Ausgabe 
1.12.1889 Zweites Blatt
 
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Im verflossenen Geschäftsjahre erzielte die Stadt aus der Gassabrik, für welche sie 440.000 JL bezahlt hatte, ein Erträgnitz von 71,012 Mark. Dieses Ertragnis entspricht:

einer Verzinsung von 13</2 Procent des von mir s. Z. der Stadt geforderten Kaufpreises,

einer Verzinsung von 15,1 Procent desjenigen Kapitals, welches die Stadt vis jetzt in die Fabrik verwendet hat,

und einer Verzinsung von 7,1 Procent des so vielfach erwähnten, von mir als ungefährer geschäftlicher Werth der Anstalt bezeichneten nie geforderten Millionen- werthes.

Nach Abzug einer 4procentigen Verzinsung des, Seitens der Stadt in die Fabrik verwendeten Kapitals und nach Abzug einer Abschreibung von 12000 Mark für Amortisation kommt also bereits jetzt den Steuerzahlern neben herabge­setzten Gaspreisen der hohe Betrag von 40246 Mark für das Jahr aus dem Er­trag der Gasfabrik zu gute.

Der Ertrag derselben über die Zinsen hinaus seit der sehr kurzen Zeit des städtischen Besitzes hat bereits weit mehr als den dritten Theil der gesammten Ankaufskosten bezahlt.

_ _ Zahlen reden deutlicher als alles, was ich zur Rechtfertigung meiner Anforderung von 52o 000 Mark im früher angebotenen freihändigen Verkaufe hätte sagen können.

Ich selbst habe damals bei meiner Offerte an die Stadt den Betrag des von mir und an­deren in das Werk eingeschossenen, hauptsächlich durch die, in den Jahren 187276 stattgehabte Nieder­legung und Neubau des größten Theiles der Fabrik so angewachsenen Antagekapitales zurück begehrt und etwas weniger von den Taxatoren zugesprochen erhalten.

Der Stadt dagegen fiel in dem, mitten in seiner glänzenden Entwicklung stehenden Gaswerk, dem wesentlichen Produkt meines 25jährigen geschäftlichen und technischen Waltens, eine Quelle reichen finanziellen Segens und Vortheiles für die Steuerzahler zu.

Meine Freude über diese für meine Vaterstadt so glänzenden Resultate meines früheren Arbeitens wird mir auch durch die mir in den letzten Wochen gewordenen Angriffe nicht vergällt.

Gießen, 26. November 1889.

August Hetz.

Brühl'sche $) ruderet (Fr. Lhr. Pietsch) in Gießen.