Ausgabe 
2.11.1890 Zweites Blatt
 
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Samstag den 8. November d. I., Nachmittags 3 Uhr, findet eine öffentliche Sitzung des Kreisausschuffes des Kreises Gießen im Regierungsgebäude dahier statt.

Hessische Heilanstalten. Im Bereiche des Grosiherzogthums gibt es zur Zeit 26 öffentliche und 6 private Krankenanstalten. Davon kommen 12 auf die Provinz Starkenburg, 13 aus Oberhessen und 7 auf Rheinhessen. Sämmtliche Kranken­anstalten enthielten im abgelanfenen Jahre 1767 Betten und wurden in denselben 13,921 Personen mit 396,152 Ver- pslegungstagen verpflegt. Die größte und frcquentirteste An­stalt ist das Rochus-Hospital in Mainz, welches 300 Betten enthält,- darin wurden 3370 Personen mit 80,593 Ver­pflegungstagen verpflegt. Die Zahl der Augenanstalten in Hessen beläuft sich auf 4 mit 129 Betten. Es wurden 635 männliche und 556 weibliche Augenkranke behandelt mit zu­sammen 23,230 Verpflegungstagen. In den 2 Irrenanstalten des Landes befanden sich in dem abgelaufenen. Jahre 1129 Personen mit 333,282 Verflegungstagen; 90 Personen davon sind 1889 verstorben. In den 2 Entbindungsanstalten des Großherzogthums wurden 445 Personen verpflegt- in den­selben wurden 452 Kinder geboren.

Aus dem Großherzogthum Heffen, 30. October, wird der Kl. Pr." geschrieben: Die Maul- und Klauenseuche herrscht bekanntlich zur Zeit im ganzen Großherzogthum und weit darüber hinaus. Die Krankheit zeigt im Allgemeinen einen milden Characrer, und man sollte kaum ahnen, daß manche Thiere während der Krankheit ein tödtliches Gift in sich bergen, und doch ist dem so. Wir meinen damit gerade unsere nahrhafteste Speise die Milch. Dieselbe enthält nämlich zu der Zeit gefährliche Pilze, so daß der Gcnuß von roher Milch tödtliche Erkrankungen zur Folge chat. Durch tüchtiges Kochen der Milch können die Pilze wohl zerstört und die Milch kann genießbar gemacht werden, allein dieselbe hat doch einen so geringen Gehalt, daß es am Besten ist, die Milch während der Krankheit der Thiere, welche etwa 9 Tage dauert, wegzuleeren, um so wenigstens Menschen und Thiere vor Vergiftung zu schützen; denn diese Fälle sind nicht selten. Erst dieser Tage starb in Langstadt am Kreise Dieburg ein Kind in Folge Genusses von Milch, welche von einem scuchekranken Thiere stammte. Wahrschein­lich hatten die Angehörigen des Kindes die Milch nicht ge­nügend gekocht. Wie viele Erkrankungen mögen wohl gar nicht erkannt werden- denn an die Milch denkt man sicherlich nicht zuerst, wenn Darmcatarrh oder ähnliche Erscheinungen eintreten. Daruni Vorsicht, zur Zeit keine Milch in rohem Zustande genießen, immer vorher tüchtig kochen! Viehbesitzer seien ferner darauf aufmerksam gemacht, die Kälber sofort von den kranken Mutterkühen zu trennen. Auch das Buttern ist in solchen Fällen zu unterlassen.

Arbeitscolonien in Heffen-Naffau. Montag Nachmittag 3 Uhr fand im Rathssaale desRömers" in Frankfurt a. M. die Mitglieder-Versammlung desVereins für das Groß­herzogthum Hessen und die Provinz Hessen-Nassau zur Be­schäftigung Arbeitsloser" statt. Der Bericht über die Colonie Neu-Ulrichstein lautet günstig. Es wurden Colonisten verpflegt und bezahlt an 27,540 Tagen, pro Tag mit etwa 74 Pf. Gesammtkosten. Am l.Juli 1889 hatte die Colonie einen Bestand von 47 Mann. Im ganzen Jahr wurden 315 ausgenommen gegen 308 im Vorjahr. Von den müden Wanderern mußten 65 wegen Uebersüllung abgewiesen werden. Um solchen Abweisungen in Zukunft zu begegnen, hat der Vorstand beschlossen, durch Neuanschaffung von Betten u. s. w. die Belegfähigkeit der Colonie zu erhöhen. Durch Vermitte­lung der Colonie wurden 26 Mann in feste Stellung ge­bracht, durch eigenes Bemühen erwarben sich gleichfalls eine Anzahl von Leuten Arbeitsplätze. Wie Herr Jnspector Schmidt in einem zur Verlesung gelangten Bericht meldete, ist es leider bei dem größten Theile der Colonisten nicht ge­lungen, sie zur Annahme einer festen Stellung zu bewegen. Alle Anstrengungen scheiterten an dem unbezwinglichen Wandertrieb. Auffallend groß war im letzten Quartal die große Zahl 18- bis 22jähriger Burschen, die sich recht ungeberdig benahmen. Der Jnspector kommt zu dem Re­sultat, daß jeder Pfennig vergeudet ist, der beim Verlassen der Colonie gegeben wird. Auch Verpflegungs-Stationen ohne Arbeitsleistung sind gefährlich. Vor Allem muß gegen den Wandertrieb gewirkt werden, der eine ebenso schlimme Krankheit ist, als die Trunksucht, die sich meist dazu gesellt. Hiernach berichtete Herr Landrath v. Dewitz-Rüdesheim über den Verband der Verpflegungs-Stationen. Derselbe schreite günstig fort und habe Revisions-Reisen eingerichtet, um überall nach dem Rechten zu sehen. Jetzt, wo die Wander - Bettelei und Landstreicherei wieder zuzunehmen scheine, gelte es, die Probe zu bestehen. Aus Antrag des Finanzministers Weber-Darmstadt erklärte sich die Ver­sammlung mit dem Grundsatz einverstanden: Keine Verpfle­gung öhne Arbeit. Nachdem der Vorsitzende, Wirklicher Ge­heimrath Dr. Goldmann - Darmstadt, den Bericht der Revisoren verlesen, wurde der Voranschlag genehmigt. So­dann sanden die Wahlen statt, die wenig Veränderungen ergaben.

Grünberg, 30. October. Ein Fabrikant aus Hanau hat das in unmittelbarer Nähe Grünbergs gelegeneWagner'sche Gartenhaus" gepachtet und darin eine Cigarrenfabrik eingerichtet. Es sind darin schon eine beträchtliche Anzahl Leute aus hiesiger Stadt und Umgegend beschäftigt. Sicherm Vernehmen nach beabsichtigt die betreffende Firma das An­wesen später käuflich zu erwerben und event. zu vergrößern, falls sich im Laufe des Winters noch mehr Arbeiter finde».

E. Alsfeld, 30. October. Gerichtsaffeffor Karl Koch aus Rohrbach wurde zum Amtsrichter bei dem hiesigen Amts­gerichte mit Wirkung vom 1. November d. I. an ernannt.

Vermischtes.

* Berlin, 30. October. Vor dem Hochzeitstage verstorben. Gestern sollte in einem hiesigen Hotel in der

Burg st raße die Hochzeitsfeier der jüngsten 20jährigen Tochter M. des Rentiers Dr. med. P. in Charlottenburg mit einem jungen Bankier aus Antwerpen stattfinden. Der Bräutigam theilte seiner Braut brieflich mit, daß er am Hochzeitstage mit dem Frühzuge in Berlin eintreffen würde. Die junge Braut war eben im Begriff, sich in Begleitung ihres Vaters zum Bahnhof zu begeben, als der Postbote eintrat und Hrn. Dr. P. einen mit dem Poststempel Antwerpen versehenen Expreßbrief übergab. Ahnungslos wurde der Brief geöffnet und von Vater und Tochter gleichzeitig gelesen. Plötzlich stieß die junge Braut einen markerschütternden Schrei aus und sank ohnmächtig in den Armen ihres Vaters zusammen. In dem Briefe meldeten die Angehörigen des Bräutigams, daß derselbe gerade in demselben Moment, als er sich zur Abreise nach Berlin zu seiner Hochzeit anschickte, plötzlich vom Herzschlage getroffen und verschieden sei.

* Wandsbeck, 29. October. Ein höchst eigenthümliches Familienereigniß wird aus Papendorf gemeldet: Ein dortiger Landmann fuhr mit feiner Frau nach auswärts zu einem Tauffest. Von Unruhe getrieben, brach er schon am frühen Abend auf. Als er sich seinem Hause näherte, bemerkte er zu seinem Staunen, daß im Wohnzimmer Licht brannte. Der Landmann stieg durch ein Fenster in die Schlafstube, be­waffnete sich mit einem Revolver und trat nun ins Wohn­zimmer. Er fand sich drei vermummten Männern gegenüber, die beschäftigt waren, einen Secretär zu erbrechen, in dem sich eine bedeutende Summe Geldes, das vor einigen Tagen erhobene Erbtheil seiner Frau, befand. Mit drei sicheren Schüssen streckte der Landmann die Einbrecher nieder. Als den Schwerverwundeten die Verkleidung abgenommen und die geschwärzten Gesichter gereinigt waren, erkannte man in ihnen die drei Schwäger des Landmannes.

* Aus Schleswig-Holstein, 29. October. Ein Zug aus Moltkes Leben wurde bei der Moltkefeier im Schleswiger Vürgerverein erzählt. Im Iah c 1864 kam ein preußischer Offizier zu dem in der Langenstraße wohnenden Maler Wastner und bat, dessen Wohnung besehen zu dürfen. Schweigend besah der Fremde alle Zimmer, bis er in einem derselben gedankenvoll stehen blieb und sagte:Hier ist meine Mutter gestorben. Ich danke Ihnen recht sehr, daß Sie mir erlaubt haben, diese mir so heilige Stätte nochmals zu betreten. Mein Name ist Moltke."

* Aus der Pfalz, 28. October. In Zweibrücken ereignete sich das Curiosum, daß ein dort in Diensten stehen­des, aus Neunkirchen gebürtiges Mädchen eine Gestellungs­ordre behufs Anmeldung zur Stammrolle erhielt. Es blieb ihr nichts übrig, als durch persönliches Erscheinen vor der betreffenden Behörde ad oculos zu bemonftriren, daß es sich hier um einen Jrrthurn handle. Wie derselbe entstanden, wird nicht gemeldet.

* EineVernunftsheirath" war es, die neulich in einem schlesischen Orte die verwittwete Häuslersfrau P. und den Arbeiter N. zum Lebensbunde vereinte. DieBraut" ist 70, der Bräutigam nur 29 Jahre alt. Als einige Nachbars­frauen die P. fragten, weshalb sie noch einmal den bedeut­samen Schritt thue, gab sie zur Antwort:Das Dach von meinem Hause ist schadhaft und zum Ausbessern brauch ich n Mann!"

* Zur Katerfrage. Eine ,/Fachfrage", die auch für wei­tere Kreise Interesse hat, gelangte in der letzten Sitzung des Vereins Berliner Restaurateure" zur Beantwortung. Es handelte sich um die Frage, welches das beste Mittel gegen den Kater sei, ein liebel, unter dem Restaurateure gemein­hin noch öfter zu leiden haben, als andere Sterbliche. Diese Frage wurde von dem Vereinsarzt, Herrn Dr. Holzmann, also von berufener Seite beantwortet. Gewöhnlich wird gegen den Kater der saure Häring ins Feld geführt. Von diesem Hausmittel sei aber dieWissenschaft" jetzt abgekommen. Als ein probates Mittel empfahl vielmehr Herr Dr. Holz­mann den bekannten § 11. Ein Glas gutes womöglich ächtes Bier sei die beste Medicin. Dasselbe wirke durst­stillend und belebe durch den dem Magen zugesührten Alkohol gleichzeitig die Eßlust und bewirke sehr bald ein körperliches Wohlbefinden. Neben diesem sei auch der Genuß von Phena­cetin als wirksam und durchaus ungefährlich zu empfehlen.

* Gegenseitige Mitgift. Ein edles Brautpaar schwur sich ewige Treue. Die Braut hatte Rubinenlippen, Saphir­augen und Goldhaar - aber der Bräutigam ging auch nicht leer aus - er hatte Kupfer auf dev Nase, Silber aus dem Kopfe und Gold im Kasten.

* New-Nork. In New-Aork verheirathete sich kürzlich ein angeblich kinderloser Wittwer mit einer angeblich kinder­losen Wittwe. Nach der Trauung aber ließ der Gatte sieben, die Gattin fünf Sprößlinge aufrnarschiren. Wetternder Zorn auf der männlichen, Ohnmacht aus der weiblichen Seite dann Versöhnung: war doch eins dem andern werth. Und dann faßten sie den heroischen Entschluß, in Begleitung der ganzen kleinen Gesellschaft die Hochzeitsreise anzutreten.

Citcrotur unO Wmfr

Dr. I. Ricks: Rechte und Pflichten der Lehrlinge, Arbeiter und Gesellen. Berlin 1890, Wiegandt u. Erleben. 56 e>.

Je näher bet 1. Januar 1891 heranrückt, an welch, m Termine bekanntlich das Gesetz über die Alters- und Jnvalidenoet sicherung in Kraft tritt, desto dringender wird die Pflicht aller derjenigen, die alsdann dem Veisicherungszwange unterliegen, sich mit den Bestim­mungen dieses Gesetzes bekannt zu machen. Für diesen Zweck eignet fich das Schriftchen von Dr. Rieks vortrefflich. Dasselbe stellt einen Vortrag dar, den der Verfaffer in einer zahlreich besuchen Ver­sammlung desKreisoerbandes der Berliner Evangelischen Jünglings­vereine" am 25. September d. I. gehalten hat und dessen Dtucklegung daraufhin von jener Seite erbeten wurde.

Rach einer von ächt christlichem Geiste und religiöser Wärme getragenen Einleitung über die socialen Pflichten der Arbeitgeber und Arbeitnehmer giebt Dr. Rieks eine kurze, klare und übersichtliche Darstellung des Kranken-, Unfall- und Alters- und Invaliden- Versicherungsgesetzes, sowie der sp.ciell zum Schutze gesunder Arbeiter erlassenen Retchsgesetze, die auch dem schlichten Mann aus dem Volle verüär-dltch ist. Außerdem daß das Merkchen in solcher Weise der großen Zahl der Betheiligten gute Dienste leistet, gewährt es durch seine durchsichtigen statistischen Angaben über Ausdehnung und p ac- tische Wirksamkeit der bereits in Kraft getretenen socialen Gcsctze

einen über rasche «den Einblick in die gesegneten Folgen, die das Vor-- gehen der Reichsregierung auf diesem Gebiete gehabt hat. Solche Erkenntniß ist geeignet, auch bisher mißtrauische Gemüther für die große Sache der socialen Neuordnung zu gewinnen und mit froher Zuversicht für die Zukunft zu erfüllen.

In unserer Zeit, wo Naturwifsenschaiten und Medicin so tief in das Leben einareifen, fehlte es bibber merkwürdigerweife an einem compcndiöfen Werk, das in verständlicher Form über iämmt- Uche Gegenstände und Ausdrücke, die dem Gefammtgebiet dieser W'ssenschaften angehören, Auskunft ertheilt. Es »st daher mit Freude zu begrüßen, daß di-lem Manael durch BechholdS Handlexikon der Naturwifferrschasten und Medicin, bearbeitet von A. Velde» Dr. W. Schaut, Dr. V. Löwenthal und Dr. I. Bechbold (Verlag von H. Bechhold, Frankfurt a. M.) abgeholfen wird. Es liegt die erste Lieferung vor und ersehen wir, daß darin Chemie, Physik (Elec- tricität). Zoologie, Botan k, Geologie 2c. rc. auf das Sorgfältigste behandelt sind. Besonders dankenswerth ist es, daß auch die practische Anwendung der Wissenschaften, auf Rohproducte und technische Er-- zeugnisse Rücksicht genommen ist. Für Viele dürfte es von besonderem Interesse sein, darw. über Krankheiten und deren Behandlung, Arznei-- ftoffe und deren Wirkung Auskunft zu finden. Abkürzungen und Symbole, rote sie bei Recepten, in der Chemie und den beschreibenden Naturwissenschaften gebräuchlich sind, sind angeführt. Auch über die äußere Ausstättung wäre nur Günstiges zu beruhten und ist der Preis (ca. 10 Lieferungen L 80 Pfg.) recht billig gestellt. Wir können daher das Werk jedem Gebildeten empfehlen.

Die beste Ehe, die trauliches Familienblatt und actuelle Zeitschrift jemals eingegangen haben, verkörpert sich nach wie vor in einer der ältesten deutschen iQuftrirten Zeitungen, in »lieber Land «Nb Meer" (Stuttgart, Deutsche Verlags-Anstalt. Herausgeber Joseph Kürschner, verantwortlicher Redacteur Oito Baisch). Stetig gewachsen, ist sie stetig den Zeitanforderungen treu geblieben, immer reichhaltiger, vielseitiger, blteb sie doch immer gleich billig, und wir sagen nicht zu viel, wenn wir dieses Blatt als dasjenige bezeichnen, welches alles das in sich vereint, was nur irgend von den ver­schiedensten Blättern verlangt werden kann: Unterhaltungsliteratur ersten Ranges. Behandlung aller Zeitfragen am allen Gebieten» Uebersichten über die wichtigsten Geschehnisse, Näthsel und Spiele, Vieles für die Hausfrau und den Familientisch und Manches für den Freund eines guten Scherzes. Zu dem textlichen Neichthum gesellt sich die würdigste Illustration. Meisterwerke hervorragender Künstler, packende Zeitbilder, graciöse Textillustrationen, Porträts rc., ausgeführt in schönem Holzschnitt, der nichts gemein hat mit der Verschwommenheit der Autotypie, die freilich denen, die sie anwenden, eine Ersparniß von 3/44/s sichert. Daßlieber Land und Meer" diesem schlechten Beispiel zu sparen und den Schein des Reichthums zu erwecken, nicht gefolgt ist, sondern den Neichthum selbst bietet, dürfen wir ihm in unserer concurrenzwüthigen Zeit doppelt hoch anrechnen.

Und warum wir das gerade heute alles sagen?

Weil uns das erste Heft, das eben vonlieber Land und Meer" erschienen ist, das Herz warm gemacht hat und wir unsere Leser darauf aufmerksam machen wollen, daß jetzt die beste Zeit zum Abonniren ist. Es ist kaum glaublich, was dieses Heft in sich vereint: Romane und Novelleir von Robert Byr und P. A. Rosegger, eine Humoreske von Roderich, naturwissenschastliche Artikel über musicirende Jmecten, Briefschwalben, Wetter, rechtswiffenschaftliche über die elterliche Gewalt, technische über das Bremsen der Eisen- bahnzüge, militärische über das Fahrrad im Heeresdienst, hygienische über mooerne Gymnastik, Haarwuchs und Haarpflege, andere speciell für unsere Damen, die so sehr bemerkenswerthen Abhandlungen über Verschönerungskunst und das Pensionsjahr der Töchter; eine andere über das Aufbewahren von Werthgegenständen, solche über den Bodenfee, das Kirchlein auf dem Wendelstein und zahlreiche andere. Außer den Jllustlationen zu diesen Artikeln begegnen wir einer Menge stattlicher Kunstblätter von Preller, Rau, Reiff, Weber, Vautier, Karlowszky, Kröner, Wagner, Wodzinowski, Keinke, M. Schmid, Wenglein, Kotschenreiter. Im Ganzen zählten wir 67 Illu­strationen in dem ersten Heft! Als wesentliche Bereicherung und glückliche Neuerung sind die abwechselnd erscheinenden Beiblätter zu betrachten, von denen eines,Unter uns", häuslichen und anderen Interessen, das andere,Von der heiteren Seite", dem Humor ge­widmet ist, bei dem auch wieder die Zeit durchklingt. Ern pracht­volles Doppelblatt,Fröhliche Hochzeit", auf starkem Papier mit Tonunterdruck, erhalten die Leser extra. Alles in Allem: inlieber Land und Meer" erhält der Abonnent für billiges Geld (das vierzebn- tägige Heft von mindestens 40 Großfolio-Seiten kostet nur 50 Pfg.) das Meiste, und es ist unzweifelhaft das beste Blatt für jedes Haus, mit dessen Reichhaltigkeit kein anderes sich messen kann. Eine Probe- Nummer oder das erste Heft sendet jede Buchhandlung auf Verlangen zur Ansicht ins Haus.

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