An die Wähler
1. LeUchen Aeichstags-WaMreises!
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wenn ungeachtet einer an die beteiligten Gemeuwen ober
Staatssecretär Graf Herbert Bismarck und Regierungspräsi- den weitern Lommunalverband ergangenen Aufforderung
dent Gras Wilhelm Bismarck in Hannover, letzterer mit innerhalb der Gesetzesfrist die Errichtung auf dem in Absatz 2
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cht von dem mvergeßlichen )nkels
8960 SiSO 77 30 1000
362.50 196.37 16929 13580 37 30 18900 87-80
1890-
258.75 21710 861» 237(0
beim,'13. Dauernheimer Hof, 14. Schleifeld, 15. Echzell, Außerdem waren noch die beiden Söhne des Reichskanzlers, 16. Echzeller Markwald, 17. Eckardiborn, 18. Effelder- i ——--- m-c ”lfi ■* ""s bach, 19. Fauerbach, 20. GeirMidda, 21-/22. Gelnhaar |
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Frank, Jaskowski.
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Als im Fahre 1887 unser damaliger Reichstagskandidat Herr Dr. Gutfleisch in Gießen mit seinem Programm vor seine Wähler trat, schloß er dasselbe mit b» Mahnung!
„Möge die deutsche Nation aus der Betäubung, in welche man sie zu versetzen bemüht ist, z» dem Bewußtsein sich aufrasten, daß der Kamps nicht dem Auslande
Leider sin^'diese" Worte ^vo/der^Mehrhett "er^Wähler unseres Wahlkreises nicht beachtet worden; man glaubte vielmehr denjenigen, "°lche versicherten, es handele sich lediglich um die Frage des Septennats. Als Berläumder wurden damals die Freisinnigen dargestellt, wenn ste behaupteten, es handele sich um die ^rage, ob da - deutsche Solt mit
neuen indirekten Steuern und mit Erhöhung der bestehenden in namhaften Beträgen belastet werden solle; als Verlanmder wurden wir bezeichnet, wenn wir darauf hinwi sen, atz
Angriffe aus die Verfassung namentlich bezüglich des Wahlrechts bevorstehen würden.
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-inen Angriff auf öl. befiehende« Rcchi. der Wähler mochte 1°"^ '"27 UEmat'mord/
voran, der Regierung freiwillig ein Gesetz cntgeg.n, durch welches die Wahlperioden von 3 auf 5 Jahre verlängert und dadurch das Wahlrecht de> Volkes ^^h eingeengt wurde. Die Mehrheit des Reichslags hat zum Schluß ihre Bereitwilligkeit gezeigt, ein Ge etz zu verewigen, welches viele Tausende von Staatsbürgern lediglich wegen Bethätigung^ihrer politischen Gesinnungen autz-rhatb des Bodens der allgemeine« Gesetze stellt, obgleich die Nutzlosigkeit und Gefährlichkeit dieses Gejetzes von den weitesten Kreisen ^.^^^^^"^°^°^llcheidung über die weitere politische Entwickelung unseres Vaterlandes während des langen Zeitraums °on funs Jahren m
Sie haben xu entscheiden ob es in der seitherigen Weise weiter gehen soll oder ob eine Umkehr eintreten und eingehalten werden soll mit ^ner ständigen Mehrl elaftung fees Volkes insbesondere der ärmeren Klassen und ob wieder der Grundsatz hochgehalten werden soll: „Gleiches Recht für Alle innerhalb der Schranken des allgemeinen Staawgesetzes"^ hochgehalte liberalen Grundsätze, welche bis zum Jahre 1884 auch die Nationalliberalen auf ihrem Programm stehen hatten, die aber
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Io sehr bedrohten freiheitlichen Interessen zu beeinträchtigen. Ihr wißt, was Ihr von derartigen Versicherungen zu halten habt. Wählt al!o. einen Mann, der gelobt elen den verfassungsmäßigen Rechten der Regierungen auch unbedingt festzuhalte« an den Rechte« des Volkes, der ablel,nt ;eden 6
hinsichtlich des allgemeinen und direkten Wahlrechts, der 'verspricht, hinzunnrken auf eine möglichste Abkürzung der acttven /"litardienst^icht, der Regie g.. vorlaaen nickt im blinden Vertrauen auf das beffere Verständniß des Reichskanzlers unbesehen genehmigt, sondern jede Vorlage frei von ^oreingenommenyett e uer )Ptg f äS e^e namentlich mit Rücksicht auf verschiedene Vorlagen der letzten Session besonders^
laffc/und auf diese Weise hinzuwirken auf eine Steuererleichterung, insbesondere Entlastung der ärmeren Klassen Wählt einer. Mann der nicht NevülkerunasklaKe vertritt sondern berücksichtigt, daß kein Stand den anderen entbehren kann und daß es gilt, die Interessen oer verschiedenen Berussriassen ourch gzera» mätriae Berücksichtiauna der Rechte Aller zu vereinigen. Wählt mit einem Worte einen Mann, welcher durch sein seitheriges Wirken Garantie dafür bietet, daß er e nach seinem Programm bekennt, in seiner parlamentarischen Wirksamkeit auch vertritt und nicht diese Grundsätze aus sogenannten Zweckmaßigkeits- giimben, hMb ^nu^ennu^n ^un^erem fragten^ „Wer bietet uns^eine solche Garantie?", so konnten wir keinen Augenblick darüber zweifelhaft sein, wer unser Mann in
heutiger ernster Zeit sein muß!
Es ist unser Reichstagsabgeordneter aus der Zeit von 1881—1884, Herr
< .x fnft rnwnriaiäbriae anwaltliche Thätigkeit in Stadt und Land mit den Verhältnissen unseres Wahlkreises auf das Genaueste bekannt ist, hat durch seine 9Wrffnmfeit im Reichstaa während des vorgenannten Zeitraums, sowie durch seine vieljährige Wirksamkeit in allen öffentlichen Angelegenheit^!, durch sein Austreten im Land-, ß'rei& Prov7nzial^ daß er die von ihm einmal als richtig erkannten Grundsätze auch unerschrocken, treu und eonsequent nach
alleu^Richtungen"vertritt. Er hat bei seiner vielseitigen Thätigkeit im öffentlichen Leben stets gezeigt daß er in jedem an ihn herantretenden Einzelfall nur aus fachlichen Gründen und nach Gründet nicht°'bestimmm 2n,"sich wiederum den Wählern unseres Wahlkreises persönlich als Kandidat vorzustellen
es für heilige W ^nd unierer auten Sache gebracht hat, daß er Herrn Dr. Gutsleisch bei der bevorstehenden ReichstagSwahl seine Stimme giebt.
bezeigen, die er dem öffentlichen Wolst und u s g ^uch das vorige Mal durch die falschen Kriegsgerüchte und sonstigen Vorspiegelungen der
Gegner habt^trr- machen lässe«7 un? tretet am^Wahltag Mann für Mann ein für unser gutes Recht, für unsere liberalen Interessen durch die Wahl unseres Vertreters von 1881/84:
Herrn Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch in Gießen.
(Sietzen, den 2. Februar 1890.


