Ausgabe 
12.1.1889
 
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Ministerium nicht als ein Staatsamt zu erachten sei. Der Antrag wird debattelos mit grotzer Mehrheit angenommen.

11. Die Wahlprüfungscommission beantragt ferner, die Wahl des Abg. Dr. Götz (natl.) im 13. sächs. Wahlkreise für gültig zu erklären.

Hierzu liegen vor: a. ein Antrag des Abg. Singer (Soc.), welcher die Aus- . setzung oea Beschlusses über die Wahl und Eruüttelungen über gewisse Vorkommnisse ; bei Oec Wahl verlangt, b. ein Unterantrag des Abg. Rickert u. Gen. (dfr.), welcher j die Ermittelungen nach dem Anträge Singer in größerem Umfange verlangt und weiter ' die bet der Wahl abgegebenen Stimmzettel vorzulegen bezweckt.

Von den beiden Anträgen findet nur der Antrag Rickert die erforderliche Unter- ! Stützung, so daß nur dieser zur DiScussion gestellt wird.

Abg. Singer (Soc.) schildert die Hetze, welche man in dem betreffenden Wahl- kreise gegen die Socialisten inscenirt und die Leute, von denen die Hetze ausging. Die Sociaioemokraten habe man bedroht, daß sie der staatsanwaltlichen Verfolgung anheim­sallen würden wegen Geheimbündelei, wenn sie für den focialistischen Candidaten stimmten. Großindustrielle haben ihre zahlreichen Arbeiter beeinflußt und mit Entlassung dedrohl. Auch die Kriegeroereine haben sich in die Wahlagitation gemischt, im Wider­spruch mit den Bestimmungen ihrer Statuten. Man solle auch diesen Vereinen gegen­über das Vereinsgesetz in Anwendung bringen.

Sachs. Militärbevollmächttgter Major v. Schl leben bestreitet, daß die sächs. Kriegervereine Politik treiben. Die vorliegenden Aufrufe ergeben nur, daß ein Appell an die Treue der ehemaligen Soldaten ftattgefunden hat; von Politik ist in diesen Aufrufen nichts enthalten.

Abg. Rickert (Dfr.): Wenn man die Aufrufe nicht politisch findet, dann können wir uns eben über das, was politisch ist, nicht mehr verständigen. In dieser wichtigsten Aufgabe der Volksvertretung, in Den Wahlprüfungen, hat leider ein bedauerlicher Umschwung in den Anschaungen der Wahlprüiungscommission stattgefunden, deren subjectioeS Ermessen sich immer mehr erweitert, während das politilche Moment, das früher stets hochgehallen wurde, jetzt bedeutend in den Hintergrund tritt. Es ist unrichtig, datz der Abg. Götz die Mehrheil erhallen habe, auch wenn man alle ange­fochtenen Stimmen in Abrechnung bringt. Die Wahlprüfungscommission hat eine ganze Anzahl von Protestgründen jür unerheblich gehalten, welche in jedem Falle die llngultigteit der Wahl zur Folge haben müssen, auch wenn der Nachweis darüber nicht erbracht werden kann, welchen zahlenmäßigen Effect Oie betreffenden Verstöße zur Folge gehabt Haven. Hierher gehört namentlich oie Agitution der Kriegeroereine. Wir werden diese Agitationen fortgesetzt hier zur Sprache bringen, bis Abhülfe erfolgt h(. Redner legt eine Anzahl von Stimmzetteln der Kartellparreien Oes betr. Wahlkreises vor, die sich äußerlich deutlich von Den Stimmzetteln der anderen Parteien Oes Kreises unter­scheiden. Durch solche Unterscheidung werde die geheime Wahl vereitelt. Redner hofft, man weide den erhobenen Beschwerden Abhülse schaffen.

Sächs. BunOesbeoollm. Graf Hohentyal weist energisch die Beschuldigung zurück, daß Die sächsische Regierung den Kriegetoereinen gegenüber sich zu nachsichtig verhalten habe. Die sächsische Regierung ist Der Ansicht, daß Die Agitation gegen die Socialdemokratie keine polnische Agitation ist. (Hört! hört! links. Sehr richtig! rechts.) Auch Die Fachoereine läßt man tn Ruhe, so lange sie Der Sociaioemokratie fern bleiben. Die freisinnige Partei kommt in Sachfen nicht in Betracht, Denn sie hat dort keinen Boden.

Abg. Zeitz (natl.) vertheidigt das Verhalten der Kriegeroereine; dieselben hätten längst in Aussicht genommen, Socialdemokraten durch das Statut von Der Mitglied­schaft auszuschlietzen. Wenn wirklich in einzelnen Fällen Verstöße gegen Die statutarischen Bestimmungen vorgekommen sind, so soll man Nicht allgemeine Vorwürse gegen die ganzen Vereine erheben, das haben Die Leute, die uns unser VaterianO rotebergegeben haben, nicht verdient. (Bravo!) Die Politik ist übrigens zuerst von den Social­demokraten, speciell^oon Herrn Viereck, in die Meimugen'fchenKrregeroereme hmein- getragen worden. Socialoemokratlsche Tendenzen machten sich mehrfach tn Den Krieger- vereinen bemerkbar. Da schien es doch nöchig, Darauf zu sinnen, ob nicht Die Bestimmung in das Statut auszunehmen fei, socialdemokraiische und antimonarchische Elemente sind von der Aufnahme ausgeschlossen. Es ist doch nicht abzusehen, was Oie Sociaidemokraten in einem Kriegeroereine tyun wollen? Durch die Aufforderung eures Vorsitzenden: Thut Eure Schuldigkeit! ist kerne Beeinflussung geübt, Denn Dvr Vor­sitzende ist sür die Mitglieoer ferne Behörde. Redner bittet unter Ablehnung aller weitergehenden Anträge die Wahl des Abg. Dr. Götz sür giliig zu erklären.

Abg. Dr. Vaiel (natl.) nimmt die Wahlprusiingscomunssion tn Schutz gegen die Vorwürfe Rickerts.

Abg. Träger (Dfr.) kann das Eintreten der Kriegervereine in die politischen Wahlen tn keiner Form billigen. Rach dem vorliegenden Ausrus habe aber ein solches Eintreten ftaitgefunoen, auch bet Der Wahl des Herrn Zeitz spielten Die Krtegeroereme eine Rolle. Agitatorisch war auch Die amtliche Bekanntmachung, Daß das. Septennat die Ursache Der Reichstags-Auflösung gewesen fei; das glaubt heute und glaubte wohl schon damals Niemand.

etaatöfecretär v. Boetticher findet, daß die amtliche Bekanntmachung, um die Septennatsfrage klar zu stellen, nicht bloS nicht agitatorisch, sonDern unter den ob­waltenden Umständen sogar nothwendig und sehr nützlich gewesen.

Abg. Frhr. v. Friesen (conf.): Wenn Wahtterrorismus geübt worden ist, so ist er nicht von Setten der Eartellparteien, sondern von Den SocialDemokraten geübt worDen. Redner vertheidigt Die Maßnahmen Oer sächsischen Behörden.

Abg. Frhr. v. Huene (Etr.) beantragt Zurückverweisung der Sache an die Commission, um über einige, ihm wichtig erscheinende Punkte noch nähere Ermittelungen anzustellen.

Die Debatte wird geschlossen.

Der Antrag o. Huene (Zurückverweisung an die Commission) wird abgelehnt, ebenso Der Antrag Rickert (Erhebungen über angebliche Unregelmäßigkeit) und der Antrag der Commission (Gültigkeitserklärung) angenommen.

Hierauf vertagt sich das Haus.

Rachste Sitzung Freitag 1 Uhr. Tages-Ordnung: Wahlprüfungen.

Schluß 53/* Uhr.

Telegraphische Depeschen.

Wolff'S telegr. Korrespondenz - Bureau /

Berlin, 10. Januar. Fürst Bismarck ist heute Abend 91/» Uhr hier ein­getroffen.

Wien, 10. Januar. Nach einer Meldung derWiener Zeitung" erhob der Kaiser den Baron Hübner in den Grafenstand. Dem Vernehmen nach beginnen heute unter dem Vorsitz des Erzherzogs Albrecht die Conserenzen wegen der durch das neue Repetiergewehr nothwendigen Einführung eines neuen Exercier - Reglements für die Infanterie.

London, 10. Januar. (Meldung des Reuter'schen Bureaus aus Bombay.) Ein Sepoy der Herater Infanterie schoß auf den Emir Abdurrahman während einer Truppenparade in Mazaricheris; der Emir blieb unverletzt, der Sepoy wurde sofort niedergehauen.

Paris, 10. Januar. Der Marineminister theilte im heutigen Ministerrathe ein Telegramm des Gouverneurs von Obot mit, worin gemeldet wird, daß der Gou­verneur mit dem Commandanten des französischen SchiffesMeteore" übereingekommen sei, Maßregeln zur Unterdrückung des Sklavenhandels zu treffen.

Belgrad, 10 Januar. Das Amtsblatt veröffentlicht Ukase, wodurch der bis­herige Gesandte in Wien, Bogicevtcs, tn Disponibilität versetzt und der Staatsrath Milan Petronijevic zum Gesandten in Wien ernannt wird.

Rewyork, 10. Januar. In Pennsyloanien wüthete gestern ein furchtbarer Cyclon, der beträchtlichen Schaden anrichtete. Aus Reading werden 50 Todesfälle gemeldet. In Pittsburg wurde ein im Bau begriffenes Gebäude niedergerissen. Die Trümmer fielen auf in der Nähe stehende Häuser, welche dadurch theilweise zerstört wurden. Bisher sollen 28 Personen, darunter 4 lobte und mehrere Schwerverletzte, aus den Trümmern herausgeschafft worden sein.

Lokales.

Gießen, 11. Januar. Der Hochw. Herr Bischof von Mainz, Dr. Paut Leopold Haffner, wird im Laufe des Monats Juli nach hiesiger Stadt kommen, um das heilige Sacrament Der Firmung auszuspenden.

Vermischtes.

Darmstadt, 8. Januar. Das Testament des verstorbenen Prinzen Alexander von Hessen ist, wie aus bester Quelle verlautet, gestern eröffnet worden. Dasselbe soll namhafte Legate für wohlthättge Institute und Zwecke enthalten, dagegen Horen wir, daß in absehbarer Zeit eine bedeutende Vereinfachung der Hofhaltung hier und auf dem Hetligenberg bet Jugenheim etntreten soll.

Usingen. Am 6. Januar, gegen halb 3 Uhr Morgens, brach in dem benach­barten Orte Hausen ein nicht unbedeutendes Feuer aus. In der Behausung des Gastwirtbs Best daselbst entstand der Brand auf eine bis jetzt noch unaufgeklärte Weise tn bem Oekonomiegebäude zwifchen Scheune und Dem im vorigen Jahre neugebauten Saale. Das Feuer verbreitete sich mit rasender Geschwindigkeit und es mußten ter Brandgeschädigte Best mit feiner Familie, welche in tiefem Schlafe lagen, von Nach­barn geweckt werden und konnte Best nur noch schnell seine Papiere retten. Das Wohngebäude, Scheune nebst Stallung und einem daranftoßenden unbewohnten Hause sind total niedergebrannt; außerdem sind verbrannt: 3 Kühe, 1 Rind, 4 Schafe, Der Hofhund an der Kette, 6 Ferkel, sowie Hühner und Tauben. Von Usingen aus war die betreffende Abtheilung Feuerwehr rasch an der Brandstelle und gelang es den Gesammtbemühungen Der aus Der Umgegend erschienenen Feuerwehren dem Weiter- greisen des Brandes ein Ziel zu setzen. Wie wir hören, ist Gastwtrth Best versichert.

Groß-Eichen, 8. Januar. Der Diphtherie wegen, welche während einiger Wochen unter den hiesigen Kindern herrscht und schon mehrere Opfer forderte, wurde heute die Schule dahier geschlossen. (Gründ. Anz.)

A Mainz, 10. Januar. In dem gestern erwähnten großen Hehlereiprocetz vermochte die Beweisaufnahme nur für einen Theil der beschlagnahmten Gegenstände den Nachweis zu erbringen, daß solche von Diebstählen herrühren. Trotzdem hielt die Staatsanwaltschaft an der Anklage in vollem Umfange fest und beantragte gegen die beiden beschuldigten Eheleute Wtttmann je em Jahr Zuchthaus, entsprechende Zeit Ehrverlust und Zulässigkeit der Polizeiaufsicht. Der Urtheilsspruch erfolgt erst nächste Woche.

A Mainz, 10. Januar.Behüt' Dich Gott, es wär' so schon gewesen" rc. Das jungst hier aufgetauchte, allseiis mit Den freudigsten Hoffnungen begrüßte Pro­jekt, in Mainz eine ständige Sommerbühne, die allen Anforderungen, die die Neuzeit an ein Sommertheater stellt, entsprechen sollte, zu errichten, ist jetzt auch wieder zu Wasser geworden. Der Großindustrielle, von dem das Projekt ausging, hat, nachdem, ihm begreiflich geworben, daß ein solches Sommertheater etwa 200,000 JL kosten würde, von dessen Ausführung Umgang genommen.

A Mainz, 10. Januar^ Mehreren Herren von Wiesbaden begegnete gestern das Mißgeschick, daß sie als Spione verhaftet wurden. Dieselben machten einen Spaziergang von Wiesbaden nach Erbenheim, wobei sie sich etwas neugierig das auf Der Erbenheimer Höhe gelegene Fort Biehler betrachteten. Ein Officter gewahrte dies und ließ die Herren verhaften. Erst nach zwei Stunden, nachdem Die Personen ihre vollstänDige Harmlosigkeit Dargethan unD auf das Unbestreitbarste bewiesen hatten, daß der Zweck ihres Ganges lediglich war, in Erbenheim den berühmten Aepfelwetn zu ver­suchen, wurden dieselben wieder tn Freiheit gesetzt.

A Aus Rheinhessen, 10. Janitsr. Der in Passau verhaftete Sparkasse­rechner Zerban ist bereits auf dem Rücktransport und wird morgen schon in das Mainzer Untersuchungsgefängnttz abgeltefett werden. Der größte Theil des Fehlbetrags soll übrigens durch Verwandte gedeckt sein.

A Aus dem Rheingau, 10. Jauuar. Nach den amtlichen Ermittelungen wurde in den 31 weinbautreibenden Gemeinden des Rheingaues verflossenen Herbst durchschnittlich nur ei« guter halber Herbst geerntet; Ausnahmen bilden Eltville, Neudorf und Rüdesheim. Die Qualität wird mitgut",mittel" undgering" bezeichnet.

Frankfurt, 10. Januar. Gestern Nachmittag ist hier ein Unglücks fall passirt, der in den wettesten Kreisen als Warnung dienen mag. Entgegen dem polizei­lichen Verbot sprang der Backsteinfabrikant Zorbach auf Der Eschersheimer Landstraße in der Nähe seiner Wohnung von Dem in voller Fahrt befindlichen Zuge der Local­bahn, wurde dabei vorn Trittbrett des Wagens erfaßt, zu Boden geschleudert und erlitt einen complicirten Beinbruch. In verflossener Nacht ist der Bedauernsweithe dieser Verletzung erlegen. Mögen alle Jene, welche nicht über ganz besonders gelenkige Beine verfügen, sich diesen Fall.zur Warnung Dienen lassen!

Das reifenDe Publikum sei darauf aufmerksam gemacht, daß laut Bekannt­machung des Eisenbahnstations-Vorstehers des hiesigen Hauptbahnhofs auf dem sogen. Kopf- oder Querperron das Abläuten der Züge nicht mehr erfolgen wird. Man will davon um deswillen hinsüro absehen, weil es sich bei den gewaltigen Raum- verhältnissen des Bahnhofes, sowie der Menge abgehender und ankommender Züge nicht nur nicht bewährt, sondern auch manchmal zu Mißverständnissen Anlaß gegeben hat.

+ Bockenheim, 10. Januar. Die Nachricht von dem Tode des am Sonntag von einem Ctoilisten gestochenen Husaren scheint, obwohl sie von allen Seiten ge­meldet wurde, verfrüht gewesen zu sein. Heute heißt es, der Todtgesagte sei noch am Leben und befinde sich sogar auf dem Wege Der Besserung.

Bromberg, 10. Januar. In Der vergangenen Nacht ist das große Dampf- mühlen-Etabltssement der Gebrüder Schramm, Wtlhelmsmühle, niedergebrannt. Bet dem Rettungswerk büßte der Besitzer der Mühle, Richard Schramm, sein Leben ein. Derselbe wurde im Msselhause gefunden, von Dämpfen erstickt.

Alt-Heidelberg, die Feine, ist bekanntlich von Engländern geradezu überschwemmt. Nicht nur während der sommerlichen Reisezeit, sondern das ganze Jahr hindurch darf man sicher sein, fast in jedem dritten Menschen, dem man auf Den Promenaden der Stadt begegnet, einenBox Blox", wie man dort sagt, vor sich zu haben. Eine große Zahl britischer Familien hat sich nämlich ganz und gar in der feuchtfröhlichen Neckarstadt niedergelassen und auch längst ihre eigene Kapelle da gebaut. Aber öffentliche englische Schulen gibt's in Heidelberg noch nicht; die jungen Insel- Söhne und -Töchter besuchen meist Privatschulen oder die städtischen Bildungsanstalten und folgen dort, so gut und so schlecht es eben geht, dem deutschen Unterricht. In einer der Klassen des Gymnasiums sollte so ein kleiner blonder Bor-Blox bei der Lektüre der Sterbe-Scene Geßler's in Schiller'sWilhelm Tcll" die Verse in Prosa setzen:Rasch tritt der Tod den Menschen an; es ist ihm keine Frist gegeben". Mit der seinen Stammesgenossen eigenen Anmuth erklärte das Englischmännchen: Das heißt, daß der Mensch muß schnell sterben, uenn ihm ist nicht gegeben, uaL er frißt!"

[Ungünstige Jahres-Abschlüsse von Brauereien.) Unsere Kapi­talisten, die sich eingebildet hatten, Bier-Actien seien gegen alleUnfälle" gefeit, sind durch die wahrhaft betrübenden Abschlüsse von drei Münchener Großbrauereteu au3 all' ihren geträumten Himmeln gefallen. Zuerst kam die Brauerei zum Münchener Kindl-, welche nur brutto 60,000 JL erübrigte, die nicht einmal zu Den vorgesehenen Abschreibungen hinreichten, viel weniger zur Zahlung einer Dividende; dann die Actien - Brauerei von Gebrüder Schmederer, welche ebenfallsvorzog", ihren bescheidenen Gewinn zu den allerdings dringend gebotenen Abschreibungen zu ver­wenden, und schließlich stellte sich die Hackerbrauerei mit dem Bekemttniß ein, daß Der Ueberschuß pro 188788 um etwa ein Drittel geringer sei als im Vorjahre und die Verkeilung von nur 5 Proc. Dividende gestatte, gegen 8 Procent in den drei Vorjahren. (N. H. V.)

London, 7. Januar. Der hiesige Photograph Bull hängte vor einigen Tagen einen Kasten mit 150 Damenphotographien aus. Die Bilder alle waren in der Art adjustirt, daß die Gesichter fein sauber ausgeschnitten auf den Körpern von photo- graphirten Gänsen angebracht waren. Natürlich klagten zahlreiche Damen, Die nicht in so beleidigender Weise bem Publikum vorgeführt werden wollten. Der Photograph verantwortete sich in folgender Weise:Alle Bilder, die ich in dem Kasten verwendete, wurden mir von Den Damen mit der Bemerkung zurückgewiesen, sie seien nicht kennt­lich. Ist dies richtig, so können sie nicht einschreiten, wenn ich die Bilder ausstelle sind die Portraits aber gelungen, bann ist jebe ber photogrophirten Damen verpflichtet, dieselben zu nehmen und meine Rechnung zu bezahlen." Der Richter pflichtete diese».