und mußten dann durch die weitertransportirt werden. Regiment in seine Heimath seines Fürsten wurden ihm Kreuze zu Theil, ferner 31
feindliche Bevölkerung hindurch Reich belohnt kehrte aber das zurück; außer dem hohen Lob
nicht weniger als 35 Eiserne Großh. Militär-Verdienstkreuze,
5 Sanitätskreuze, 7 weitere Orden (darunter 2 russische) und 12 lobende Erwähnungen.
Mögen Ruhm und Ehre auch fernerhin unwandelbar dem Regiment zur Seite stehen!
die Kinder unter 14 Jahren weder die Nacht noch den Sonntag Aber arbeiten sollen; daß in Wirklichkeit die Arbeitszeit nicht sechs Stunden überschreite und durch eine Ruhepause von mindestens i/, Stunde unterbrochen werde; daß die Kinder von ungesunder und gefährlicher Beschäftigung ausgeschlossen oder doch wenigstens nur »nter gewißen Schutzbedtngungen dazu zugelassen werden.
4. Regelung -er ArbeUIjrmger Leute.
1 . Frage: Soll die industrielle Arbeit jugendlicher Personen, welche das Ktndesalter überschritten haben, Beschränkungen unter- worfen werdeNe: welchem Lebensalter sollen die BeschrLnk-
^EN^eintreten^ wünschenswerth, daß die jugendlichen
Arbeiter beider Geschlechter zwischen 14 und 16 Jahren weder die Rächt noch den Sonntag über arbeiten. 9
3 Frage: Welche Beschränkungen sind vorzuschreiben<
Antwort: Es ist wünschenswerth, daß in Wirklichkeit die Arbeitszeit nicht 10 Stunden täglich überschreite und durch Ruhepausen von insgesammt mindestens 1V8 Stunden unterbrochen WCrbC±. Frage: Sind für einzelne Industriezweige Abweichungen von den allgemeinen Bestimmungen vorzusehen? , _
Antwort: Es ist wünschenswerth, daß für bestimmte Industriezweige Ausnahmen zugelassen werden; daß für die ungesunden mrd gefährlichen Beschäftigungen Beschränkungen vorgesehen werden, und daß den jungen Leuten zwischen 16 und 18 Jahren ein bestimmter Schutz, betreffend: a. Maximalarbeitstag, d. Nachtarbeit, o. Sonntags- arbett und d. bei Verwendung in besonders ungesunden und gefährlichen Beschäftigungen gewährt werde.
5. Regelung der Arbeit weiblicher Personen.
1. Frage: Soll die Arbeit verheiratheter Frauen bei Tage »der bei Nacht eingeschränkt werden?
2. Frage: Soll die industrielle Arbeit aller weiblichen Personen (Frauen und Mädchen).gewtssen Beschränkungen unterworfen öeT^C3.* Frage: Welche Beschränkungen empfehlen sich in dem ^*4. Frage: Sind für einzelne Industriezweige Abweichungen von den allgemeinen Bestimmungen vorgesehen und für welche?
Antwort: Es ist wünschenswerth, 1) daß die Mädchen und Frauen über 16 Jahre weder die Nacht noch den Sonntag über arbeiten; 2) daß in Wirklichkeit die Arbeitszeit 11 Stunden täglich richt überschreite und durch Ruhepausen von zusammen mindestens V/t Stunden unterbrochen werde; 3) daß Ausnahmen sur.gewisse Industriezweige zulässig seien; 4) daß für ungesunde und gefährliche Beschäftigungen Einschränkungen vorgesehen werden; 5) daß Wöchnerinnen nur nach Verlauf von 4 Wochen seit ihrer Niederkunft zur Arbeit zugelaßen werden.
6. Ausführung der vereinbarte« Bestimmungen.
1. Frage: Sollen Bestimmungen über die Ausführung der zu vereinbarenden Vorschriften und deren Ueberwachung getroffen
Antwort: Im Falle die Regierungen den Arbeiten der Con- sermz Folge geben, empfehlen sich die nachstehenden Bestimmungen: 1) Die Durchführung der in jedem Staate mit Bezug auf die Gegenstände der Conferenzberathungen getroffenen Maßnahmen soll durch eine ausreichende Zahl besonders geeigneter und von der Regierung des betreffenden Landes ernannter Functionäre überwacht werden, die von den Arbeitgebern und Arbeitnehmern gleich unabhängig sein sollen. 2) Die von den verschiedenen Staaten veröffentlichten lähr- Uchen Berichte dieser Functionäre sollen von jedem derselben den anderen Regierungen mitgetheilt werden. 3) Jeder dieser Staaten soll periodisch und, soweit möglich, in ähnlicher Form statistische Erhebungen über die in der Conferenz behandelten Fragen vornehmen. 4) Die theilnehmenden Staaten sollen untereinander sowohl diese statistischen Nachweisungen als auch den Text aller Bestimmungen austauschen, die auf gesetzgeberischem oder Verwaltungswege getroffen, sich auf Fragen beziehen, welche in der Eonferenz bthandelt sind.
2. Frage: Sollen wiederholte Conferenzen von Vertretern der betheiligten Regierungen abgehalten werden und welche Aufgaben sollen ihnen gestellt werden?
Antwort: Es ist wünschenswerth, daß die Berathungen der theilnehmmden Staaten sich wiederholen zum Zwecke der gegenseitigen Mittheilung der Beobachtungen, welche bei der Ausführung der Beschlüsse der gegenwärtigen Eonferenz gemacht worden finb,_ um zu prüfen, ob Abänderungen mrd Ergänzungen der letzteren wünschenswerth sind.
in die Fluthen gedrängt worden war, wurde durch die Ans- | Opferung eines hessischen Trainsoldaten gerettet.
Am 17. Februar 1813 tras der Lieutenant Sommerlad mit 42 Unteroffizieren und Gemeinen und 21 Regimentspferden in Darmstadt ein. „Was macht das Regiment?" fragte man die Ankömmlinge. — „Wir sind das Regiment", war die Antwort.
Noch im selben Jahre aber finden wir das neugebildete Regiment wieder im Felde, diesmal in Brandenburg und Sachsen. Heftige Attaken hatte eS an der sächsisch-preußischen Grenze zu bestehen, bei Zech, bei Jüterbog, später bei Wartenburg, bei Lindcnau (Leipzig), die theilweise wieder mit großen Verlusten verknüpft waren.
An den Feldzügen 1814 und 1815 in Frankreich nahmen nur kleine Abtheilungen des Regiment- und auch diese nur geringen Antheil.
Die Zeit von 1815—1848 war auch für das Regiment Garde-Cheveauxlegers nach all den vorhergegangenen Kämpfen und schweren Verlusten die Zeit der Reorganisation. Während des Aufstandes in Baden 1848 versah ein Th eit des Regiments nur Patrouillen- und Ordonnanzritte, während es bei dem Aufstand in Frankfurt activ eingriff. Auch 1849 beim Militärausstand in Baden kamen die Eheveauxlegers vielfach zu thätiger Verwendung.
1860 wurde das Regiment neusormirt (1. Reiter-Regiment, Garde-Eheveauxlegers-Regiment, 2. Reiter-Regiment, Leib-Cheveauxlegers-Regiment, zu je 4 Schwadronen). Die Detheiligung dieser Truppen an den Kämpfen in 1866 war nicht erheblich.
Beim Ausmarsch 1870 hatte das mobile Regiment in Stab und 4 Escadrons eine Stärke von 17 Offizieren, 6 Aerzten und Beamten, 654 Köpfen, 710 Pferden und 7 Fahrzeugen. Zahlreiche Kämpfe hatte das Regiment zu bestehen aus den weltgeschichtlichen Schlachtfeldern von Metz
— wir erinnern besonders an das Bois de la Gusse, — später an der Seine und der Loire. Die 4. Schwadron unseres Regiments war es auch, welches die Siegesbeute von Schloß Chambord, die unsterbliche That eines anderen hessischen Truppentheils, nach Orleans brachte.
Die Verluste des Regiments im ganzen Feldzuge waren bedeutend. Aber auch welche Summe von Tapferkeit und Heldenmuth, von Aufopferung und Kühnheit in den unzähligen Aufklärungs- und Ordonnanzritten? Welche Anforderungen werden nicht an diese Truppengattung gestellt bei dem schweren Patrouillendienst, und wie sorgt sie gerade, oft unter den größten Gefahren, für die freie Entfaltung der Kräfte der übrigen Truppentheile! Und in all den Feldzügen seit Errichtung des Regiments zu Ende deS vorigen Jahrhunderts bis in die jüngsten Zeiten hinein waren Ehre und Pflicht die leuchtenden Leitsterne, wie für die ehemaligen Cheveauxlegers, so für die jetzigen Dragoner. Glänzend durchgesührt wurden 1870—71, häufig unter den schwierigsten Umständen, hart bedrängt von Mobilgarden und Franctireurs, oft von den fanatischen Ortsbewohnern selbst, eine große Anzahl Versolgungs-, Recognoscirungs- und Patrouillen- gesechte, Tausende Franzosen wurden gefangen genommen
Vermischtes.
*nn. Darmstadt, 1. April. Dampf st raßenbahn Darmstadt-Arheilgen. Nachdem heute Morgen die polizeiliche Abnahme stattgefunden, welche zur vollen Zufriedenheit ausfiel, wurde heute Nachmittag die neue Dampf- straßenbahn Darmstadt-Arheilgen festlich eröffnet. Hierzu hatten sich Herr Provinzialdirector v. Marquard, Oberbaurath
Wetz als Regierungsvertreter, sowie die Herren KeeiSbau- meister Wiessell, Polizeirath Morneweg, Bezirksingenieur der H. L.-B. Amend, Oberingenieur Müller und eine Anzahl Stadtverordnete eingesunden. Die Fahrt ging vom Louisenplatze aus und hielt der Zug, welcher aus einer Loco- motive und 3 mit den neuesten Einrichtungen versehene Wagen bestand, an allen Stationen. In Arheilgen angelangt und von der Bevölkerung aufs Freudigste begrüßt, versammelten sich die Theiluehmer zu einem solennen Festmahl im Gasthaus zum Löwen.
* Wien, 31. März. Gestern beschlossen in Graz 4000, in Preßburg 1400 Arbeiter, am 1. Mai zu feiern. Der Ausstand der Wiener Maurer hat sich auf fast alle Bauten ausgebreitet, die Zahl der Ausständischen wird aus 12,000 geschätzt, jedoch sind noch sehr viele Bauarbeiter in Mitleidenschaft gezogen. Die aus morgen anberaumte Maurerversammlung ist wegen zu später Anmeldung polizeilich verboten worden. Das Ausstandscomite verlangt zehnstündige Arbeitszeit statt der jetzigen elsstündigen, bessere Behandlung, Beseitigung der Cantinenmißbräuche und zwei Gulden Minimallohn. Die Meister sind zur Verkürzung der Arbeitszeit geneigt, verweigern aber die Lohnforderung.
* Gesundheitspflege. Warmhalten des Rückens. Die Nieren sind sehr wichtige Organe des Körpers und von der Natur bestimmt, möglichst warm gehalten zu werden. In gesundem Zustande sind sie deßhalb in eine Lage Fett eingehüllt, wie man dies jeden Tag in den Schlachthäusern sehen kann. Bei Erkältung derselben tritt in ihren kleinen Gesäßen eine Stockung des Blutumlaufs ein, so daß das Blut sein Eiweiß verliert. Das Eiweiß ist aber eines der wichtigsten Lebenselcmente, welches die Aufrechterhaltung der Körperkräfte bedingt. Wenn aber das Einweiß durch die Blase ausgeschieden wird, so ist es für den Körper verloren und der Mensch magert zu einem Scelett ab. Daher ist es besonders bei älteren Leuten von Wichtigkeit, den Rücken stets warm zu halten. Zwischen den Schulterblättern liegen die Lungen. Jeder weiß, wie leicht ein kalter Wind aus den Rücken eine Erkältung herbeiführt. Das Sitzen mit dem Rücken gegen ein Fenster oder eine Thür ruft in Folge des Zuges, der durch die Ritzen und Spalten stattfindet, nicht selten einen Katarrh hervor. Deßhalb sollte die Stelle zwischen den Schulterblättern bei kalter Witterung ganz besonders geschützt werden und Personen über 50 Jahre und solche, die an Beschwerden der Athmungsorgane leiden, sollten hier ein Stück Flanell tragen, um die Körperwärme zusammen- und die Einwirkung der Kälte von außen abzuhalten. Die meisten an den Lungen leidenden Personen glauben schon genug gethan zu haben, wenn sie die Brust- gehörig verwahren, während doch der Schutz des Rückens ebenso wichtig, wenn nicht wichtiger ist.
* Eine gute That findet stets ihren Lohn! Ein Gutsbesitzer im Kreise Olpe hat kürzlich ein beträchtliches Capital zur Errichtung eines Krankenhauses gespendet. Die braven Sauerländer beabsichtigten zunächst, dem Wohlthäter der Gegend einen Fackelzug zu bringen, haben aber schließlich vorgezogen, den Gutsbesitzer, der durch diesen Schenkungsact seine guten Vermögensverhältnisse an den Tag gelegt — um eine Stufe in der Einkommensteuer zu erhöhen! Es lebe die Dankbarkeit.
* Warmbrunn, 26. März. Das seltene Schauspiel, Passagiere aus einem „feurigen Wagen" dahin fahren zu sehen, wurde vor Kurzem den Einwohnern der Hennsdorser Straße geboten. In eiligem Tempo fuhren zwei Herren in einer Hirschberger Droschke nach Hermsdorf zu, nicht ahnend, daß das Verdeck ihres Gefährtes in hellen Flammen stand. Auf lautes Zurufen hielt das Gespann und bald ging es unter großer Heiterkeit des sich inzwischen ansammelnden Pub- ! likums an die Löscharbeit.
* Eine überraschende Scene spielte sich vor einigen Tagen vor dem Caffationshof in Wien ab, wo fünf rmhenische Bauern, die in den unteren Instanzen wegen einer vor 33 Jahren abgelegten falschen Zeugenaussage verurtheilt worden waren,
nunmehr mit der Freisprechung beglückt wurden. Als die zur Verhandlung eigens von Galizien gekommenen fünf Greise das Urtheil vernommen hatten, warfen sie sich vor dem Gerichtshof auf die Knie und flehten unter heißen Thränen den himmlischen Segen auf die Richter nieder. Zum Schluffe knieten sie vor ihrem Anwalt nieder und widmeten ihm — wortgetreu aus dem Ruthenischen übersetzt — die nachstehenden dankbaren Wünsche: 1.) 10 Kinder, 2.) 1000 Jahre leben, 3.) 1000 Jahre lang keinen Kopfschmerz!
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Zucht der Rede in der Werkstatt.
In einer Zeit schwerer Bedrängniß rief einst einer der besten und volksthümlichsten Deutschen, Ernst Moritz Arndt, seiner Nation zu, daß ihr nur geholfen werden könne, wenn sie die leichtfertige, lüsterne Rede verdamme, welche ihre edelsten Nationaltugenden feit Jahrhunderten verwüstet'habe. Was hier von einem ganzen Volke gesagt ist, gilt auch für den Einzelnen. Und unsere Zeit macht es nöthig, immer wieder hieran zu erinnern, ohne Unterlaß darauf hinzudeuten, daß der Kampf gegen Lockerung der Sitten nicht nur noth- wendig, sondern geradezu zur patriotischen Pflicht geworden ist. Dieser Kampfplatz bietet ein Feld, auf dem alle Parteien sich zu guter That vereinigen können.
Die Quellen der Unsittlichkeit — wer kennt sie nicht'? Man gehe durch die Straßen, in die Gesellschaft, sehe in die Wohnungen und Familien: fast überall träufelt das Gift; auch Literatur und Kunst sind vielfach die Canäle, durch die es in reine, für edles Menschenwerk erglühende Herzen einzieht.
Auf diese Quellen hat man häufig genug hingewiesen. Ein wahrer Opferplatz für die Reinheit jugendlicher Herzen sind jedoch sehr oft die Werkstätten, nicht nur der Großindustrie, sondern vielmehr noch nach unserer Erfahrung jene des kleinen Handwerks. Hier fehlt oft jegliche Zucht der Rede. Wie der kaum der Volksschule entwachsene Knabe hier die barocksten politischen Anschauungen täglich predigen hört, so füllt sich ihm auch ebenso häufig das Ohr mit lüsternen Gemeinheiten, die in manchen Werkstätten geradezu zu Redemünzen geworden sind. Der ältere Gesell, welcher sich ihrer bedient, denkt sich häufig kaum Arges dabei- es geschieht harmlos, ist er doch selbst seit seinen Lehrjahren dergleichen leichte Scherze und lockere Erzählungen gewohnt geworden. Aus den unverdorbenen Knaben an seiner Seite wirken derartige Unsauberkeiten aber geradezu furchtbar- um so schlimmer schließlich, je reiner das Kind von den Eltern erzogen ist — und glücklicher Weise gibt es auch in den ärmsten Kreisen noch genug Eltern, die auf die Sittenreinheit ihrer Kinder Gewicht legen.
Die Folgen derartiger Werkstattseinflüffe brauchen hier nicht näher erörtert zu werden, mit ihnen hat sich der Arzt und der Criminalist zu befassen. Aber ein Hinweis auch aus jene Quellen der Unsittlichkeit, die in den Werkstätten bisher unbeachtet junge Herzen mit Schmutz überspülen, ist Menschenpflicht. Wollen die Handwerkerinnungen ein gutes Werk thun, so mögen sie ihre Aufmerksamkeit auf diese Sache lenken. Das gehört auch und namentlich zum Capitel der Lehrlingserziehung, deren Förderung sie als eine ihrer Aufgaben betrachten.
Kein ehrlicher Meister sollte in seiner Werkstatt unsaubere Reden dulden, eine gewisse Redezucht sollte überall Werkstattsgesetz sein, denn starke und ehrenhafte Männer gedeihen auch im Handwerk nur auf reinem Boden.
Derfefcr, Land- nnd Volksmirthschaft.
— Aus der am 19. d. M. in Hannover stattgefundenen Sitzung des Bezirks-Eisenbahnratbes verlautet, daß der «e«e Schrrellzvß Hamburg'Hannover-Caffel.Frankfurt nunmeyr in seinen Abfahrtszeiten und Anichlüssen oefinitro festgeNellt ist. Dieser Schnellzug verläßt Hamburg 12 Uhr 14 Mtn. Mittags, Hannover 3 Uhr 7 Min. Nachmittags, Cassel 6 Uhr 28 Mtn. Nachmittags und trifft in Frankfurt a. M. genau 10 Uhr Abends ein. Der correspoudtrende Gegenzug fährt von Frankfurt ab 11 Uhr 40 Mtn. Vormittags, von Cassel 3 Uhr 20 Mtn. Nachmittags, Hannover 7 Uhr 45 Mtn. Abends und kommt in Hamburg 10 Uhr 40 Min. Abend- an. Dieser neue Schnellzug, welcher einem längst gefühlten Bedürfnisse entspricht, wird mit Inkrafttreten des diesjährigen Sommerfahrplans eingeführt, also vom 1. Juni ab. Der von Cassel aus über Nordhausen-Halle fahrende Anschlußschnellzug nach und von Berlin bleibt bestehen. _______________
— Die Verluste beim Weizenba« in Folge unzweck« mäßiger Anwendung des Kupfervitriols alS Schutzmittel gegen den Schmierbrand. Mcitheitung von Dr. P. Graß- mann aus F. Knauers landwirthschaftlicher Versuchsstation m Gröbers.
Aus dieser interessanten Mittheilung, welche in den „SanDD. Jahrbüchern"' 1886, Heft 2 erschienen, bringen wir in Kürze nachstehende für die landwirtschaftliche Praxis wichtigen Resultate:
1. wenn möglich zum Beizen mit Kupfervitriol nur Handdrusch zu benutzen;
2. zum Beizen des MaschinendruschweizenS nicht mehralSSPsd. Kupfervitriol pro 20 Ctr. zu verwenden, denn dieses Quantum hat sich in der Praxis als genügend bewährt;
3. beim Beizen den Weizen nicht einfach anzufeuchten, sondern nach Vorschrift von Professor I. Kühn 12—16 Stunden lang einzuweichen und die oben aufschwimmenden Brandkörner ad- zuschöpfen; _
4. endlich das gebeizte Saatgut ohne längere Verzögerung, w«m möglich innerhalb 24 Stunden auszusäen, weil sonst ott Beizlösung, welche noch in den Riffen und Sprüngen und an der Fruchtschale haften geblieben ist, aufgesogen wird und tödlich auf manche Samenkörner einwirkt. Je früher man aber die gebeizten Körner ins Keimbett bringt, desto weniger Zeit ist dem Vitriol als Gift gelassen, tiefer in das Innere und zwar zum Embrya^Keim) zu dringen, weil die Ackereroe ein großes Absorptionsvermögen für Kupfer besitzt.
empfiehlt eich durch Reinheit, Aroma und Ergiebigkeit als die beste und ""■"‘Mark,668*8 A~ ZulltZ SeL WW-
Zu haben bei J. M. Schulhof.
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