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hiesigen Gefängnisse ausgebrochen. Die beiden Flüchtlinge überfielen den Gefängniß- wärter, den sie in die Zelle gerufen hatten, schlugen ihn nieder, nahmen ihm die Schlüssel ab und entfernten sich, nachdem sie sich mit den Eivilkleidern anderer Ge­fangenen versehen hatten.

Königsberg i. Pr., 4. März. sErftndung eines neuen schnell- seuernden Gewehres.! Zwei hiesige Bürger deren Name besonders in Uhr- macherkretsen bekannt ist, da dieselben vor etwa anderthalb Jahren ein deutsches Reichs­patenr auf ein Repetirschlagwerk für Uhren erhielten haben ein schnellfeuerndes Fnsanterie-Gewehr construirt, welches für den Soldaten außer dem Abdrücken keine erfordern und einschließlich der Patronenergänzung ohne Schwierigkeit dle hohe Schußzahl von mindestens zwei gezielten Schüssen in der Sekunde zulassen soll. Da eine solche Schußzahl mit den besten Repetirgewehren kaum zum fünften Thetle erreicht wird, kann diese neue Erfindung, wenn sie vom Staate als gut und zweckentsprechend anerkannt wird, eine große Zukunft haben. Ueber die innere Einrichtung des Ge- wehres machen die Erfinder keine weitere Mitthetlung, nur so viel ist bekannt, daß ^rückwirkende Kraft der Pulvergase bet dieser Handfeuerwaffe die jetzt erforderliche Tätigkeit des Soldaten ersetzt und daß diese Waffe nicht schwerer sein wird als das jetzige Repetirgewehr. Die Erfinder haben Beschreibung und Zeichnung ihres Gewehr- tystems, zugleich mit Vorschlägen über anderwette Einrichtung der Patronen der ^taatsregterung eingereicht. '

Hannover, 3. März. Die Gründung eines deutsch-nationalen Arbeiterbundes, welche schon im November vorigen,Jahres hier versucht, aber durch Socialdemokraten vereitelt morden ist, war jetzt abermals Zweck eines Vortrages, welchen der Vorsitzende des hiesigen Arbeitervereins, Majefskt, vor mehreren hundert Handwerkern und Arbeitern hielt, und diesmal war dle Bemühung von Erfolg begleitet. Gleich nach Schluß der i ger^nblun0ßn J(Jrteben sich 185 Zuhörer als Mitglieder ein. Als Aufgaben des Bundes stellte Redner hin: 1. mit aller Kraft die Hebung der socialen Lage der Arbeiter ' durch Forderung der materiellen und geistigen Interessen zu erstreben; 2. durch gesellige i und politische Versammlungen, durch Vorträge, Schriften, durch Vertretung in den I N'A/benden Körperschaften das politische Verftändnitz zu Vereinbarungen mit den Arbeitgeber^ mit den Behörden u. s. w. heranzuztehen; 3. das Nattonalgefühl zu pflegen; 4. Einrichtungen zu treffen, um den Gliedern des Bundes in Fällen der Noth betstehen zu können, sei es durch Gewährung von Mitteln oder Beschaffung von Arbeit - >- die Errichtung eines Arbettermtnistertums zu erstreben, welchem die Pflicht obliegt, alle den Arbeiterstand interessirenden Angelegenheiten zur Begutachtung bezw. Vor- berathung oorzulegen, bevor sie den gesetzgebenden Factoren zu endgültiger Beschluß- sastung unterbreitet werden; 6. berechtigte Forderungen des ArbetterftandeS bei dec ^taatsregierung zu vertreten bezw. für die Gesetzgebung vorzubereiten. Mitglied des deutsch-na ionalm Arbeiterbundes kann jeder Handwerker, Arbeiter und jeder Freund des Arbeiterstandes durch Beitrag von jährlich 50 Pfg. werden.

Uuiversttitt--Ehrouik.

, , . Karlsruhe, 4 März. Eine Anzahl von Studirenden der Universität Heidel- ! oe.g tritt mit Beginn der Osterferien eine Studienreise nach Italien unter Führung '

der Professoren der Archäologie und alten Geschichte, v. Duhn und Domaszewsky, und oes L^oerbtbllothckalS Zangemetster, des bekannten hervorragenden Jnschriftenkenners, . beabsichtigen an allen durch Denkmäler und Inschriften merkwürdigen Stättm Italiens zum Zweck ihrer Studien sich aufzuhalten. Gestern hat der Großherzog, der sich sehr für diese Studienreise interefsirt, die drei Professoren in Audienz empfangen.

~ Auch das Religionsbekenntniß der Studierenden ist bei der bereits mehr- erwahnten neuen Statistik der Universitäten Preußens zur ziffermätzigen Darstellung gebracht. Man möge glauben, daß die Studenten der preußischen Universitäten sich vem Neligtonsbekennlnisse nach annähernd ebenso zusammensetzen wie die gesammte Bevölkerung. Das ist indessen keineswegs der Fall; denn während sich unter je 100 ber mannlkben preußischen Bevölkerung 64,24 Evangelische, 3415 römische Katholische unb 1'29 ^ud-n befinben, wurden unter den auf preußischen Universitäten studierenden Preußen 69,94 Prozent Evangelische, 20,12 Prozent römisch Katholische und 9,58 Prozent Juden ermittelt, und für die reichsangehörigen Studenten preußischer Universitäten ergeben sich als gleichartige Verhältnißziffern 71.69 bezw. 18,76 und 9,19. Die vor­bezeichnete Abweichung der confessionellen Zusammensetzung der Studentenschaft von der Bevölkerung entspricht der gleichartigen Erscheinung bei den Schülern unserer höheren Lehranstalten; auch unter diesen waren nach demStatistischen Handbuch für denpreutzischen Staat" im Winter 1885'86 72 5 Prozent Evangelische, 17,6 Prozent Katholische und 3,7 Prozent Juden. Es bestätigt sich damit die alte Beobachtung, baß sich am meisten das jüdische Element die höhere Bildung, welche der Staat den Burgern barreicht, zunutze zu machen versteht.

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Allgemeiner Anzeiger.

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, ATacht., 1785

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Krofdorf, den 6. März 1889

-77^________Das Bürgermeisteramt.

Holzverkauf^

Donnerstag den 14. März c., von £ Uhr ab, wird rm Locale der Wirthin I- Pfaff Wwe. zu Kinzenbach aus dem dottrgen Gemeindewalde versteigert: . 11 Z^^liämmer 3 Stück II. Kl. mit 4,77 Feftm., 27 Stück III. Kl. mit 16,35 Feftm 7 Stück IV. Kl. mit 1,61 Feftm 1 12 rm Eichen- und

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Leiterbäumen), Ginster 110 rm.

.Gosdorf, den 6. März 1889.

1778 Das Bürgermeisteramt.

Frühjahrs-Markt z» Allendorf a. Lumda.

» k J« bereits ausgeschriebene

bem zugleich eine Prämiirung und Berloofang von Dieb re., sowie eine Fafelfcha« verbunden wird, kann der hierzu ungünstigen Witte­rung wegen nicht abgehalten werden und wird aus Mittwoch -en 27. Marr l. I.

verlegt.

Berloosilngr 28. Mär, l. I.

Die Bürgermeistereien werden freundlichst ge- beten, dies in ihren bett. Gemeinden bekannt machen zu laffeu.

Allendorf a. d. Lumda, am 5. März 1889. Großh. Bürgermeisterei Allendorf a. d. Lumda.

Bieber. 177()

Lohversteigerung.

nr7 3n Verfolg der Bekanntmachung Königlichen Landraths-Amtes vom 271 Mts bezüglich Lohversteigerung wird zur Kenntniß gebracht, daß aus den Waldungen diesseitiger Bürgermeisterei nachbezeichnete Lohe zum Verkauf

Gemeinde.

District

Schlag.

Alter

Jahre.

Geschätzter Ertrag Centner.

Dornholzhausen

Am Bergwerk

VIII

15

100

Ebersgöns

Nonnenforst

V

15

100

Groß'Rechtenbach

Steinsberg

VI

20

100

Hochelheim

Mühlstrauch

20

20

Hörnsheim

Hohe Birken

XIV

16

30

Hörnsheimer Eck

VII

14

40

Niedercleen

Mühlberg

X

16

20

Obercleen

Schiffshecke

IV

16

320

Reiskirchen

Streitheck

Nasse Strauch

15

20

60

40

Vollnkirchen

Heide

III

14

100

Rothestrauch

IV

30

Weidenhausen

Kreuzbaum

XIII

16

50

Die schriftlichen Gebote muffen vor der Eröffnung, roeldn

am 16. d. M..

^ormtnagr 10 Uhr, im Schützengarten zu Wetzlar beginnt, bei dem Unter, zeichneten eingegangen sein.

Groß-Rechtenbach, 5. März 1889.

1770

Das Bürgermeister-Amt.

r dre fernste und

edelste Frucht, per Stück 8, 10 und 12 4, bei 1786 C. G. Kleinhenn.

I» Rindsteisch, nicht ladenrein, per Pfund 30 Pfennig. 1792 Neustadt 48, rechts.

Ein Jagdhund, reine Race, weiß und braun gefleckt, circa dreioiertel Jahr alt, ist zu verkaufen bei 1774 L. Rehe in Ltch.

147

von

4

'F.Ad.airtttflCie..Ridettlidti Ih.

Gegr.

1837.

Gegr.

1837.

l. ZUNTZ sei. Wwe. Hoflieferant Sr. Majestät des Deutschen Kaisers und Königs von Preussen, sowie mehrerer anderer fürstlicher Hofhaltungen.

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Die

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