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der hiesigen Studenten gestrichen, sodaß er also absolut keine Berechtigung hat, seine diesbezügliche Legitimationskarte zu benutzen, geschweige denn stud. med. vet. ist. Wenn der Herr demnach einer Facultät zugezählt werden soll, so ist dieses die altclassische Philologie, da er Veterinärmedici» noch nie stndirt hat.

vermischtes.

Mainz, 9. März. In Anwesenheit des Herrn Regierungsraths Nover und Landesöeonomieraths Müller von Darmstadt sand mit Rücksicht auf die im kommenden Herbst in Mainz abzuhaltende laudwirthschaftliche Ausstellung vorgestern hier eine Ausschußsitzung des landwirthschaftlichen Vereins der Provinz Rheinhessen statt. Hauptgegeustand der Berathung war, das für die Ausstellung bereits sestgestcllte Budget in Anbetracht des niedriger bemessenen Staatszuschusses einer Abänderung zu unterziehen. Nach eingehenden Erörterungen wurden für alle Abtheilungen der Ausstellung die Geld­prämien wie auch die Medaillen bedeutend verringert und sollen nunmehr im Ganzen 9700 Mk. an Geldprämien, 9 goldene, 28 silberne und 40 Broneemedaillen zur Ver- theilung kommen.

Die Lohnbewegung, die sich bei einem Theil der hiesigen Zimmerleute geltend macht, hat schon polizeiliche Maßnahmen und Mahnungen hervorgerusen. Anlaß dazu gab die gegen einen hiesigen Zimmermeister von den Gesellen verhängte sogenannte Platzsperre und der Versuch der letzteren, zureisende Zimmerleute von der Arbeit bei dem betreffenden Meister fern zu halten. Um dies zu verhüten, ist die Schutz- mannschast entsprechend instruirt und gleichzeitig von dem Polizeiamt unter Hinweis auf den § 153 der Gewerbeordnung eine öffentliche Warnung erlassen worden.

* Löwenberg, 7. März. Eine verwegene Kur. Hier war unlängst einem am Fuße leidenden Arbeiter er­öffnet worden, daß eine Amputation von drei Zehen noth- wendig sei. Bevor aber der Arzt dazu schreiten konnte, vollzog der Arbeiter selbst die Operation, wobei ihm seine Tochter das Stemmeisen, dessen er sich dazu bediente, halten mußte. Jetzt wird dem Manne wahrscheinlich das ganze Bein abgenommen werden müssen.

* Auf Grund der bisherigen Mittheilungen läßt sich die Stärke der Parteien im neuen Reichstag im Vergleich zu der Zusammensetzung in den früheren Reichstagen wie folgt be­rechnen :

1871

1874

1877

1878

1881

1884

1887

1890

Conservative 54

21

40

59

50

76

78

68

Nationallib. 119

152

127

98

45

50

96

43

Freiconserv.

38

33

38

56

27

28

42

20

Centrum

58

91

93

93

98

109

101

105

Freisinnige

45

49

35

26

59

61

31

71

Polen

14

14

14

14

18

16

12

16

Socialdem.

1

9

12

9

12

22

11

35

* Die

kleine

studentische Freundesschaar saß

um

4 Uhr

Nachmittags noch beimFrühstücksschoppen". Da meinte ,,das lange Laster", wie der Senior des Kreises wegen seines Gardemaßes allgemein benannt wurde, zu seinem Nachbar: Hör mal, Pauke, meine Manschette ist voll. Notir doch meine nächsten Schoppen bei Dir auf." Pauke gehorchte und führte auf seiner eigenen Manschette in einem kleinen Abstande von dem eigenenConto" das des Freundes weiter. Als die Tafelrunde aufbrach, waren es zusammen sechsund­zwanzig Striche. Ende der Woche sandte der Jüngling seine schmutzige Wäsche nach Haus. Bald daraus war der Monats­erste. Pauke war nicht wenig verblüfft, als er statt der gewohnten 150 Mk. nur 120 Mk. in demEingeschriebenen" vorfand dazu von Vaters Hand die Worte:Mein lieber Richard! Sechsundzwanzig Schoppen an einem Tag das untergräbt die Gesundheit und ist sehr theuer. Früher haft Du es doch, laut Manschetten-Ausweis, immer nur auf fünfzehn gebracht. An dem Zuviel ersehe ich, daß Du Dein Studium wohl etwas billiger einrichten konntest- und da ich gerade jetzt selbst viele Verbindlichkeiten zu erfüllen habe, wirst Du Dich bis aus Weiteres mit 120 Mk. monatlich zufrieden geben müssen. Mit bestem Gruß Dein Vater!" Pauke soll seitdem wie ein Kommilitone von ihm erzählt immer nur mit dem Notizbuch kneipen gehen.

* Kaum glaublich, aber wahr, so konnte man solgendes Geschichtchen überschreiben, welches am Freitag Abend aus Bahnhof Gera passirte. Als der 7-Uhr-Zug nach Gößnitz abfahren wollte, war derselbe trotz aller Anstrengungen nicht in Bewegung zu bringen und es stellte sich schließlich heraus, daß der Tender der Locomotive angesroren war. Alle Zugkraft der unter vollem Dampfe stehenden Loeomotive nützte nichts, bis man sich endlich entschloß, mittels heißen Wassers die angefrorenen Bremsklötze des Tenders aufzuthauen, woraus mit einer Verspätung von 7 Minuten der Zug seine Fahrt antreten konnte.

Eingesandt.

Gießen, 10. März.

Gestern hielt der hiesige MLnnergesang'Verein in Steins Garten eine carnevalistische Abendunterhauung ab, welche darlegte, wie ein Verein von gerinaer Mttgliederzahl unter tüchtiger Leitung in kurzer Zeit sich zu dankbaren Leistungen emporarbeiten kann. Das Programm war ein gut gewähltes, die Lieder wurden mit Frische vorgetragen und die mit großer Gewandtheit ausgesührten, römischen Zwischenstücke trugen sehr zur Erheiterung und Gemüthlichkeit bei. Mit einem munteren Tänzchen fanden die vergnügten Stunden einen hübschen Abschluß. 8.

Citcratar uttfc ICttnff.

Hessisches Lesebuch für Fortbildungsschulen, heraus­gegeben von P. Müller, Kreislchulinspector in Oppenheim; I. A. Volker, Lehrer an der ersten Knabenschule in Offenbach a. M., und Val. Funk, Lehrer an der Strafanstalt Marienschloß. Mit Illustrationen und Titelbild Großherzog Ludwig IV. 442 S. 8°. Gießen, Emil Roth. 1890. Preis broschirt 2 Jt, gebunden in Leder 2,40 JL

In unserer literarisch productionssüchtigen Zeit, in welcher sich so Viele berufen dünken, etwas zu schaffen, das sich aber nachher und leider allzu oft als Fehl- oder Todtgeburt lästig macht, muß es für einen Verleger fast als ein schweres Wagniß erscheinen, mit neuen Schöpeungen vor die Oeffentlichkeit zu treten. Der Freund von guten Schulbüchern, Jugend- und Volksschriften wird daher ungemein angenehm berührt sein, wenn er unter der Fluth der­artiger Erzeugnisse dann und wann einmal eine Perle findet, die voll und ganz dasjenige bietet, was ihr Titel verspricht. Einen in dieser Hinsicht hochdefriedigenden Eindruck hat die Durchsicht des vor­stehend angezeigten Lesebuch» s bei uns hervorgerufen. Die Verlags­buchhandlung Emil Roth in Gießen genießt zwar den Ruf, nur mit vorzüglichen Leistungen heroorzutreten, wie sie dies durch ihre klassischen Lesebücher", die ja, so viel uns bekannt, fast durchweg in den hessischen Volksschulen eingeführt sind, zur Genüge bewiesen hat dennoch waren wir gespannt aus den Inhalt des vor uns liegenden Buches, welches letztere gewissermaßen als der Schluß­stein zu dem ihm vorausgegangenen Lesewerk betrachtet werden kann.

Bei den eigenartigen Anforderungen an ein Lesebuch für die hessischen Fortbildungsschulen, bet den verschiedenen Bildungsgraden zwischen Stadt und Land, bei den localen Verschiedenheiten der Beschäftigungs- und Ernährungsweisen und in Folge dessen der wieder ganz verschiedenen Lebensanschauungen der einzelnen Bevölke­rungskreise, ist es keine leichte Aufgabe gewesen, ein Lesebuch zu schaffen, das in allen Kreisen, für welche es bestimmt ist, jedem etwas bietet, das feiner wissenschaftlichen, geistig-ästhetischen, sittlichen und praktischen Vervollkommnung dienen kann. Dies war die Ausgabe, welche die Verfasser in glücklicher Weise gelöst haben. Das hessische Lesebuch für Fortbilduugsschulen legt seine geistige Nahrung dem Sohne des Kätners wie dem Erben des Bauernhofes, dem Hand­werkerlehrling wie dem Fabriksjungen in feinster Auswahl vor und es bedarf nur des Zugreifens. So muß auch ein Lesebuch für Fortbildungsschulen beschaffen fein. Jede Seite idealer und prac- tischer menschlicher Thätigkeit muß vertreten fein, durch seine Aus­wahl an Stoff zur practischen Belehrung wie zur Versittlichung des Gedankens. In diesem Sinne haben die Verfasser das Höchst­möglichste geleistet. Sie haben die sämmtlichen Lebensbeziehungen des Culturmenschen zu einem Kreis verwoben und den Leser oder Schüler in den Mittelpunkt desselben gestellt, von wo aus sie ihm die Fäden zeigen, durch welche er mit Familie, Gemeinde und Staat verwachsen ist. Sodann führen sie ihn in das Berufs und Wirth- schaftsleben dieser Abschnitt ist einzig in feiner Art darauf folgen Blicke in die ewig schaffende Natur, der Kamps des Menschen mit ihr und ihren Kräften und die allmähliche Beherrschung der letzteren, wie ihre Verwendung im Dienste menschlicher Arbeit, die Besitzergreifung des Menschen von den aufgesparten Schätzen der Natur, alles dies gelangt zu vollendetster Darstellung; darauf Einführung in die weite Welt: alle Erdtheile sind vertreten durch geographische, ethnographische und culturgeschichtliche, vortrefflich gewählte Character- bilber, auch die deutschen Colonien in Afrika sind nicht vergessen. Endlich sührt unser Buch den Leser wieder zurück auf den Boden des Vaterlands. Hessen und seine Gliedschaft als Bestaudtheil des Deutschen Reiches bilden den Abschluß in der Umschau, welche dem Leser von hoher Warte aus geboten wird. Eine Anzahl von ge­lungenen Abbildungen, wie noch ein Anhang zur Anleitung und Belehrung im Anfertigen von Geschäftsaufsätzen, Briefen rc. mit Beispielen und Mustern, vermehrt noch den Werth des Buches. Die erste Seite deffclben, nach dem Titelblatte, trägt die Widmung an denReferenten für das Volksschulwesen in der Großh. Ministerial- abtheilung für Schulangelegenheiten, Herrn Geheime Oberschulrath Greim in Darmstadt". Wir gönnen den drei Verfassern gerne die Ehre, die ihnen für ihre Arbeit durch die Annahme der Widmung zu Theil geworden ist, wie wir auch andererseits den pietätvollen Zug, der sich damit aus den Kreisen des hessischen Volksschullehrer- standes für denbewährten Freund des Lehrerstandes und eifrigen Förderer des Schulwesens" kund gibt, nicht verkennen wollen.

Was wir jetzt noch zu sagen hätten, möge folgendes sein: Wir hoffen, daß der Gebrauch eines so trefflichen Unterrichtsmittels, wie das geschilderte, den Lehrern ihre oft recht schwere Arbeit in den Fortbildungsschulen erleichtern hilft, denn nichts kann auf die sittliche Entwicklung des Fortbildungsschülers günstiger wirken als die Weckung und Stärkung des Bewußtseins, daß er als künftiges, tüchtiges und wohlgebildetetz Familien-, Gemeinde-, Staats- und Reichsglied einer Vorbildung bedarf, die ihm ein ungebundenes und ungeschältes Dahinleben in blos körperlicher Arbeit und sinnlicher Zerstreuung nicht gewähren kann. Dieses Bewußtsein zu wecken und zu pflegen, dazu ist das Buch aber trotzdem frei von jeder tendenziösen Aufdringlichkeit vorzüglich geeignet. Das ganze Werk auf seinen 442 Seiten ist von einer edlen, empfindungsvollen Auffassung aller menschlichen Verhältnisse durchweht, weder finden sich darin Anklänge an einen schwächlichen Pessimismus noch über­schwängliche Verherrlichung vorhandener Zustände, die Welt in ihren Beziehungen zum Menschen ist darin dargestellt wie sie ist und wie sie von der durch Erfahrung und Wissenschaft geläuterten Vernunft aufgefaßt werden muß.

Wir wünschen dem Buche die weiteste Verbreitung in Schule und Haus; ja gerade in letzterem könnte es noch zu einem wirklichen

Hausschatz" werden, wenn es die Familienglieder an Sonn- und Feiertagen oder an den langen Winterabenden um den Familientisch lockte, um sich von Vater, Bruder, Sohn oder Tochter ein Stück vorlesen zu lassen und dann eine Betrachtung sich daran knüpfte Wie viel mehr Segen würde daraus heroorgehen, als durch über= mäßiges Verweilen in der Schenke bei Trunk und SpielMöchte» nur Alle, die dazu berufen sind, an der idealen Ausgestaltung des Volkes mitzuarbeiten, nicht versäumen, edle, von aller Einseitigkeit und Streitsucht freie Lectüre im Volke verbreiten zu helfen'. Wir mochten an dieser Stelle noch die Bitte an edeldenkende Fabrikherren richten, bei passenden Gelegenheiten ihre Arbeiter neben anderem Guten und Nützlichen auch mit Geist und Herz bildender Nahrung zu versehen und für diesen Zweck dürfte das geschilderte Buch einen hervorragenden Rang einnehmen.

Um noch von dem Verleger zu reden, wollen wir nur sagen daß er für den mäßigen Preis eine Leistung für sich in Anspruch nimmt, die jeden Wettbewerb ausschließt. Wir wünschen seinem Unternehmen den besten Erfolg! Fertsch.

verkehr, £anö< und volkrwlrthschaft.

Grünberg, 8. März. (Fruchtpreise). Weizen 20,00. Korn 18,Ou, Gerste JL 18,00, Hafer JL 17,(X), Erbsen 00,00 Samen JL 00,00, Lein Jt 00,00, Kartoffeln JL 0,00, Linsen JL 00.

Kirchliche Anzeigen der evangelischen Gemeinde.

Bibel stunde heute Montag den 10. März, Abends 8 Uhr, in der Kleinkinderschule, Offenbarung Joh. Cap. 3, von VerS 7 an, Sendschreiben des Herrn für die Gemeinde zu Philadelphia. Pfarrer Dr. Naumann.

4. Passionsandacht am Mittwoch den 12. März, Abends 6 Uhr. Pfarrer Dr. Naumann.

RpivÖhrt das vorzüglichste und beliebteste Mittel zur Dt/Wdllll Lösung des Schleimes gelten Fays ächte Sodener Mineral-Pastillen, gewonnen aus den Salzen der zur Kur gebrauchten berühmten Gemeinde-Quellen No. III. und XVIII. Die Pastillen, welche man einfach im Munde langsam zer­gehen läßt, lockern den Schleim und bewirken eine außerordentlich leichte Expectoration. In sehr veralteten Fällen pflegt man sie (35 Stück) aufgelöst in heißer Milch zu nehmen, und kann des sichersten Erfolges gewiß sein. Erhältlich in allen Apotheken und Droguen ä 85 die Schachtel. 65

Auf die besten Erfolg versprechende Kur gegen Brust- und Asthmaleiden des Naturheilkundigen Paul WeidhaaS in Dresden, dessen Heilverfahren von Aerzten und Geheilten alS ganz vorzüglich anerkannt ist, wird hierdurch besonders aufmerksam gemacht. 2082

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Zu haben bei J. M. Schulhof. 852

Schtffsnaehrichteir.

Bremen, 7. März. (Per transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Lahn, Capitan H. Hellmers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 26. Februar von Bremen und am 27. Februar von Southampton abgegangen war, ist gestern 10 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen.

Bremen, 7. März. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer Hermann, Capitän H. Bödeker, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 20. Februar von Bremen abgegangen war, ist am 6. März, 9 Uhr Vormittags, wohlbehalten in Baltimore angekommen.

Spielplan der vereinigten frankfurter Ztadttheater:

Opernhaus.

Dienstag den 11. März: M ar t h a. Gewöhnliche Preise.

Mittwoch den 12. März: Vorstellung bei ermäßigten Preisen» Das Wintermärchen. Außer Abonnement.

Donnerstag den 13. März: Der Prophet. Gewöhnliche Preise.

' Freitag den 14. März geschlossen.

Samstag den 15. März: Norma. Hieraus: Die Puppenfee. Gewöhnliche Preise.

Sonntag den 16. März: Zum ersten Male: Vaterland. Große Oper in 4 Acten von Poladilhe. Große Preise.

Schauspielhaus.

Dienstag den 11. März: Das Bild des Signorellt» Gewöhnliche Preise.

Mittwoch den 12. März: Zum ersten Male: Nur kein Talent. Lustspiel in 1 Act von Waldau. Hierauf: Durchs Ohr. Gewöhnliche Preise.

Donnerstag den 13. März: Gastspiel des K. K. Hofburg- schauspielers Ernst Hartmann. Die Widerspänstige. (Pttinchio: Herr Hartmann.) Außer Abonnement. Große Preise.

Freitag den 14. März: Das Bild des Signorellt. Gewöhnliche Preise.

Samstag den 15. März: Zweites und vorletztes Gastspiel des K. K. Hofburgschauspielers Ernst Hartmann. Die Journalisten (Dr. Bolz: Herr Hartmann.) Große Preise.

Sonntag den 16. März: Letztes Gastspiel des K. K. Hofburg­schauspielers Ernst Hartmann. Ein Erfolg. (Marlow: Herr Hartmann). Große Preise.

Holzversteigerung

in Gräflicher Oöerförflerei Saubach.

Freitag den 11. März d. I. werden versteigert werden: 1) im Eselskops (bei Laubach): 320 rm Buchen-Scheiter, 194 rm -Prügel, 68 rm -Stöcke, 70 rm -Reiserprügel, 59 rm Fichtenstangen (Latten- und Bohnen­stangen); 2) in der Scheppmalsdickung (theilweise vorgezeigt): 60 rm Buchen - Stöcke und 50 rm Reiser-Prügel; 3) in Brühl und Birken: 47 rm Birken- und Salweiden - Prügel, 397 rm Buchen - Stammreiser (Schichten), 78 rm Fichtenstangen, 203 Stück desgleichen von 810 cm Dchm.; 4) im Feldchen (unvorgezeigt): 11 rm Eichen-Scheiter (theilweise Glaserholz), 18 rm Eichen- re. Prügel, 45 rm Buchen-Reiserprügel, 22 rm Fichten - Derbstangen in Schichten, 109 Stück desgleichen von 812 cm Dchm; 5) in Eselökops und Scheppmalsdickung: Kohlreiser abtheilungs- weise. 2075

Zusammenkunft Vormittags 9'/, Uhr bei der Wetterbrücke am Eselskopf.

Laubach, den 5. März 1890.

Gräfliche Forstverwaltung.

Hbtthesßsche Eisenbahnen.

Am 1. d M- ist der Nachtrag VI. zum Lokal-Personentarif in Kraft getreten, welcher Abänderungen bezw. Ergänzungen der Spezial Bestimmungen und der Tarif­tabellen enthält.

Nähere Auskunft ertheilen die Billet- expeditionen

(Sieben, den 5. März 1890. 2076

Grobherzogliche Direktion.

Mittwoch den 12. Msr?>

Nachmittags 1 Uhr, versteigere ich im »Adler" Markt­platz 20 gegen Baarzahlung:

Möbel aller Arten, 1 Kassaschrank, 1 Claoier, 2 nußb Secreläre, 1 Wiege mit Klotz, 1 Hobelbank, 3 Wagen, 1 Trompete und eine Parthie Hutfedern.

Geißler, 2095 Gerichtsvollzieher.

Bekanntmachung.

Die Lieferung der Stoffe zu Kleidern für arme Confirmanden aus Ostern 1890, bestehend in Knaben-Anzügen von schwarzem Tuch, schwarzem Cachemir, weißem und farbigem Flanell, soll im Submissionswege vergebe« werden und sind deßsallstge Offerten unter Beischluß von Mustern bis spätestens zum 12. d. Mts. im Bürgerhospital verschlossen abzugeben.

Gießen, am 6. März 1890.

Die Armen-Deputation der Stadt Gießen.

_______________________Gnauth._____.

Kirchenrath Engels Stiftung.

Die Zinsen der Engels-Stiftung sollen am 24 d. MtS. an zehn arme und würdige Familien zu Gießen vertheilt werden. Die Fanulmb die sich um diese Stiftung bewerben wollen, mögen sich bis zum 13 d Mte» einschließlich bei einem der drei evangelischen Pfarrer anmelde«.

Gießen, den 8. März 1890. 9°7*

Der evangelische Kirchenvorstaud.

Dr. Naumann. Carl Schwan sen.