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Ueber die Zerstörung des BiergefchmackeS und -Geruches Durch das Sonnen- oder Tageslicht im Kleinverkehr mit Bier entnehmen wir einem in Nr. 27 der „Wochenschrift für Brauereien" erschienenen Aufsätze:
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Itniversttäts - ßhrorriL.
für W«nom"t.bet UnlD£rfität h-bilitirt- sich 0e. Freiherr v. Härbtl
Hermann Berck II., Alsfeld. Johannes Kalbfleisch, Heimertshausen. Franz Jacob Lütticken, Gießen. Ludwig Emmelius, Gießen.
Peter Kuhl in Hoch-Weisel. Jobannes Schmücker, Gießen. Andreas Lepper III., Zell.
Heinrich Johannes Albert, Büdingen. Ernst Christian Rühl II., Schotten Heinrich Volckmann II., Heuchelheim
11. Johannes Koch III., Vtlltngen.
12. Heinrich Karl Funk, Frtschborn.
13. Wilhelm Buff, Rieder-Wöllstadt.
14. Johannes Rompf XIV., Lang-Göns 15. Johannes Zinn IX., Maar.
Die Kmntniß der von dem tüchtigen Fachmann- auf Grund einer Reihe von Versuchen ausgestellten Satze, die Kenntnitz der Art und Weise selbst, wie diese Ver- suche angestellt wurden, durfte die Bedeutung der Sache klar vor Auaen führen und ^"^^"terschätzte Fehler in der Behandlung des Bi7res vermeiden lernen. 1.' Alle nach Münchener und alle nach Wiener Art gebrauten Biere nehmen, wenn sie in einem farblosen Glase den directen Sonnenstrahlen ausgesetzt werden, nach wenigen Minuten der Besonnung einen üblen Geruch und Geschmack an. 2. Auch das zerstreute Sonnen- oder Tageslicht — im Gegensätze zu den directen Sonnenstrahlen — zeuget m allen nach Münchner und in allen nach Wiener Art gebrauten Bieren denMben üblen Geruch und Geschmack, nur mit dem Unterschiede, daß die Zerstörung vor Sonnenlicht nicht so rasch wie durch directe Strahlen
ö°rflr 3- Nordlicht bet bewölktem Himmel — die allermUdeste Abstufung des
>)r^nUfctCn — erzeugt in allen nach Münchener und in allen nach Wiener
Ar/ gebrauten Bieren denselben üblen Geruch und Geschmack, braucht dazu aber mehr Zeit als das zugehörige, stets kräftigere Südlicht." 4. Wenn die in ein Münchener ober in ein Wiener Bier eindringende Menge Sonnenlicht auf ein Minimum beschränkt wird und dabet d e thatsachliche Belichtung 100 Stunden (Versuchsdauer ca. 8 Tage) wahrt, so ist in diesen Bieren zwar kein wahrnehmbarer Sonnengeruch und Geschmack vorhanden, aber die anfängliche Lieblichkeit ihres Geschmacks zeigt eine deutlich wahrnehmbare Abnahme. Da gerade dieser letzte Satz wichtig ist, aber am leichtesten übersehen oder vtellercht für übertrieben gehalten werden könnte, so folge hier seine Begründung durch Angabe des Versuches. Das Resultat desselben liefert gleichzeitig den Beweis für die Richtigkeit der drei ersten Sätze, die sich auf die Fälle blieben in ^oßeren Lichtmengen ausgesetzt ist: Von je drei tief rauchbraunen und deßhalb nahezu undurchsichtigen Flaschen echt Münchener und echt Wiener Bieres wurde die eine in ein Sud-, die zweite in ein Nordfenster und die dritte in eine mittelst
Dcrt^offcnc lichtdichte Kiste gesetzt. Während der ersten vier Tage des $Ber: fiebentenCT^iCsonnenscheinfreies Wetter; am fünften, sechsten und
Nachmittags einige ganz kurze Sonnenblicke, am achten Tage wieder $ Als nun am Ende des achten Versuchstages = 100 Stunden
wirklicher Belichtung der Inhalt der belichteten rauchbraunen Flaschen von vier Per- »-^^Enschaftlich mtt den m dunkler Kiste aufbewahrten gleichnamigen Gegenproben verglichen wurden, zeigte sich übereinstimmend, daß die beiden so schwach belichteten ^brsorten zwar frei oon jebem wahrnehmbaren Sonnengeruch und -Geschmack waren, h°"a mVÄfett' von der Mildheit ihres Geschmackes - das SüdltchtbÄ ba* Nordlichtbier weniger — deutlich und unverkennbar etwas eingebüßt ersten gleichzeitrg durchgeführter Versuch bestätigte das Ergebniß des
Bei einem dritten Versuche, wahrend dessen achttägiger Dauer viel Soynen- tödn herrschte, hatte das im Südfenster stehende, in einer tief rauchbraunen nahezu undurchsichtigen Flasche befindliche Bier kräftigen Sonnengeruch und -Geschmack an- genommen. Das im Nordfenster gewesene Bier büßte nur die Lieblichkeit des Ge- ci£ . vorstehend beschriebenen Versuche zeigen die Einwirkung der oer-- Webenen ^ntentitaten oder Abstufungen des Sonnenlichts auf das Münchener und auf Es geschah dies deswegen, weil das in den Kleinverkehr gebrachte Bier auf seinem Wege vom Transportfasse des Brauers bis zum Munde des Con- sumenten dort, wo es schließlich in farblosen Trinkgläsern oder in farbigen Flaschen in ™xr.?«kbr*be§ Konsumenten kommt, allen diesen möglichen Belichtungsintentitäten sm u fM3erer ausgesetzt werden kann und in vielen Fällen auch ^/gesetzt wird. Weiterhin wurde dann auch Pilsener Bier, der dritte Typus, auf den untergahrigen Biere zurückgeführt werden können, bezüglich seiner Ltcht- empfindlichkett einer eingehenden Untersuchung unterzogen. Das Resultat ergab daß auch dieses vom Sonnenlicht erheblich geschädigt wird. Da ferner vergleichende Versuche ! ^9nerrtnnfabmrtnba6 ^gltscher Porter und englisches Ale dem Sonnenlichte erliegen, I Mit Fua und L^Kemeinen Satz: „Für Bier ist alles Tageslicht vom Hebel." i werden aus diesem Satze nachstehende Folgerungen gezogen: I
2 Stahlt* hea h “V* Conservirungsmittel des Bieres.
t rz! i , ^^^ur des Bieres sind alle durchsichtig gläsernen Trinkaefäße- ibr ent- iSnffinmt11 h?, "Uc n berj5 Bayern seither übliche Deckel-Steinkrug; denn er ver- lanflfamt die Erwarmung des Bieres beträchtlich und schützt dasselbe vor der <Öe;
Berfiörunö durch's Sonnen- oder Tageslicht vollständig. In sonnigen Wirthshaus- und Concertgarten, auf sonnigen Festplätzen und in Rier- hallen mit großen Spiegelscheiben, die massenhaft Licht und je nach der Laae und nack Auszeit massenhaft Sonnenstrahlen in die Lokale eindringen lassen dort überall ist es durchaus bierwidrig, das Bier in Gläsern zu verabreichen laschen sollen \Ur Erhaltung des Bieres gehört, nur sow"t durchsichtig ein als es inneren Reinheit verlangt. Ohne Nachtheil für diese Con?role darf fÄn nur mÜC ßüHeC einerbSt 0cbaItcn rocrbrc"' ba& man nicht beim Tageslichte MR „ v°r welche man den Boden der zu prüfenden
HA' VON der Flaschenhalsoffnung aus erkennen kann, ob das Innere der Flasche rein fei ober nicht - Der nachtheilige Einfluß, den das Licht auf Lier in dun? ln ?.^ ?^d°n.Sl°fchen mit der Zeit dennoch ausübt, kann I °ls auch der F-afchenbiereknfument süh°ge«öhnen, das F"afchenb7e?^Du^
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felbc mirb jur Kapelle eingerichtet. Während der Rede des Oberhofpredigers vr. Kögel hält die Königin von Sachsen, während der Taufe selbst der König von Schweden den i Täufling. Nach der Taufe findet vor der Kaiserin eine Defiliercour im Theezimmer Friedrichs des Großen und sodann Galatafel im Marmorsaale statt.
7* Kaiser übergab am heutigen Vormittag dem im Schloßhofe des Stadt- schlones aufgestellten Leibgardehusaren-Regiment das demselben zur Erinnerung an die Führung des Regiments verliehene Standardenband und drückte die Hoffnung aus das Regiment werde allezeit seinen alten Ruhm bewahren.
<. m dvkarest, 29. August. Einer Meldung der „Agence Havas" zufolge verhaftete die Polizei gestern einen Briganten der Bellooaer Räuberbande, welcher den Wea über unb Sleibunßäftüde trug, welch- b-n Briganten zugleich mit bem letzten tofegelb ausgehandigt worden waren. Derselbe war mit einem serbischen Vasie versehen; er wird vor ein Kriegsgericht gestellt und binnen drei Tagen abgeurthetlt werden. Der Gefangene sagt aus, die Bellooaer Räuberbande habe sich theils nach Macedonien, therls nach Serbien gewandt, wo die Bande im April gebildet worden sei
_... Ver mischtet -
Jahre d,-"F-i"e^ih/-/5Ojäh?i7en hbe9e6‘ im "Lch.i-n
lung des Landesgewerbeoereins verbunden werden kr^aUptDcr^amm=
7 Main"'. "Ä J°hr°ein- JnbustrseMusst-Kg zu veraALn
von Schiangenbab'konimeno" b'ie Königin ^te Morgen
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©. 21. Disch^urd"- e SS*®n°adnete0a nrrt b-konnt-n Schiffsrheber Dampfbootüberfahrt zwischen hier unh k 9 öerelnbayt' wonach das Recht der »egen den jährlichen B^ttag von 8500 JÄrfcE Benannten Rheder auf 12 Jahre Herr Disch hierdurch mach? läßt ftcb^ber eS?,n rÄ 0ute§ Geschäft vorgestrigen Sonntag - Tag ber Kasteler Kirckwetb^ ^kennen, baß an dem
zwichen hier unb Kastel 15 000 mprfnn^ kPk7u T b^ Disch'schen Trajectbootchen alle nur $iüe?e 3. 6i;ffe w 6 roe?n bte Passagiere
Einnahme oon 900 Jü gleich kommt ^Rack SJMnnf bcn .e?3Jöen 2o6 einer
des Herrn Disch in Anbetracht dieses ktl Sirb ^oncurrenz
mit weit hoherm Beträgen U-b-bnahmsofferkn machen ^,f toCn ^«'-rung jedenfalls personal ba?^^V«b°7b?s""irin£kg-k°nchmens^ra7bknb?^N 6a‘ °» *6r 3ug- zugung unbemittelter Reifender entge^emutDkfen ^waigen Bevor-
S_Unb finb bie St°ti°nsb-am.-n°anL-wi-L", bi?LaZ?u7gÄsLL",u"L"- -r°ffn-7 Obwohl bl- B-NSuf-^noch H°rbstm-ff-
M-»w°°r-n habet noch nicht käuflich finb® wa7 H-M- b« B fllch Är
kaum b-wwig-n,'°S°nMagsist s"7^ab°-mZß-? Stanb^ bb°" H-Uptbahnhof b-shalb, weil es an Zufahrtstraben nach bem Bahnhofmlngelt^''um
einigermaßen zu begegnen, läßt die an0e=* r?cm Uebelstand
mittags alle vier Minuten einen Wagen nach bem Gs?e un^ ^^ach-
Ader auch damit wird nicht lange gebien? fein denn de^NeÄ umgekehrt abgehen. Straße ist zu gewaltig. Allenthalben^wird^^kehr auf der provisorischen der Straßenherstellungsarbeilcnbgeklagt unb selbst ta MrÄXte" Fortgang die sich für schleunigste Eröffnung weiterer ^ufabrtftrni^n A.lt meIben Stimmen laut, eine große Anziehungskraft üben wird^ 9 9 n 0e 0en,i^ ^ur viele Hygieniker
ziehenden i?8 reir^aItsi,9en unb an-
den Techniker in noch höherem Grade als den in Perwaltungsbeamten und Gegenstand wird die W0hnungsfrage biefe für nLä^ ^-ersten bilden, speciell in der Richtung wie ^es ^tzt brennendste Frage,
herzustellen, sondern auch deren ^Benützung in hu nur flefunbe Wohnungen Weise zu gewährleisten unb ist es bem Ausschuß aelunae^6 hh-rh".1 " ^Lefahrbenben gewinnen, bie allgemein als erste Autoriiäten n»fÖStnÄ Referenten zu
Oberbürgermeister Dr. Miquel in Fran urt a M .»h ^biete anerkannt finb, ben Baumeister in Karlsruhe iVranffurt a. M. unb ben Oberbaurath Professor
Äff" *" - -SS
Br! S»« dritten Tag wirb bas hygienisch so wicklme eingeleitet unb am
fein, bk°''bk/'ktsh7rbg?Krettor'°b°br''gr°°^^
nunmehrige Professor ber inneren Mebstin in Leimin ^nkenhauser tu Hamburg, jluß, ben bie heutige G-sunbhL
[W »- «>»—.
»,»sSrtSK,"1ta.’X'ägxffs* s*. Mn«!«» io
Homburg, eine Besichtigung be? Quellen be? f?rank^ ??M/« Ssleg-n-n Babes
Lokales. 8r
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unb eine wegen Mestreibs zur Aburtheilung überwiesen bic Sittlichkeit
welch- sich in ber Vorbereitung tur $o?un?erSnL^ . 2lnE,a?? ?eflen afiorb§- 'tt.ss»esiu' Ä'Äi'ss
Bürgermeister Scheerer, Nieder- Breidenbach.
Lubwig Hoffmann II., Grünbera Karl Jllig I, Gebern.
Hermann Stahl, Kloppenheim.
Georg Wilhelm Diehl, Söbel.
Heinrich Stoll, Nieber-Wöllstadt Emanuel Löb, Friedberg.
Ernst Windecker, Friedberg.
ns* Ferdinand Pröscher, Schotten.
25. Kasimir Leo, Bübingen.
26. Hermann Homberger, Gießen.
27. Lubwig Bersch, Gießen.
28. Wllhelm Becker, Lauterbach.
Z°b??5^^teuernagel II., Rainrod.
30. Karl Geißler, Lollar.


