Einzelbild herunterladen

lich 57 Mk. entrichtet werden, soll auf Kosten der Stadt erfolgen. Es sind für die 94 Meter lange Strecke 740 Mk. für ein Lattenspalier nach Art des unterhalb des Lenz'schen Felsenkellers an der Bahnhofstraße be­findlichen vorgesehen. Infolge des in einer früheren Sitzung von Herrn Stadtv. Sch mall gestellten Antrages auf Er­richtung besonderer, außerhalb der Wohnung des Friedhos- aussehers befindlicher Räume für Leichen von an ansteckenden Krankheiten Verstorbenen hat die Friedhofscommission, obwohl sie die von Herrn Schmall geäußerten sanitären Bedenken nur dem Gedanken nach als gerechtfertigt bezeichnet, die Er­richtung eines zur Ausnahme von 46 Leichen geigneten An­baues im Hofe der Friedhosaufseher-Wohnung beantragt. Die Versammlung spricht sich unter Bewilligung der auf 1500 Mk. veranschlagten Kosten für Ausführung des Anbaues aus. Nach einer zufolge der Berathung über die Errichtung einer Kühlanlage für das städtische Schlachthaus geschehenen Anregung zur Anlage eines zweiten Dampfkessels ist durch Herrn Stadtv. Heyligenstaedt ein Gutachten über das Bedürfniß und die Zweckmäßigkeit eines weiteren Dampf­kessels vorgelegt worden. Herr Heyligenstaedt empfiehlt mit Rücksicht aus die drohende Störung im Betriebe des Schlacht­hauses bei etwaiger Reparaturbedürstigkeit und gründlicher Reinigung des vorhandenen Kessels die Anschaffung eines 25 lUMeter Heizfläche haltenden Reservekessels, der dem Be­trieb einer Kühlanlage, falls solche später beschlossen werden würde, dienen könne. Die Baudeputation hat die Einstellung des Kostenbetrags für einen zweiten Kessel in's nächstjährige Budget beantragt (3100 Mk. ausschließlich des dazu erforder­lichen Anbaues). Die Versammlung erklärt sich mit dem An­träge einverstanden. Der Feldweg i n der Licht en au soll, im Anschluß an die bereits chaussirte Strecke, auf eine weitere Strecke von 300 Metern chaussirt werden. Auch der hierzu erforderliche, auf 3450 Mk. veranschlagte Kostenbetrag soll in's nächste Budget eingestellt werden. Großh. Polizei- amt hat berichtet, daß die mittelst Wagen nach der neuen Klinik gebracht werdenden Kranken beim Einfahren in die neue Straße infolge der längs der Frankfurter Straße befind­lichen Gossen großen Erschütterungen ausgesetzt seien, wenn die Gossen nicht entfernt und für anderweitigen Abfluß des Wassers Sorge getragen würde. Es wird deshalb beschlossen, durch Anlage unterirdischer Canalrohre nebst Schlammfängen an dem Uebergange zur neuen Klinik und Pflasterung der Uebersahrt dem erwähnten Mißstande provisorisch abzuhelsen, da mit der Zeit sich doch die gänzliche Entfernung des Gra­bens längs der Frankfurter Straße nöthig machen werde. Herrn Ehr. Lony wurde s. Z. der Neubau an seinem Felsenkeller unter der Bedingung zur Errichtung eines Vorder­hauses an der Westanlage und Ueberbrückung des Schoor- grabens auf die Länge dieses Hauses gestattet, vom Gesuch- fteller auch ein diesbezüglicher Revers unterzeichnet. Auf hier­aus erfolgte Vorstellung des Gesuchstellers bei Großh. Kreis­amte um Entbindung von der bedingten Verpflichtung gab dasselbe dem Ersuchen statt, während infolge des von der Stadt bei Großh. Ministerium gegen den Kreisamtsbescheid erhobenen Einwandes Großh. Ministerium die Berechtigung der Stadt zur Erfüllung der vorher gestellten Bedingungen seitens des Herrn Lony anerkannte. Nach neueren Verhand­lungen wurde von der Verpflichtung zur Errichtung eines Vorderhauses abgesehen, dagegen festgesetzt, daß die Schoor- graben-Ueberbrückung bis zum Jahre 1891 zu erfolgen habe, ebenso der Platz an der neuen Ueberbrückung gärtnerisch an­zulegen sei. Dem Gesuche des Herrn Lony, ihm zur Ueber­brückung des Schoorgrabens bis zum Jahre 1892 Frist zu lassen, wird unter der Bedingung, daß Gesuchsteller zur Sicherung der Ueberwölbung sowie zur gärtnerischen Anlage des an den Schoorgraben stoßenden Geländes eine Caution von 5000 Mk. stellt, stattgegeben. Infolge Gesuches mehrerer Interessenten um pachtweise Ueberlassung von Wieseckb ösch unge n hat die Baudeputation die Erhöhung des Pachtpreises bei allen Pachtverträgen von 7 Pfg. auf 30 Pfg. pro Quadratklafter beantragt. Der Satz von 7 Pfg. wurde vor 20 Jahren angenommen und enispricht nach Ansicht der Baudeputation nicht mehr den heutigen Verhältnissen und dem Werthe, den die Benutzung der Wieseckböschungen für die Pächter hat. Die Versammlung stimmt dem Anträge aus Erhöhung des Pachtzinses zu. Gegen die freihändige Ab­gabe eines Quantums Nutzholz aus dem Stadtwald an die Garnison-Verwaltung hat die Versammlung nichts zu erinnern. Von dem aus Anlaß der Vorarbeiten zur Canali- sation neu gefertigten Stadtplan in größerem Maßstabe sind, nachdem die Mitglieder des Stadtvorstandes, sowie sonstige mit der Stadtverwaltung in Verbindung stehende Per­sonen damit versehen sind, noch eine Anzahl Exemplare übrig, die infolge Gesuches mehrerer Private zum Preise von 12 Mk. pro Stück abgegeben werden sollen. Das Gesuch der Herren I. Bo eck und H. Ruckstuhl I. um Trottoir­pflasterung auf dem verlängerten Asterweg und Anlage eines gepflasterten Ueberganges über die Steinstraße wird nicht ge­nehmigt, da nach den diesbezüglichen Bestiminungen, wonach eine Straße ausgebaut werden muß, wenn mehr als die Hälfte bebaut ist, eine Verpflichtung der Stadt hierzu nicht vorliegt, gepflasterte Uebergänge zur Erleichterung des Ver­kehrs der dortigen Einwohner unter einander an der Ostseite des Asterwegs und der Nordseite der Steinstraße aber vor­handen seien. Dagegen soll am verlängerten Asterweg noch eine Straßenlaterne ausgestellt werden. Das Gesuch des

. Herrn Gg. Koch um Erlaubniß zur Anlage eines Rohr­durchlasses durch den Erdkauterweg infolge Einrichtung eines Ladegeleises zur Oberhessischen Eisenbahn wird ge­nehmigt. Nachdem die Stadtverordnetenversammlung unterm 12. Juni d. I. beschlossen hatte, nach Ausbau der W ode- straße diese aus die Stadt zu übernehmen, wenn die Anlieger sich zur Aufbringung der infolge Befreiung der Inhaber des N a t t m a n n 'scheu und B r ü e l 'schen Hauses von der Beitrags­leistung zum Siraßenausbau aus Mk. 4800 reducirten Kosten verstehen und außerdem das zur Anlage eines Wendeplatzes für Fuhrwerke erforderliche Gelände der Stadt kostenlos zur

Verfügung stellen, hat Herr Rechtsanwalt Justizrath Baist Namens der Interessenten der Stadtverordnetenversammlung ein neues Gesuch unterbreitet. Danach wollen die Inte­ressenten die Straße selbst ausbauen, weit sic dadurch erheb­liche Ersparnisse zu erzielen hoffen^ ebenso halten sie die An­lage erhöhter Trottoirs wegen der vorhandenen Einfahrten nicht für nöthig und erwähnen schließlich, daß die Anlegung eines Wendeplatzes am Ende der Straße (am Schoorgraben) nicht ausführbar sei, weit Frau Anton Petri Wwe. das erforderliche Gelände abzutreten nicht gewillt sei. Ein Be­schluß über dieses Gesuch wird nicht gefaßt, sondern sich nur mit der Ansicht der Baudeputation einverstanden erklärt, welche Anlage von Trottoirs aus nur einer Seite und Anlage eines einseitigen Wendeplatzes empfiehlt, falls die Interessenten auf ihrer Forderung beharren, außerdem aber von sämmt- lichen Interessenten die Ausstellung von Reversen empfiehlt, nach dem sie sich verpflichten, bei allenfallsiger späterer An­lage erhöhter Trottoirs die auf sie entfallenden Kosten zu tragen. Angesichts der hierdurch wieder verzögerten Regelung der Eigenthumsverhältnisse an der Wodestraße wird auch das Gesuch der Bewohner derselben um Ueber nähme der Reinigung dieser Straße aus die Stadt abgelehnt.

Laubach, 4. November. Wie wir hören, unterzog heute Herr Oberschulrath Dr. Soldan von Darmstadt das hiesige GymnasiumFridericianum" einer eingehenden Jnspection, indem der genannte Herr sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag dem Unterrichte in den einzelnen Klassen bei­wohnte. Die Frequenz der Anstalt scheint sich seit der Ver­staatlichung etwas heben zu wollen. L. A.

Friedberg, 2. November. In der heutigen Sitzung des Vorstandes der israelitischen Religions-Gemeinde machte der Vorsitzende die Mittheilung, daß laut Zuschrift Großherzogl. Amtsgerichts der israelitischen Gemeinde von dem verlebten Fräulein CarolineGrödel 20,000 Mk. vermacht worden seien mit der Bestimmung, daß von den Zinsen dieser Summe 5 Jahresgedächtnisse abgehalten werden und bei jedem der­selben 100 Mk. an die Theilnehmer des Jahresgedächtnisses, sowie an Wittwen und Waisen vertheilt werden sollen- der Rest der Zinsen soll für den israelitischen Friedhof, vorzugs­weise für Unterhaltung der Gräber der Erblasserin, deren Eltern und Geschwister verwendet werden. Zum Testament des Fräulein Caroline Grödel ist noch nachzutragen, daß noch zwei weitere Wohlthätigkeits-Anstalten in der israelitischen Gemeinde und ebenso das Dienstmädchen mit je 500 Mk. be­dacht wurden, sowie daß außerdem laut Testament durch den Vollstrecker desselben am Beerdigungstage mehrere hundert Mark ohne Unterschied der Confession an Arme und Bedürf­tige der Stadt vertheilt wurden.

der berühmte Entdecker und Ausgräber der fossilen Fauna von Pikermi in Attika, der Schliemann der Paläontologie in seinem Fache eine wissenschaftliche Größe ersten Ranges, dann aber besitzt er, was bekanntlich nicht bet allen ersten Großen der Fall ist, eine ausgezeichnete Darstellungsgabe, welche sich auch im vorliegenden Buche, oft nicht ohne poetischen Schwung, geltend macht.

Gaudry behandelt seinen Stoff in sechs Hauptstucken. Das erste gibt in kurzen Zügen eine geschichtliche Übersicht über den Ent­wicklungsgang der Paläontologie, soweit die Kenntniß desselben zum Verständniß der folgenden Abschnitte nothwendtg ist. Das zweite Hauptstück erörtert die Beziehungen der Evolutionstheorie und des sogen. Darwinismus zur Paläontologie, ist reich an originellen Ideen und enthält Anschauungen und Mtttheilungen, aus denen wir ent­nehmen dürfen, daß Gaudry nicht ohne innere Kampfe mit älteren wissenschaftlichen Ansichten brechen mußte, bevor er in das Lager der Evolutionisten überging; daß er in diesem aber ganz heimisch ge­worden ist, beweist der dritte Abschnitt, der den verwandtschaft­lichen Zusammenhang der Säugethiere in den geologischen Zeitaltern erörtert. , , , ,

Der Schwerpunkt des Merkchens liegt in dem vierten und fünften Hauptstück. Das vierte ist der Stelle, wo Gaudrys Ruhm seinen Anfang nahm, dem Weiler Pikermi und seinen Knochenschatzen gewidmet, das fünfte bespricht in sehr geistreicher, für jeden Gebildeten äußerst interessanter Weife den Einfluß der geologischen Beschaffenheit Griechenlands auf die Entwicklung seiner Bewohner im Alterthum, auf die Entstehung der kleinen Staaten, auf Agricultur, Seewesen, Bergbau und Architectur, ja auf die ästhetische und religiöse An­schauung der alten Arhener. , ,__

Das Schlußcapttel beschäftigt sich mit der fossilen Saugethier­welt vom Verse Löveron im südfranzösischen Departement Vaucluse und erörtert zugleich allgemeine Erscheinungen der geographischen Verbreitung der Thiere in der Tertiärzeit.

Nr. 422 des praciischen Wochenblattes für alle Hausfrauen »Fürs HauS", herausgegeben von Clara von Studnitz, enthält:

Wochenspruch:

Von Deinen Kindern lernst Du mehr, als sie von Dir, Sie lernen eine Welt von Dir, die nicht mehr ist;

Du lernst von ihnen eine, die nun wird und gilt.

Die neueste Nummer, eingeleitet durchRandglossen aus meinem Wirthsckaftsbuch", bringt wiederum eine Menge interessanter Neuig­keiten, sowie practischer Rathschläge für unsere Frauenwelt. Dem SchlußBehandlung des Wildpret" folgt ein finniges GedichtVon alten Liedern", dem sich der Aussatz der für jeden Haushalt unent­behrlichenHaushaltbuchführung" onschließt. Der unterhaltende Theil brachte diesmal eine besondere Überraschung, indem die Heraus­geberin vonFürs Haus" ihren Leserinnen in anschaulicher Weise den Anfang ihrerReise nach dem Nordcap" erzählt, welche sie während dieses Sommers unternahm. Weitere Anregung bietet eine Preisfrage, die Dichtung eines Kindertheaterstückes betreffend. Dieser folgen die Rubriken:Unsere Kinder",Hausgarten",Kleidung", Wohnung" undKüche". Den Schluß dieser vortrefflichen Frauenzeitung bildet eine vorzüglich ausgestatteteHanbarbeits- beilage".

Dcnnivcfctes.

* Darmstadt, 5. Novbr. Postpersonalnachrichten. Versetzt wurde der Telegraphenassistent Spahn von Lauter­bach (Hessen) nach Darmstadt. Gestorben sind der Post- expeditor a. D. Sorge in Castel (Rhein) und der Postassistent Franz in Mainz.

* Darmstadt, 6. November. Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde ertheilt durch Allerhöchste Entschließung Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs vom 31. October l. Js. den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Darmstadt: Zimmermann Christian Lorenz, Schlossermeister Gustav Göckel, Schuhmacher Ludwig Fischer und Kaufmann Christian Frank.

* Frankfurt a. M., 5. November. Die fünf Haupt­gewinne der gestrigen Verloosung kunstgewerblicher Gegen­stände, unternommen vom Mitteldeutschen Kunstgewerbeverein dahier, fielen auf 1. Nr. 17,801 (ein Brillantschmuck tm Werthe von 50ü0 Mk.), 2. Nr. 27,289 (eine Speisezimmer- Einrichtung), 3. Nr. 10,363 (eine Herrenzimmer-Einrichtung), 4. Nr. 43u (eine Schlafzimmer-Einrichtung), 5. Nr. 2802 (eine Küchen-Einrichtung). Der erste Hauptgewinn fiel nach Worms, der vierte hierher, von den drei übrigen sind bis jetzt die Inhaber noch nicht bekannt.

* München, 4. November. Zur Beerdigung des Gehe'im- raths v. Nußbaum war auch ein reicher französischer Guts­besitzer aus der Gegend von Versailles cingetroffen. Der­selbe war 1870 als franz. Offizier bei Orleans schwer durch einen Granatsplitter verwundet, durch des berühmten Chirurgen geschickte Hand dem Leben erhalten worden und hat seinem Netter eine dauernde Dankbarkeit bewahrt. Ein anderer dankbarer Patient hatte sich aus Amsterdam eingefnnben, ein älterer Herr, der vor 20 Jahren zweimal den Fuß ge­brochen, an dem 17 Aerzte vergebens herumgedoctert, den aber Nußbaum vollständig geheilt hat.

* Spandau, 6. November. Bei einem Festessen des 4. Garde-Regiments stürzte Lientenant Graf Pourtales aus dem Cafinoseuster im zweiten Stockwerk auf das Hof­pflaster und erlitt schwere Verletzungen.

* Der Arme.Wo ist denn Ihr Bruder, Fräulein Müller?"Der ging vor drei Jahren nach Amerika und ist, wie er lins gestern schreibt, seit einem Jahre verschollen."

* Selbstberuhigung. A.:Warum suchen Sie denn nicht Ihre Schwiegermutter, die ins Wasser gefallen ist, zu retten?" B.:Ach, du lieber Himmel, der kann ich doch nie was recht machen."

(iteratur und Kwttft.

Als erfh-r Band der Internationalen natnrwiffen- schastlichen Bibliothek ist fo-oe tm Ve> tage von I I. asuitr in v pz-a erfch.enei.:Die Vorfahren der Sängethiere in Europa* von Albert Gaudi y. Äu-r dcin Franzonw-.n uoersttzi von Wtlliam Marihall. Mit 40 in den Text gedruckten Ab- vlldunuen. Preis in Ortginal-Letnenband 3 Mk.

Wenige Paläontologen der Gegenwart sind in dem Grade berufen, d e Natuigeichichte bei ausgtstorbenen Säugethiere Europas populär-wissenschaftlich darzustrllcn, wie Gaudry. Einmal ist er

Der LebrnsverfichernngS- und «rfparnitzbank in Stuttgart sind tm Laufe ves Jayres bis Ende September 3813 Anträge mit ca. 24 Millionen Mark zugegangen. Der Verstcherungs- stand hat sich dadurch auf ca. 320 Millionen Mark gehoben. Der Abgang durch Unterlassung der Prämienzahlung ist auch in diesem Jahre wieder sehr mäßig, dagegen hat die Influenza auch von den Bankmitgliedern ihre Opfer verlangt und infolge dessen den Abgang durch Tod im Vergleich zu dem sehr günstigen Vorjahr etwas erhöht. Durch die bei der Bank übliche Durchschnittsrechnung wird sich indessen die hierdurch entstandene Mrhrausgabe in der Dividende voraussichtlich nicht fühlbar machen.

Zebra Unterkleider. Beim Herannahen der kühlen Jahres­zeit tritt die Frage der Unterbekleidung wieder dringender an uns heran und Professor Bocks drastischer, aber begründeter Ausspruch, daß jeder Mensch ein Selbstmörder sei, der keine Unterkleider trage, gibt dieser Frage eine erhöhte Wichtigkeit. Für die Bedeutung der ganzen Materie spricht wohl am besten der Umstand, daß im Lause einiger Jahre zahlreiche, sich schroff gegenüberstehende Systeme der Unterbekleidung begründet worden sind, von denen jedes Einzelne den Vorzug für sich in Anspruch nimmt, nur einzig und allein die Gesundheit zy verbürgen- Das arme Publikum ist in der That nicht zu beneiden, wenn ihm beute das Jägersystemreit er Wolle" als allein frligmachend hingestellt wird, während morgen schon System Lahmann" mitBaumwolle" gegen dasselbe streitbar ins Feld rückt, zu schweigen von all den übrigen Unterbekleidungs- Aposteln, die täglich neu auf der Bildfläche erscheinen, und ver­zweifelnd fragt sich der Käufer:Wo ist die Wahrheit?" Wir meinen, daß wie bet allen Dingen der goldene Mittelweg der beste ist. Lassen wir Jedem sein Recht. Wennreine Wolle" naw Lah­mann die Haut unnölhig verweichlicht, wennBaumwolle" nach Jäger die Transpiration nicht genügend befördert, so ist es das Rich­tige, die Vorzüge beider Systeme zu vereinigen und deren Mängel zu beseitigen. Die ausschließlich von der Firma Fischer, Maas u. Kappauf in Chemnitz in Sachsen sabrizirtenZebra-Unterkleider", welche auf der Stuttgarter Abstellung für volksversiändliche Gesund- heits- und Krankenpfleoe präiniin wurden, thun dies, und der bei­spiellose Erfolg, d<n sie gehabt haben, ist der schlagendste Beweis dafür. Nach eigenartiger Methode hergestcllt aus feinster Wolle, welcher ein Drittel bester Baumwolle beigefponnen ist, vermeiden die­selben das lästige Enlaufen in der Wäsche, tragen sich weich und angenehm und erreichen die größtmöglichste Haltbarkeit. Unsere Haus­frauen werden mit Interesse hören, daß die zur Wasche nöthige Seife pbem Stück gratis beigefügt ist. Hier am Platze sind dieselben bei A. Holterh off Söhne zu haben.

EWU fflrö Wiße SckeMe s virc-vt aus der Fabrik von von (z'ltcn Keusscn, Crcfeld, a!je n i \ erju-r .vand in jc&em Macm -u ~ icbcn.

Man verlange Muster m>t Angabe des Gewünschten.

Verzeichniß der Mittelpreise der gewöhnlichsten Verbrauchsgegenstände in der Stadt Gießen vorn Monat October 1890.

Je 50 Kilogramm kosten:

4L

JL

Weizen .....

1«

Kartoffeln. . .

2

51

Hafergrütze. . .

19

50

Korn (Roggen). Gerste......

8

7f

Erbsen.....

13

zb

Gerstengrütze . Zwiebeln.... Braunkohlen. .

ib

50

7,

Bohnen ....

Linien ...

13

18

95

75

5

Hafer......

7

50

70

Heu.......

2

Reis..... Graupen, ord-

19

19

5

Steinkohlen .

1

20

Stroh......

2

I-

Kilogramm kostet: _

-

-

.4L

u.

JL

A

Butter.....

95

Weißmehl. . .

z1

Schweineschmalz

Ochsinfleisch . .

72

Roggenmehl. .

17

t/i kg

80

Kub- und Rind-

Roggenbrod. .

26

Bier. ... 1 hl

21

fleisch ....

6<

Äuffee, gebr., in Bohnen. . .

Branntwein 1 hl

Milch ... 1 1

>3

Kalbfleisch . . .

63

1

8(

16

Hammelfleisch . Schweinefleisch.

6

Salz......

___

10

Petroleum 11

Eier . 10 Stück

20

76

Speck, geräuch.

9.

-

12

N'»*

6552

Bezüglich des fit Geweckreibend Allciidorf

GroßherzMiche

Itis Zill

meine

Nt M v Möbel abgegr

32 Auszeichnung wonmter

12 Ehrendiplo and

MGold.MedaiL

tmtz bei M& Wanlig serdaulid LEIDEN bestens Zum Schutz geg Ün Verkam Das Haus Stellung 1889 GROSSEN Pb erhalten.

u6r B«

MB»

besorgt Pfarrer

Kath

2| Sonntag nac

K jii Alle» Del diesjährig ($id): und Kra Mittwoch

T.. s

' fe« **

feWt*)

(li