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107.7014 pCt. Ungar. Goldrente

102 90

Disconto-Commandit-Anthelle

Darmstädter Bank-Actten

184.50

Dresdener 184.50 Gotthard-

Berliner Handelsaesellsch -Antheile 203.00 Schweizer Nordost-Bahn-Actten

Oesterr. Credtt-Actien 273 50 West- » »

Staatsbahn-Actien 198 62 Gelsenkirchener Bergwerks-Actien

Lombard. Eisenbahn- 109 75 Oesterr. Alpine-Montan- ,

Lombard. Eisenbahn-

Tendenz : schwach

Telegraphischer Csursbericht der Berliner Börse vom 16. Decem-er 1889.

172 301 Disconto-Som.-AnchLtle

104.4t

4 pCt. Gießener Obligationen

15 »Ct. BuderuS-Oblig«ti»»e»

ReichSbank-DiScont 5 pCt. Frankfurter Bank-Diskont 5 pW.

247.00

179.80

100 30

134.70

354 7i

190 00

171.3»

132.70

37.90

214 51

10.10

247 25

300 00

89 25

274 25

8719 94 00 74 20 6 5t

arperer

)stpreußw

Buschtherader Eisenbahn-Vctie» Elbethal-Bahn-Actien

179.601 Bochumer Gußstahlaetien Tendenz: matt.

105 201 Oesterr. Silberrente

10310 l Ruff. Orient HI.

Oesterr. Ereditactien

Oesterr. StaatSbahn-Aetieu

Dortmunder Union-Actten

Darmstädter Bankactien

Kitt

werden1

hiesigen

(Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen.

Die heutige Nummer umfafct 6 SMsa»

sich namentlich Banken zu gleicher Zeit sehr erheblich besserten. Die Reaction auf diese plötzliche Steigerung hat nicht lange aus sich warten lassen, sie entwickelte sich bereits am Dienstag, als die Frankfurter Börse wieder in Action trat, und von Beginn des Verkehrs an mit Abgaben vorging.

Eine Meldung über einige Fallimente in Argentinien, welche die Betheiligung der Disconto-Gesellschaft befürchten ließ und Zweifel über die endgültige Beilegung der Strikes unterstützten die Rückwärtsbewegung. Gleichwohl waren die Coursermäßigungen noch gering und nur auf dem Berliner Montanmarkt von einigem Belang. Sie wurden erst bedeutender, als die weichenden Course auch in der Provinz Verkaufsneigung er­weckten, und als am Donnerstag die Meldung über den Ausbruch eines partiellen Strikes auf den siscalischen Gruben im Saargebiet die Börse auf das Tiefste verstimmte. Man braucht diesen Strike nicht als das Signal zu einer, allgemeinen Arbeitseinstellung zu betrachten, dazu liegt bei dem offenbaren Bestreben der Zechen, ihr Versprechen zu halten, kein Grund vor, aber man wird doch zugestehen müssen, daß die Lage in den Kohlen­gebieten durchaus nicht unbedenklich erscheint. Schon jetzt begegnet man Andeutungen, daß die Arbeiter nach dem eben errungenen Sieg mit neuen Forderungen in Betreff Lohnerhöhung hervortreten würden. Eine Formulirung dieser Forderung ist bisher nicht erfolgt, und doch hat die Vermuthung viel Wahrscheinlichkeit für sich. Mäßigkeit des Siegers ist eine Tugend, welche sehr selten angetroffen wird, und am wenigsten von Leuten zu erwarten ist, die von des Lebens Lasten ein sehr erhebliches Theil zu tragen haben, denen aber von den Annehmlichkeiten desselben selten etwas zu Theil wird. Es ist daher zu befürchten, daß die Gährung in den Bergwerksdistricten sich noch geraume Zeit erhalten wird, und wie sie jetzt weite Kreise erschreckt und in Furcht er­hält, auch in Zukunft beunruhigend und störend auf das Geschäft einwirken wird.

Die Strikebefürchtung war jedoch nicht die alleinige Ursache des Coursrückgangs der letzten Tage. Die Ablehnung des Verstaatlichungsantrags der Mecklenburg-Friedrich- Franz-Bahn durch die Landstände hat eine ziemlich scharfe Baisse in deutschen Bahnen hervorgerufen und mit zur Verschlechterung der Stimmung beigetragen. Die Rolle, welche deutsche Bahnen im Markte spielen, ist jedoch seit langer Zeit eine so bescheidene, daß ein tieferer Einfluß auf die Allgemeintendenz nicht zu erwarten steht. Größere Bedeutung wird man bis zum Ende dieses Monats den Geldverhältniffen schenken müssen, denn aller Wahrscheinlichkeit nach werden diese den Factor bilden, welcher für die nächste Zeit den größten Einfluß auf die Coursentwicklung ausüben wird. Der letzte Reichs­bankausweis war zwar günstig und zeigte wider Erwarten eine für diese Zeit des Jahres bedeutende Zunahme der Notenreserve, aber wir nähern uns der schwierigsten Liquidation des Jahres, und die Anforderungen, welche in den nächsten 14 Tagen an die Bank und den Geldmarkt gestellt werden, laffen sich jetzt noch nicht annähernd übersehen, be­sonders da die außerordentlichen Preisverschiebungen und die allgemeine Marktlage ci* Vergleichung mit früheren Jahren kaum zulässig erscheinen laffen.

Banken schließen meist etwas schwächer, nur Credit zeigen 3 fl. Gewinn, den sie auf verschiedene in Aussicht stehende industrielle Gründungen erzielt haben. Die Dis- conto-Gesellschaft hat in dieser Woche die Actien des Kattowitzer Bergbau-VereinS zur Subscription gebracht. Diese Gründung hat in letzter Zeit mehrfach dazu dienen müffen, Courserhöhungen der Bankantheile zu rechtfertigen. Jetzt bei der Emission hat sich jedoch der damals herrschende Enthusiasmus schnell verflüchtigt, da bekannt wurde, daß das Werk seine Kohlenproduction bis October 1892 verschlossen hat. Man wird nicht ehlgehen den Coursrückgang der Bankantheile zum Theil auf Rechnung der jetzt fol­genden Ernüchterung zu setzen. Auch Darmstädter und Dresdener Bank sind etwas schwächer, obgleich in dieser Woche die ersten genauen Ziffern über den enormen Gewinn, welcher beiden Instituten aus dem Verkauf der Bergwerke Herne-Bochum zufließen wird, bekannt wurden.

Deutsche Bahnen sind, wie bemerkt, empfindlich abgeschwächt. Mainzer verloren 3%, Lübeck-Büchner 5%, Mecklenburger 5V2%. Ausländische Bahnen fanden wenig Beachtung, und die Course bröckelten meistens ab Der Rückgang der Dux-Bodenbacher Actien nimmt besorgnißerregende Dimensionen an. Er beträgt weitere 30 fl. Staatsbahn waren auf das Scheitern des Orientbahn-Projectes offerirt.

Renten haben sich besonders in den letzten Tagen gebessert. Der Januarbedarf beginnt sich geltend zu machen und es steht zu erwarten, daß denselben in nächster Zett auch von Seiten der Speculation erhöhte Aufmerksamkeit zugewandt wird. Schwach er­scheinen nur die 3Vg% Deutschen Anleihen Der Jndustrie-Actienmarkt steht unter de« Einfluß der Dividendenschätzungen. Aus diesem Grunde sind namentlich Höchster FarI- werke 5yao/o, Badische Anilin 5% und Chemische Fabrik Weiler 5V3o/o gebessert. Nord­deutsche Lloyd schwankten auf widersprechende Schätzungen und schließen heute mit 20/e Verlust. Lothringer Eisenwerke verloren 5% unter der ungünstigen Markttendenz.'

Gorrrsbericht von E. Wasserschieben, Bankgeschäft Ararrkfirrter Börse vom 16. Deeember 1889.

Schlußcourfe 1 Ubr 15 Min.

5 Italiener Rente

4 pCt. Reichsanlethe

3V8 , ,

4 Preuß. Consols

3V* ,

Kalkhof am Seltersthor.

10025

10029

[9873

Meine

Wernnschte Anzeigen

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Kassenöffnung 7i/t Uhr. Anfang 8 Uhr.

Ende 10 Uhr. 10037

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(Direction: Adam Reiners).

Dienstag den 17. Deeember 1889*.

II. Gastspiel des berühmten Zwerg- Comikers Herrn Janez Blally.

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Vereinskarten ungültig.

Das Stiftungsfest.

Schwank in 3 Akten von G. von Moeer. Personen:

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treffen Montag Abend ein. 10026

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sind von Dienstag den 17. Deeember an zu haben Grünbergerstratze 15 und Brandplatz. [10039s KaSp. Schäfer.

ifant 10033

Viele Wähler.

Zur Handelskammerwahl feien oor- grschlagen folgende Herren:

Georg Wortmann,

K. C. B. Koch, Fabrikant,

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Börfenwoehevbericht

von E. WassearssMeben, Bankgeschäft.

In letzter Stunde noch haben sich die Zechenverwaltungen zur Nachgiebigkeit be­stimmen lassen, und haben das Versprechen abgegeben, die gemaßregelten Arbeiter wieder anzustellen. Die Arbeiterversammlungen vom letzten Samstag und Sonntag haben daher ihren Entschluß über die Niederlegung der Arbeit vorläufig auf 8 Tage verschoben, und wenn, wie es den Anschein hat, die Zechenverwaltungen ihr Versprechen getreulich erfüllen, so steht zu hoffen, daß der Strike für diesmal nicht zum Ausbruch gelangt. Die Wirkung dieser Nachricht auf die Börse war eine ganz außerordentliche. Schon am Sonntag war die Haltung in Frankfurt recht fest, und Gelsenkirchener avancirten um ca. 670/y. Am Montag häuften sich in Berlin die Kaufordres derart, daß deren Ausführung fast unmöglich wurde. Es ist leider nicht festgestellt worden, wie hoch sich die unlimitirten Kaufaufträge in den hauptsächlichsten Werthen des Montanmarktes be= laufen haben, jedenfalls müssen dieselben wieder Millionen betragen haben. Ein ganz erheblicher Theil dieser Käufe mag allerdings als Deckungen der eingeschüchterten Contre- mine angesehen werden, aber auch Meinungskäufe müssen, wie dies aus dem gleichzeitigen Steigen der Cassawerthe hervorgeht, in großer Zahl zur Ausführung gekommen sein. Die Feststellung der offiziellen Notiz verzögerte sich bei dem ungeheuren Kaufandrang ungemein, so daß viele Leute sich gezwungen sahen außerhalb der Notiz zu handeln. Hibernia sollten anfänglich 3Oo/o über dem letzten Cours notirt werden, und erst nach vielen Bemühungen, und nachdem die Börsencommission selbst eingegriffen hatte, gelang es einen Cours von 2493/4, das sind reichlich 20o/0 über der letzten Notiz, festzusetzen. Die übrigen leitenden Montanwerthe zeigten gegen die letzten Course die folgenden Steigerungen: Harpener 17°/0, Gelsenkirchener 10<y0, Bochumer 9<>/0, Dortmunder 5i/2o/0, Laura 40/0, und diese Gewinne wurden bis zum Schluß der Börse noch erhöht. Zu diesen ganz enormen Steigerungen hat wahrscheinlich der Umstand, daß am Montag die Frankfurter Börse wegen des Kaiserbesuches geschloffen war, mit beigetragen, aber ich kann mich doch der Einsicht nicht verschließen, daß diese Vorkommnisse ganz bedenkliche Symptome der Zeit sind. Ernsthaften Capitalisten mögen sie eine Warnung sein vor Engagements in diesen Werthen. Wer dennoch den Muth hat diese Actien zu kaufen, sollte wenigstens zur eigenen Sicherheit seine Aufträge limitiren und nicht mit Bestens- Ordres den Markt belasten, welche, wie in dem vorliegenden Falle, nur zu so maßlos gestiegenen Coursen zur Ausführung kommen, daß ein Gewinn selbst bei dem größten Optimismus kaum noch zu erhoffen steht. Es hat nicht überraschen können, daß diese Bewegung an den Coursen der übrigen Werthe nicht eindruckslos vorüberging, und daß

ftefraettan: Ä. Scheyda. Druck «nd «erlag der vrähl'schm Drxckeret

Neuheiten

in:

Theegedecken, Tischdecken, Frühstücks- deckev

in großer Auswahl wieder emgetroffen.

Fritz Nowuek,

10031_______________GelterSweg.______________

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IliHÄiiinmyti

die Wiederwahl des

Herrn A. Katz,

Landesprodukten-Händler

als sehr geeignete und erprobte Kraft.

10036 Viele Wähler»

10022

Die trauernden Hinterbliebenen

talessen^ den 15. Deeember

1889.

Statt jeder besonderen Anzeige theilen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Nachricht mit, dass unsere gute liebe Tochter und Schwester

Die Beerdigung findet Dienstag den 17. Deeember, Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Mäusburg 6, aus statt.

Margaretha Hermann

heute Morgen 7 Uhr nach schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Um stille Theilnahme bitten