nab 2r ?%• Mpp, ^üf?rl0^lcr- Hipp 2r 6
m4„neibir.
' Adolf t yuer. irabÄfifa6,lbtoü6- !
Ä.V£Ä"- LrO.
VkT 4I”I"- «T\!8a6™irt.r n«S l'biiät ^r" ari;J?l0'?'4?ien'r- *.«0,':$i,niL
®?uMer. 'h'lipp, heiz«.
™baib, Gcomettt. ^°rs.Kuischer. Wipp, knecht.
Wipp, Destillateur, tr, «hjanbtt, Revisor. ■arl> ctcretar, - August, Agent. ,e,nri^, Dr., ^rojefior. ’ranb,3ultu§, Dr, Professor. nbucher,Emil,GyM.-Lehrer ^auer, fad Friedr, Dr„ Proseffor. - kcker, Ferdinand 2r, fausm. ustao, Kaufmann.
-er, Ludwig, Dr. Professor, yeiurick, Maurermeister. :äer, Johannes, Taglöhner, rl, WriWndn. ler, hnmavn, LchoWr. Vilhelm, Dr., Oderstabsarzt. lher, Heinrich, Ziegler, ker, Balthasar, Äagenmstr. mann, Philipp, ^ulturingen. in, Heinrich, M/h. ch, Loui^, Sattln.
iDwij, Agent.
Karl, Rangirer. er, Konrad,Leizer. , Heinrich, Tcribent.
. Georg 2r, Stat.-Assistent. f Jeremias, Stat.-Assistei t. Erdmann, Mhändier. ^ouis, Buchhalter.
-tmann, Georg, Bankoorstand. n, Julius, Maurer.
Heinrich, Laternenwarter. r, Johannes, Pedell. Hannes 2r, Schlosser, f Ludwig, Taglöhner. T, Ernst, Schneider, üdrich. Schlosser.
eorg, Schmied. $•£*»* jS«,*«"*1 §8 SÄ ÄS5*- LS-'" SgH
äTN*' W, ^^^'oniervaior.^ :s$v6' irl, 5c,5 «ßi<f'n®itl'r- :u0«>>8'5; Dr„ W-
LUG KM j»*“ ■
Donnerstag den 10. Juli.
(Siebener Auzerger.
Beilage zu Nr. 157. - 1890.
Feuilleton.
Luftkurorte, Bäder und Sommerfrischen des Großherzogthums Hessen-
Plauderbriefe für den „Gießener Anzeiger" von E. M.
(Nachdruck verboten.) in.
Lindenfels.
Lindenfels, diese „Perle des Odenwaldes", ist uns in diesem Jahre in den Spalten der Zeitungen des Oesteren von rein practischen, finanziellen Gesichtspunkten entgegengetreten. lieber Lindenfels las man immer in Verbindung mit den Nebenbahnprojecten. Wohl ist der liebliche Ort durch den Ausbau der Linie Reichelsheim-Reinheim der Bahn schon bedeutend näher gerückt, allein für den von Jahr zu Jahr zunehmenden Fremdenbesuch im Sommer ist doch ein vollständiger Anschluß von höchster Wichtigkeit. Vorläufig muß man die Strecke von Reichelsheim bis Lindenfels zu Wagen zurücklegen und für diesen 4—6 Mk. bezahlen, falls die Kräfte für die Fußtour nicht ausreichen. Bekanntlich ist Lindenfels dem Touristen von Darmstadt aus noch auf anderen Wegen als über Reichelsheim erreichbar. Sehr viele lieben die Tour über Bensheim, Schönberg und die Knodener Höhe- vier Stunden kann man gut und gern auf diesen Weg rechnen. Wieder andere ziehen die Richtung Bensheim Kolmbacher Höhe vor. Eine dritte Route führt von Heppenheim aus über Kirschhausen, Mittershausen, Erlenbach und Eulsbach. Wir benutzten zu unserem Ausfluge die Odenwaldbahn und zwar den Morgenzug 6 Uhr 25 Min., der um 7 Uhr 6 Min. in Reinheim ist und hier sofort Anschluß hat an die Straßenbahn pach Reichelsheim, welche in einer Stunde durch die Ortschaften Groß-Bieberau, Wersau, Brensbach, Rieder-Kainsbach, Fränkisch-Crumbach, Unter- und Ober- Gersprenz, Kirchen-Beerfurth und Bockenrod führt. Wer über den Rodenstein nach Lindenfels will, kann die Bahn auch schon in Fränkisch-Crumbach verlassen und von da aus, nach Besichtigung des hübschen Schlosses Gemmingen - Hornberg und seiner reizenden Gartenanlagen, durch das Erlauer Thal in einer Stunde^zur Ruine Rodenstein marschiren.
Was zunächst in Reichelsheim, einem über 1800 Einwohner zählenden Marktflecken, dem Fremden auffällt, ist die große Menge der Wirthschaften, die in ziemlich lückenloser Reihe vom Stationsgebäude an bis zum Ausgange des Ortes hinziehen. Spukt darin etwa noch der Geist des alten Roden- steiner fort? Am Wirthshaus „Zum goldenen Engel" biegt rechts der theils durch Wiesen, theils durch Wald führende hinlänglich durch Wegweiser markirte Weg zum „Rodenstein" ab. In 50 Minuten kommt man zu der Ruine, die, tief im Walde versteckt, erst sichtbar wird, wenn man sich dicht vor ihr befindet. Die grüne blühende Wildniß rings um das alte Gemäuer gibt der Stätte jenen eigenen romantischen Reiz, der da, wohin die Hochfluth des Fremdenverkehrs mit all seinen Begleiterscheinungen sich ergießt, in seiner ursprünglichen, natürlichen Kraft nicht mehr bestehen kann. Den möchten wir sehen, der sich inmitten eleganter Reisender, wie solche etwa auf unseren Salondampsern zu finden sind, um
geben von Hoteleomfort, Blumen- und Photographieverkäusern und all jenem Luxus, der sich während der Reisesaison vom Fels bis zum Meere entfaltet und in lachenden Thälern so gut sein Wesen treibt, wie in der Nähe rejtaurirter Burgen, ernstlich in die Welt des Mittelalters hineinträumen könnte. Im besten Falle sind das doch erkünstelte Gefühle.
Aber am „Rodenstein" tritt uns das 19. Jahrhundert durchaus nicht aus die Fersen. Wir lassen die moderne, eom- plicirte Welt unserer Bedürfnisse und Anforderungen völlig zurück, wenn wir das steinerne Thor durchschreiten und in der weltfernen Stille, die sich auf der anderen Seite der Trümmerreste in friedliche Waldeinsamkeit verliert, weder durch den Ruf eines Kellners, die Schlüssel eines Burgwarts, noch die Erklärungen eines Führers gestört und von unserem Gedenken einstiger Herrlichkeit abgezogen werden.
Für Ruhesitze und Tische an schattigen Orten ist hier oben genügend Sorgen getragen worden, aber doch so, daß man in keiner Weise eine das Ursprüngliche anmaßend bevormundende Cultur spürt. Das Natürliche, ja das Wilde hat am' „Rodenstein" vollen Spielraum. Die Thätigkeit des Odenwaldelubs erstreckt sich hauptsächlich aus die Erhaltung des Vorhandenen. Zu Füßen der Ruine liegt eine einfache Wirtschaft (H. Dörr), im Aeußeren und Inneren dem Charaeter der ganzen Umgebung angepaßt. Einen Imbiß und einen guten, kühl-rf Trunk — die Flasche von dem verabreichten Groß-Bieberauer Bier kostet 25 Pf. — und dazu ein freundliches Gesicht der Frau Wirthin bekommt man hier vorgesetzt. Auch sind Postkarten mit Ansichten vom Rodenstein und Reichelsheim zu haben.
Wer einen kleinen Umweg nicht scheut, thut gut, den hinter der Ruine, eine kurze Strecke über waldige Anhöhe führenden Weg nach „Neunkirchen" zu verfolgen und so die „Neunkirchener Höhe", die nun auch schon einen Aussichtsthurm trägt, mitzugenießen. Wer aber birect nach Lindenfels will, steige wieder herab — beim Heruntergehen von der Ruine ist auf der holperigen, etwas abschüssigen Bahn und den vom Regen ausgewaschenen Stufen Vorsicht zu empfehlen — und schlage den gerade links vom Wirthshause laufenden Pfad ein (ein Wegweiser wäre hier übrigens am Platze), der, sich allmälig verbreiternd, über Laudenau, Winterkasten in ungefähr zwei Stunden nach Lindenfels führt.
Erst kurz vorm Ziel springt' der hinter Anhöhen verborgene liebliche Ort dem Wanderer in die Augen. Das Plötzliche des gebotenen Anblicks wirkt so wohlthuend überraschend, daß man unwillkürlich länger Rast macht, um sich das entzückende Stadt- und Burgbild fest einzuprägen. Wenn man sich Lindenfels von der Bergstraße aus nähert, hat man die Aussicht daraus schon weit früher.
Die Hauptanziehungskrast für den Fremden liegt natürlich in der mächtigen, stolzen Burg, an der ein gut Stück deutscher Geschichte klebt. Unter den alten, prächtigen Linden aus dem Schloßhofe, bei dem herrlichen Blick, den man hier von allen Seiten in die blühende Odenwaldlandschaft hat, läßt sichs vortrefflich rasten. An lauschigen und luftigen Ruheplätzen ist hier kein Mangel. Vom Schlosse aus ziehen sich hübsche Anlagen und Spazierwege hin, die zu lohnenden Aussichtspunkten, wie Ludwigshöhe und Wilhelmshöhe, führen, durch ihre Tempelchen schon von weither kenntlich.
■ae»sBwet>
Wer länger in Lindenfels weilt, kann im Zeiträume von 14 Tagen recht wohl ebensoviel verschiedene Ausflüge unternehmen.
Die Saison ist gegenwärtig im vollen Gange. Zu den table d’hötes im „Hessischen Haus" (eine große, im Bau begriffene Halle wird diesem demnächst ein stattlicheres Aussehen geben), im „Odenwald" und in der „Harfe" finden sich bereits viele Gäste ein.
Der ländliche Character des Ortes wird durch den Fremdenverkehr wenig gestört. Die Plakate an den Fenstern mit der Aufschrift: „Möblirte Zimmer", sind vielleicht die einzigen Zeugen, daß die Quellen der wirtschaftlichen Kraft Lindenfels noch in anderen Dingen als in Obstzucht und Hopfeneultur liegen. — Ausgefallen ist es uns hier im Odenwald und auch schon an berühmten Punkten der Bergstraße, daß eigentlich dem genius loci nicht genügende Opfer gebracht werden, daß die Fülle der Erinnerungen aus Sage und Geschichte, die um die alten Burgtrümmer flüstern, nicht genügend ausgenützt werden, ausgenützt nämlich in deeorativer Weise. Altdeutsche Sprüche und bildliche Darstellung historischer Seenen könnten recht gut als belebende Wandzierde dienen. Die Rodensteinerlieder, die historischen Ereignisse, die sich an Burg Lindenfels knüpfen, welche Fundgrube für anheimelnden Wirthshausschmuck steckt nicht darin! Statt dessen hängt in einer Gaststube ein Stich von der Pariser Weltausstellung im Jahre 1868, und aus der Broche mit der Ansicht von Lindenfels, die man sich zum Andenken kauft, steht „dernier mode“. Das muß man sagen, der Schweizer, der versteht sich ausgezeichnet darauf, seine Geschichte in Wort, Bild und Schnitzwerk für die Touristenwege zu verwerten. Mag dabei auch noch mehr der industrielle als der poetische Sinn im Spiele sein — die ästhetische Wirkung wird doch schließlich erreicht. Die vom Odenwald-Club im Jahre 1887 dem Andenken Victor Scheffels gestiftete Tafel am Rodenstein ist ein Zeichen, daß man auch hier diesen Dingen allgemach eine größere Aufmerksamkeit zu schenken beginnt.
Der auf einer trefflichen Staatsstraße abwärts führende Weg nach Reichelsheim ist in allen seinen Partien genußreich, von wirklich überraschender Schönheit aber in seinem ersten Theile, wo er, links an mächtigen Bergwänden, rechts an stillen Waldschluchten in allmäliger Senkung hinlaufend, ungemein stark an Partien des Thüringer Waldes gemahnt, an den Weg von der Wartburg bis zur hohen Sonne. Vom Straßenknotenpunkt „Gumpener Kreuz" ab, dem Platze, wo bei Errichtung der Nebenbahn ein Tunnel von 36 Meter- Länge hergestellt werden muß, beginnt ein liebliches Thal, in welchem zerstreut mehrere große und kleine Gehöfte liegen. In anderthalb Stunden kommt man nach Reichelsheim. Wer sich jetzt noch rüstig fühlt, mag den Ausstieg zum Reichenberg und seinem hübschen, dem Grafen Erbach-Erbach gehörenden Schlosse unternehmen, das wie ein leuchtendes Wahrzeichen im Landschaftsbilde dasteht. Der wegemüde Wanderer aber läßt sich am besten in der in unmittelbarer Nachbarschaft des Stationsgebäudes gelegenen „Burg Rodenstein" nieder und erfrischt sich an einem Gerstensaft, der, obgleich aus der heimischen, aber auch von auswärtigen Gästen gerühmten Heil'schen Brauerei stammend, doch naiv als „Exportbier" verschänkt wird.
Versteigerung von Bauplätzen.
Samstag den 12 Juli d. I., Vormittags 11 Uhr, wird die den Theodor Lotz Erben in Gießen zustehende, aus die Ludwigstraße und die Wieseck bezw. Löberstraße stoßende,' abzüglich des in die Löbersiraße fallenden Geländes noch circa 2800 Meter Hal-, tende, in vier Bauplätze mit je circa 18 Meter Front und 40 Meter Tiefe ‘ zerlegte Wiese an Ort und Stelle unter den daselbst bekannt werdenden näheren Bedingungen einer freiwilligen Versteigerung ausgesetzt.
Gießen, den 4. Juli 1890 Grobherzogliches Ortsgericht.
I. A.:
Keller. 5713
Iieilgeöotenes.
Garantie-Victoria-Kamm.
Der beste Kamm der Welt, ich tausche jeden Kamm, welcher binnen Jahresfrist im Gebrauch zerbricht, gegen einen neuen um, nur allein echt zu haben bei 4971] Gustav Gerhardt.
Vrima Heidelbeer- und Streichel- (Guß-) Kuchen täglich frisch, empfiehlt 5686
Ang. Guhr, Bahnhofstraße 12. i
Ausverkauf
von Tapeten-Resten.
Reste von 5 bis 20 Rollen, durchweg schöne und fast nur neuere Muster, empfiehlt in größter Auswahl zu bedeutend ermäßigten Preisen
Heinrich Hochstätter,
5235 Schloßgaffe 19.
Möbelfabrik u. -Lager
empfiehlt
sein reichhaltiges Lager in completen Betten, Möbeln, polirt und lackirt aller Art, Blumentischen und Rohrsesseln, sowie Spiegel, Teppiche, Läufer und Gardinen zu aussergewöhnlichen
Preisen ! durch Ersparniss der Ladenmietho ! [2987 Eigene Polstererwerkstätte! Eigene Schreinerwerkstätte!
TZ" 1 J_ _ Ci 1 1 mit Druckwerke
Kelter-Schrauben
Umänderung alter Schrauben und Keltern empfehlen zu billigen Preisen
PH. MAYFARTH & Co., Frankfurt a. M.
Fabrik: Hanauerlandstrasse 169 (am Ostbahnhof). [5124
Geschäfts - Verte ff unff.
Meiner verehrt. Kundschaft und einem werehrl. Publikum zur Nachricht, daß mein Geschäft nebst Wohnung sich von jetzt ab
täSflRT Wetzsteingasse ÜTx» 41
im Hause des verst. Herrn Ferd. Kreiling befindet. Halte mich bestens empfohlen. Hochachtungsvoll
5495 Louis Beil, Schreinermeister.
lÄjglUjnQg Klavier-Reparaturen u. -Stimmen, baar u. in Raten. Leihanstalt,
Glessen — Seltersweg 67 — 2980
<*• D» Gebauer.
(»rosset Ausverkauf.
Wegen Wegzugs von hier gebe sämmtliche
Galanterie-, Leder- und Luxuswaaren
zu Einkaufspreisen ab.
50 Pfg.
rtikel
zu 45 Pfennige
5H2 *t. Schmidt, Marktstrasse 27.
Zu
la. Qual, ä Mk. 2.-, lla.aQual. ä Mk. 1.901 Haushaltskaffee ä Mk. 1.80,
Wiener Mischung ä^Mk. 1.70 per Pfd. y empfiehlt sich durch feines Aroma, absolute Reinheit und hohe Ergiebigkeit als die beste und reellste Waare.
haben bei: J. M. Schulhof.


