noch sehr werthvoll werden- man dürfe keinen Fuß breit Lande- in Afrika aufgeben. Es sei keine Chimäre, wenn Millionen für Afrika-Unternehmen auSgegeben werden.
Abg. Richter: Dar Kapital hält sich immer noch in der Colonialpolitik zurück, der beste Beweis, daß diese Politik Chimäre sei. Im Togo-Gebiet reise jetzt Dr. Henrici und erstatte großartige Berichte über Plantagen-Erwerb, um inS Auswärtige Amt zu gelangen. Die Erklärungen über die Ausweisung des Reisenden Krause seien doch sehr wunderbar, eS müssen dort Zustände herrschen, die ganz gefährlich sind.
Der Titel wird bewilligt.
Der Antrag Richter bei Titel „Kamerun" wird an die Budgeteommission verwiesen.
Es werden sodann debattirt Titel „Südwestafrika nisches Schutzgebiet" (Ausgabe) und einmalige Ausgabe „Zuschuß zur Bestreitung der Verwaltungsausgaben im südwestafrikanischen Schutzgebiete."
Staatsseeretär Gras Bismarck schildert die Lage des Hauptmann v. Francois im Herero-Lande, die, soweit bekannt geworden, eine ganz gesicherte sei. Gründe zur Beunruhigung sind nicht vorhanden; immerhin würde die Position Francois wesentlich verstärkt werden, wenn die Mittel zur Verstärkung der Schutzgruppe bewilligt würden und man mit der Bildung der Schutztruppe bald vorgehen könnte. Nachrichten aus Kapstadt lassen die Vermuthung zu, daß die Berichte der oppositionellen Presse und die oppositionellen Reden im Parlament die Schwierigkeit der Lage in Südwestasrika vergrößern. Redner schildert die Aufgaben der Colonialtruppe, die namentlich auch die Missionen zu schützen haben werde.
Abg. Dr. Bamberger (dfr.): Es werde hier von der Schutzherrschast zuerst zu einer richtigen Colonialpolitik übergegaugen. Für den großen Enthusiasmus, mit dem man an diese Politik gegangen sei, wären die Resultate recht geringe. Wenn der ganze deutsche Colonialbesitz mit Schaden verkauft werden könnte, so würde er gern darin willigen, das deutsche Volk verliere daran nicht viel. Der Staatsseeretär scheine noch ein wärmeres Herz für Colonialpolitik zu haben, als der Reichskanzler, der bona fide den ihn gemachten Vorschlägen gefolgt ist. Jetzt werde die Colonialpolitik aber immer abenteuerlicher, die werde seine Partei nicht mirmacheu und deshalb nur das Ordinarium bewilligen, das Extraordinarium aber, den Zuschuß zur Anwerbung der Schutztruppe, ablehnen. Diese ganze Colonialpolitik ist Luxus, mit Ausgaben dafür soll man die Steuerzahler nicht belegen. Im Volke lacht man über diese Politik. (Oho! rechts.)
Staatsseeretär Graf Bismarck: Die Unternehmer, welche gegenwärtig ihr Geld in eoloniale Unternehmungen stecken, dürften doch auch die Sache so gut kennen, wie die Herren von der linken Seite des Hauses.
Das Haus vertagt die weitere Debatte bis Donnerstag 1 Uhr. — Schluß 5 Uhr.
Nenestr Nachrichten.
Wolffs telegraphisches Correspondcnz-Burcau.
Berlin, 27. November. Die „Nordd. Allgem. Ztg." meldet: Der Staatsseeretär Gras Bismarck gab gestern Abend ein größeres diplomatisches Diner, woran der englische und russische Botschafter, die Gesandten der Schweiz, Portugals, der Niederlande, der argentinischen Republik, Schwedens, Belgiens, Rumäniens, der Unionstaaten re. theil- nahmen.
Potsdam, 27. November. Der Kaiser hat sich heute früh 8 Uhv 42 Min. von Wildparkstation mittels Sonderzuges nach Pleß begeben.
Antwerpen, 27. November. In dem Proeesse wegen der Explosion in der Patronenfabrik am 7. September verur- theilte das Zuchtpolizeigericht deu Eigeuthümer Corvilain zu 41/2z Direetor Delaunay zu 1J/2 Jahren Gefängniß, 12,000 Fr. Entschädigung und den Proceßkosten.
Brüssel, 27. November. Heute trat die von dem Anti-Scl averei-Cougreß zur Prüfung der Fragen betreffs Unterdrückung des Selaveuhandels eingesetzte Commission zusammen; zunächst tauschten die Mitglieder ihre Meinung aus sowohl über das Gebiet und den gegenwärtigen Stand des Selaveuhandels, als auch über die Straßen desselben. Die Berathung der hieraus bezüglichen Schriftstücke wird Freitag fortgesetzt.
25 Millionen Mitgift verfügen, lohnt es natürlich nicht der Mühe zu sprechen.
Als eine vereinzelte Erscheinung in dieser Versammlung heirathbarer Weiblichkeiten sehen wir Frau Fair, welche deu schönsten Palast der neuen Welt, eine der größten Sehenswürdigkeiten Newyorks, bewohnt. Sie ist eine geschiedene Frau und ein zum Nachdenken anregendes Original. Ihre Sonderbarkeit besteht darin, daß sie ihrem Garten die zärtlichste, willigste, verständnißvollste Gefährtin war, so lange dieser als armer Teufel eine elende Blockhütte im Innern von Nevada bewohnte, nnd daß die Zwietracht mit dem Reichthum wuchs, bis dieser so groß war, daß jene zur gerichtlichen Trennung des Paares führte. Und stellt man neben diese durch den Reichthum um ihr Eheglück gebrachte Frau all' die oben aufgezählten fünfzig- und hundertfachen Millionärinnen hin, von denen bis auf einige Ausnahmen sämmtliche deu Frühling des Lebens überschritten, ohne sich zur Heirath entschlossen, ohne etwas von der Poesie und den Freuden genossen zn haben, die der ärmsten Bauerndirne auf dem Dorfrain in Fülle erblühen, so gelangt man zu seltsamen Erwägungen. Lehrreich ist diese Erscheinung im höchsten Grade. Und fast sühlt man sich versucht, das alte Scherzwort umzudrehen und zu sagen: Geld allein macht nicht glücklich- man muß es auch nicht haben.
Madrid, 27. November. In der gestrigen Kammersitzung erklärte der Minister des Innern und der Arbeitsminister, auf Cuba herrsche vollständige Ruhe.
Rom, 27. November. Die Kaiserin Friedrich nahm mit den Prinzessinnen-Töchtern das Dejeuner in der Villa des Senators Lacaita in Tarent; die hohe Frau reifte Nachts an Bord des Aviso „Surprise" nach Neapel weiter. Contreadmiral Nieastro, der Prüftet und die Spitzen der Behörden waren zur Verabschiedung anwesend.
Bukarest, 27. November. Die heutige Thronrede agt, das Land verlange von seinen Vertretern viel Arbeit, besonders die Consolidirung der Finanzlage- der König habe dieses Verlangen auf seiner letzten Reise conftatirt. Die Thronrede stellt den Fortbestand der guten Beziehungen zu allen Mächten fest, sowie den Erfolg der auf Erhaltung des Friedens gerichteten Bemühungen. Das letzte Verwaltungsjahr schloß mit einem Ueberschuß ab, auch das diesjährige Budget liegt günstig. Die Thronrede kündigt schließlich mehrere Gesetzvorlagen an, darunter solche bezüglich der Armee und Fortsetzung der Befestigungen.
— Der Senat wählte den General Floreseu mit 66 gegen 13 Stimmen der Liberalen zum Präsidenten.
Belgrad, 27. November. Dem Journal „Timoeanin" zufolge errichtete die russische Donauschifsfahrt-Gesellschaft in Radujevuc eine Agentur, welche bereits functionirt und auch schon Verladungen nach Frankreich abschloß.
Konstantinopel, 27. November. Den Ferman, betreffend die Amnestie in Kreta, überbringt demnächst der Admiral Achmet Ratib Pascha.
— Der General Hobe Pascha führt morgen 6 edle arabische Pserde nach Berlin, 2 für den Kaiser, je eins für die Kaiserin, den Prinzen Heinrich, den Herzog Friedrich von Mecklenburg und den Grasen Herbert Bismarck.
Newyork, 27. November. Die Feuersbrunst in Lynn hat über 100 Schuhfabriken eingeäschert- 160 Familien sind obdachlos und 8000 Personen beschäftigungslos geworden. Der Bürgermeister erließ einen Aufruf, in welchem er die sofortige Zusendung von Kleidungsstücken erbittet.
St. Louis, 27. November. Die nationale Silberconvention ist hier zusammengetreten, um beim Congreß zu Gunsten der Wiederprägung der Silbermünzen vorstellig zu werden.
Darmstadt, 28. November. Die Ankunft Sr. Majestät
des Deutschen Kaisers in unserer Stadt 6. December 9 Uhr Vormittags bestimmt.
ist aus den
Locales unb provinzielles.
Gießen, 28. November.
— Bei Gelegenheit einer hier gestern stattgehabten Hochzeit des Herrn Jacob ans Niedergemünden mit Fräulein Loeb aus Solms, Nichte des Herrn H. Katz aus Frankfurt am Main, ließ es sich der Sultan Abu Bakar von Zohore (Dschohore), welcher Gast des Herrn H. Katz ist, nicht nehmen, der Hochzeit beizuwohnen und traf derselbe um 1 Uhr 17 Min. nebst dem Prinzen Omar und seinem Secretär Dato Sri Ama d'Rayab Abdul Rahman hier ein- der seltene Gast hat nm 7 Uhr Abends die Stadt wieder verlassen. Herr A. Katz hier begrüßte den Sultan in einer Ansprache aufs Herzlichste, indem er insbesondere auf die Ehre und die Freundschaft hinwies, die der Sultan der Familie Katz durch sein Erscheinen kundgab. Der Sultan sprach sich in wohlwollender, gefälliger Weise über den Verlauf des Festes und die ihm bewiesene Ehre aus und gab seinen Gefühlen in einem Toaste, welchen er in malayischer Sprache ausbrachte, Ausdruck- Herr Katz übersetzte den Toast ins Deutsche.
— Theater. Wir machen nochmals auf die morgen Freitag in Scene gehende Novität „Madame Bonivard" aufmerksam und rathen, da der Andrang zu der Aufführung ein voraussichtlich starker sein wird, sich rechtzeitig die festen Plätze zu sichern.
— Berichtigung. In dem gestrigen Strafkammcrberichte ist eine Verwechslung der Vornamen der Angeklagten Sperling und Velten unterlaufen. Es muß nämlich Heinrich Sperling und Georg Karl Velten heißen.
Friedberg, 26. November. Letzten Sonntag fand in, der Wirrhschaft von Geis hier eine socialdemokratische Berathung bezüglich der demnächstigcn Reichstagswahlen statt, zu welcher ein Abgesandter von Frankfurt extra hierhergekommen war.
Vermischtes.
Darmstadt, 27. November. Die Ausschmückung der Stadt zum Empfang des Kaisers wird am Bahnhose beginnen und die ganze Nheinstraße bis zum Schloß und vom Louisen- platz abzweigend die Wilhelminenstraße bis zum Neuen Palais, dann auch den Marktplatz und das Rathhaus umfassen. Am Nheinthor wird eine prächtige Ehrenpforte errichtet werden.
Darmstadt, den 27. November. Zum K a i (e r b e j u ct). Die Stunde der Ankunft des Kaisers ist immer noch nicht bestimmt. (S. indeß obige Depesche). Die Bürgermeisterei hat sich wiederholt an die zuständige Stelle mit dem Ersuchen gewandt, sie baldmöglichst von der dieserhalb einzuholenden Allerhöchsten Entschließung in Kenntniß zu setzen, damit das Programm für die bevorstehenden Kaisertage definitiv festgesetzt werden kann. Am Montag Abend fand im großen Nathhaussaale eine Besprechung der Präsidenten und Dirigenten der hiesigen Gesangvereine, welche sich sowohl zur Spalierbildung beim Einzuge wie auch zur Theilnahme an der Tags daraus stattfindenden Serenade bereit erklärt hatten, statt. Herr Musikdirector Senff wurde zum Dirigenten für die Serenade gewählt. Weitere Vereinbarungen, insbesondere die Auswahl der Gesänge, blieben den Vereinsdirigenten Vorbehalten, nur wurde der Wunsch zu erkennen gegeben, daß die Serenade nicht auf dem Paradeplatz, sondern in dem
Glockenhof des Residenzschlosses dargebracht werde. Die Ge- angvereme müßten sich zu diesem Zwecke auf kurze Zeit von dem übrigen Fackelzuge, der mittlerweile auf dem Paradeplatze Ausstellung nimmt, trennen. Aus ein heute eigens aus dieser Veranlassung an Se. K. H. den Großherzog nach Leipzig gerichtetes Telegramm traf alsbald auf gleichem Wege die Nachricht ein, daß die Darbringung der Serenade im Glockenhos des Schlosses keinem Anstande unterliegt.
Darmstadt, 27. November. Besteuerung automatischer Verkaufs-Apparate. Das Großherzogliche Finanzministerium hat die Frage, ob die Unternehmer automatischer Verkaufsapparate zur Besteuerung heranzuziehen seien, in bejahendem Sinne entschieden. Nichthessische Unternehmer solcher Antomaten haben für jeden einzelnen Apparat ein besonderes Gewerbepatent lösen.
— Reinigung der Schulstuben. Dem Wiesbadener Gemeinderath machte Herr Stadtbaudirector Winter Vorlage bezüglich der Reinigung der Schullokalitäten. Die heutigen Anschauungen der Hygiene verlangen, daß der Reinlichkeit, bezw. der Reinhaltung in den Schulen eine erhöhte Aufmerksamkeit zugewendet werde. Bisher wurden die dortigen Schulen mit Wasser alle 4 Wochen oder alle 14 Tage ausgewaschen, im Uebrigen wurde die Reinigung durch den Pedellen vollzogen, aber hierbei wurde natürlich viel Staub erzeugt. Bekanntlich sei aber der Staub der Träger vieler Krankheitsstoffe, es müsse daher gesorgt werden, daß die Schulzimmer möglichst staubfrei seien. Die Baucommission habe nun in Erwägung gezogen, in welcher Weise dieses am besten zu erreichen sei. Hierbei ist die Commission zu der Ansicht gekommen, daß Staub in der Schule sich überhaupt nicht entwickeln dürfe. Um dieses Ziel zu erreichen, soll eint feuchte Reinigung vorgenommen werden, allerdings nicht mit dem Schrupper, sondern mit feuchtem Sägemehl, das den Staub und Schmutz, der vorhanden ist, aufnimmt, so daß er später wieder fortgekehrt werden kann. — Obgleich diese Art der Reinigung die Kosten der seitherigen Reinigung um 600 Mk. per Jahr übersteigt, genehmigte doch der Gemeinderath den Antrag der Commission.
Paris, 24. November. sPariser Gigr l.j Als besondere Novität der diesjährigen Saison sieht man in Paris jetzt häufig die Herren bei Abendvisiten einfarbige, rofar blau oder rothe Hemden tragen. Diese grellen, bei den weit ausgeschnittenen Gilets zur vollen Geltung gelangenden Hemden bringen einen „phänomenalen" Eindruck hervor. Um den Contrast noch zu steigern, pflegt man dieselben mit glänzenden schwarzen Jaisknöpsen zu verschließen. Diese Hemden sind bereits so stark en vogue, daß man mit der Fabrikation gar nicht nachkommen kann. Der Urheber dieser Mode ist der jugendliche Prinz von Neapel.
Uttivcrfitäts»Nachrichten.
Marburg, 27. November. Am schwarzen Brett der Universität befindet sich folgender Anschlag: „Commilitonen! Die „Genossenschaft freiwilliger Krankenpfleger im Kriege", welche sich die Aufgabe gestellt hat, für den Kriegsfall Männer und Jünglinge christlichen Bekenntnisses, welche nicht militärpflichtig sind, in der Krankenpflege ausznbilden, hat an den meisten deutschen Hochschulen bereits die wärmste Theilnahme und die thatträfttgste UntelstützunA gefunden. Seine Majestät der Kaiser und König selbst haben über „die rege Betheiligung der akademischen Jugend an diesem ebenso humanen wie patriotischen Werke" Jdre besondere Freude ausgesprochen. Die Unterzeichneten haben sich vereinigt, um auch in den Kreisen der Studrrenden der Alma mater Philippina für die freiwillige Krankenpflege Anhänger zu werben. Sie geben sich der Hoffnung hin, daß ibr Vertrauen auf die vaterländische Gesinnung der Marburger Studirenden nicht getäuscht werden wird. (Folgen die Unterschriften der Herren Professoren)
— Die katholische Universität in Washington ist am 13. ds unter entsprechenden Ceremomen eingewecht worden. Als Lehrer für die verschiedenen Unterrichtsfächer sind gewonnen worden: Dogmatik: Dr. Schröder aus Köln; biblische Wissenschaft: Dr. Hivernant; engl. Literatur: Charles Warren Stoddard; Philosophie: Dr. Pohle vom katholischen Seminar in Fulda; canonisches Reckt: Dr. Sebastian Gebhard Meßmer, Lehrer der Theologie in Seaton-Hall, nahe Newark, N-I ; Moral-Theologie: Dr. Bonquillon von der Universität in Lille. Außer diesen regulären Faculiäten werden noch Vorlesungen über Kirchengeschichte, sowie Physik und Astronomie gehalten werden.
Verkehr, Land- nnd volkswirthschaft.
Limburg, 27. November. (Fruchtmarkt). Rother Weizen 16.30, weißer Weizen JL 16.05, Korn JL 1315, Gerste «/M 11.70, Hafer JL 7 30, Erbsen .A 00.00, Kartoffeln JL 0.00.
Frankfurt, 27. November. Erbsen ganze per Pfd. 12—18 do. geschälte 14-18 Linsen 18-28 weiße Bohnen 16-18 H, gelbe Kartoffeln per Gescheid 14—16 H, rothe Kartoffeln per Gescheid 12—14 H, Butter per Pfd. JL 1,00-1,10 Eier das Stück 6—7 H, Blumenkohl 30-70 Weißkraut das Stück 8—15 Rothkraut 12-25 H, Wirsing 12—15
Die neuen Postanweisungen weisen auf der Rückseite eine von dem bisherigen Vordruck völlig abweichende Einrichtung auf- Es sind die Abgrenzungen für Poftanweisimgen nach oben gerückt und die vorgerückte Qutttungsformel darunter gesetzt- Diese Einrichtung bietet, nach der „Deutschen Verkehrszeitung", Vorlheile für die Handhabung nicht allein dadurch, daß sie die Uebereinsttmmung mit den Vacketadresse>- und Postauftragsformularen herstellt, bei welchen die Lorzeichnungen für die Ankunftsnummern sich gleichfalls am oberen Ende der Karte befinden, sie läßt auch für Quittung und Bestellvermerke der abtragenden Boten geeigneten Raum. Selbstverständlich ist die Neueinrichtung nicht allein bei den mit neuem Werthstempel versehenen Postanweisungen, sondern auch beim Formular C. 90 — Postanweisungen ohne Werthstempel — durchgeführt-
- Die Wirkungen des frischen, strohigen Düngers auf zähem, kaltgrundigem Boden haben sich nach verschiedenen Versuchen als sehr günstige gezeigt, besonders wenn man denselben stai k auffährt und dann durch sorgsältiges Einlegen in die Furche unter die Erde bringt. In dem Falle hat er die Kraft, hier die Gährung anzufangen, sich zu erwärmen, dem Boden selbst seine Wärme mi!- zutheilen und ihn durch die Entwicklung seiner Gase zu lockern und damit zu durchdringen. Durch sein erzeugtes Ammonium wirkt er besonders auf den unzersetzten Humus, der sich vorzüglich in solchem Bo^?n befindet. Er erregt mancherlei Wechselwirkungen, besonders die; .. vermöge welcher der Dünger die noch im Boden ent- f-;7 ,• nährenden Theile aufschließt, stärker als jener Mist, der seine Gr .unu schon überstanden hat. Dagegen aber hat man von diesem k." itn Miste wenig oder gar keinen Nutzen, wenn er auf trockenen, I l>. en und ausgezehrten Boden, der wenige Nahrungstheile in sich


