tiin.
433
""*> 6«k,
6« «Mütt'«Ä5rf«»
ÜSÜM^“ 8e’^7ir ■ ud Berkaus m?.äS ÄS*> Ä'.-ÄS-
-
uw eg SS. [33t
eSmsuchm-e jeden se. t schnell Nmtertz Bureau Wftw 6. 932
1 •< fine-uFritt.ijjf ■ ■' •••‘-'■> Tfluseudrn zur (>: *;r.<1- ’f. 6cM Kioicadiing von i j;>n[
Ziehen Beu Ur. L.L is». im. Gisdustr .*<«> -r. 11.— •uik« ütifdilofitn -vteiärft.'
Mer,Giessen
Ion: Adam Reiners). 441 itag den 14 Januar: mt Im Abonnement ilnskarten gültig.
er Erbonkel“. Meu!
5 Aufzügen von E. Henle.
Personen: )omänen-
Paul v. Gallas, hwägerin Luise Maas. Tochter Luise NenschilHng.
»ne,
e Anni Reiners.
ann Adam Reiners.
mPyer Max Jaskowski. ssor Richard Lerch.
Pochter Helene Pauli.
Otto Frank.
, Marie Jaskowski.
o, Albert Ullrich.
i-Com- , Fritz Mai. Heinrich Samst.
7i/2 Uhr. Anfang 8 Uhr.
de 10Vr , B.
,rke Mitt»1 -__
Wl** ir 1880.
880t
Goldrente 94.40
x Rente 76.80
rente 7070
a.
E 193.2d 168.25 13220 38.00 21530 9650
^isenbahn-Actien klctien ***** w-^T .'WM'
13.3«n«ar ereilt
vMierr
1890-
2515? 290 80 265.90
Dienstag den 14. Januar.
Gießener Anzergev.
Beilage zu Nr. 11. - 1890.
potttischc Ncvevficht.
Gießen, 13^ Januar.
Seit Samstag wölbt sich die Gruft des Mausoleums zu Charlottenburg über den Sarg, welcher die irdische Hülle von Deutschlands erster Kaiserin umschließt, und an der Seite ihres kaiserlichen Gemahls schlummert nun Kaiserin Augusta für immer. Der eigentliche Beisetzungsact selbst vollzog sich schlicht und einfach und nur in Gegenwart der fürstlichen Traucrgäste, um so imposanter und prunkvoller gestaltete sich der Leichenzug, der in seiner Anordnung vielfach dem Cere- moniell beim Begräbniß Kaiser Wilhelms 1. glich. Dem Beginne des Zuges ging ein Trauergottesdienst in der Kapelle des Berliner Residenzschlosses voran, nach dessen Beendigung der Sarg von 24 königlichen Kammerherren von der Estrade gehoben und. nach dem Leichenwagen getragen wurde. Nachdem der Sarg auf demselben niedergesetzt worden war, setzte sich der großartige und glänzende Trauerconduct in der zwölften Mittagsstunde in Bewegung, voran die militärische Leichenparade, und nahm er seinen Weg über die Schloßbrücke durch die Mittelpromenade unter den Linden und durch das Brandenburger Thor bis zur Sieges-Allee und von da weiter nach Charlottenburg. Zur Spalierbildung von der Sieges-Allee waren die nicht im Zuge befindlichen Mannschaften der Berliner Garnison, zur Spalierbildung in Charlottenburg selbst bis zum Mausoleum die Truppen der Garnisonen Charlottenburg , Spandau und Lichterfelde commandirt. Den Mittelpunkt des feierlichen Zuges bildete natürlich das fürstliche Trauergesolge, an dessen Spitze der Kaiser, umgeben von dem Könige von Sachsen sowie den Grobherzögen von Baden und von Weimar, schritt, woraus die übrigen Fürstlichkeiten folgten. An der Sieges-Allee verließen die allerhöchsten und höchsten Herrschaften den Leichenzug und begaben sich zu Wagen voraus nach dem Mausoleum, wo inzwischen bereits die Kaiserin, sowie die Großherzogin von Baden nebst den übrigen hoch- fürstlichen Damen direct vom Schlosse aus eingetroffen waren. Nach Ankunft des Trauerzuges am Mausoleum wurde der Sarg in die Grltft getragen und hier nach den speciellen Anordnungen des Kaisers beigesetzt. — Die Mehrzahl der zum Leicheubegäilgniß erschienenen fremden Fürstlichkeiten verließ bereits am Samstag Abend wiederum die Reichshauptstadt.
Das abenteuerliche Gerücht, dem zttsolge sich der Kaiser von Oesterreich mit Abdantungsplänen tragen solle, ist von dem österreichisch-ungarischen Botschafter in Paris, Grafen Hoyos, einem journalistischen „Interviewer" gegenüber mit dankenswerther Bestimmtheit als erfunden bezeichnet worden. Hierbei soll sich nun Gras Hoyos auch über die Rolle Oesterreich-Ungarns, als Verbündeten Deutschlands, im Falle eines deutsch-sranzösischen Krieges geäußert haben, und zwar dahin, daß Oesterreich alsdann Deutschland im Rücken gegen einen etwaigen Angriff Rußlands decken, aber jedenfalls nie direct gegen Frankreich vorgehen würde. Ob diese Mittheilungen des österreichisch-ungarischen Vertreters in Paris indessen authentisch sind, muß noch dahin gestellt bleiben- wäre sie es aber, dann würde das Donaureich für den Fall eines deutsch-französischen Krieges freilich eine etwas seltsame diplomatisch politische wie militärische Shilling einnehmen.
Der englisch-portugiesische Streit wegen des Nyassa-Gebietes in Südafrika ist, wenn man den jüngsten hierüber vorliegenden Meldungen glauben darf, mit einem Male als beigelegt zu betrachten. Portugal soll eingeiuilligt haben, Englands Forderungen gemäß jede weitere Action am Schireslusse und im Nyassalande einzustellen und seine bewaffneten Streitkräfte aus dem strittigen Gebiet zurückzuziehen. Das wäre freilich ein kläglicher Rückgang der portugiesischen Negierung, nachdem sie in dem Streithandel mit England bis jetzt immer so stolz ausgetreten war!
Deutsches Reich.
Berlin, 11. Januar. Ein erste r lieber blick über das Tableau der bislang auf geteilten Candida t e n ergießt, daß die Parteien sämmtlich noch ziemlich weit mit den vorbereitenden Arbeiten im Rückstand sind, daß also die knappe Frist von sechs Wochen bis znm Wahltag noch sehr kräftig ausgenutzt sein will. Soweit bis zur Stunde nach Mittheilungen der Presse die Candidatenaufstellung sich übersehen läßt, gestaltet sich das Gesammtbild folgendermaßen: Die Deutschconservativen haben in den SO Wahlkreisen ihres Besitzstandes 15 bisherige Vertreter lind 11 neue Candidaten ausgestellt, außerdem 4 gegen freisinnigen, 1 gegen national- liberalen, 2 gegen socialistischen, 1 gegen polnischen, 1 gegen demokratischen Besitzstand, zusammen 35 Candidaturen. — Die Freiconservativen haben in den 39 Wahlkreisen ihres Besitzstandes 19 bisherige und 2 neue Bewerber ausgestellt, außerdem 1 gegen den freisinnigen, 1 gegen den antisemitischen Besitzstand, zusammen 23 Candidaturen. — Die Natio- nalliberaleit haben in ihren 94 Wahlkreisen 46 bisherige und 13 neue Bewerber ausgestellt (es sind also noch 35 Wahlkreise des Besitzes mit der Erledigung der Candidatcnfrage im Rückstand), außerdem 10 gegen freisinnigen, 2 gegen ultramontanen, 4 gegen socialistischen, 5 gegen welfischen, 1 gegen demokratischen, 1 gegen wildliberalen Besitzstand, zusammen 77 Candidaturen. — Die Centrumspartei hat bis jetzt erst.15 alte und' 2 neue Bewerber in ihren 99 Wahlkreisen definitiv benannt, außerdem 2 Candidaten gegen con- scrvatioen Besitzstand, zusammen 19. — Die Deutschfreisinnigen haben 35 Wahlkreise im Besitz, woselbst bisher 16 alte und 3 neue Candidaten ausgestellt sind, außerdem 1 gegen ultramontanen, 25 gegen nationalliberalen, 25 gegen conservativen, 5 gegen socialistischen, 1 gegen wildliberalen Besitzstand, zusammen 76 Candidaturen. — Die Socialdemo
kraten haben in ihren 11 Wahlkreisen die Candtdatenfrage durchweg erledigt und 10 alte und 1 neuen Bewerber ausgestellt, außerdem 27 gegen freisinnigen, 27 gegen ultramontanen, 49 gegen nationalliberalen, 47 gegen conservativen, | 1 gegen welfischen, 1 gegen antisemitischen, 1 gegen wild- ' liberalen Besitzstand, zusammen 164 Candidaturen! — Die 1 Polen haben in ihren 13 Wahlkreisen bislang 5 alte und 1 neuen Bewerber, dazu 2 gegen nationalliberalen, 2 gegen conservativen Besitzstand benannt, zusammen 10 Candidaturen. — Die Welsen haben ihre 5 Vertreter wieder ausgestellt und greifen die Nationalliberalen in 3, die Socialisten in 1 Kreis an, zählen auch ihre Stimmen in Braunschweig, das bisher wildliberal vertreten war, zusammen 10 Candidaturen. — Die Demokraten haben ihren einen Alaun in Ansbach wieder ausgestellt und greifen in 5 Kreisen den national- liberalen, in 4 den conservativen Besitzstand an, zusammen 10 Candidaturen. — Die Antisemiten haben ebenfalls ihren einen Mann in Marburg wieder ausgestellt und greifen 1 mal den Freisinn, 5 mal die Nationalliberalen, 4 mal die Conservativen an, zusammen 11 Candidaturen. — Endlich sind zu verzeichnen 1 unbestimmt liberale Candidatur nichtfortschrittlicher Richtung in Dessau (bisher nationalliberal), 1 liberale Candidatur in Bückeburg (bisher conservativ), 2 liberale Candidaturen fortschrittlicher Richtung in Dithmarschen und Jena, endlich 1 Arbeiter-Candidatur in Saarbrücken und 1 nationale katholische Candidatur. (F. I.)
Ausland.
Wien, 11. Januar. Die „Polit. Corresp." erklärt in einer Zuschrift aus Konstantinopel die Darstellungen, nach welcher in jüngster Zeit in Armenien eine gewisse Gährung ausgebrochen und Ruhestörungen und blutige Zusammenstöße in Saturn Bezirk Musch vorgekommenen seien, sür unbegründet. Die Zustände in Armenien feien vollkommen normale. Ebenso sei es unrichtig, daß die Pforte Schakir Pascha anstatt Muktar Paschas als außerordentlichen Commissar für Egypten ernennen wolle und Muktar Pascha behufs Durchführung angeblich geplanter Reformen nach Armenien zu senden gedenke.
Triest, 11. Januar. Der deutsche Aviso „Wacht" feuerte hellte von 8 Uhr Vormittags bis Mittag alle 5 Minuten' Kanonenschüsse ab anläßlich der T r a u e r f e i e r in Berlin.
Bern, 11. Januar. Se. Majestät der Kaiser Wilhelm hat dem Bundespräsidenten Ruchonnet für die beim Tode Ihrer Majestät der Kaiserin Augusta Namens des Bundesrathes bewiesene Theilnahme telegraphisch Dank ausgesprochen.
London, 11. Januar. Das „Reutor'sche Bureau" ist ermächtigt, das Gerücht, die Königin von England beabsichtige im Frühjahr Bad Homburg zu besuchen, für unbegründet zu erklären.
Cocates und provinzielles
Gießen, 13. Januar.
v. Theater. Selbst die „Gespenster" von Ibsen, eine Bühnenschöpsung, die seit geraumer Zeit die ganze gebildete Welt beschäftigt und aufregt, bieten, wie der dürftige Besuch der Freitagsvorstellung erkennen ließ, nur für einen kleinen Bruchtheil der Gießener Bevölkerung Interesse. Eine ästhetische Würdigung des Familiendramas zu versuchen, kommt uns nicht 311, nachdem unsere ersten Aefthetiker sich theils sür, theils wider die „Gespenster" entschieden haben. Wer sich über Ibsen und die Richtung, die er vertritt, unterrichten will, dem können wir u. a. einige treffliche Aufsätze in der „Nation" oes Dr. Barth empfehlen. In Bezug auf die Vorstellung geziemt es sich, den Beneficianten die ersten Worte zu widmen. Die Rolle der Wittwe Alwing ist neben derjenigen Oswalds die dankbarste im Stücke. Freilich bietet sie der Darstellerin nicht geringe Schwierigkeiten. Ihrer wurde Frau Jaskowski völlig Herr- sie verstand es, eine packende Verkörperung der seelenstarken Frau und Mutter zu geben. Besonders ergreifend war ihr Spiel im zweiten und letzten Acte. Schade war nur, daß es durch eine katarrhalische Indisposition der Beneficiantin einigermaßen beeinträchtigt wurde. Pastor Manders ist eine mehr episodische Figur: er soll mit seinen starren Anschauungen von Selbstüberwindung und kategorischer Pflicht den Gegensatz zu der Frau bilden, die aus Grund ihrer Lebenserfahrungen in der Erregung zu sagen vermag, daß das Gesetz alles Unglück in der Welt verschulde. Herr Jaskowski spielte seine weniger dankbare Partie mit vollem Verständniß und bewahrte auch im Asfecte eine vornehme Würde. Die wirksamste und zugleich schwierigste Rolle in den „Gespenstern" ist die des unglücklichen Oswald. Ihre Wiedergabe durch Herrn v. Gallas kann wohl als großartig bezeichnet werden. Wir haben den Ausdruck reiflich erwogen und halten ihn nicht sür zu stark. Nur wer das Jbscn'sche Drama jdjon vor der Vorstellung genau gelesen hatte, konnte würdigen, mit wie geistvollem eindringenden Verständniß Herr v. Gallas seine Ausgabe erfaßt und aufs Lorgsültigste ausgearbeitet hatte. Schon das erste Auftreten dieses Oswald mii den bleichen eingefallenen Wangen und dem nnftäten Blick mußten jeden Kenner des Stückes heftig bewegen. Dann folgte eine ins Herz greifende Darstellung seiner Liebe zur Mutter, der Bitterkeit, die ihn Manders gegenüber befällt, seiner reuc- ! vollen Vorwürfe gegen fiel) und der jagenden, rasenden Angst, । die ihn quält. Erschütternd war vollends fein Spiel nach ! der Heimkehr von der Brandstätte, wie er in der furchtbaren | Ahnung des neuen Anfalles seiner Krankheit der Mutter alles I bekennt, um dann mit stierem Blicke, gebrochenem Körper und
den ausdruckslos gesprochenen Worten: „Die Sonne . . die Sonne . ." zu offenbaren, daß das Gräßliche eingetreten ist. Schon manche .tüchtige Leistung haben wir von Herrn v. Gallas gesehen-Ksein Oswald hat alles bis jetzt von ihm Gebotene völlig in Schatten gestellt und aufs Neue überzeugend dargethan, daß der junge Künstler einen Lebensberus gewählt, in dem er sich anszuzeichnen, wie nicht sehr viele, berufen erscheint. Die Darsteller der Nebenrollen fielen begreiflicher Weise ziemlich ab, und es verräth ein geringes Unheil, wenn man Herrn v. Gallas mit ihnen in einen Topf wirst. Fräulein Maas entsprach ja ihrem gefälligenAeußeren nach wohl den Anforderungen ihrer Partie, aber ihre Darstellung war zu monoton, viel zu wenig vertieft und indi- vidualisirt. Sie repräsentirte im besten Falle in eben auch nicht zu prägnanter Weise eine Reginc, aber gewiß nicht die Negine Ibsens. Was sie zu wenig hatte, war bei Herrn Frank zu viel. Der Herr gab sich alle Mühe, scharf zu
characterisiren, doch ging er zu weit. Die Ueberzeugung, daß er ein Heuchler sei, schien er einem mit aller Gewalt auf' drängen zu wollen - selbst in einem Schwank wären seine Farben zu stark aufgetragen gewesen. Das mußte viel seiner gemacht werden. Namentlich führten im ersten Acte die Uebertreibuiigen bis zur Unverständlichkeit ganzer Worte und Sätze. Uebrigens steht, wenn wir recht sind, im Ibsen nichts davon, daß Engstrand hier völlig betrunken erscheinen müsse. Daß auch sonst Herr Frank nicht gerade ängstlich bemüht war, den Intentionen des Dichters gerecht zu werden, zeigt auch der an und für sich unwesentliche Umstand, daß er — unseres Erinnerns — Ibsens Vorschrift zum Trotz im zweiten Acte nicht in Sonntagskleidung auftrat. Von diesen oberflächlichen Ausstellungen abgesehen, war die Vorstellung eine so treffliche und abgerundete, ihr Eindruck sichtlich ein so gewaltiger, daß sich die Direction durch eine Wiederholung den Dank vieler Interessenten sichern würde.
— Ernannt wltrde am 8. Januar der Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Ulrichstein Ludwig Schnur znm Gerichtsvollzieher mit dem Amtssitze zu Zwingenberg mit Wirkung vom Tag des Dienstantritts seines Nachfolgers ab.
— Die therrren Fleischpreise geben den Hausfrauen zu steter Klage Anlatz, welche auch gewitz in vielen Fallen berechtigt ist. Zum Glück gewährt der Fletschreichthum überseeischer Länder den Bewohnern Europas einigermaßen eine Ausgleichung. Besonders Liebigs Fleischextract, vernünftig angewendet, ist sehr geeignet, Abhülfe zu schaffen. Das früher zur Suppe verkochte frische Fleisch kann jetzt in gebratenem oder gedämpftem Zustande auf den Tisch gelangen. Die von den Knochen und dem Fett unter Zusatz einer kleinen Quantität Liebigs Fleischextract und etwas Suppenkraut oder Gemüse hergestellte Suppe unterscheidet sich durchaus nicht von der Bouillon aus frischem Fleische. Auf diese Weise kann das Gleichgewicht in manchem Hausstands-Budget wieder hergestellt werden; auch hierin spielt das ächte-Liebig'sche Fletschextract den Allerwelts- belfer in der Küche.
Die vollkommenste Stahlfeder.
Es ist lange das Ziel aller Stahlfedern-Fabrikanten gewesen, eine vollkommene Feder herzustellen, welche nicht klext, weder in das Papier eindringt, noch kratzt, und Einigen ist es gelungen, diesem Ziele sehr nahe zu kommen.
Das Neueste auf diesem Gebiete ist von den Herren D. Leonardt & Co., Birmingham angeferttgt worden, welche diese Feder »Errreka" oder Kugelspitzfeder genannt haben, und wenn damit nicht das Richtige erfunden ist, so wird es niemals erfunden werden.
Die Verbesserung ist erstaunlich einfach; sie besteht aus einer Einbiegung des äußersten Punktes der Federspitze, wodurch an der unteren Seite eine Halbkugel entsteht, welche die schreibende Spitze bildet. — In welche Lage auch immer die Feder gebracht wird, so berührt doch stets eine runde Oberfläche das Papier, so daß es eine vollkommene Unmöglichkeit ist, daß die Feder kratzt.
Außer dem sanften Gleiten über das Papier trägt die Verbesserung dazu bei, daß die Feder mehr Tinte enthält und macht daher das Eintauchen ins Tintenfaß weniger oft nothwendig. Ein anderer Vortheil dieser Kugclspitzfeder ist, daß sie größere Dauerhaftigkeit hat, als gewöhnliche Federn, indem die Reibung lange nicht so groß ist.
In der That hat die Kugelspitzfeder große Vortheile vor gewöhnlichen Federn voraus.
Spielplan der vereinigten Frankfurter Stadttheater.
Opernhaus.
Dienstag den 14. Januar: Afrikanerin. Gewöhnliche Preise.
Mittwoch den 15. Januar, Nachmittags 3>/, Uhr: Dorfbarbier. Hierauf: Die Puppenfee. Ermäßigte Preise.
Donnerstag den 16. Januar: Neu einstudirt: Der Nordstern. Große Preise.
Freitag den 17. Januar geschlossen.
Samstag den 18. Januar, Nachmittags 3*/r Uhr:Dorfbarbier. Puppenfce. Ermäßrgte Preise. Abends 7 Uhr: Die Jüdin. Gewöhnliche Preise.
Sonntag den 19. Januar, Nachmittags 3V2 Uhr: Dorfbarbier. Puppenfee. Ermäßigte Preise. Abends 7 Uhr: Nordstern. Große Preise.
Schauspielhaus.
Dienstag den 14. Januar: Hüttenbesitzer. Gewöhnliche Preise.
Mittwocb den 15. Januar: Gastspiel des Herrn Felix Schweighofer. Zum ersten Male: Der Schutzgeist. (Robert Blank: Herr Schweighofer.) Hierauf: Zum ersten Male: Höllenzwang. (Lenz: Herr Schweigböser.) Gewöhnliche Preise.
Donnerstag den 16. Januar: Gastspiel des Herrn Felix Schweighofer. Zum ersten Male wiederholt: Fi ft. (Musardidre: Herr Schweighofer. Außer Abonnement. Gewöhnliche Preise.
Freitag den 17. Januar: Vorletztes Gastspiel des Herrn Felix Schweighofer. Zum ersten Male wiederholt: Schutzgeist. Hierauf: Höll en zwang. Gewöhnliche Preise.
Samstag den 18. Januar: Nathan der Weise. Gewöhnliche Preise.
Sonntag den 19. Januar: Letztes Gastspiel des Herrn Felix Schweighofer. Neu einstudirt: Raub der Sabinerinnen. (Striese: Herr Schweighofer. Gewöhnliche Preise.


