Ausgabe 
1.12.1889 Erstes Blatt
 
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Nächste Sitzung Montag 12 Uhr. Fortsetzung der soeben abgebrochenen Berathung und Jnitiativ-Anträge.

Schluß 5 Uhr.

Neueste Nachrichten.

Wolffs telegraphisches Corrcspondenz-Bureau.

Hannover, 29. November. Der Senator Schläger, früherer Reichstags- und Landtagsabgeordneter, ist gestorben.

Bern, 29. November. Der Bundesrath beantragt, in die Bundesverfassung eine Bestimmnng auszunehmen, daß der Bund befugt ist, auf dem Wege der Gesetzgebung eine obli­gatorische Unfallversicherung einzurichten- der Bnndes- rath soll weiter befugt werden, über die Krankenversicherung Bestimmungen zu treffen und für sämmtliche Lohnarbeiter den Beitritt zu einem Krankenkassenverband für verbindlich zu erklären.

Messina, 29. November. Die Kaiserin Friedrich mit ihren Töchtern ist eingetroffen. Sie werden hier einen Tag verweilen.

Messina, 29. November. Die Kaiserin Friedrich em­pfing nach ihrer Ankunft den Besuch der städtischen Behörden und begab sich alsdann zur Besichtung der Stadt ans Land. Hierauf schiffte sich die Kaiserin an Bord derSurprise" nach Neapel ein.

Brüssel, 29. November. Die Commission des Anti- Sclaverei-Congresses zur Prüfung der Fragen be­treffs Unterdrückung des Sclavenhandels zur See hielt heute ihre dritte Sitzung ab und berieth über die wirksamsten Mittel zur Unterdrückung des Sclavenhandels an den Ursprungsorten. Die Commission faßte im Ganzen die Auf­gaben, welche die Stationen und Posten im Innern erfüllen' könnten, ins Auge.

Der Professor des Strafrechts an der hiesiger Uni­versität, Prins, welcher interimistisch die Functionen des zur Disposition gestellten Chefs der Sicherheitsbehörde, Gauthier de Raffe, übernahm, wurde heute Morgen beim Betreten des Hörsaales mit Zischen und Pfeifen empfangen. Prins suchte den Lärm zu beschwichtigen und machte vor­stellig, daß er als Inspektor der Gefängnisse der interimistischen Uebernahme der Functionen Gauthiers sich nicht habe ent­ziehen können.

Belgrad, 29. November. In der heutigen Sitzung der Sknpschtina wurde ein Gesetzentwurf, hetr, die Neu­organisation des Heeres, eingebracht.

Her Gesandte der Bereinigten Staaten von Nord­amerika in Bukarest, Snowden, welcher zugleich für Ser­bien beglaubigt ist, überreichte dem Regenten heute sein Beglaubigungsschreiben.

Konstantinopel, 29. November. Gegenüber den serbischen Darstellungen in Betreff des Verhaltens des türkischen ConsulS in B'ranja stellen amtliche türkische Berichte fest, daß das türkische Viceconsulat in Vranja sich schon vor Monaten bei dem türkischen Gesandten über einen Mangel an Achtung seitens des Stellvertreters des serbischen Präfecten und eine vexatorische Behandlung der türkischen Unterthanen beschwert habe. Zia Bey habe deßhalb an den serbischen Ministerpräsidenten ein diesbezügliches nicht amtliches Prome- moria gerichtet, welches wider den Witten des Gesandten diplomatisch behandelt worden sei, woraus der Viceconsul seine Beschwerden actenmäßig nachwies, Zia Bey habe darauf der serbischen Regierung eine scharfe, das Gebühren des Vicc- präsidenten verurtheilende Note überreicht. Was nun die kürzlich verfügte Ausweisung zweier türkischer Unterthanen betreffe, so sei der eine unter dem Vorwand der Spionage des Landes verwiesen worden, der andere habe den Schutz des Viceconsuls ausgesucht. Infolge eines Übereinkommens Zia Bays mit der serbischen Regierung sei dessen Belassung auf freiem Fuß verfügt, trotzdem aber sei er von dem Vice- präfccten über die Grenze geschafft worden. Die Angelegen­heit ist der türkischen Regierung unterbreitet worden.

dieses Boot mit seiner Waare in Berlin eintrifft, mag noch viel Wasser die Spree hinabgelaufen sein. Aber eine Wohl- that wäre es doch, wenn das Unternehmen sich einbürgern würde und für Berlin von einem viel größeren Vortheil als das deutsche Hospital, das schon seit längerer Zeit in Zan­zibar erbaut werden soll und für dessen Errichtung hiesige einflußreiche Kreise sich vereint haben, um den Plan seiner Verwirklichung ^etzt näher zu führen. Zu diesem Zwecke sotten Anfang December, gestellt von hervorragenden Künstlern, eine Reihe von Ausführungen lebender Bilder stattfinden unter Mitwirkung von Musik und Poesie. Die Bilder, nach den Werken berühmter Maler ansgeführt, umfassen zwei Abende und stehen, wenn auch nicht in unmittelbarem, so doch im ideellen Zusammenhänge mit dem geschichtlichen Culturteben des dunklen Erdtheils. Costüme und Decorationen sind sämmtlich neu angefertigt und die Proben werden mit den etwa 60 Personen zählenden Darstellern demnächst beginnen. Afrika ist eben so in die Mode gekommen, daß selbst der Wohlthätigkeitssinn von dieser Mode beherrscht wird und man in die Ferne schweift, während es doch so nahe liegt, hier des Guten zu thun.

Heinrich Blankenburg.

Ein Skeptiker. Richter (den Verurtheiltcn be­lehrend) :Es bleibt Ihnen übrigens unbenommen, gegen das Unheil die Berufung einzulegen." san halt Ihrer Sach' do a net ganz sicher, hocher Herr Gerichtshof was?"

Die Macht der Gewohnheit. Kritiker (zu einer an­gehenden Concertpianistin):Sie begehen den Fehler, das Pedal zu oft zu gebrauchen, mein Fräulein." Pianistin: Ja, sehen Sie, Herr Doctor, das kommt daher, weil ich früher immer auf der Nähmaschine gearbeitet habe."

Konstantinopel, 29. November. DieAgcnce Con- stantinople" wird von berufener Seite ermächtigt, die Meldung derDaily News" zu dementiren, in welcher von geheimen . Unterhandlungen zwischen Rußland und der Türkei i zwecks Abschlusses einer Alliance die Rede war. Diese Attiance sollte angeblich Rußland eine Gebietsabtretung und gewisse pecuniäre Vortheile sichern. Angesichts der neu­tralen Politik der Pforte könne von keinerlei Verhandlungen die Rede sein.

St. Louis, 29. November. Die nationale Silber- Convention beschloß, den Kongreß zu ersuchen, die un­begrenzte Prägung von Silberdollarmünzen zu veranlassen, die als gesetzliches Währungsmittel gleich den Goldmünzen zu betrachten wären.

Locales unö provinzielles.

Gießen, 30. November.

* Die von der Stadt Gießen vorerst versuchsweise in die Hand genommene Wegschaffung des Schnees von den Straßen hat sich bei dem ersten Schneefall vortrefflich be­währt. Während es bei der früheren Beseitignngsmethode fast bis gegen Abend dauerte, ehe die Reinigung überall vor­genommen, konnte man heute die Wahrnehmung machen, daß schon um 10 Uhr Morgens ein großer Theil der Straßen schneefrei war.

0 Theater. Wie uns mitgetheilt wird, beginnt der Hofschauspieler Wilhelm von Hoxar vom Königlichen Schauspielhaus in Berlin ein aus vier Abende berechnetes Gastspiel und zwar zuerst Dienstag den 3. December in dem CharacterlustspielKean". Wir fügen zur Ergänzung dieser Mittheilung noch Folgendes hinzu: Hoxar gehört, was man wohl als allgemein bekannt voraussetzen kann, zu den besten Mitgliedern des Königlichen Schauspielhauses und zählt über­haupt unter die ersten Schauspieler der Gegenwart. Sein Name hat in allen Kreisen, die auch nur die mindeste Fühlung mit dem Theater haben, den besten Klang. Als eleganter, wahrhaft weltmännischer Künstler und Bonvivant hat er überall das denkbar größte Furore gemacht. Zur Gewinnung eines solchen Künstlers muß Herr Director Reiners, der schon bei der Erwerbung von Neuheiten keine Kosten gescheut, ganz besondere, erhebliche pecuniäre Auf­wendungen gemacht haben. Nicht durchgängig hat sich das Publikum empfänglich genug gezeigt und diejenige Erkennt­lichkeit an den Tag gelegt, deren eine Direktion, die, wie , die RemerK'sche, bessere Kräfte zu engagieren nnd ein reicheres unb gediegenes Nepertoir zu bietert bestrebt ist, auf die Dauer nicht entrathen kann, wie wir das vor einigen Jahren, als sich kein ordentliches Theater mehr nach Gießen ge­traute, intheaterloser Zeit" erkennen konnten. Wir sind fest überzeugt, daß dies Mal das Gießener Publikum seinen rühmlichst bekannten Kunstsinn den zu erwartenden Kunstge­nüssen gegenüber in vollem Umfange bethätigen wird.

k. Theater. Das lustigste aller Stücke hat Paul Lindau vor Kurzem die Madame Bouivard genannt. Dieses Urtheil ist nicht allzu übertrieben, wie das auch die gestrige Vorstellung wieder darthat, bei der die Heiterkeit kaum Grenzen kannte. Nächst der Schwiegermama, wie sie nicht sein soll, der Madame Bonivaro, ist Henri Duval Grund homerischen Gelächters. Der Arme, der, nachdem er ein Mal bitterböse Erfahrungen gemacht hat und die Schwieger­mütter wie das Feuer meidet, sich auf einmal in dem glück­lichen Besitz zweier Vertreterinnen dieser Species des Menschen­geschlechts sieht. Ihm tritt an komischer Wirkung der Ober- confusionarius Champeaux an die Seite, der den größten Durcheinander anrichtet, wo er hinkommt. In Betreff der Darstellung des urfidelen Schwankes können wir heute en bloc verfahren: Flott und gewandt ging die Vorstellung von Statten. Schließlich wollen wir eine Ausstellung darüber, daß das Stück an einem Werktage herausgebracht wurde, nicht bei Seite lassen. Ein solches Lustspiel, das in so seltenem Maße dem Gaumen des literarischen Gourmets, wie einer weniger verwöhnten Zunge wohlgefällig ist, muß unbedingt weiteren Kreisen zugänglich gemacht und an einem Sonntag wiederholt werden Das Gießener Publikum würde der Direction ein solches Abweichen von der Regel gewiß mit einem vollen Hause danken.

* Im Monat December finden in Oberhessen folgende Märkte statt: Den 3. in Nidda Vieh-, 4. Krämermarkt. Den 3. in Ortenberg Vieh-, 4. Krämermarkt. Den 3. in Gedern Vieh- und Krämermarkt. Den 10. u. 11. in Gießen Vieh- und Krämermarkt. Den 10. in Laubach Vieh- und Krämermarkt. Den 16. in Hungen Vieh- und Krämermarkt. Den 17. in Schotten Vieh-, 18. Krämermarkt. Den 18. in Friedberg Vieh- und Krämermarkt. Den 31. in Grünberg Vieh- und Krämermarkt.

Friedberg, 29. November. Der Abends hier um Uhr eintreffende Postwagen von Homburg ist gestern Adend an der steilen Stelle der Chaussee zwischen der Farbmühle und Friedrichsdorf, wahrscheinlich in Folge von Glatteis, ins Rutschen gekommen und umgeschlagen. Die Passagiere kamen mit dem Schrecken davon, der Postillon jedoch hat sich erheb­lich verletzt. Von hier wurde sofort auf telegraphische Re­quisition ein Hülfswagen abgesandt, der die Post und die Passagiere an der Unglücksstelle abholte.

Lauterbach. Die Listen zur Eiuzeichuung freiwilliger Bei­träge zum Turn hall en bau circuliren z. Z. in hiesiger Stadt. Das Ergebniß übertrifft alle Erwartungen. Wenn die Bewilligungen in der angefangenen Weise weitergezeichnet werden, bann werden aus hiesiger Stadt 3000 Mk. auf­gebracht und das Unternehmen ist gesichert. , L. A.

vermischtes.

Darmstadt, 29. November. Die Landessynode wird sicherem Vernehmen nach in diesem Jahre nicht mehr zu- fammentreten, wohl aber voraussichtlich in der ersten Hälfte

des Januars. Nach der Constituirung, Wahl der Präsidenten und Secretäre, Bildung der Ausschüsse, Prüfung der Wahlen der Abgeordneten und Entgegennahme der Vorlagen des Kirchenregiments, namentlich des Budgets für die Periode 1890/95 wird sich die Versammlung vertagen, um dann später zur Berathung und Beschlußfassung wieder einberufen zu werden.

Die Großh. Bürgermeisterei hat an die Einwohner­schaft einen Aufruf gerichtet, worin ersucht wird, als Aus­druck der Freude über den nunmehr in Erfüllung gehenden Wunsch, den Kaiser in der Haupt- und Residenzstadt Darm­stadt begrüßen zu können, für den Empfang des Kaisers am 6. December die Häuser mit Fahnen u. s. w. zu schmücken und die Straßen, welche der Kaiser am Abend d?s 7. December passirt, zu beleuchten. Die Stadtverordneten-Versammlung wird den Kaiser an der Ehrenpforte am Eingang in die Stadt empfangen.

Frankfurt a. M. Welches Geschlecht ist eitler, das starke oder das schwache? Zwei Herren in Frankfurt a. M. nahmen dieser Tage vor einem viel besuchten Laden Stellung und gaben genau acht, wer von den Heraustretenden, Männlein oder Weiblein, sich etwa in dem dort angebrachten Spiegel be­trachten würde. Das Ergebniß war ein in der That über­raschendes : Von 100 Damen beguckten sich nur 65, während 95 vom Hundert unter den Herren der Schöpfung den Spiegel befragten.

Aus Hannover, 25. November. Ein erschütternder Vo fall wird derMagdeb. Ztg." aus Quakenbrück gemeldet. Ein dortiger angesehener Bürger B. heirathete vor etwa sechs Jahren die wegen ihrer Schönheit und Anmuth viel bewunderte Tochter eines Osnabrückers. Die Ehe, welche mit vier Kindern gesegnet war, schien eine glückliche zu sein. In der letzten Zeit jedoch wurde die junge Frau schwermüthig, ohne daß sie einen Grund ihrer Veränderung angab. Plötz­lich, vor etwa acht Tagen, verschwand die junge Frau mit Hinterlassung eines Briefes, in welchem sie mittheilte, daß sie ihrem früheren Geliebten, einem Kunstmaler aus Hannover, wieder begegnet fei; sie habe ohne denselben nicht leben können und sei deßhalb mit demselben entflohen. Am Samstag wurde nun in einem Gehölz bei Duisburg das Liebespaar, mit einem Riemen zusammengeschnallt, tobt aufgefunden. Die Frau war durch die Brust, der junge MüNN durch den Kopf geschossen, Der Revolver lag neben den Leichen.

Die Schiefertafel. In eine Berliner Heilanstalt mußte' vor wenigen Tagen die Ehefrau eines Beamten gebracht werden, deren Geist infolge eines merkwürdigen, wahrhaft tragischen Umstandes sich umnachtet hatte. Das einzige Kind, ein Knabe von sechs Jahren, war dem Ehepaar durch den Tod entrissen, nachdem das Kind eben begonnen hatte, die Schule zu be­suchen. Als es eines Tages seine Tafel mit den erstenü'S" undi's" vollgeschrieben hatte, begann es über Halsschmerzen zu klagen und drei Tage darauf war dem kleinen A.-B.-C.- Schützen der Griffel für immer entfallen, die Diphtheritis hatte ihn hinweggerafft. Die Tafel nun, auf welche dev Kleine sich verewigt hatte, ward für die Mutter das kostbarste Heiligthum. Niemand durfte den Schiefer berührcii, unter Glas und Rahmen hatte sie ihn bringen lassen ,unb im An­schauen der theuren Schriftzüge suchte und fand sie Trost für den Verlust ihres Liebliugs. Aber die Buchstaben begannen zu verblassen und eine namenlose Angst ergriff die Frau bei dem Gedanken, daß ihr einmal die leere Fläche entgegen­starren könne. Der Gatte und der Hausarzt waren sich darüber klar, daß diesem Verlöschen Einhalt gethan werden müsse, wenn nicht für den Geisteszustand der Fran das Aergste befürchtet werden sollte. Der Mann beschloß also, die Schrift­zeichen nachzuziehen. Er benutzte die Abwesenheit feiner Frau, befreite die Tafel von der Glasumhüllung und wollte soeben seine Arbeit beginnen, als die Gatiin plötzlich vor ihm stand. Was machst Du da?" herrschte sie ihn an, und in der Ueberraschung ob des unvermutheten Erscheinens seiner Fran entglitt die Tafel seinen Händen und zerschellte. Mit einem verzweifelten Aufschrei warf sich die Frau zur Erde und suchte die Stücke aufzulesen. Dann wieder wandte sie sich gegen ihren Mann, der sich nur mit Mühe der Verzweifelten, erwehren konnte. Endlich wurde sie ruhig, aber nun kam kein Wort mehr über ihre Lippen, Tiefsinn hatte ihreii Geist umnachtet.

Die Jndianerromanc haben über eine Berliner Familie großen Knmmcr gebracht. Der 16 jährige Sohn wohlhabender Eltern in der Langestraße war ein äußerst aufgeweckter und begabter Knabe, der in der letzten. Zeit ganz besonders gern die Romane über das Jndianerleben las. Den Eltern fiel das veränderte Wesen ihres Lieblings auf, ohne daß sie einen Grund dazu finden konnten. Der Knabe ging mit einem Messer bewaffnet umher und wollte sich absolut nicht die Haare schneiden lassen. Da entstellte er sich vor einigen Tagen durch Tättowieren der Haut dermaßen, daß er auf der Straße auffiel und die Aufmerksamkeit des Publikums erregte. Man brachte den unglücklichen Knaben nach Hause, und hier mußten die hinzugezogenen Aerzte den Eltern die traurige Mittheilung machen, daß der Aermste infolge der eifrigen Lectüre der Jndianerromane wahnsinnig geworden war.

Nniversitäts«Nachrichten.

Halle, 28. November. Die in den letzten Tagen in dem Befinden des Geh.Rath Professor o. Volkmann-Halle eingetretene Besserung ist leider nur eine vorübergehende gewesen. Der berühmte Gelehrte und Arzt ist in Jena heute früh 8«/» Uhr seinen Leiden erlegen. Der Tod erfolgte nach einer unruhigen fieberhaft verbrachten Nacht auf Grund plötzlich aufgetretener Herzlähmung. Die Uni­versität Halle verliert in Volkmann einen ihrer hervorragendsten Lehrer, die medictnische Wisienschaft einen ihrer bedeutendsten Chirurgen und Kliniker. Richard Volkmann war am 17. August 1830 zu Leipzig geboren, studirte u. A. in Halle und Gießen, 1857 habilitirie er sich in Halle und wurde 1867 zum ordentlichen Professor der Chirurgie und D.rector der chirurgischen Klinik daselbst ernannt.