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In erster Linie tritt die Innung für Nerlängerung der zum I Schlachten der Schweine bestimmten Zeit ein; sie erklärt es für eine Schädigung deS Gewerbes, wenn Schweine, entgegen den Bestimmnngen über die Schlachtzeit für anderes Vieh, nur zu bestimmten Stunden geschlachtet werden dürsten- oft träfen die Schweine nicht rechtzeitig genug ein, um noch vor Ablauf der festgesetzten Zeit geschlachtet zu werden, wodurch den Metzgern der Nachtheil entstehe, daß sie ihre Kunden nicht bedienen, ihre Gesellen nicht beschäftigen könnten, auch bestehe eine Einschränkung der Schlachtzeit für Schweine in keinem anderen Schlachthanse u. s- w. Die Schlachthausdeputation | hat beantragt, von einer Aendernng der Schlachthausordnung im Sinne der Fleischerinnung abzusehen. Die Rücksicht aus | die Reinigung und Instandhaltung der Maschinen, welche außer , der Schlachtzeit zu erfolgen habe, die geordnete Ausübung 1 der neuerlich eingeführten freiwilligen Trichinenschau, die nur während der Tagesstunden ausgeübt werden könne, sowie die Bestimmung, daß gegen Entrichtung einer besonderen Gebühr außerhalb der hierfür bestimmten Zeit Schweine geschlachtet werden könnten, wenn besondere Zufälle das Schlachten wäh­rend dieser Zeit nicht gestatteten, ließen ein Eingehen aus den Antrag der Innung nicht für geboten erscheinen. Die Ver­sammlung beschließt dem Anträge der Deputation gemäß. Betreffs eines weiteren Antrages der Metzgerinnung, die Be­stimmung, daß vor dem Schlachten von dem Thierarzte oder den Fleischbeschauern als krank bezeichnetes Vieh nur in dem hierfür bestimmten Separatschlachthause geschlachtet werden dürfe, aufzuheben, d. h. das Schlachten kranker Thiere im Schlachthause zu verbieten, wird beschlossen, Aendernng dieser Bestimmung dahin zu treffen, daß Vieh, über dessen Gesund­heitszustand Zweifel bestehen, nur in dem Separatschlacht- hause, ersichtlich krankes Vieh aber nicht in demselben geschlach­tet werden darf. Diese Bestimmung entspricht auch der Auf saffung, welche der Errichtung eines besonderen Schlachthauses zu Grunde gelegen- sie wird den Zweck des Separatschlacht- hauses nur präciser zum Ausdruck bringen. Eine weitere von den Metzgern beantragte Bestimmiing über diejenigen Fleischtheile, Eingeweide re., welche nach gewerblichem Brauch brim Verwiegen vom Gewicht in Abzug zu bringen sind, findet unter Berücksichtigung der vom Landwirthschastlichen Loeal- verein und der Schlachthausdeputation hierüber abgegebenen Gutachten Erledigung.

Die 2. Klasse der Stadtknabenschule wird nut 1. Mai d. I. 108 Kinder zählen. Da nach dem Volksschul- gesetz die höchste zulässige Bestandziffer einer Klasse 80, aus­nahmsweise 100 fein darf, so ist die Theilung dieser Klasse vom Schulvorstande, desgleichen die aus diesem Anlaß noth- wendige Besetzung einer Schulverwalterstelle beantragt worden. Es wird diesem Anträge stattgegeben. Wegen Beschaffung eines Schulloeales für die neue Klasse wird die Stadtverord- neten-Versammlnng noch Beschluß fassen, wahrscheinlich wird diese Klasse in einem Saale der alten Realschule (Bürger­meisterei) untergebracht werden müssen, wenn nicht inzwischen die Verhandlungen über den Erwerb oder Miethe des alten Hofgerichtsgebäudes zum Abschluß gelangen und eine Unter­bringung der Klasse in diesem Gebäude ermöglicht wird. Infolge der im Winter ermöglichten Vorarbeiten zur Her­stellung der Anlagen vor dem Friedhöfe war die Ver­setzung zweier, hiesigen Bäckermeistern gehöriger Holzhaufen nöthig, welche Arbeit im Einverständniß mit den betr. Päch­tern zum Theile durch städtische Arbeiter vorgenommen wurde. Die hierdurch entstandenen Kosten im Betrage von 27 bezw. 18 Mk. werden bewilligt. Die Hülssschutzmänner sind um Erhöhung ihres Gehaltes, welcher nach einer im vorigen Jahre bewilligten Erhöhung z. Z. 420 Mk. jähr­lich beträgt, und um Aufnahme in die für die städtischen Be­amten in's Leben tretende Wittwenkasse eingekommen. Was das Gesuch um Gehaltserhöhung betrifft, so begründen die Gesuchsteller dasselbe mit den in ihrem Dienste an sie ge­stellten hohen Anforderungen. Nach dem Bericht Großh. Polizeiamts, welches eine Gehalts-Erhöhung befürwortet, kommen auf den einzelnen Hülfsschutzmann jährlich 1130 Nacht-

die Instrumente. Herr Kilian fetzte die große Horn­brille auf.

Hier ein Quartett von Maestro Mozart. Will Er seine eigene Geige nicht nehmen?" fragte er nun, als er sah, wie Bornemann nach dem ihm gereichten Instru­mente griff.

Meine Geige? Nein!" entgegnete der fremde College gelassen-mein Instrument ist caput- ich muß auffetzen erst einen neuen Steg."

Es war eine Lüge, die erste in seinem Leben, aber die Amati, die schöne seltene Geige, mußte ihn sofort verrathen. Ein Glück, daß der Kasten fest verschlossen war.

Nun waren Alle fertig.

Mozart, sagte man, habe für die Engel im Himmel ge­schrieben, und es war wirklich eine Melodieenfülle in dem Stücke, daß Einem die Thränen in die Augen traten und die Nachtigallen ihren Gesang einstellen konnten. Lebrecht Zingst spielte gediegen, der Fremde aber hielt sich mit der zweiten Partie sehr zurück- dennoch meinte der Alte nach dem süßen Allegro:Er hat eine verdammt gute Schule! Er hat Ton und Strich! Ich gebe ihm Kost, Wohnung, dazu die Woche noch drei Speeiesthaler, wenn er bei mir bleiben will."

Frau Livia nickte und dachte bei sich:

Er ist doch nicht so ganz aus den Kopf gefallen, Dein Alter!"

Begierig wartete sie auf die Antwort. Der Fremde aber lächelte und sagte:

Ich Halts hier nicht aus, College, ich habe eine Wanderseele!"

Schade! Na, überschlaf Ers nochmal. Vorwärts! Das Larghetto ein wenig lebhaft, meine Herren!" . (Fortsetzung folgt.)

und IGO Marktdienststunden, ungerechnet derjenigen Zeit, in I welcher sie bei außergewöhnlichen Anlässen, z. B. bei Brän- | den, dienstlich herangezogen würden. Was die Aufnahme in < die Wittwenkasse betreffe, so fei, in Anbetracht des Nacht­dienstes, der die Hülfsschutzmäm.er erhöhten Gefahren aus­fetze, ein hierauf bezügliches Verlangen gerechtfertigt. Die Finanzdeputation hat beantragt, angesichts der ziffernmäßig dargelegten dienstlichen Inanspruchnahme den Gehalt der Hülfs- schutzmänner auf 500 Mk. zu erhöhen, die Aufnahme derselben in die Wittwenkasse für die städtischen Beamten aber abzu­lehnen. Die Finanzdeputation ging bezüglich des letzten Theiles ihres Antrages von dem Standpunkte aus, daß die Wittwenversorgung nur solchen Beamten zu Gute kommen könne, die ihre ganze Kraft in den Dienst der Stadt gestellt hätten. Herr Scheel spricht sich für die Aufnahme der Hülfsschutzmänner in die Wittwenkasse aus. Es wird be­schlossen, die beantragte Gehaltserhöhung mit dem 1. April d. I. eintreten zu lassen, den Entscheid über Aufnahme in die Wittwenkasse aber bis zur Berathung über die Wittwen­versorgung für die städtischen Beamten selbst auszufetzen.

Friedberg, 6. Februar. Für den Stadtkirchenbau haben die Geschwister Theobald zur Erinnerung an ihre am ! 4. Februar 1889 hier verstorbene Tante, Fräulein Amanda Agate Theobald, 1000 Mk. geschenkt.

Friedberg, 7. Februar. Im Monat Januar haben 354 Durchreisende dahier in der Herberge zur Heimath über­nachtet, von welchey 255 die Verpflegung auf Kosten des Kreises in Anspruch genommen haben. Für die Arbeits­leistung der Verpflegten hat die Herberge von Privatpersonen Mk. 10.50 eingenommen.

Altenstadt, 7. Februar. Am Sonntag den 9. Februar, Abends 728 Uhr, findet hier im Saale des Herrn Gastwirth Holzapfel eine Wählerversarnrnlung statt, in welcher Herr Dr. Gutfleisch aus Gießen eine Ansprache halten wird.

Lauterbach, 7. Februar. Nächsten Donnerstag den 13. d. M. wird der erste diesjährige Vieh markt abgehalten werden.

Lauterbach, 7. Februar. Nächsten Montag den 10. Feb­ruar, Abends halb 8 Uhr, wird unser seitheriger Reichstags­abgeordneter Herr Fritz Kalle aus Wiesbaden im Gasthaus zum Anker" hier einen Vortrag halten.

Bermuthshain, 6. Februar. Unser sonst so stilles und friedliches Dörfchen war gestern in nicht geringer Aufregung. Der Gemeindebulle war wüthend geworden und rannte wild in dem Dorfe umher. Die Hälfte der Ortseinwohner betheiligte sich an dem Einfangen - nach einiger Zeit gelang es, das Thier in eine Hofraithe zu treiben, wo es geknebelt und in den Stall zurückgeführt wurde.

vermischtes.

* Mainz, 7. Februar. Die bei den bevorstehenden Reichstagswahlen in dem diesseitigen Wahlkreise auf dem Plan erscheinenden Parteien haben sich darüber geeinigt, sämmt- liche Stimmzettel in demselben Format und von gleichem Papier Herstellen zu lassen.

Mit dem kommenden Frühjahr steht hier ein Schreiner st rike in Aussicht. In einer jüngster Tage ab- gehaltenen Besprechung der Meister wurden die von den Ge- hülfen in einer öffentlichen Versammlung festgestellten For­derungen bezüglich der Arbeitszeit und bezüglich des Minimal­lohnes als unannehmbar erklärt und beschlossen, es eventuell auf eine Arbeitseinstellung der Gehülfen ankommen zu lassen.

Ein in einem Magazin unfern des alten Bahnhofes gestern Abend ausgebrochener unbedeutender Brand hat unter den Bewohnern des betreffenden Hauses eine fürchter­liche Panik verursacht. Durch den starken Rauch der in dem Magazin lagernden Stoffe glaubten die Bewohner, das Haus stände schon bis zum Dach in Flammen und schrieen mörde­risch um Hülfe. Fenster wurden eingeschlagen, in unglaub­lichen Costümen liefen Frauen mit kleinen halbnackten Kindern in den Straßen umher. Ein Junge sprang aus dem ersten Stock auf die Straße herab, ein Feuerwehrmann stürzte von beträchtlicher Höhe von einer Leiter herab und verletzte sich bedeutend. Es bedurfte langer Zeit, um die geängstigten Leute zu überzeugen, daß gar keine Gefahr vorhanden war.

* Berlin, 1. Februar. Die Zahl der Wähler in Ber­lin beträgt jetzt nicht weniger als 252,000. Davon haben über 75,000, fast nur Arbeiter, sich überzeugt, ob ihre Namen in den Wahllisten enthalten waren, gewiß ein bedeutsames Zeichen von dem gerade in diesen Kreisen herrschenden In­teresse für die kommenden Wahlen.

* Zur Anfertigung der Listen der Wahlberechtigten für die Reichstagswahl ließ der Gemeindevorsteher in dem braunschweigischen Dorfe H. durch den Gemeindediener wört­lich folgenden Aufruf verkündigen:Alle wer 25 Jahre alt ist, soll sich von nun bis heute Mittag beim Vorsteher melden, sonst wird er im Reichstag nicht angenommen."

* Ein originelleres Bittgesuch, wie solches bald nach seiner Thronbesteigung dem Kaiser Wilhelm I. von Seiten eines Berliner Geschäftsmannes zuging, dürfte wohl selten an ein gekröntes Haupt gerichtet worden fein. Dasselbe lautet I wörtlich wie folgt und hatte bei den mit der Erledigung qu. Angelegenheit betrauten Personen seiner Zeit viel Heiterkeit hervorgerufen:

Hochwohlgeborener König!

Großmächtiger Fürst und Landesvater rc.!

Ich befinde mir in eine große Verlegenheit. Aller- gnädigst bitte ich Seine Majestät mir doch aus dieselbe zu befreien, da ich eine kranke Frau und fünf Kinder mein | Eigenthum nenne, die seit drei Tagen von nichts als Kaffee I und ungeschmierte Stullen leben. Kein Holz und Kohlen I haben wir und bleibt mich anderes nicht übrig, als hoch- I geneigtest Seine Majestät um ein Darlehen von Tausend I Thaler zu bitten, die ich nebst 5pCt. Zinsen aber bestimmt I am 1. Juli 1861 wieder geben kann, da ich durchs Gericht eine Erbschaft dann zu beheben habe. Ich habe geträumt,

Seine Majestät wollten mir ganz unterthenist aus die Noth- lage befreien und will durch einen Notar mein Versprechen beglaubigen lassen. Tausend Thaler ist zwar eine hübsche Summe und können mich von den Concurs retten, da ich aber wohl der erste Gläubiger bin, der an Seine Majestät sich wendet, so schmeichle ich mir Berücksichtigung zu finden, was ja doch nur eine Kleinigkeit ist für einen neuen König. Indem ich huldvollst bitte, mir dock zu helfen, wünsche ich baldgeneigst nur das Eine, daß alle Wünsche von Seiner Majestät sich so wie meine Hoffnung auf keine Fehlbitte erfüllen möchten.

Seiner Majestät hochgeneigtigster, ganz ergebenster Julius P.......

Kaufmann und Handelsmann, Berlin, F.......straße 67.

Vorstehendes Schreiben blieb nicht unberücksichtigt. Die erbetenen Taufend Thaler gingen dem der großen Hülfe Be­dürftigen zwar nicht zu, aber da er in der That würdig und bedürftig erfchieu, wurden ihm fünfzig Thaler aus der königlichen Schatulle übermiefen, die es ihm ermöglichten, die rückständige und laufende Miethe zu zahlen und seine Gläubiger zu vertrösten. Später in den wirklichen Besitz der Erbschaft gelangt, trug der originelle Kauz thatfächlich feine Schuld ab, und als ihm der Betrag zurückgestellt wurde, verdoppelte der Handelsmann die Summe und stellte dieselbe zu wohlthätigen Zwecken der Behörde zur Verfügung.

Hniverfitäts -- Nachrichten.

Am Ende des vorigen Sommers wurde an der Universität München eine Genossenschaft für freiwillige Krankenpflege im Kriege gegründet, welcher jeder tmmairiculirte Student deutscher Staats­angehörigkeit als Mitglied beitreten kann, Der mililärdienstuntauglich ist. Die Mitglieder verpflichten sich, sich bei Ausbruch eines Krieges dem ihrem jeweiligen Wohnsitze zuständigen Landeshilssoerein auf brti Monate zur Verfügung zu stellen. Ami. Februar, Nachmittags 3 Uhr, sand in der Universität zum ersten Male die Prüfung der Mitglieder der Genossenschaft uatt. Zu derselben war der comman- dirende General des 1. Armeecorps, Prinz Leopold, mit dem Kriegs­minister von Heinlekh erschienen, ferner der Chef des Generalstabs, Generalmajor Giehrl, der Generalstabsarzt der Armee Dr. v. Lotzbeck, der Coips-Generalaizt Dr. Mohr mit vielen Militärärzten, General v. Lylander, der Referent im CultuSministerium Reggier, Recior und Prorector der Universität mit vielen Professoren u. a. m. Vor Beginn der Prüfung richtete Professor Angerer einige Worte an die Mitglieder und theilte mit, daß von den anfangs eingeschliebenen 68 Mitgliedern 19 wieder ausgetreten sind; Einige, well sie der Sache ein dauerndes Interesse nicht bewahren konnten, und andere, weil sie den körperlichen Anstrengungen nicht gewachsen waren. Von den noch verbliebenen 49 Mitgliedern gehören 1 der theologischen, 30 der jurtsttfchen, 4 der staatswirthschaftllchen, 2 der medictnischen und 12 der philosophischen Facultät ein. Der Unterricht in der Genossenschaft wurde ertheilt von Professor Rüdrnger in der Ana­tomie, von Geh.-Rath v. Ziemssen in der Krankenpflege, von Buchner in den wichtigsten Grundfätzen der Hygiene. Prioatdocent Klaußner übte die erste Hilfe bet plötzlichen Unglücksfällen, und Professor Angerer hat mit seinen AssiUenten den Unterricht in der VcrbandS- unb Transportlehre, Jmprootsaltonstechnik unb Wundbehandlung geleibt. Der Unterricht begann Mitte November und dauerte bis 30. Januar. Nachdem Professor Angerer geendet, begann die münd­liche Prüfung. Daraus folgten practtsche Uebungen, die mit beson­derem Interesse verfolgt wurden: das Anlegen von Nothverbänden, Transport von Kranken mittelst Tragbahre, Herstellung von Schienen aus Stroh, Weiden u. a. m. Die Mitglieder der Genossenichaft zeigten in Allem große Gewandtheit und eine gründliche Ausbildung. Zum Schlüsse der Prüfung sprach der Kriegsminiftcr den Mitgliedern seine volle Anerkennung übet die ausgezeichnete Leistung aus, lobte ihren Patriotismus und versicherte, den Bestrebungen der Genossen­schaft stets sein reges Interesse zu widmen.

Citeratur unö Kwn|t

Der Gärtner und Gartenliebhaber hat vielfach nicht die Zeit und häufig auch keine so große Bibliothek, um durch Nachlesen in Specialwerken Belehrung zu suchen; für ihn handelt es sich meist darum, sofort und ohne vieles Suchen eine Auskunft zu finden. Diesem Bedurfniß entspricht nur ein trotz möglichster Vollständigkeit kurz gefaßtes, mit den nöthigen Abbildungen versehenes Gartenbau- Lexikon, und der größte Erfolg, welchen das im Verlage von Paul Parey in Berlin erschienene Illustrirle Gartenbau-Lexikon ge­funden hat, bestätigt diese Wahrnehmung vollauf. Soeben beginnt eine zweite, durchgearbeitete Auflage des vortrefflichen Buches zu erscheinen und zwar geschieht die Ausgabe in 20 Lieferungen K 1 Mk. Der Preis ist in Anbetracht des Gebotenen ein äußerst niedriger, und in der That sollte das Gartenbau-LexUon in jeder Gärtnerei als Hausbuch zu finden fein, denn aufgeschlagen an der betreffenden Stelle des Alphabets gibt es augenblicklich klare und bündige Antwort auf alle Fragen, wie sie sich täglich im gärtnerischen Be­triebe aufwerfen.

verkehr, Land« volkrwirthschaft.

Berlin, 4. Februar. Die Ausgabe der zusammenst ell- baren Fahrscheinhefte hat sich nach der ,,Voss. Ztg.", seitdem die Bedingung einer Rundreise fallen gelassen tft, bei den einzelnen Ausgabestellen gegen die gleichen Monate des Vorjahres nahezu ver­doppelt. Der Ausschuß des Vereins deutscher Eisenbahnverwaltungen für Angelegenheiten des Personenverkehrs wird zur Ausarbeitung neuer Ausführungsvorschriften für den Veretns-Rundreiseverkehr, die am 1. Mai d. I. in Kraft treten würden, eine Sitzung am 13. Februar in Prag abhalten.

Berlin, 4 Februar. Das neuesteMonatsheft zur Statistik des Deutschen Re-chs" enthält die Tabellen über die Durch­schnittspreise wichtiger Maaren im Großhandel für das Jahr 1889. Wenn man in Procenten den Preisunterschied zwischen dem ersten und letzten Monat des Jahres 1889 berechnet, so ergibt sich, daß nur für Kartoffeln, Zucker und Kupfer ein beträchtlicher und für Butter, Kalbflench, Spiritus, Reis und Petroleum ein geringerer Preisrückgang stattgefunden hat; alle übrigen Maaren sind im Preise gestiegen; Preiserhöhungen von mehr als 2OpCt. zeigen Gerste (2O,lpEt.), Hafer (20,5), schottische Häringe (21,4), Wolle (25), Zmk (28), Schweinefleisch (28), westfälische Steinkohle (34 4), schottisches Roheisen (40,6), norwegische Häringe (40,9) und deutsches Roheisen (57,8 pEt.).

Schiffs-Bewegung

der Postdampfschiffe der Hamburg-Amerrkantschen Packetsahrt-Aclien- Gesellschaft.

Galicta", am 26. Januar von Baltimore nach Hamburg ab­gegangen.Dania", von Hamburg nach Newyork, am 29. Januar von Southampton weitergegangen.Rhaetia", am 29. Januar von Newyork nach Hamburg abgegangen.Jndta", am 30. Januar von Baltimore nach Hamburg abgegangen.Italia", am 1. Februar von Newyork nach Hamburg abgegangen.Martha", am 1. Februar von Baltimore nach Hamburg abgegangen.Rugia", von Newyork, am 2. Februar in Hamburg angekommen.Bohemia", am 2. Februar von Hamburg nach Newyork abgegangen.Russig", von Hamburg, am 27. Januar in Newyork angekommen.