschine,
1 Commode mit Glasaussatz und Secretär,
1 Commode mit Schreibpult,
3 Tische,
1 zweithür- Kleiderschrank, 1 Weißzeugschrank,
1 Brandkiste, 1 Schrcibpult,
2 Spiegel und ein neues Ladenregal.
Die Versteigerung findet bestimmt statt.
Born, Geissler,
7614 Gerichtsvollzieher.__________
Grunberger Turnhalleban - Derloosimg.
Ziehung am 18. October 1890.
Zur Verloosung kommen: Vieh, Haus- und landwirthschastliche Gegenstände.
I Hauptgewinn i* W. von MO Mk. 2 Gewinne ä 200 Mk., 8 ä 100 Mk. 10 ä 30 Mk u s. w. iLoose a 14 sind zu beziehen durch die Herren Kart Teim und Karl Nepp in Grünberg, sowie durch die Expedition deS Grünberger Anzeiger- und
Heinrich Wallach in Gießen. [7443
Ausverkauf von Polstermobeln.
Wegen Bauveränderung meines Lagers gebe ich 16 eomplete Polstergarnituren, sowie 30 St. Sopha und Divan in modernster und solider Ausführung in Seide-, Frise-, Plüsch- und Gobelinstoffen, sowie mehrere Speise- und Schlafzimmereinrichtungen in Eichen und Nußbaum zu Fabrikation-Preisen ab. [7640
Möbelfabrik von Carl Siückrath, Asterweg 47
Unter dem allerhöchsten Protectorate Seiner Königlichen Hoheit des Grossherzogs Ludwig IV.
Lotterie für die Landw. Ausstellung
in Mainz a. Rh.
Ziehung am 93. September <1. J.
1200 Gewinne im Werthe von 20,000 Mk.
Loose a 1 Mark sind überall bei den bekannten Verkaufsstellen zu haben, sowie durch die Generalagentur 7400
J. B. Heim jr., Mainz.
Nunfl unö -lohnen flickerei.
Fahnen und Standarten werden von dem einfachsten bis zum feinsten Genre in nur Handarbeit-Stickerei billigst angefertigt von 7649 Ph. Schlatter.
Mittwoch den 17. d. M-, a) Nachmittags Va2 Uhr sollen Asterweg 13 in Gießen gegen Baarzahlung öffentlich versteigert werden:
1 Bett, 2 Nachttische, 1 Pfeilertischchen, diverse Bilder,
b) Nachmittags 2 Uhr in der früher Bramm'schen Hofrailhe dahier:
2 Schweine, 11 Gänse, 2 Pferde, 1 Anzahl WirthStische, 2 Sophas, 2 Commoden, 1 Kleiderschrank, 1 Schreibtisch u. a m
Gießen, den 15. September 1890.
Engel, 7621 Gr- Gerichtsvollzieher.
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