Auszug aus bett Kirchenbüchern bet Stabt Gießen.
Evangelische Gemeinde.
„Den 5. September. Karl Georg Johannes Berthold Klebcrger, Rectorats- v-rwalter tn Schol en, und Karoltne Auguste Magdalene Buchner, Tochter des Proscssors ijito «uchner tn Gießen.
>»?bnselbm. Karl Ludwig Kratz, Schreiner in Gießen, und Anna Katharine Schmidt, Tochter des Landwirths Johannes Schmidt in Stockhausen. 9
c a ,^a.r£ Schuhmacher tn Gießen, und Bertha Ußner, Tochter
des Taglöhners Heinrich Ußner tn Unter-Schmitten.
Auszug aus be« Standesamtsregisteru des Standesamts Gieße«.
Aufgebote.
m ,, August: 31. Friedrich Rupp, Prioallehrer zu Gießen, mit Philippine Christian- Bertha Enders zu Wetzlar. L-eptember: 3. Dr. Carl Ludwig Georg Franz Kcmvsi Lieutenant d. R. zu Gießen, mit Adele Friederike August- Botel zu Roclum ‘ 3 Gori fieta, H-t-lb-sttzer zu Gt-ß-n mit Margarethe Elisabe.he Cachar,na Asch zu Frank- furt a. M. Frieds Kyritz, Gartner zu Gießen, mit Elisabethe Klein zu Singhofen.
k ^^ch?rd Schupke, Postassistenl zu Gießen, mit Regtne Bing, Wtttwe geb. Leideisdorf zu Offenbach a. M. 6. Friedrich Julius Konrad Max Eugen Theodor Egly, Kaufmann dahier, mit Agathe Caroline Emilie Schwager hierfelbst. 7. Christian Sigle, gebürtig von Beinstetn, Schlosser dahier, mit Elisabeth« Lauster von Stornfels _ . , _ _ r m «hekchlietzungen.
«a u u’ rr5, Karl Georg Johannes Berthold Kleberger, Rectoratsverwalter Gal?lnci ^"oufte Magdalene Buchner von hier. 5. Karl Ludwig Kratz f fUr Schreiner dahier, mit Anna Katharine Schmidt von Merlau.
Paul Kramer, Packettrager dahier, mit Eltsabetbe Marie Auguste Helene Christiane Pansch dahier. 5. Karl Müller von Lumda, Schuhmacher dahier, mit Bertha ^oni ttcn* m Karl Gerhard von Herborn, Gärtner dahier,
mit Katharine Schumacher von Ramsen. v
Geborene.
9ft ®6Cm bei der Main-Weser-Bahn Konrad Kaus ein Sohn.
9ü $ M"?^her Konrad Graulich ein Sohn, Heinrich Peter Wilhelm Hermann.
Partner Johannes Balßer eine Tochter. 29. Dem Buchhalter Franz Steinbach ein Sohn, Erich Georg Franz. 29. Dem Pumpenmacher Jacob Puth ein Robert. 29. Dem Schneider Franz Metz ein Sohn. 31. Dem Rangtrer Otto Lotz eine Tochter. September: 1. Dem Schäfer Friedrich Rincker eine Tochter, £tn,a- Dem Taglohner Heinrich Schmidt XI. eine Tochter, Katharine. 2. Dem cr <-^?rI<r^)l2rn c n todtgeborenes Kind männlichen Geschlechts. 3 Dem Buchhändler Otto Roth eine Tochter.
Gestorbene.
, August: 31. Wilhelm Siepmann, 60 Jahre alt, Eisenbahn-Bauunternehmer dahier. 31. Adolf Wallenfels, 20 Jahre alt, Kaufmann dahier. 31. Frieda Elisabeths £lne H/nrtette Auguste Grün, 8 Monate alt, Tochter von Kellner Johannes Grün dahier. 31. Franz Joseph Johannes Thomas, 33 Jahre alt, Buchhändler dahier September: 1- Eonrad Heß, 37 Jahre alt, Gastwtrth dahier. 1. Carl Gräf, 22 Jahre alt, Kellner dahier. 2. Katharine Weingärtner, geb. Müller, 70 Jahre alt, Ehefrau D?.n ^hrer Heinrich Weingärtner zu Elz. 2. Christine Horn, geb. Arnold, 29 Jahre N^rnu von Bahnarbetter Karl Horn dahier. 3. Auguste Weinbrenner 2>/,^abre
Friedrich Wilhelm Weinbrenner zu Weilmünster. 5. Eltsabetbe 5 iJ'0el' Becker, 54 Jahre alt, Ehefrau von Maurer Georg Kuhl dahier. 6 Barbara Heidelbach, 8 Monate alt, Tochter von Maurer Valentin Karl Heidelbach dahier.
Für die Brandbeschädigten in Sachsenberg sind ferner bei uns einae- gangen: Von P. 3 JL, Koch u. Kratz 10 Jt, L. I. 1 JL Frau C Felsina Pmhrtnfnn/ 10 ^'K Müller Reuhof 14 95^, zusammen jetzt'lK^F^'
Wettere Geldgaben nimmt entgegen M
Die Expedition des Gießener Anzeigers.
Schiff-u ach richte«.
9m,r Wremen, 6. Septbr sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer v- Christoffers, vom Norddeutschen Lloyd in Bremm, welcher am Dmt Bremen und am 29. August von Southampton abgegangen war ist heute 9 Uhr Vormittags wohlbehalten in Newyork angekommen.
rathen, das Arrangement anzunehmen; die Directoren versprachen, den Vorscklaa erwägen zu wollen. B
. ?*****’ 6. September. Die „Pall Mall Gazette" meldet: Die Dtrectoren der Dockgesellichaften bewilligten die Forderung der Rheder, ihre Schiffe selbst löschen erwarteten ^oIßc be^en öfrb ble allgemeine Aufnahme der^Arbeit morgen « 6. September. Justizminister Thevenet forderte die Bischöfe durch ein
Rundschreiben auf, bte Geistlichen anläßlich der bevorstehenden Wahlen daran zu erinnern daß es dem Clerus verboten ist, bet der Ausübung ihrer priesterlichen Funktionen irgendwelche politische Parteinahme kundzugeben. Die Regierung werde nicht säumen gegen die- remgen Mitglieder des Clerus streng vorzugehen, welche diese Verwaltungsvorschriften über- treten sollten, auf deren Beobachtung seit Abschluß des Konkordats von allen Regierungen bestanden wurde. — Zufolge einer vom 16. August datirten Verfügung des französischen y-lnanzmlnisters können deutsche, nach französischen Häfen gehende Dampfer von der Forma- lttät der Vermessung befreit werden, wenn sie von den deutschen Behörden ausgestellte entsprechen welche den in Frankreich bestehenden Vermessungsvorschriften
_ Paris, 6. September. Der russische Artillerie-Oberst von der Howen und ein schwedischer Lieutenant sind die einzigen fremden Offiziere, welche den Kavalleriemanövern bei Chalons beiwohnen.
Antwerpen, 6 September. Soeben fand in der Cartouchen-Fabrik nahe des Hafens eine furchtoare Dynamit-Explosion statt. Es gab viele Verwundete, besonders Frauen und Kinder. Splitter von Cartouchen fielen in verschiedenen Gegenden der Stadt nieder, in der Nahe des Hafens und selbst in die Börse.
Antwerpen, .6. September. Ueber die heute Mittag erfolgte Dynamit-Explosion in der Cartouchenfabrlk am Hafen, worüber erst nur unvollkommene Berichte erfolgen tonnten liegen nunmehr Details vor, welche dieselbe als eine furchtbare Katastrophe er« Tennen lassen. Die Explosion entstand in dem Depot von Cartouchen und Pulver, welche zur Aus uhr bestimmt waren. Die Fabrik beschäftigte 126 Arbeiter und Arbeiterinnen, die alle todt sind Dao Feuer theilte sich zwei großen, mit russischem Petroleum gefüllten 2ln?rere benachbarte Schuppen, sowie Lager und Privathäuser finb eben-- fatt8 m Brand gerathen. Infolge der Erschütterung sind viele Häuser beschädigt. Die Hul^lerstung orgamsitt sich rasch Die Behörden, die ganze Polizei und Gendamerie, sowie dw Garnison sind an der Statte des Vorgangs. Priester und barmherzige Schwestern pflegen die sehr zahlreichen Verwundeten und bringen die Todten nach der Morgue Das ^euer gewinnt mehr und mehr an Ausdehnung. Die Gewalt der Explosion ist daraus zu erkennen daß ganze Patronen, wie auch Splitter von Cartouchen in verschiedenen Gegenden innerhalb der Stadt m der Nähe des Hafens und selbst in der Börse, welche in diesem augenW stark besucht ist, mederfielen. In vielen Häusern sind die Fenster in Folge der Erschütterung zersprungen und die Dächer beschädigt. ü
. 6 September. Die Explosion in der Patronenfabrik ging von
ber Werkstatt aus, wo alte Patronen auseinandergenommen wurden; daselbst lagerten c rca 50 Millionen Patronen, deren Hälfte bereits auseinandergenommen war. Die §abl ber Lobten betragt ungefähr 150, verwundet sind gegen 80, doch sind diese Zahlen nocb nicht feststehende; die Opfer sind meist Arbeiter. Das Feuer ergriff
Petroleum enthalten; die brennende Fläche umfaßt Etwa 1 Hektar, die Flammen schlagen gegen 200 Meter hoch empor. Man hört fort- wabrend Detonationen, welche von fortgeschleuderten Patronen herzurühren scheinen- tast allen^Hausern sind die Fensterscheiben zerbrochen, ein Theil des Daches am Borsengedäude ist beschädigt. Das Feuer dauert ungeschwächt fort, da 60 000 Barrels (ca. eine Million Liter) Petroleum in Flammen stehen. '
^ssen Räume bisher vostständig von der Ausstellung für HnialL Anspruch genommen waren. Einzeln? Räume und^Tim
lUr ben künstlerischen Wettkampf um das nationale ®enrmal fS gemacht. Die Ordnung und Aufstellung der Entwürfe wird einige ^ett in 9lnfnrnrf> s s*g”* - ti«"
porter herstammte, mit allen Einzelheiten erfunden. Dcm 6affdcr
Telegraphischer SchiffSbericht
der „Red Star Line" Antwerpen.
Der Postdampfer „Noordland" der „Red Star Line" in Antwerpen ist laut Tele-
Sramm am 4. September wohlbehalten in Newyork angekommen. laut Dele-
tat es»
r,,,. * ^Eßen, 6 September. Angesichts der in diesem Jahre nicht besonders reichen es ledenfalls zu empfehlen, das wenige in Aussicht stehende Erträgniß der- mü besonderer Sorgfalt zu behandeln und möchte man besonders Diejenigen auf ma^ln' ro5?er Wit dem Einernten resp. mit dem Abmachen der Aepfel zu beschastigm haben. Dieses geschieht gewöhnlich dadurch, um hierbei keine Reit B b°d_wan das Obst einfach abzisselt (abschüttelt), wie unsere Landwirthe sagen
U bie Obstzucht er den größten Schaden zu, indem die Frucht größteWeil2 dadurch mit Gewalt von dem Baum abgerissen wird und dann sich nicht am Stiel loslöst sondern die kleinen Aestchen an welchen sich die Blüthenknospen für das zukünfttge Jahr «n>.°n?^?i?^^^?dlhe Porkommnisse schließen auf eine unverständige Be- ^°"dlung und find auf Unwchenhelt zurückzuführen. Es ist vielfach beobachtet worden, daß die Baumwarter auf solche Wesse nicht unerheblichen Schaden an ihren Bäumen bezüglich Tragb^keit rm nächsten Jahre anrichten. Abgesehen davon, daß das Pflücken ja mehr sUte b^lhen Zett nicht verdrießen lassen und die
stets behutsam und vorsichtig abnehmen. Außerdem verliert das Obst auch durch das starke Ausfallen auf den Boden an Werth und Güte und geht bald in Fäulniß über Z V beSNI6 f°‘*eä niemaIä -ug°b°n^ um sich nicht
Vermischte-.
?!' s6' mittelrheinische Architecten- und Ingenieur-'
mitrnaa in b^iahrige Hauptversammlung in Büdingen Vor-
ftntf 6%aOfnVrtfr e Zusammenkunft aller Theilnehmer auf Bahnhof Gelnhausen statt. Es folgt Besichtigung der Stadt, des romanischen Hauses, der Kirche und des ! e ’ Um 12 Uhr 5 Min. gemeinschaftliche Fahrt nach Büdingen. Hier 5"^. Hauptversammlung in der Aula des neuen Gymnasiums statt; daran schließt Jia mf Besichtigung der Oberhessischen Industrie- und Gewerbe-Ausstellung, des ^rlt' ^.?^nburg-Budingen'ichen Schlosses und der Stadt. Um 4 Uhr gemeinschaftliches ^^a^essm, um 6 Uhr 35 Min. Rückfahrt. Auch die Theilnehmer von Mainz. Wiesbaden u. s. w. erreichen noch am Abend ihre Heimath. 6l
. A ^.I^kfurt a. M., 6 September. (Einbruchsdiebstahl.) In der Nacht von Diens- taQ auf Mittwoch wurde m das Gartenhaus des Herrn Vogelsang, Friedberger Landstraße 25Atr?0ebro^7i ?l-e sind verreist, und in dem Hause befanden sich nur der ledige Gärtner, welcher fern Schlafzimmer in einem Anbau hat, sowie ein Hausmädchen sa e $lie 12 unb 1 hbrte der Gärtner Hundegebell. Da ihm
^aus^/^D^^T' Ö^nete„er bas Fenster und erblickte einen fremden Menschen an der Hausthür. Der Gärtner bewaffnete sich mit einem festen Stock, kaum hatte er aber den ©arten betreten als ihm der Fremde entgegentrat und ihm mit einem in ein Taschentuch eingebundenen Stein drei Schläge auf den Kopf versetzte, in Folge dessen der Ser ^^^aunielte. Auf das Hilferufen des Gärtners hatten sich alsbald einige Leute an den Nachbarfenstern gezeigt, aber em zweiter fremder Mensch, der bereits durch Eindrücken einer Fensterscheibe m das Haus gelangt war und auch die Vorthüre des ersten Stockes erbrochen ÄftZrTn ±*'r 2* e‘nem Messer bewaffnet, in den Garten herunter, drang au" ben Gärtner em und versetzte ihm emen Stich in den Rücken. Da nun Leute vor dem ^^schkossenen Gartenthor erschienen, fanden es beide Strolche für gut, nach hinten über die ©arten zu entfliehen, von woher sie jedenfalls auch in den Garten gelangt waren. Der ©artner hat drei Locher im Kopf und ist auch im Gesicht schrecklich zugerichtet Besinnungs- los lag er im Hose, als em Nachtwächter hinzukam. Vorher war, nach dem Int
QUf ber Kampfstätte erschienen und hatte eine Absuchung des Platzes nach verloren gegangenen Sachen vorgenommen, jedoch sein Taschentuch nicht Dasselbe befindet sich nun in den Händen der Poli?ei Dieses Ueberfuhrungsstuck, sowie der Umstand, daß der Gärtner einem der Räube? eine Ver- SM bürst- w°h, bald bie b-.d-n g-füh-kich-n
r. i. ^/^lich des Raubmordes im Stadtwald finden jetzt täglich polizeiliche Streifen ÄÄi« 1™ SrEiK.1““ •“** “■ °>>.
ju Ende gegangen. Wie wir vernehmen, ist die Beiheiligung der deuischen Künstler -n dem Preisbewerb eine sehr l-bhasl- gewesen. Di-Zahl ber^infle0anfl Xe beträßt 144, darunter sind 47 durch Modelle von zum Theil außerordentlick
Umsang erläutert. Bekanntlich erfolgt die Ausstellung der Enlwürse in dem Landes- 1
Handel und Verkehr.
pterf pr- St. 5—8 Käsematte pr. St. 3 X Erbsen vr Liter 18 k
ßinfcn pr. Liter 30 Tauben pr. Paar 0,50—0,60, Hühner pr. St 0 osi—1 90 Hahnen pr. St. JL 0ß5-1,20 Enten pr.'St.
ea en 'k1 Kiihs unb Rindsteisch 50—60 Schweinesleiscb 60 70 a fSnmmoTfToifA
50-66 A, Kalbfleisch 56-58 Kartoffeln vr IM M a
per C-ntn-r 6,oS-0,00,
,n7 Wiederum eine Verdeutschung im Bahnverkebr. Der Minister d-r öffentlichen Arbeiten hat bestimmt, daß für die Zukunft alle schnell fahrenden 3üae ^ welchen erhöhte Fahrpreise erhoben werden, mit „Schnell ug" bezeichnet w Damit ist dem Sprachgewirr, wie es bisher in den Bezeichnungen Erpreß- Couri-r- erft ü^acht. Insbesondere ist aber dadurch'auch eine
erst vor etwa Jahresfrist eingesührle Regel wieder aufgehoben, nach welcher die Schnell- - ^g- .abre„r^Lgb'»
A^«^$Bvcrf0nbts^ef4äfrt Mey & Edlich in Leipzig'Plagwitz bringt jetzt seinen ?Ur0acbe* Derselbe enthält eine sehr reiche Auswahl aller zum äßintetbebarf der Familie wie des Einzelnen gehörigen Artikel welche preiswurdig und in bekannter bester Ausführung geliefert werden.
Die'ser Herbst-Catalog wird unberechiiet und portofrei zugesandt.
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