Die Köln Düsseldorfer Dampfschiffahrts-Gesellschaft,
In diesem Bureau werden auch die Legitimationskarten für die Eröffnungssitzung und die Einlaßkarten für die Zuschauer auSgegeben, sowie alle sonst erforderlichen Mttlheilungcn gemacht werden.
BenSheim-Mtchelstadt: Gastw tr lh Landtagsabgeordneter Franz Jöst, Etgarrenhändler in Darmstadt: Orbig und Faber, doch wird demokraten überlasten.
A Mainz, 16. October.
Cramer in Darmstadt; für Mainz Oppenheim: Fabrikant in Mainz: für Friedberg: Heinrich Prinz, für die Wahlkreise Gießen und Alsfeld die bestimmte Entscheidung den dortigen Lwcial-
die eben hier an der Stelle des Brückenkopfes der alten Schiffbrücke ein großes massives Stationsgebäude aufrtchten läßt, wird mit dem nächsten Jahre die Boote »Prinz von Preußen" und „Merkens" außer Dienst stellen. Bon diesen beiden Schiffen, die zu den ältesten Booten der Gesellschaft zählen, zeichnet sich das letztgenannte durch seine große Schnelligkeit aus, weßbalb ihm von den Schiffsleutcn auch der Name „Windhund des Rheines" beiaelegt wurde. Beide Schiffe verschlingen jedoch ungefähr doppelt so viel Kohlen und Cd wie die übrigen Dampfer. AIS Ersatz sollen drei neue Dampfer in Dienst gestellt werden und zwar werden auf dem Werft von Top, Smit n. Troon in Kinderduk (Hollands zwei erbaut, von denen eines bereits vom Stapel gelassen ist und seiner Vollendung entgegengebt. Das dritte Schiff, dad ausschließlich aus deutschem Stahl hergestellt wird, ist der Firma BcrningbauS in Duisburg in Auftrag gegeben.
Vermischtes.
Friedberg. Am SamStag den 12. October begann das hiesige Prediger seminar sein Wintersemester. Die Zahl der Candidaten veränderte sich nur wenig, denn die 14 abgehenden wurde durch ebenso viele neu hinzukommende erseht. Ein Candidat, welcher im vorigen Srmester bereits der Anstalt angehörte, hat eine Hilfs- predtgerstelle an der deutschen Gemeinde in Baltimore angenommen. Gerade sein Ausscheiden ist ein besonderer Verlust für die musikalische Leistungsfähigkeit des Seminars. Denn die schöne Baßstimme Hofmanns, die jedem Besucher der im vorigen Semester gegebenen Aufführung in der Stadtkirche erinnerlich sein wird, geht den musikalischen Beranstaltungen des Seminars dadurch verloren. Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß in dem Berichte über die Einnahmen der erwähnten Aufführung die besondere Gabe JstandS nicht aus Dorheim, sondern aus Balbach stammt Die Zahl der Besucher des Predigerseminors wird voraussichtlich noch durch zwei Candidaten vermehrt, deren Examen durch Krankheit ausgeschoben wurde.
Offenbach, 16. October. Wie das „Offenb. Abenddl." mittheilt, tagte am vergangenen Sonntag hier eine Conterenz hessischer Socialdemokraten behufs Besprechung über die bevorstehenden ReichStagswahlen. Vertreten waren sämmtliche Wahlkreise des Großherzogthums und wurde beschlossen, energisch die Agitation in die Hand zu nehmen: auch überall da wo bisher nie ein Candidat der Partei aufgestellt war, soll diesmal die Agitation entfaltet werden, damit eine möglichst imposante Stimmenzahl im Hessenlande für die socialistifchen Candidaten gezählt werden könne. Aufgestellt wurden für den Wahlkreis Darmstadt Groß Gerau Philipp Müller, Bild- bauer in Darmstadt: Offenbach Dieburg der Landtagsabgeordnete Carl Ulrich, Kaufmann in Offenbach: für Worms-Heppenheim: Schuhmacher Berthold in Darmstadt: für
Lokales.
... «ttben, 17. October. Um die Vorthetle, welche der mündliche Verkehr mittels Fernsprechers gewährt, in besonderen Fällen, namentlich bet Krankheiten zur verberrufung des Arztes, sowie bet Unfällen rc. weiteren Kreisen, vornehmlich in dm Landdezirken, zugänglich zu machen, soll - zunächst versuchsweise - von jetzt “"Mittelbare Benutzung txr mit tzernlpr-chrrn betrieben«. Ndchslelegraphenlettungen deS allgemeinen Verkehrsnetzes eingeräuml werden Dementsprechend wird dem Publikum gestattet, bei einer mit Fernsprechern ausgerüsteten ^elegraphenanstalt mündlich oder schriftlich den Antrag zu stellen, eine bestimmte Person an einem benachbarten, durch Fernsprecher verbundenen One zum unmittelbaren Gespräch mittelst Fernsprechers aufzufordern. Diejenige Betriebsstelle bei welcher die Anmeldung deS Gesprächs erfolgt, wird der anderen detheiltgten Bcti'iebs- telle den Antrag sofort durch den Fernsprecher mittheilen. Die angerusene BetriedS- stelle wird ohne Verzug durch Rückfrage mittelst Bolen feststellen, ob diejenige Person an welche eine Benachrichtigung rc. mittelst deü Fernsprechers vom anderen Orte statt- stnden soll zur Aufnahme des Gesprächs bereit ist und wird dann telephonisch die BetriebSanstalk am Orte der Anmeldung von dem Ergedniß der Anfrage benachrichtigen Der Anmeldende kann entweder bei der Betriebsstelle aus die Antwort warten oder eine Angabe hinterlassen, wohin er die Antwort gerichtet zu Haden wünscht. Die Ausführung: des-Gesprächs zwischen den Belheiltgten geschieht innerhalb des DienstztmmerS der Postanstalt unter Benutzung deS gewöhnlichen, für den allgemeinen Telegraphen- dtenst bestimmten Apparats während der Dienststunden. In Orten, wo öffentliche Fern sprech stellen bestehen, werden diese zur Abwickelung der in Betracht kommenden Gespräche benutzt.
Die Gebühr für die telephonische U.bermittelung der Anmeldung und Antwort, sowie für icdeS Gespräch zwischen den Betheiligten von fünf Minuten Dauer ist aus den Gesammtbctrag von einer Mark festgesetzt. Wenn daS Gespräch länger als fünf Minuten dauert, so erhöht frch bie Gebühr für jede ferneren fünf Minuten ober für einen Th eil von fünf Minuten um eine Mark. Kommt baS Gespräch in Folge Abwesenheit bes B.theiligten ober in Folge Ablehnung besselden nicht zu Stande, so ist ebenfalls eine Mark zu zahlen. Besondere Kosten für Botengänge werden nicht erhoben ^ür Gießen kommt dieFernsprechverbindungsleit.mg zwischen Gießen und Wieseck, Rodheim a d. Bieder, Krofdorf in Betracht.
* Gießen, 17. October. In der gestrigen Generalversammlung des Ober- hessischen Ges chich tSvereins erstattete Herr Professor Dr. Buchner den Jahresbericht. Des Hingeschiedenen Präsidenten des Vereins, Herrn Geh. Rath Professor H. v. Ritgen in Worten der Anerkennung für dessen Verdienste um den Verein gedenkend, ließ Herr Prof. Dr. Buchner seine dem Verstorbenen gewidmete Denkschrift unter die Anwesenden vertheilen. Der Miltheilung von der Uedersührung der Sammlungen d.S Vereins in ein neu.S Local knüpfte Redner den Wunsch an, daß bie Sammlungen bie ein erfreuliches Zeichen von ber Thättgkeit bes Vereins in Verfolgung seiner Zwecke, Gegenstände des Alterthnms vor dem Verfall und dem Verschwinden durch Ausnahme in seine Sammlungen zu bewahren, seien, recht fleißig von Mitgliedern wie Richtmitgliedern besichtigt werden möchten. Herr Prof. Dr. Buchmr schlug zur Wahl eines Präsidenten an Stelle des Herrn v Rttgen Herrn Prof. Dr. von der Ropp an Stelle des auf feinen Wunsch aus dem Vorstände scheidenden Herrn Geh. Hofrath Prof. Dr. Hoffmann Herrn stad. Ebel vor; mit diesen Vorschlägen erklärten sich die Anwesenden einverftanden, desgleichen mit dem Vorschläge deS Herrn Prof. Dr. von der Ropp. die übrigen seitherigen Vorstandsmitglieder ruieber zu wählen. Rach Erledigung dieser Gegenstände der Tagesordnung hielt Herr Gvmnasiallehrer Dr. Röschen den angekündigten Vortrag über bat Treffen bei Grünberg am 21. März 1761. Zn über einstünbigem Vortrage schilberte Rebner den Verlauf des als bedeutend geltenden Treffens des siebenjährigen Krieges aus Grund amtlicher Aufzeichnungen aus jener Zeit. Der Verlaus deS Kamp'es war für die unter dem Oberbefehl deS Herzogs Ferdinand von Braunschweig stehenden, von dem Erbprinzen von Braunschweig geführten Alliirten (Braunschweiger, Hessen, Hannoveraner ;c). ein unglücklicher, der Herzog Broglie, der Befehlshaber der Franzosen, siegte, die Trümmer deS Alltirtenhecres zogen sich über bie Ohm zurück, 19 Fahnen, 13 Geschütze und über 1500 Tobte, Verwundete und Gefangene in den Händen des Siegers lassend. In Folge dieser Niederlage mußten die Verbündeten die Belagerung von Cassel, Marburg und Ziegenhain auf: heben, den Franzosen stand der Weg nach Ntederhessen und Westfalen offen. Auch in den weiteren Gefechten waren die Verbündeten nicht glücklicher, bis durch den Sieg deS Herzogs von Braunschweig bei Billinghausen (15. Juli 1761, 60,000 Alliirte gegen 100,000 Franzosen) das Uebergewichl der deutschen Waffen wieder her- gestellt wurde.
— Heute feierte der Kellermeister dec Firma Gebrüder Maver (Herzog!. Sachsen- Meiningen'sche Hoflieferanten), Herr Moritz Enders, sein 25jähriges Dienstjubiläum.
* Gießen, 17. October. Mit dem gestrigen Tage nahm die Winterschon zeit für Fische thren Anfang: dieselbe dauert bis zum 15. December. Die Schonzeit erstreckt sich auf alle Flüsse des Großherzogthums, nur ist nach §5 heg Fischereigesetzes für die Fische detz Rheins eine Schonzeit nicht vorgesehen. — Seit dem 15. d. M. ist die Jagd auf weibliches Rehwild wieder eröffnet, diese dauert im ganzen Jahre nur 2 Monate, so baß am 15. December die Schonzeit wieder beginnt.
Telegraphische Depeschen.
Wolff'K tezcgr. Korrespondenz-Bureau»
Berlin, 16- October. Der Reichskanzler Fürst BtSmarck unb Gemahlin sind b utc Nachmittag 5 llbr 40 Minuten nach Friebrichöruh zurückgereist.
Danzig- 16. October. Der russische Hofzug traf über Pommern hier ein. Derselbe wurde im Stabtbahnbose erwartet; der Czar fuhr jedoch, ohne die rvtadt zu berühren, direct auf dem Gütergeleife nach Neusahrwasser. Die Bahnhöfe von Neustadt, Dnschau unb Marienburg, sowie die dortigen Brücken sind durch Danziger Militär adgesperrt.
Danzig, 16. October. Der Czar und Großfürst Georg verließen "Nachmittags den Hoszug und machten einen längeren Spaziergang am Hafenquai; alsdann wurde daS Mittagsmahl im Speisewagen deS Hofzugeü eingenommen.
Reufahrwasser, 16. October Der Kaiser von Rußland, sowie Großfürst Georg trafen heute Mittag um 2 Uhr 15 Min. hier ein und verblieben im Salonwagen. Die Landungsstelle ist polizeilich abgesperrt.
Siel, 16 Octoder. Gestern Abend jano zu Ehren ber beutschen Marine ein Diner bet dem Admiral Band an Bord ber „Northumberland" statt, wobei Toaste auf den Kaiser Wilhelm unb bie Königin von Englanb auSgebracht würben.
Dresden, 16. October. Der sächsische Landtag wird zum elften November
Dresden, 16. October. Von 29 LanbtagSwahlen sind bisher die Resultate von 24 bekannt. Unter den Gewählten sind 21 Candidaten ber Cartellpaiteien, 1 Freisinniger unb 2 Socialbemokraten, nämlich in Limdach Otto, in Chemnitz Liebknecht.
Dresden, 16. October. In den übrigen 4 Wahlkreisen wurden 2 Cartcll- canblbatcn, ein fortschrittlicher unb ein Socialist (Stolle in Stollberg) gewählt.
Dresden, 16. Octoder. Das Gcsammtrefultat ber LanbtagSwahlen ist jetzt bekannt. Dte Cartellparteien gewannen einen rsitz von den Deutschfreisinnigen und verloren einen an bie Socialisten, letztere gewannen einen zweiten Sitz in Ltmbach Land von den Deutschfreisinnigen.
München, 16. October. Die Gesandtschaft deö Sultans von Zanzibar machte heute dem Prinzen Ludwig als Vertreter des Prinzregenten im Wittelsbach-Palais ihre Aufwartung Die Gesandten, eingesübrt vom Generalconsul Michahelles, wurden durch den preußischen Gesandten, Grafen von Rantzau, vorgcstellt Morgen früh reift die Gesandtschaft nach Baden-Baden.
lAreiz, 16. Octoder. Der Reichstagsabgeordnete Henning wurde wegen Beleidigung deS Fürsten von Reuß zu drei SDionaten Festung verurtheilt. ES wurde Revision beim Reichsgerichte eingelegt.
Bremen, 16. October. Dem Consul H. H. Meier wurde gestern Abend zur Vorfeier seines heutigen achtzigsten Geburtstages ein großartiger Fackelzug bargebracht. Heule findet zu Ehren Meier« in ber Börse ein Festessen statt, woran 750 Personen theilnehmen werben. , .
— Dem Consul Meier gingen anläßlich seines heutigen achtzigsten Geburtstages überaus zahlreiche telegraphische unb briefliche Beglückwünschungen zu, worunter ein Telegramm bes Kaisers, ber Kaiserin Augusta, des Reichskanzlers, vieler Reichstags- abgeorbneter unb anberer hochgestellter Persönlichkeiten.
Bremen, 16. Octoder. Bel bem heutigen Festbankett zu Ehren beS Konsuls H. H. Meier, an welchem ungefähr 800 Personen theilnahmen, begrüßte ber Handels- kammerpräsident Lürmann denselben. Bürgermeister Lürmann toastete auf den Kaiser, während ber Präsident der Handelskammer Lürmann den Trinkspruch auf den Jubilar auSbrachte. Konsul Meier erwiderte denselben mit einem Hoch auf Bremen.
Wien, 16. October. Der „Pol. Corr." zufolge, bestätigt sich, daß Erzherzog Albrecht einen wiederholt beabsichtigten Besuch bei der Königin-Regentin von Spanien, seiner Nichte, demnächst abfiatten bürste. Gleichzeitig versichert bie „Polit. Corr.", baß die mit dieser Reise in Verbindung gebrachten Gerüchte betreffs Wiederverehelichung der Köniain Regentin vollständig erfunden sind.
Wien, 16 October. DaS Reichsgericht entschied bei der heutigen Verhandlung über die Beschwerde deS „SchulvereinS für Deutsche" nach Anhörung deS RegierungS- vertreters und detz Beschwerdeführers, heute nur über formelle Fragen zu verhandeln. Im Laufe der Sitzung wurde die Verhandlung für die nächste Sitzungsperiode anberaumt.
Pest, 16 October. Der evangelische Kirchenconvent verhandelte über das Verhalten eines KirchendistnctS diesteitS der Donau gegenüber der vorjährigen Mißbilligung gegen die bekannten Kiewer Wallfahrer. Die Mehrheit deS Convents faßte ohne förmliche Abstimmung eine Resolution, wonach ber vorjährige Beschluß aufrecht erhalten, ein Recht dev Districtes gemißbilligt wirb. ThomaS Pechv drückte seine Ileberzeugung au«, daß der nationale Geist gepflegt, nicht aber russische Propaganda gemacht werden solle. (Begeisterte Zustimmung.)
Bern, 16. October Der BundeSrath hat die nachbenannten Mitglieder der Anarchistenpartei wegen aufreizender Agitation für bie revolutionären Ideen der Anarchistenpartei aus der Schweiz auSgewiesen: Christian Kempf von Belsenderg (Württemberg), Schreiner; Willibald Schmid von Zimmerholz sBaden), Schneider; Friedrich Pueschel (idi»s Wolf) von Roderbeck ^Reg.-Bez. Stettin). Dieselben befinden sich zur Zeit in Bafel in Hast-
London, 16- October. Heute früh 4 Uhr fand in dem Kohlenbergwerk von Moßfield bei Longton in Staffordshire eine Entzündung schlagender Wetter statt, während sich 60 bis 70 Männer und Knaben in der Grube befanden. Durch die alsbald in'S Werk gesetzten Rettungsarbeiten waren bis 8 Uhr Morgens 10 Arbeiter ; lebend und 3 Leichen zu Tage gefördert. Letztere waren entsetzlich verbrannt Man hegt lebhafte Bestlrchtungen in Betreff ber übrigen Arbeiter.
London, 16. Octobei. Bis heule 'Jiadjminag wurden 20 Leichen in dem j Kohlende,gwerk Moßfi.ld aufgefunden; die Rettungsarbeiter behaupten, 48 Leichen in | den Schächten gesehen zu haben, doch man kann sich denselben augenblicklich wegen | Ansammlung schlagender Wetter nicht nähern. |
London, 16. October. Der Minister des Innern, MatthewS, empfing Rach- J mittags eine Adresse, welche eine Deputation von Wählern auS Birmingham überleichte. Er erwiderte, bie Leitung ber auswärtigen Angelegenheiten bind) Salisbury verdiene bie größte Anerkennung; bie bemfdben gestellte Aufgabe sei keine leichte gewesen , ba sich die auswärtige Politik inmitten großer Schwierigkeiten befand. Der nächste Otachdarstaat Englands, Frankreich, sei seit längerer Zeit von Verwirrungen j erfüllt gewesen, auch manche Ansprüche Rußland« hätten die größte Wachsamkeit er- : heischt, dennoch sei es der festen Hand SaliSduryS gelungen, die Ehre und daS In- | lereffe de« Vaterlandes zu wahren und zu schützen. Diese Rede wurde sehr beifällig ! aufgenommen.
London, 16. October. In dem gestrigen in Balmoral abgebali nen Geheimen j Rathe wurde die Verleihung eine« königlichen Schutzbriefes an die Britische südafrika- , nische Gesellschaft genehmigt. Der Schutzbrief bezieht sich auf die nördlich vom Belfchuanalande gelegene Gegend, welche östlich von portugiesifchen Besitzungen . begrenzt wird. Die Krone behält sich da« Recht vor, bad Gebiet nach 25 Jahren zu übernehmen.
Penzance (Eng!.), 16. October. Der Cunarobampfer „Malta", mit einer Labung von Stückgütern nach italienischen Häfen bestimmt, scheiterte gestern Abend im \ Nebel ui der Nähe von Lanbsenb. Passagiere und Mannschaften sind gerettet, mehrere Schleppdampfer sind zur Hülfeleistung abgegangen. Einer Lloybdep.sche zufolge werde j ber Domvfer vollständig Wrack werden.
Brüssel, 16. October. Der Vormittags 10 Uhr von Mon« kommende und Mittags im vresigen Bahnhöfe eingetroffene Eifenbahnzug lief mit voller Geschwindigkeit in die Halle; da die Bremsvorrichtung nicht wirkte, stürzte ber Zug an ben Prellböcken um. Viele P issagiere sind verletzt.
Sopendagen 16. October. Die kaiserliche 2)acht »Dershawa", deren Abreise wegen dichten SeenebelS verschoben würbe, ist mit der Kaiserin von Rußland an Bord heute Morgen 8 llbr von hier abgesegelt.
Lifsavon, 16. October. Im Befinden des Königs ist ein agonteartiger Zustand eingetreten.


