von den jubelnden Abschiedsgrüßen des Publikums, die Rückreise angetreten.
Berlin, 9. September. Der von Dresden Abends 11 Uhr hier eintreffende Schnellzug fuhr in der Perronhalle des Anhalter Bahnhofs bis in das Treppenhaus hinein. Ein Zugführer, ein Heizer und ein Gepäckschaffner wurden verletzt und zwei Gepäckwagen zertrümmert.
Kiel, 9. September. Die Prinzessin Heinrich ist heute um 31/2 Uhr von Glücksburg mit Sonderzug hierher zurückgekehrt.
— Das österreichisch e Geschwader trifft morgen Abend oder Donnerstag Morgen hier ein.
Dresden, 9. September. Das Wasser ist bis 4 Meter über Normalhöhe zurückgegangen. Alle Straßen und Plätze sind wieder wasserfrei.
München, 9. September. Der commandirende General des Gardecorps in Berlin, v. Meersch eidt-Hülle ssem, der Corps-General Versen und der Viceadmiral Knorr erhielten das Großkreuz des bayerischen Militär-Verdienstordens.
Hamburg, 9. September. Nach der „Börsen-Halle" sind beim gestrigen Diner zu Ehren Wißmanns und an der heutigen Börse für die Erbauung eines Dampfers auf dem Victoria-Nyanza-See bereits 70,000 Mk. gezeichnet. Da auch im übrigen Deutschland Beiträge gezeichnet seien, so gelte die Herstellung des Dampfers, dessen Kosten, den Transport einbegriffen, aus 150,000 Mk. veranschlagt werden, als gesichert.
Wien, 9. September. Morgen wird von mehreren Eisenbahnrouten der in Folge der Ueberschwemmungen bislang gehemmte Betrieb wieder ausgenommen. Aus der Strecke Gmünd-Budweis wird der Gesammtverkehr, auf der Strecke Budweis-Frauenberg der Personenverkehr, aus der Strecke Wesely-Budweis-Gaisbach der Schnellzugverkehr und auf der Strecke Prag-Gmünd vorerst der Tages-Schnellzugs- Verkehr wieder ausgenommen. — Die General-Direction der Staatsbahnen veröffentlicht die Resultate ihrer Erhebungen über die im Laufe des Sommers vorgekommenen Unfälle, wonach in sechs von acht ausgezählten Fällen die Schuld fast ganz oder ganz bei Bahnbediensteten lag, welche unnachsichr- lich bestraft werden. Insbesondere ist hervorzuhebcn, daß in keinem einzigen der aufgezählten Fälle der Zustand des Bahnkörpers oder des Fahrparks mitwirkend war.
London, 9. September. Nach einer Meldung des Bureau Reuter aus Zanzibar ist die Nachricht der „Times" von einem zu befürchtenden Wrackwerden des Poftdampsers „Reichstag" durchaus unbegründet^ das Schiff liege vielmehr an geschützter Stelle bei Dar-es-Salaam und lösche seine Schiffsladung- man erwartet bei der nächsten Springfluth das Schiff flott machen zu können.
Arras, 9. September. Es striken jetzt hier 430 Grubenarbeiter.
Salonichi, 9. September. Zur Hilfeleistung für die durch den Brand Betroffenen hat sich unter dem Ehrenvorsitz des Vali aus den Vertretern sämmtlicher Nationen ein Comite gebildet. Demselben spendeten bereits der österreichische Consul 1500, der' französische und der italienische Consul je 1000 Frcs.
Newyork, 9. September. Bei den gestrigen Staatswahlen in Maine haben die Republikaner gesiegt. Mr. Reed, der Sprecher des Repräsentantenhauses in Washington, wurde mit einer vergrößerten Mehrheit als Congreßmitglied wiedergewählt.
Newyork, 9. September. Bei Poughkeepsie wurde gestern ein Versuch gemacht, den Expreßzug Newyork Chicago zum Entgleisen zu bringen. Auf einen Bediensteten, welcher herbeieilte, um die aufgelegten Hindernisse zu beseitigen, wurde aus dem Gebüsch geschossen. Derselbe lief daraus zur Signalstelle, um zu signalisiren, wodurch Unglück verhindert wurde.
Washington, 9. September. Der Senat nahm die Amendements, nach welchen alle Zuckersorten über dreizehn holländisch Standard mit einem Zoll belegt werden, an. Der Zuckerzoll über sechzehn holländisch Standard wurde aus 6/10 Cents per Psund festgesetzt.
totales und jprovittiieUes* *
Gießen, 10. September.
— Das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz hat nunmehr den aus Grund der Gewerbeordnung umgeänderten Statuten der Schorusteinfeger.Zunung für das Groß- herzogthum Hessen die erforderliche Genehmigung ertheilt und hiervon den ersten Obermeister der Innung, Kaminfegermeister Schaub zu Seligenstadt, benachrichtigt. Gleichzeitig wurde .die bemerkenswerthe Bestimmung getroffen, daß arbeitgebenden Schornsteinfegern, welche zur Jnnungsausnahme fähig sind, aber gleichwohl der Innung nicht angehören, die Lehrlingsannahme vom 1. Januar 1891 an untersagt ist. Solche Arbeitgeber, sowie deren Gesellen sind trotzdem zur Beitragsleistung zu den Kosten der von der Innung für das Herbergswesen und den Gesellenarbeitsnachweis getroffenen Einrichtungen verpflichtet. Der Innung gehören gegenwärtig 60 Schornsteinfegermeister an, während noch etwa 12 Meister bis jetzt nicht zum Beitritt zu bewegen waren. Vom 1. Januar 1890 an richtet die Innung sowohl in den Provinzialhauptstädten als auch in mehreren Grenzgemeinden besondere Stationen ein, in welchen durchreisende gutlegitimirte Schorn- steinfegergehilsen bis zu zwei Tagen Verköstigung, sowie auch Arbeitsnachweis erhalten. Die Meister sind verpflichtet, ihren jeweiligen Gehilfenbedarf den Stationen durch Vermittelung des ersten Jnnungsobermeisters anzumelden. Der Verlauf -der abgehaltenen Lehrlingsprüsungen muß jedesmal auch der Großh. Centralstelle für die Gewerbe zu Darmstadt unterbreitet werden. Die erste Generalversammlung der neu- regulirten Innung wird demnächst in Darmstadt aus Anordnung und unter Leitung eines Vertreters des dortigen Kreisamts, als der Aufsichtsbehörde, abgehalten.
— In der Gießerei der Firma Heyligenstaedt & Co. wird heute zum tausendstenmal gegossen. Glück auf!
— Aus Berlin wird geschrieben: Der Verein der Heffen beging am letzten Freitag die zwanzigste Wiederkehr des Tages von Sedan. Die Feier, welche durch den Vorsitzenden, Herrn G. Wagner, geleitet wurde, hielt sich sonst vielleicht in dem für derartige Festlichkeiten üblichen Rahmen, war jedoch durch einen Umstand in hervorragendem Maße ausgezeichnet. Etwa die Hälfte der gesungenen Lieder rührte von Vereinsmitgliedern her und diese „Producte einiger schlaflosen Stunden", wie einer der Betheiligten seinen Beitrag nannte, zeugten von einer nicht unbedeutenden dichterischen Beanlagung.
— In der Nähe des Lahnufers wurde gestern eine Schachtel mit Dynamitpatronen und ein Stück Zündschnur- gesunden und von der Polizei in Verwahrung genommen. Die verbreitete Ansicht, als ob es sich um einen Anschlag gegen eine Badeanstalt rc. handelte, ist nicht zutreffend, die Dynamitpatronen scheinen lediglich für den verbotenen Fischsang bestimmt gewesen zu sein.
Butzbach, 9. September. Heute wurde Herr Bürgermeister Wilh. Joutz seitens Gr. Amtsgerichts als Ortsgerichtsvorsteher und Standesbeamter für die Stadt Butzbach verpflichtet und in seine neuen Aemter eingewiesen.
Nidda, 9. September. Bei Gelegenheit des gestrigen Herb st Marktes wurden die Kalbinnen bezw. Bullen der nachstehenden Viehbesitzer prämiirt: Bürgermeister Conrad, Blofeld. Wilhelm Mickel, Ober-Mockstadt. Wilh. Braun II., Nidda. Heinrich Nuppel III., daselbst. Hermann Mickel, Ober-Mockstadt. Wilhelm Goldstrom, Borsdorf. Heinrich Schäfer II., daselbst. Ludwig Adam Uhl, daselbst. Philipp Kaiser II., Steinheim. Karl Roth I., Nidda. Georg Hamann, Biebesheim. Friedrich Wirthwein, daselbst. Pachter Hahn, Wenings. Pachter Schuch, Schleifeld. Wilhelm Bopp IV., Bellersheim. Georg Schwab, Ober-Mockstadt. Konrad Schweinsberger, Langenselbold. Meyer Siesel, Altenstadt. Reinhard Mickel, Ober-Mockstadt. August Wolf, Berstadt. Christian Schultheiß, Echzell. Außerdem wurde sämmtliches prämiirte Vieh bekränzt.
x Villingeu, 9. September. Die Klagen über schlechte Zeiten sind nicht selten. Wer aber etwas Tüchtiges arbeiten und seine Pfennige Zusammenhalten will, der findet heutzutage eher sein Fortkommen, als je zuvor. So sind z. B. eine Anzahl von Bürgern dahier zusammengetreten, jeder hat einige hundert Mark gegeben, ein creditsähiger und vertrauenswürdiger Mann hat für das Geld eine neue Dreschmaschine angeschafft und diese arbeitet seit einiger Zeit im hiesigen Orte zur Zufriedenheit der Einwohner. Das ist ein Act der Selbsthülfe, wie er nicht schöner gedacht werden kann. Der Unternehmer hat das Geld (7000 Mk.) zu S^/o bekommen, er kann dabei bestehen, die Bürger benutzen eine gute Maschine, diese wird nach einer Reihe von Jahren frei sein und allen Theilen ist gedient. Zwar möchte jetzt Jeder gern die Maschine zuerst haben, aber da muß man eben Reihe halten: Wer zuerst kommt, drischt zuerst. Vor 20 Jahren wäre ein solches Unternehmen nicht möglich gewesen. — Nicht minder erfreulich ist die Absicht der Bürger, das Kapital (es handelt sich etwa um 40000 Mk.), welches das neue Schulhaus kosten soll, der Gemeinde selbst darzuleihen. Wir haben eine so stattliche Anzahl von Bürgern hier, welche zusammen das Kapital vorschießen können, daß wir weder Staats- noch Privathülfe brauchen. Das erforderliche Kapital würde sicher drei-, vier-, fünfmal überzeichnet werden, wenn Jeder zeichnen dürfte, was er wollte. Darum soll der zu zeichnende Betrag fest bestimmt werden. Die Gemeinde erhält ein neues Schulhaus, die Zinsen des Anlagekapitals bleiben im Dorfe, es ist also gar keine Schuld, welche contrahirt wird, weil Werth und Gegenwerth beieinander bleibt. Bei uns sind die Leute noch einfach und zurückhaltend, sie kennen den Segen des Sparens, sie halten das Ihrige zusammen und brauchen nicht über schlechte Zeiten zu klagen.
:|: Grebenhain, 8. September. Heute wurde der zu hiesiger Oberförsterei gehörige Fischteich in der sogen. Rothenbach a u s g e f i s ch t. Es wurden 440 Karpfen, 20 Aale und ca. 80 Hechte gefangen, gewiß ein zufriedenstellendes Ergebniß. Sämmtliche Karpfen, die ein Durchschnittsgewicht von je 4—5 Psd. hatten, wurden verkauft der Centner zu 50 Mk. Ein alter Karpfen im Gewicht von 191/» Psd- wurde nochmals in den Teich gelassen.
Lauterbach, 9. September. Nach einer Bekanntmachung Großh. Kreisamts Lauterbach haben die zu den Manöv ern der hessischen Division, die sich auf hessischem und preußischem Gebiete bewegen, commandirten Gendarmen beider Staaten gleiche Dienstbesugnisse. Es ist daher auch den Anordnungen der preußischen Gendarmen auf hessischem Gebiete unweigerlich Folge zu leisten.
Ober-Widdersheim, 8. September. Heute starb Lehrer Chantre hier im 72. Lebensjahre.
* Darmstadt, 10. September. Am Montag Abend verschied nach schwerem Leiden Herr Rechtsanwalt E. Wörner, langjähriger Chef-Redacteur der „Darmstädter Zeitung". Alle, die ihm nahe standen, betrauern in dem Heimgegangenen einen treuen Freund und werden sein Andenken in Ehren halten. In weiteren Kreisen ist der Verstorbene durch seine archäologischen Kenntnisse und das von ihm jederzeit bethätigte Jntereffe für die Erhaltung der historischen Denkmale unseres Landes bekannt. In dieser Beziehung verliert auch der Historische Verein für das Großherzogthum in dem Dahingeschiedenen eines seiner eifrigsten Mitglieder!
* Caffel, 9. September. Der Provinzialtag der Provinz Hessen-Naffau, sowie der Communal-Landtag des Regierungsbezirks Cassel sind auf den 4. November er. einberufen worden.
verkehr, Land, und v»tk»wirths<haf«.
— Der Kgl. Preuß. Minister der öffentlichen Arbeiten hat folgenden Erlaß, betreffend die Bedienung der Reisenden an den Bahnhof »Buffets, an die Königl. Etsenbahn-Direciionen gerichtet:
„Die Bedienung der Reisenden an den Bahnhof »Buffets läßt sich wesentlich erleichtern und beschleunigen, wenn die Preise der angebotenen Speisen und Getränke auf deutlich sichtbaren Tafeln angezetgt und zeitraubende Rückfragen nach den Preisen hierdurch möglichst vermieden werden. Auf Schnellzugsstationen, auf welchen nur ein kurzer Aufenthalt zur Erfrischung gewährt werden kann, namenllich auch bet Benutzung der an den Zügen ausgestellten Schänk- und Speisetische, wird sich dies als besonders zweckmäßig erweisen. Indem ich die Königl. Eisenbahn-Dtrectionen hierauf Hinweise, will ich zugleich empfehlen, für die vorübergehende Aufstellung von Erfrischungstischen auf den Bahnsteigen, wo dies mit Rücksicht auf die Kürze des Zugaufenthaltes im Jntereffe des reisenden Publikums besonders erwünscht und ohne Beeinträchtigung der Betriebsinteressen angängig ist — namenllich in der heißen Jahreszeit — in weiterem Umfange Sorge zu tragen".
* Frankfurt a. M., 9. September. Der Afrikareisende Herr Dr. Peters ist heute Vormittag hier eingetroffen und im Hotel „zum Schwan" abgestiegen.
Schiffsnachrichten.
Bremen, 9. September. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Fulda, Eapt. R. Ringk, vom Norddeutscher Lloyd in Bremen, welcher am 30. August von Bremen und am 31. August von Southampton abgegangen war, ist gestern 6 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen.
)( Gedern, 9. September. Der heute hier abgehaltene Viehmarkt war wenig stark befahren. Aufgetrieben waren ca. 600 Stück Schweine und 50 Stück Rindvieh. Von Rindvieh waren meistens 2jährige Stiere aufgetrieben, die zu 125—135 Mark per Stück verkauft wurden. Kälber und Kühe wurden zu noch annehmbaren Preisen verkauft. Von Schweinen waren junge Ferkel fast gar nicht begehrt, sie wurden verkauft zu 30—40 Mark per Paar (7—8 Wochen alt), etwas angemästete Frühjahrsferkel wurden zu 120—130 Mark das Paar verkauft. Fette Schweine waren wenig vorhanden im Ver- hältntß zur Nachfrage, sie wurden bezahlt mit 60—65 Pfennig per Pfund Schlachtgewicht.
Nidda, 8. e>eptember. Der heutige Viehmarkt war gut und mit sehr schönem Vieh befahren. Es waren angetrieben etwa 45 Bullen (worunter Simmenthaler), 35 Kalbinnen und 170 Rinder rc.; Schweine waren mehrere Hundert am Platze, auch viel Ferkel.. Der Handel entwickelte sich rasch, gegen 10 Uhr war das meiste Rindvieh zu guten Preisen abgesetzt. Die Schweine dagegen wurden nicht sämmtlich verkauft.
Frankfurt, 8. September. lFruchtbericht). Weizen hiesiger und Welterauer JL 19 — bis 19.25, fremder 22.50 bis 23.—, Roggen hiesiger Jt 16.— bis 16.25, Hafer prima JL 17.— bis 17.50, mittel JL 15.50 bis —.
Frankfurt, 8. September. (Viehmarkt). Es waren angetrieben 432 Ochsen, 26 Bullen, 370 Kühe, Stiere und Rinder,. 278 Kälber, 159 Hämmel und 189 Schweine. Die Preise stellten sich für Ochsen 1 Qual, auf JL 72—74 pr. Ctr- Schlachtgewicht, 2. Qual. JL 67—69, Bullen JL 55—60, Kühe und Rinder 1. Qual.
66-68, 2. Qual. JL 58-62, Kälber 1 Qual. 70—75 H, 2. Qual. 60—65 H, Hämmel 1. Qual. 66—68 H, 2. Qual. 50—55 H per Pfd, Schweine 60—70 H pr. Pfd- Schlachtgewicht.
* — Wir machen unsere Leser auf die in dem Annoncenthetl unseres heutigen Blattes enthaltene Bekanntmachung der Technifcherv Hochschule zu Darmstadt aufmerksam. Dieselbe gewährt eine vollständige wissenschaftliche und künstlerische Ausbildung für die technischen Fächer. In besonderen Fachabtheilungen werden Archi- tecten, Bau-Ingenieure, Eultur-Ingenieure, Maschinen-Ingenieure, Electro- Ingenieure, Chemiker und Apotheker ausgebildet; desgl. in der mathematisch naturwissenschastlichen Schule Lehrer für Mathematik und Naturwissenschaften, sowie Geometer. Auch Fabrikanten, Kunst- und Gewerbetreibenden ist die Hochschule zur Erlangung der erforderlichen Kenntnisse behilflich. Das akademische Studium an der Technischen Hochschule zu Darmstadt berechtigt zur Zulassung zur Staatsprüfung für Hochbau, Jngenieurwesen und Maschtneu- technik in sämmtltchen deutschen Staaten, welche solche Staatsprüfungen abhalten. Für die Reichsprüfung der Apotheker ist der Besuch der Technischen Hochschule demjenigen einer Universität gleichgestellt; auch ist der pharmaceutischen Prüfungs-Commission in Darmstadt durch Bundesraths - Beschluß die Berechtigung zur Er- thetlung für das ganze Reich gilttger Approbationen gegeben worden.
Das Haarwasser von Carl Retter in München kann nicht genug empfohlen werden, da dasselbe If. Gutachten hervorragender arztl. Autoritäten, wie Prof. Dr. Wtttstein rc. Alles enthält, um das Haar feucht, weich, glänzend und die Kopfhaut immer thätig. und weich zu erhalten, sowie die lästigen Schuppen innerhalb 8 Tagen gänzlich zu entfernen. Zu beziehen per Flacon A 40 Pfennig und Mk. 1.10 bei Herrn I. H. Fuhr in Gießen, Sonnenstratze25. [7482,
Lebensversicherung. Nach der „Allgemeinen Versicherung?- Presse" haue im Jahre 1889 von den 4 großen Gegenseitigkeits-Gesellschaften den größten Reinzuwachs die „LebenSverstcherungs- und Etsparniß-Bank in Stuttgart"; darnach folgte die „Leipziger Lebensver sicher ungs-Gesell schäft", dann „Gotha' und „Karlsruhe". Von den Actien Gks.llschaften nahmen bezüglich des Reinzuwachses die „Germania" in Stettin und die „Vic toria" in Berlin die ersten Stellen ein.
Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in Gießen.
36. Woche. Vom 31. August bis 6. September 1890.
Einwohnerzahl: 20 500 (incl. 1600 Mann Militär).
Sterblichkeitsziffer: 22,8 0/«.
Kinder
Es starbm an: Zusammen: Erwachsene: im vom
1. Lebensjahr: L.—15. Jahr:
Lungenschwindsucht 11 — —
Lungenerweiterung 11 — —
Leberentartung 11 — —
Neubildung d.Gehirns 1 (1) 1 (1) - -
Krämpfen 2 — 2 —
Krebs 1 (1) 1 (1) — —
Knochenmarkentzünd. 1 (1) — — 1 (1)
Gefäßerweiterung 11 — —
Summa: 9 (3) 6 (2) 2 1 (1)
Anm. Die in Klammern gesetztm Ziffern gebe« an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen
Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen.
Katholische Gemeinde.
Geburtsfest Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs, 12. Septbr.
Freitag: Vormittags um 8 Uhr feierliches Hochamt mit darauffolgendem Te Deum.
• Temperatur der Lahn und der Lust am 10. September, Vormittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 13, Lust 17 Gr.
R ü b s a m e n.
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Großherzi W
In Gemäßheit StaaHchuldverjchreö berufen worden:
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Lit.
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Wir setzen bi der Aufforderung dem 22. Nationen unb bet byu Mm bei Sroßh N betn Bankhaus «ravkftnt a. M heit des Art. 3 des nicht mehr verzinst v temin noch eingelof ÖRtiionen an bei gebracht werden. Ä Von den bei Hessischen Tte !• Von den 3‘
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Grv 3


