Breslau, 14. November. Die schlesische Provinzialsynode beschloß, der „Schlesischen Zeitung" zufolge, aus verfassungsmäßige Erledigung des am 22. October 1885 von der Generalsynode genehmigten Kirchengesetzes über das Diensteinkommen der Geistlichen hinzuwirken, und sprach ferner die Erwartung aus, daß die Generalsynode in ihren aus Selbstständigkeit der Kirche gerichteten Bestrebungen unentwegt fortfahren werde. Die Provinzialsynode dankte den kirchlichen Schulbehörden für deren erfolgreiche Arbeit zur Versorgung der evangelischen Schulkinder mit confessionellem Religionsunterricht und zur Errichtung consessioneller Schulen.
München, 14. November. Die „Allgemeine Zeitung" meldet: die Verwaltung der bayerischen Staats bahnen werde zweifellos den Haupttheil der Lieferung ihres diesjährigen Schienenbedarss (10 000 Tonnen) englischen Werken zuertheilen, wegen der unberechtigten Höhe der Preise des deutschen Schiencncartells. Gemäß den Intentionen des bayerischen Landtags wird aber doch ein Theil der Lieferung bayerischen Werken übertragen. Die „Allgemeine Zeitung" bestätigt auch die Nachricht, daß die Verwaltung der bayerischen Staatsbahnen den Ruhrkohlenhändlern gegenüber ihre scharfe Stellungnahme gegen die Preise des Kohlenverkaufsvereins ausgedrückt habe.
Wien, 14. November. Hofrath Nothnagel begann die Vorlesung mit einer Besprechung von Professor Kochs Heilmittel gegen die Tuberkulose und sagte: Wir stehen vor einer der größten geistigen Errungenschaften aus dem Gebiete der Medicin. Es scheint gebührend, daß für diese Leistung ein Gedenktag und Ehrentag geweiht werde. Nur eine That könne derjenigen Kochs an die Seite gestellt werden : Jenners Vaccination. Die größte Leistung Kochs sei die Schaffung einer Methodik der bacteriologischen Untersuchungen. Wir stehen einem Momente gegenüber, der zu den erhabensten gehört, die der menschliche Geist erleben kann. — Hofrath Billroth sprach ebenfalls über das Koch'sche Heilmittel in der anerkennendsten und lobendsten Weisen. Eine ungeahnte Perspective eröffnet es unseren Blicken. Alle Zweige der Medicin werden von der genialen Entdeckung Vortheile erlangen. Billroth erhofft durch das Mittel eine gefahrlose Eröffnung von Lungenkavernen. Für Billroth ist es nur eine Frage der Zeit, für die Heilung des Krebses ein Remedium zu finden.
Paris, 14. November. Der Munizipalrath bewilligte fünftausend Franken als Beitrag zur Errichtung des Garibaldi-Denkmals.
Calais, 14. Novbr. Das norwegische Schiff „C a m i l l a" sollte gestern nach Neparirung seiner Havarien nach seinem Bestimmungsorte Margate weitersegeln- der zweite SchiffS- osfizier verweigerte jedoch die Einschiffung, weil das Schiff angeblich seeuntüchtig sei. Aus telegraphischen Befehl des scandinavischen Generalconsuls fährt die „Camilla", nachdem ihre Seetüchtigkeit constatirt ist, heute ab mit dem genannten Offizier, welcher an Bord verhaftet ist und erst auf hoher See freigelassen wird.
Amsterdam, 14. November. Dem Vernehmen nach wird die Königin Emma am nächsten Donnerstag in feierlicher Versammlung der Generalstaaten den Eid als Regentin leisten?
Lissabon, 14. November. Die Studirenden der Universität Coimbra veröffentlichten ein mit 121 Unterschriften versehenes republikanisches Manifest.
— Die hier erwarteten, von Brasilien kommenden Freiwilligen, welche ihre Dienste im portugiesischen Ostafrika angeboten haben, werden zunächst in hiesigen Kasernen untergebracht, dann wahrscheinlich eingeschifft werden und aus dem Plateau Moffamedes eine militärische Colo nie bilden.
CocaU» «nd provinzielles*
Gießen, 15. November.
— Unsere Leserinnen wie auch Freunde von künstlichen und Naturblumen machen wir auch an dieser Stelle aus zwei Ausstellungen ausmerksam, welche in diesen Tagen bei freiem Eintritt zum Besuche einladen. Wir meinen hier die Ausstellung von künstlichen Blumen, angefertigt von Schülerinnen der Frl. Geschwister Möser in der Aliccschule, sowie diejenige von Chrysanthemum und anderen Pflanzen der Herren Gebr. Becker im Saale des Hotel „Einhorn". Erfreuen in der Aliceschule den Besucher die hübschen Arbeiten, welche z. Th. wahre Meisterwerke von Geschmack und Kunstfertigkeit sind und den Schülerinnen alle Ehre machen, so ist dies auch von der Ausstellung im „Einhorn" zu sagen, über welche wir nachstehend berichten.
— Im Saale des Hotel „Einhorn" haben die Gärtnerfirmen Louis Becker und Carl Becker eine große Olir^santhemum Ausstellung arrangirt, deren Besuch Jedermann, ob Blumenkenner oder nicht, hierdurch besonders em- psohlen wird. Diese Chrysanthemum-Sammlung, welchx die rechte Längsseite des Saales einnimmt und in einer Reihe prächtiger Lorbeerbäume einen schönen Hintergrund hat, wirkt nicht nur durch ihre geschmackvolle Gruppiruug, sondern auch durch die Farbenfülle und -Abstufung vom reinsten Weiß biö zum dunkelsten Roth und durch die eine vorzügliche Pflege verrathende Entwicklung der einzelnen Pflanzen. Die der Chrysanthemum - Sammlung gegenüber befindliche Wandseite des Saales ist durch eine schöne Collection bunter Blattpflanzen, Palmen u. s. w. bedeckt, während der ebenfalls die ganze Länge des Saales einnehmende Mitteltisch ganz mit Alpenveilchen in verschiedenen Farben, überragt von mexikanischen Edeltannen rc. bedeckt ist. Ein weiterer Tisch wird von Bilbergias, Eucharias u. s. w. bedeckt. Aurocarien, Ericcas, Cyclamen in schönster Bliithe, Primeln u. s. w. vervollständigen die Sammlung. Die Ausstellung bleibt bis Montag Abend 9 Uhr geöffnet und ist unentgeltlich zu besichtigen- für Blumenliebhaber eine gewiß willkommene Gelegenheit, über Anschaffung irgend einer Sorte schlüssig zu werden. Wem bei Tage der Besuch der Ausstellung nicht
möglich, besuche sie am Abend, sie ist bei künstlicher Beleuch- I tung eigentlich noch effectvoller.
— Theater. Die Besprechung der letzten Vorstellung muß diesmal wegen Unwohlseins unseres Referenten verschoben werden.
— Theater. Am Sonntag gelangt eine höchst ergötzliche Gesangsposse „Der Registrator auf Reisen" zur Ausführung. Die famose Hauptrolle liegt in den Händen des Herrn Directors Adam Reiners, der darin ebenso reichlich Gelegenheit haben wird, wie in den „beiden Reichenmüllern" als August Knoch, sein ganzes komisches Talent zu entfalten. In Berlin ist das vorzügliche Stück in dem berühmten Wallnertheater über 200 Mal zur Aufführung gelangt, gehört also zu denjenigen Repertoir- stücken dieses Theaters, die den durchschlagendsten und größten Erfolg erzielt haben.
Friedberg, 14. November. Laut hierher gelangter Mittheilung Kaiser!. Oberpostdirection in Darmstadt liegt die Absicht vor, die P e r s o n e n P o st Friedberg-Homburg, welche Zuschuß erfordert, eingehen zu lassen.
J. Hungen, 12. November. Dem in einem hiesigen Betriebe thätigen Arbeiter L. wurden heute, als.er au einem Dampfsägewerk mit Holzschneiden beschäftigt war, durch die Säge 3 Finger abgeschnitten.
Büdmgen, 14. November. Seine Königliche Hoheit der Groß Herzog haben Allergnädigst geruht: Am 12. November den Steuercontroleur Georg Schäfer hier zum Nentamtmann des Rentamts Lampertheim mit Wirkung vom 1. Deccmber d. I. zu ernennen.
K. Effolderbach, 13. November. Heute Abend hat sich in hiesiger Gemeinde eine Spar- und Darlehenskasse (eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht) gebildet. Dieser Kasse sind sogleich 30 Mitglieder beigetreten. Das Verdienst zum Zustandekommen der Kasse gebührt in erster Linie dem Herrn Rechner Wolf von hier. In verschiedenen Nachbargemeinden beabsichtigt man auch, wie uns gesagt ist, in nächster Zeit mit Bildung derartiger Kassen vorzugehen.
vermischte«.
*— Frankfurt a. M., 14. November. Ueber die Anwendung des Zonensystems auf den Personen- und Gütertransport der Eisenbahnen sprach gestern Abend im hiesigen Verein für Handel und Industrie der Directions- secretär der Dux-Bodenbacher Bahn, Herr Dr. Perrot, welcher als Begründer des Systems, Personen- und Gütertarife nach Zonen einzurichten, gilt. Der Personenverkehr, so führte Redner aus, habe sich, nach Meilen berechnet, so gut wie nicht gehoben, eine Erscheinung, welche darauf zurückzusühren sei, daß der Personenverkehr noch völlig auf dem alten Standpunkte wie bei Entstehung der Eisenbahnen verharre. Während die Eisenbahnen sich in technischer Beziehung sehr vervollkommneten, blieb das Tarifwesen unverändert, wenigstens so weit es sich um den Personenverkehr handelt. Die Gütertarife haben eine Ermäßigung aus J/3 erfahren und die Folge war die Verfünffachung des Güterverkehrs. Dr. Perrot schlug bereits Ende der 60er Jahre einen einfachen Zonentarif für Personen-, Güter- und Packet- vcrkehr vor, aber nur der letztere fand Beachtung und wurde später durch unfern jetzigen Generalpostmeister Exccllenz v. Stephan verwirklicht. Die Perrot'schen Vorschläge bezüglich des Personenverkehrs gingen dahin, 2 Zonen zu bilden, von denen die erste Strecken bis zu 10 Meilen, die zweite solche von 10 und mehr Meilen umfassen sollte. Letztere sollte für die 3. Wagenklasse 1, für die 2. Klaffe iy2 und für die 1. Klaffe 6 Mk. kosten. Redner hat damals berechnet, daß der Verkehr sich nur zu verdoppeln brauchte, um die früheren Einnahmen zu erzielen. Seine Vorschläge fanden aber auf der einen Seite, so z. V. in der Presse, keine Beachtung und wo man sie beachtete, stießen sie aus egoistischen Befürchtungen auf Widerstand. Im August vorigen Jahres wurde in Ungarn ein Zonentarif eingeführt. Das Resultat überstieg selbst die Erwartungen Perrots, denn es ergab sich von vornherein eine Mehreinnahme, die sich noch fortgesetzt steigert. 800 Kilometer kann man in der 3. Klasse für 4 Gulden durchfahren! Der ungarische Personentarif bedarf nach Redners Ansicht aber auch noch der Vereinfachung. Derselbe hat 15 Zonen, während die Hälfte nach Perrots Ueber- zeugung vollständig ausreicht. Dem Beispiele Ungarns sind bekanntermaßen in diesem Jahre die österreichischen und böhmischen Bahnen gefolgt und das Ergebniß ist auch dort ein überraschend günstiges. Perrot klagt über die Gleichgültigkeit, mit welcher diese bedeutungsvolle Frage behandelt werde und meint, in Deutschland beginne man zwar endlich der Sache Aufmerksamkeit zu schenken, aber es rege sich noch lange nicht genügend. Alles Widerstreben in amtlichen Kreisen toetöe aber nicht verhindern können, daß die Eisenbahnresorm- srage Boden fasse und die Bildung von Vereinen für Eisen- bahuresormen zeigten am deutlichsten, daß das Interesse bereits geweckt sei. Das in erster Linie bei der Frage interessirte Publikum müsse für die Sache eintreten, dann werde die Einführung des Zonentarifs nicht mehr lange auf sich warten lassen. Mit der Hoffnung, daß dies der Fall sein möge, schloß Redner seinen interessanten Vortrag.
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Sietzen, 15. November. Marktbericht. Auf dem heutigen Wochenmarkl kostete: Butter pr. Pfd. 0,85—1,00, Hühnereier 1 St. 7-8, 2 St. — 4, Enteneier 1 St.--4, 2 St. - 4,
»käse pr St 4—8 4, Käsematte pr. St- 3 4, Erbsen pr. Liter 16 4, Linien pr. Liter 28 4, Tauben pr. Paar X 0,50—0,70, Hühner pr. Stück ä. 0,85—1 00, Hahnen pr. St X 0,60—1,00, Enten pr. Stück X 1,40—1,60, Ochsenfleisch pr. Pfd 70—74 4, Kuh- und Rindfleisch 60—64 4, Schweinefleisch 70—80 4, Hammelfleisch 62—68 4, Kalbfleisch 60— 64 4, Kartoffeln pr. 100 Kilo X 3,50 —5,50, Weißkraut pr. St. 3—7 4, Zwiebel, per Centner X 6,00^-0,00, Milch per Liter 12—18 4. Gänse pr. Pfd. 46—60 4.
— Versicherungsschutz gegen WasierleitungSschLden. Bei der herannahenden kalten Jahreszeit erscheint es uns nicht überflüssig, unsere Leser bet Zeiten auf die Gefahren aufmerksam zu machen, welche durch das Einfrieren und bezw. Platzen der Wasser- leitungsröhren regelmäßig in den Wintermonaten entstehen und Jedermann, sowohl Hausbesitzer wie Mtether, regelmäßig bedrohen. Einen absoluten Schutz gegen diese Gefahren gtebt es leider ebensowenig, wie gegen die Nachlässigkeit des Dienstpersonals rc., welches die Hähne offen oder die Badewannen überlaufen läßt, oder durch Verstopfungen rc. Ueberschwemmungen verursacht. Das alleinige Schutzmittel zur Abwendung aller durch die Wasserlettungsanlagen an Gebäuden, Mobilien und Waarenlagern entstehenden materiellen Schäden bietet lediglich die Versicherung, welche das Rtsico des Einzelnen gegen eine vethältnißmäßig geringe Prämie auf ihre Schultern nimmt, bezw. auf die Gesammtheit oertbetlt. Die Frankfurter Versicheruugs - Gesellschaft gegen WasierleitungSschLden, welche zu diesem Behufe begrünDet wurde, hat im vierten Jahre ihres Bestehens bereits mehr als 13,000 Wasserschäden regulirt, und ihr Versicherungscapttal beläuft sich auf nahezu 500 Millionen Mark. Am hiesigen Platze werden Versicherungsabschlüsse für dieselbe, wie aus dem heutigen Jnseratentheil ersichtlich ist, von dem Hauptagenten derselben, Herrn A. v. Jungenfeld, Neuenbäue 41 I., vermittelt. Das Grundcapital der Gesellschaft beträgt Eine Million Mark; sie ist in allen deutschen Staaten concessionirt.
Jeder Versuch bringt dauernde Abnehmer des HollLnd. Tabaks, 10 Pfd. fco. 8 Mk. nur bei B. Becker in Seesen a. Harz. [15t
Au-zug au« »en Uirchenvüchcrn
Kt Stadt ekfKtt.
Evangelische Gemeinde.
, Getraute.
„ .®cn 8. November. Carl Theodor Gläsener, Spinnmeister zu Kottbus, und Luise Katharine Emilie Albertine Bepler, Tochter des Tapeziers Hrinrich Bepler zu Gießen.
Denselben Ludwig Jakob Theodor Ernst Preisag, Rentner zu Gießen, und Elisabeth Georgine Noll, Tochter des Locomotivführers Friedrich Noll zu Gießen.
Denselben. August Carl Hermann Hugo Richard Zink, Schutzmann zu Gießen, und Luise Kraus, Tochter des verstorbenen Land- wirths Johann Kraus zu Gladenbach.
Denselben. Peter Joseph Wilhelm Weinert, Schriftsetzer zu Gießen, und Emma Christiane Elise Marie Luise Unverzagt, Tochter des verstorbenen Gärtners Heinrich Ludwig Unverzagt zu Gießen.
Den 12. November. Gerhard Martin Schepers, Schlosser zu Gießen, und Amalie Negine Klingenmcier, Tochter des zu Amorbach verstorbenen Maurers Joseph Ignaz Klingenmetcr.
_ _ m , Getaufte.
D^n 8. November. Dem Premterlieutenant Johannes Hahn ein Sohn, Hans Oskar Ludwig, geboren am 15. October.
Den 9. November. Dem Schlosser Carl Melchior eine Tochter, Maria Katharina, geboren am 21. September.
Denselben. Dem Bäckermeister Christian Faß ein Sohn, Erich August Heinrich, geboren am 6. September.
Denselben. Dem Schneidermeister Philipp Horeyscck ein Sohn, Alfred Hermann Ludwig, geboren am 15. September.
Denselben. Dem Hüttenarbeiter Georg Zinn eine Tochter, Lina Margaretha Katharina, geboren am 8. October.
.Denselben. Dem Schlosser Theodor Hebstreit ein Sohn, Otto Christian Carl Ernst Louis.
Den 11. November. Eine außereheliche Tochter, Helene Johanna, geboren am 27. October.
„ _ Den 12. November. Dem Schutzmann Wilhelm Adam Gras- muck eine Tochter, Antonie Marte Helene, geboren am 12. October.
Beerdigte.
Den 9. November. Charlotte Walther, ledige Tochter des verstorbenen Schuhmachermeisters Balthasar Walther, alt 40 Jahre, starb am 7. November.
. Den 1L November. Martha Wölk, geb. Kraushaar, Ehefrau des Weichenstellers Johann Curt Wölk, alt 58 Jahre, starb am 9. November.
Denselben. Margarethe Nuppel, geb. Haas, Wittwe des Ackermanns Peter Ruppel, alt 79 Jahre, starb am 8. November.
Denselben. Lina Fäuerdach, geb. Eberwein, Wittwe des Bürgermeisters Carl Fauerbach, alt 60 Jahre, starb am 9. November.
Den 13. November. Bertba Becker, geb. Lanber, Ehefrau deS Gerichtsasststenten Hermann Becker zu Ehringshausen, Kreis Wetzlar, alt 40 Jahre, starb zu Gießen am 10. November.
Den 14. November. Wilhelmine Sauer, geb. Löffert, Ehefrau des Schreiners Heinrich Sauer, alt 28 Jahre, starb am 12. Novbr.
Denselben. Luise Henriette Deuker, geb. Ruckstuhl, Ehefrau des Bäckers Johannes Deuker, alt 23 Jahre, starb am 12. November.
Auszug ans den Standesanrtsregiftern der Stadt Gieße«.
Aufgebote.
November: 8. Urban Hinterkopf, Postbote zu Frankfurt a. M., mit Catharine Auguste Schmitt daselbst. 8. Johannes Konrad Eidam, Sergeant dahier, mit Marie Sophie Pfeffer von Dorheim. 8. Johann Friedrich August Lotz, Bäckermeister zu Ems, mit Jacobine Karoline Emilie Christine Georgine Marie Emma Frech zu Gießen. 8. Jacob Heinrich Hammel, Fabrikarbeiter zu Trohe, mit Marte Gertrude Thtelmann, geb. Nickel, Wittwe von Schuhmacher Heinrich Thielmann dahier. 11. Karl Philipp Ludwig Hohmeyer, Wettzbindermeifter zu Gießen, mit Wilhelmine Elisa Löbrtch von Eberstadt, Kreis Gießen. 11. Carl Friedrich Max Kirchner, Schlosser dahier, mit Marie Margarethe Christine Schirm zu Wertheim. 12. Heinrich Georg Kaspar Wagner, Landwirth zu Bruchenbrücken, mit Katharina Elisabetha Michel daselbst. 13. Georg Peter, Taglöhner zu Lauterbach, mit Margarethe Geisel daselbst. 13. Daniel Müller, gebürtig von Erdhausen, Taglöhner dahier, mit Elisabeth Schmidt Hierselbst.
Ehefchlietzrrngerr.
November: 12. Gerhard Martin Schepers, Schlosser dahier, mit Amalie Regine Klingenmeier von Amorbach.
Geborene.
November: 8. Dem Schreiner Benedict Steine! ein Sohn. 8. Dem Schlosser Louis Köhlinger eine Tochter, Christiane Lina. 10. Dem Handschuhmacher Jacob Hengst ein Sohn, Karl Konrad. 10. Dem Schweinehändler Wilhelm Faust ein Sohn, Heinrich. 12. Dem Seifenfabrikant Peter Josef Möbs ein Sohn, Peter Josef.
Gestorbene.
November: 9. Margarethe Ruppel, geb. Haas, 79 Jahre alt, dahier, Wittwe von Landwirth Peter Ruppel. 9. Lina Fäuerbach, geb. Eberwein, 60 Jahre alt, dahier, Wittwe von Bürgermeister Karl Fäuerbach. 9. Martha Wölk, geb. Kraushaar, 58 Jahre alt, Ehefrau von Weichensteller Joh. Curt Wölk dahier. 10. Bertha Becker, geb. Laube, 40 Jahre alt, Ehefrau von Gerichts-Assistent Hermann Becker zu Ehringshausen. 12. Luise Henriette Deuker, geb. Ruckstuhl, 23 Jahre alt, Ehefrau von Bäckermeister Johannes Deuker dahier. 12. Charlotte Luise Fischer, geb. Biermann, 67 Jahre alt, Wittwe von Schneider Christian Fischer dahier. 12. Wilhelmine Sauer, geb. Löffert, 28 Jahre alt, Ehefrau von Schreiner Heinrich Sauer dahier. 12. Johs. Stamm, 24 Jahre alt, Schneider von Wahlen, Kr. Alsfeld. 12. Elisabethe Wteßner, 28 Jahre alt, ledig, Näherin ^1. !2 ©uftao Müller, 43 Jahre alt, Schuhmacher von Eichelsdorf. 13. Jacob Hermann, 35 Jahre alt, Dienstknecht dahier.
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M Loraast 1891/93 W »SÄ Großhe
Der voraus' liegt vom 16. U24 1 Mtgten und NW Heuchelheim, Grcßhc
Der Loransch wird hiermit vom 17. zeichneten zur Einsicht i offen gelegt.
Treis a/Lda., Großhe 1 9595
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