Ausgabe 
17.2.1889 Zweites Blatt
 
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Müße zu Jir. 41 desAchmer Anzeiger".

Literarisches.

in iRpriin p^i^r/age der König! Hofbuchhandlung von E. S. Mittler * Sohn

«e^Aen soeben: ^Geschichte des 2. Großh. Hess. Jnfanterie-Sieai- Wma^pr^nVf6* carl. JL 1.50. In dem Vorwort zu oteicm Werke sagroer

^abre 18Ä7 himCw Hauptmann KUngelhöffer, der vom Jahre 1869 dls^ zum o9re 1887 dem Reglmente angehorte, daß das Werkchen in etiler Ptnte für Hnnr- °'^'°7.und ^nnteaften d-s R-gtm-nts befiimmt fet 68foa aber a"* ^.»"e.hg Regiments, sowie wetteren Kreisen, die an dem Regiment Amhell foldi^ nnrh nnilrhfr aL/Ur Regtmentsgeschtchle bieten, so lange eine

H"0* .utchl erschienen ist. Wir möchten das Werkchen namentlich auch allen ?£nt" empfehlen, die in den Rethen des Regiments gestanden und Freud uno Leid ?piVCUlelb/n 0D^,c?lt ^aden. Bteiet ja doch nur allein die Geschichte des 187071er wffchmsind ÜOn Erinnerungen, welche, wenn mtterLt nicht zu ver-

, . ^erm0C DOnv «arJ Flemming in Glogau erschien soeben die drei- z h le Auflage der General-Karte von Anstralien. Diese nach den neuen Ma ­rtalten ergänzte Karie tnsoimirl in der eingehendsten Weise üb7r fämniriX" Indischen Ocean und den Grenzen Asiens über das Stille Meer bis zu den Wellküsten Amerikas verstreuten Landermassen Besondere Beachtung ist auf der Karte 'den ^Un0Cn iuöewandt worden, so daß selbst Derjenige, welchem die Besitz- oerhaltn sse aus der großen australischen Jnselftur bisher völlig fremd waren du ch einen Blick aus du^General-Karte über die Ausdehung der deutschen Machtsphäre auf­geklärt wird. Als sehr praktisch verdient es hervorgehoben zu werden, daß bet jeder Inselgruppe die Gesammtflache des Areals und die Bevölkerungszahl in rotber auf fllmder Schrift hinzugefugt tst Auch die deutschen und fremden Dampserllnim, die r6 Unb ^uterland-Telegraphen haben aus der Karte die ihnen gebührende Berück- srchttgung erfahren. Als Anhang sind der General-Karte betaeaeben etn fraX nn Kaiser-Wilhelms-Land und dem Bismarck-Archipel, sowie folgende Cartons: 1. Samoa- r°^Cxr ^^iffer-^jnseln, 2. Tonga- oder Freundschafts-Inseln 3 Bitt Penn

S^n ' 4 §nt e/ 5 Saluafata aus Upolu (Samoa-Inseln) 6 Neiafu auf Lavau (Tonga-Inseln), 7. Jalutt auf Jalutt (Marschall-Inseln) 8 ieu-lZ bürg. Der Preis der General-Karte, im Format uan^Äntrrne^ b'Xt HUI 1 vrt* o

Vermächtnitz Kaiser Wilhelms I.* tst der Titel eines Hestes das von n BBm KcnserouchCmundneunz.g Jahre in Glaube, Kamps und Steg" Medmg bildet und eine hochbedcutenbe Beeöstmtlichung darslellt, welche soeben J!T??9.U h*ek Ü6U d 11 tn '5tuI10att erschienen tst und zu dem billigen Prerse fnünt5pnh^ burch lede Buchhandlung bezogen werden kann. Diese Schrtst enchält an- Wliheim in de" ^'w^sel des Verfassers mit dem Correipondenzsecrelät des Kaisers ? e m 1 ' bem Gehelmen Hoftath Bork, alle die Correciuren, Randbemerkunaen SihniiÖ« \ ^II0JkUuil0en' welche der Heimgegangene große Monarch an jener Schilderung seines Lebens gemacht wissen wollte. S.e zeigt daher auf das Mer k SpVt ^HCnn U chl,n0c^lbe Mfung und thatsächliche Mitarbetterschaft des Kaisers bei benl9jP^h 0rap?le und gewahrt durch die Vergleichung der ursprünglichen Fassung mit nrnf»^e n0ln' ^blche er gewünscht, einen tiefen Einblick in das Seelenleben des Ä n^°nfl??.i!nVe,ne Auffassung der Geschichte des 19. Jahrhunderts soweit unser großer Kaiser darin mttwirkte. Auf diese Weise aewinnt hipfp (hnünninn ^tfiph?"^ ^bebeutenden selbstständigen Publikation, ist aber auch zugleich sür *die ^rprtnn? ?rt60nfd)t^ e 6cS obengenannten Kaiserbuches außerordentlich wichtig und tn- nprnm*r d unentbehrlich, und deßhalb ist man der Verlagshandluna zu Dank

verpstichtei, daß sie in ihr KaiserbuchErnundneunztg Jahre" diese Schrift soruiaaen als Entstehungsgeschichte dieses Volksprachtwerkes mit hMetngenommm und in eine? eleganten und geschmackvollen Ausgabe, gleichfalls unter dem Hauotiilel- Cln Vetmachlniß Kaiser Wilhelms I." und dem Nebentitel Einundneunrti <^nhrp in ^nannte^etV ifMa^f0' 1797"~1888"' Dtr deutschen Nation darbtetet. Das^oben- tCi^eif 11 bekannt genug und ein wahrhaftes Volksbuch im höchsten Sinne bte siufnabme der obenerwähnten Erganlung hat es a "geschlossen^^ "halten und tst damit nun aus ungemein interessante W-isi

__« erä!et* man n?F/®enn die Annoncen zweckmäßig abgefaßt (y t» f flirt ui>d lypographisch angemessen ausgestattct sind, ferner die ^2/ V I V t II richtige Wahl der geeigneten Zeitungen ge- X . cj ""^d. Um dies zu erreichen, wende man sich an

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eeeei --- ---- 184

Der Kaiserpalast in Straßburg.

DieBaugewerks-Zeitung" bringt folgenden Artikel hierüber: Der Straßburger Kaiserpalast ist in der Zeit von 1883 bis 1888 nach den Plänen und unter der speciellen Leitung des Landes-Bautnspectors Eggert ausgeführt woiden Der Palast steht an der Stelle der alten Stadtmauer und wird mit der Katser-Wtlhelm-Unioersität dem in der Ausführung begriffenen Landesausschußgebäude, dem in Aussicht genommenen großartigen Postgebaude nebst der Landesbidliolhek eine Gebäudegruppe von hervor­ragender architektonischer Bedeutung bilden. Da das Gebäude nur für den vorüber­gehenden Aufenthalt der deutschen Kaiser^bestimmt ist, sind dessen Abmessungen geringer bemessen als die eines wirklichen Residenzschlosses. Der im Allgemeinen rechteckige 5r°Jtla?J^Tn73 Meter und eine Tiefe, mit Einschluß der Vorhalle, von 56 Meter und enthalt Keller-, Erd-, Haupt- und Obergeschoß. Em in der Mille der Vorderfront oorgelegter Säulenbau dient als Unterfahrt und Vorhalle Das Aeußere des Palastes zeigt die edlen Formen der Renaissance-Architektur florentinischer Palaste, und der Eindruck wird durch reichen Schmuck an gediegener Btldhaueraibett in schönem Stemmaterial bedeutend gehoben. Das Giebelfeld des Säulenbaues des pauptporlals zeigt in der Mitte das Wappen des Deutschen Reiches darüber die Kaiserkrone, zu b^dtti Seiten des Wappens füllen die wirkungsvollen Gestalten der Macht und des Rechts die Grebelecken aus. Bekrönt wird der Giebel von einem Friedensengel mit goldenem Palmenzweig. Von besonders hei vorragender Wirkung ist der an der Hauptsache sich erhebende Kuppelbau, welcher mit seinem für die Kaiser- ftandarte bestimmten Flaggenmast weithin sichtbar sein wird. Aus Kupfer getriebene Heroldsgeslatten neben dem Flaggenmast kiönen den oberen Abschluß der Kuppel und tragen wesentlich zur Bildung der reizvollen Silhouette derselben bet. Entgegen der herrschenden Ansicht, daß Monumentalbauten mit Metalldächern und wenn möglich mit einem Kupferdach versehen werden müssen, hat der aussührende Architekt hier ein Dach aus Thonplatten und Falzziegeln hergestellt und dieses Deckmatertal auch zum Etndecken der Kehlen und Grate u. s. w. benutzt. Die Farbenwirkung des schön getönten Sand- steinmaterials mit dem dunkelrothen Ziegeldach soll schon jetzt eine sehr harmonische sein und wird spater, nachdem die aus Kupfer hergestelllen Herolde, der Adler und die Abdeckstreifen der mächtigen Rundbogenöffnungen der Kuppel sich mit einer Patina überzogen haben, noch bedeutend erhöht werden.

Das Innere des Gebäudes ist wie folgt eingetheilt: Von der Rampe des Haupt­portals gelangt man in das große Vestibül, an welches sich zu beiden Setten etwas hoher liegende durch Saulenstellungen abgetrennte Hallen anschließen. Links befinden sich prächtig ausgestattete Wohnräume für das Kaiserpaar, während rechts von den­selben eine Wohnung für einen einzelnen fürstlichen Gast liegt. An der Vorderfront enthält jede dieser Wohnungen Vor-, Empfangs-, Wohn , Schlaf-, Badezimmer u s w während an der Stabtfcite; noch ein schön dekorirtes Gartenzimmer und zwei Salons für die Kaiserin liegen. Hinter den soeben angeführten Räumen läuft durch das ganze Gebäude ein von zwei Lichthöfen beleuchteter Corridor, an dessen einem Ende das eben erwähnte Gartenrimmer und an dessen anderem ein Nebeneingang für die Teilnehmer an großen Festlichkeiten liegt. Hinter dem Corridor, gegenüber dem Eingangsoestibül befindet sich die Haupttreppe mit Garderoben- und Toiletlenräumen für die Festgäste' In der Mitte der Vorderfront über dem Vestibül liegt der Audienzsaal, seitwärts mit schmalen Säulenreihen und darüber liegenden Logen versehen. Vor dem Audienzsaal öffnet sich die Säulenhalle, aus welcher sich ein flachrunder Balkon vorstreckl von welchem aus man den Kaiserplatz übersehen und auf welchem der Kaiser bei Festlich­keiten von der Volksmenge gesehen werden kann. An den Audienzsaal schließen sich links die Raume für ben Kaiser, rechts die für die Kaiserin an. Die Räume für den Kaiser bestehen aus Melde-, Empfangs-, Wohn-, Schlaf- und Ankleidezimmer, Bad und Garderobe, ä^mmer für die Kammerdiener und den Leibarzt. Die Räume für die Kaiserin sind ähnlich gestaltet.

Der ganze hinlere Bau wird im Hauplgeschoß durch eine einzige Flucht von «alen eingenommen welche durch osten-Arkaden tn drei große Einzel,äle getheitt wird und deren G-Iammtlange iO Meter betragt. Der Haupt,aal ist 22 Meter lang. 17 Meter e' und 12 Mtter hoch dagegen haben der rechts liegend- V-r,annnlungs,aäl und der links liegende sp-tse,aal nur ein- Hohe von 7 Meter. Die Decke des Haupt,aalcs ist reich auszebtldet mit zum Th-il wett gespannten Gewölben und zum Lhetl kaffetttrten Decken, ^ber den letztgenannten Nebensälen b-sind-n sich die Diener,chaftswohnunaen und über den Gemächern des Kaiserpaares dte Wohniäume für das Gefolge Alle drei Sale bieten hinreichenden Raum für die Bewtrthung von 350 Gästen

Der ganze Bau ist in allen feinen Theilen möglichst feuersicher aus Stein und E sm hergestellt; dte Zwischendecken bestehen aus eisernen Trägern, zwischen welchen P^"En aus Tust und Gpps -tngesugt, beim, etngegossen sind. Dte Trägeiflantschen sind sichtbar gebttcben. bemalt oder mit eisernen Ornamenten bekleidet. Zwischen den F-nst-rn des O^rgeschosies. welches als Fries ausgebildet tst, sind dte Wappen ein iC.^rMem*Er gediegener Blldhauerarbeit angebracht^ es fehlen aber auch

x.? £Sa8urJ>ten und des Grafen Moltke, der Haupimitbegründcr !

»es Deutschen Reiches. Von de,anders großartiger Wirkung ist noch die im Mittelbau gelegene Haupttreppe. Em Garten von 1,2 Hektar umgibt von drei Seiten den Kaiser- palast. Hinter dem Palast und Palastgarl-n, von letztercm durch eine Straße getrennt L." ^-b-ng-bäud- mit dem Marstall nebst Remisen, sowie -in Militär wachtgedäude Die S,allung-n r-ich-n für 18 Pt-rd- aus. Die Remis- bietet Raum sür 6 Wagen K pMnn?°ues betragen, einschließüch der dreiviertel Millionen sür den

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