I
Literarisches.
, — Die deutsche Kaiserfahrt nach Wien und Italien mit ihrem Reichthum an malerischen Erscheinungen, sowie das neue Wiener Bnrgthea,er und seine feierliche Eröffnung— das sind dre wesentlichsten Zeitereignisse, die sich in dem soeben °us- a «»^.r1o6f-0Jlo^u5?abe^on »U°ber Land und Meer« (Stuttgart, §5U?'ch;V^l°gs-Anst-lt)m.der,riegeln. Daneben gelangt der Ernst in einem ergreifenden Bild „Allerseelentag und einer stürmischen Scene aus den Tagen der ersten franiösi- fchen Rexublik, sowie durch verschiedene treffliche AufsStze, der Scherz durch die drollige Hundegeschichte „Mouche und Männe" zur Geltung. Das ganze Heft (Dreis n“r ^0 Pfennig) ist an Inhalt und künstlerischer Ausstattung wieder eine Gabe erlesenster Art.
?<e dreser unteren geraden Querstraße betragt nicht weniger als ein Kilometer. Die anmuthige Wirkung dieser strahlenförmigen Anlage ist besonders von der Eisenbahn aus, aber auch von jenem Ausgangs- und Mittelpunkte der Lanas- und Querstraßen wahrzunehmen, da von diesem Punkle, der eine kleine Anhöhe bildet die ganze An age zu überschauen ist. Später soll an diesem Cne eine Villa erbaut werden. Eltsabe -enHain ist also auch in seiner äußeren Anlage nicht ein plumper, rein nach geschäst! en Gesichtspunkten bepflanzter Baumacker, sondern ein landwirthschaftltch schon anii .-legier Pflanzgarten. v w
L i haben oben schon erwähnt, daß die Aufzucht in diesem Garten nur von Mutterpflanzen geschieht, die sich gegen rauhe Klimata widerstandsfähig gezeiat haben. Doch diese Mutterpflanzen werden in dem Garten zugleich dauernd als Musterstöcke ^halten, die dem Liebhaber immer ein Bild des voll entwickelten, ausgewachsenen Baumes geben. Sie steht im Kreise einer reichen Schaar „blühender" Abkömmlinge, denen gute Erziehung die Vollendung der in allen Stücken vorbildlichen Frau Mutter zu Thetl werden läßt. Ist die Anlage erst einmal 15 bis 20 Jahre alt, so wird diese Eigenthumlichkeit des Eltsabethenhains voll zur Geltung kommen. Dann wird es «in Vergnügen sein, die junge Aufzucht mit dem entwickelten Stammbaume zu vergleichen. Es wird eine förmliche Aufgabe sein, die 1200 verschiedenen Grundsorten zu mustern, denen vi 'leicht einige Tausende niedlicher Sprößlinge zur Seite stehen. Um sich einen Begriff von der Reichhaltigkeit der Sortimente bilden zu können sei nur erwähnt, daß etwa je 100 verschiedene Arten Eichen und Koniferen (Wellmgtonia, Pinie re.), 40 Sorten Kralaegus, je 50 Sorten Aepfel, Birnen, Sorbuß (Speierling) rc. neben zahllosen Arten von Ziersträuchern in dem Garten angepflanzl sind. Wir können es daher nur mit Freude begrüßen, daß die Absicht besteht, den Garten an Sonn- und Festtagen dem Publikum gegen ein geringes Eintrittgeld zu öffnen, dessen Ertrag Den Armen Bockenheims und Vilbels zu Gute kommen soll. Wir zweifeln nicht, daß recht Viele von dieser Einrichtung Gebrauch machen, denn unbestreitbar ist der Pflanzgarten in seiner Art eine ähnliche Sehenswürdigkeit wie unser unvergleichlicher Palmengarten
Dr. G. S.
Handel und Verkehr.
Frankfurt, 24. November. (Verkehr nack den neuen QnHn.ki
et len«] 9Mbcmab 15. v. Mts. 1) das Hamburgische G-btet mit Ausnahme de« verblelbenoen Frelhafengebtets zu Hamburg und der Hafeuanlagen zu Cuxhave? 2s dtt bisher vom Zollgebiete ausgeschlossenen Thette der Städte Altona und Wandstie^ b) das Bremische Gebiet mit Ausnahme Der Hafenanlagen zu Bremerhaven 4?hfr HafenortGeestemunde mit Ausnahme der Hafenanlage daselbst- 5) der bisher außerhalb TOrnO 0^6reuze besindllch gewesene Theil der OldenburgischeiflSladt
r. ^Eschen Zollgeblete angeschlossen worden sind, bedarf es der Ausfentguna statistischer Anmeldescheine für bie nach den vorbezeichneten Gebietstheilen be tlmmtm ©enbungen fernerbin nicht mehr. - Für den im Nordwesten der Stadt Bremen E gerichteten Frelbezirk, das Freihafengebret zu Hamburg, sowie ferner für die Hafen- anlagen zu Cuxhasen, Bremerhaven, Geestemünde und Brake bewendet es bei den bis- Tage des Zollanschlusses von Hamburg und Altona sind die Guterbahnhofe zu Altona und Ottensen zu einem gemeinschastlichen Güter- ^.d?dofe unter der Bezeichnung Altona Ottensen vereinigt worden. Eil- uno Fracht- ftuefguter für in Altona und Ottensen wohnende Empfänger werden indessen auf die vorgenannte gemeinschaftlrche Station nur bann abgefertigt, wenn die Frachtbriefe mit der^ausdrücklichen Dorschnfl: „auszuliefcrn auf Station Altona-Ottenlen" Vers chm £ blefe iann werden nach Altona-Ottenfen bestimmte Eil- imd
Frachtsendungen zu den für Hamburg giltigen Taxen auf Hamburg adgeferligt.
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Laudwirthschaftliche Nachrichten.
rm , (Nachdruck verboten.)
lBehandlung welker Blumen.) Ein altes, aber wenig bekanntes
welk gewordene Blumen wieder aufzufrischen, gleichsam wieder auR^en au InfiJn m das nachfolgende. Man beschneide die Stiele wttker Blumen soweit als he ftnb, und stecke den frisch beschnittenen Stiel dann in deines Wasser und itnn?Cf‘D(£n<? Me fiUfte bei Stieles ,m Wasser steht.
erbokn und meist sind sie nach dem Erkalten des Wassers wieder frisch ScbnÄ/t Klengel noch ein klein wenig ab, so können die Blumen wieder in kaltts Wasser geftell werden in dem sie sich noch eine ganze Zeit lang frisch erbalten LZ alle Blumen ist das Verfabten natürlich nicht von gleichem Einfluß, doch ist dasselbeÄ 1 a bkU?fMrer $ürb“nÖ von besserem Erfolg begleitet als bei solchen von bell^
Farbe, etwas belebt werden sie aber alle auf diese Weise. von oeller
Allgemeiner Anzeiger.
Bekanntmachung.
Es wird Hierdurch zur öffentlichen Kennt- niß gebracht, daß bei der Spar- und Leihrasse Gießen in den Monaten De-
Mittwoch Dvi-nerstag Somstag Montag Di nstag Mittwoch Do-.nerstag Samstag Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Samstag Montag Freitag Samstag Montag
6.
8.
10.
11.
12.
13.
15.
17.
18.
19.
20.
22.
24.
28.
29.
31.
cember i I. und Januar k. I. folgende beschäl tage festgesetzt worden sind:
Dienstag den 4. December 1888, n 5. „
Mittwoch „ 2. Januar 1889,
Donnerstag „ 3. „
Santstag „ 5.
Di.nstaa „ 8.
M fltwoch „ 9 „
D.innerstag „ 10. „
Samstag „ 12. „
Die Beischreibung bezw. Empfangnahme
der Zhlsen von Capitaleinlagen pro 1888 kann an diesen Tagen erfolgen, zu welchem Zwicke die Schuldscheine vorzulegen sind.
Die GroßhBürgermeistereien des Spar- kasfebezirks werden ersucht, vorstehende Bekanntmachung auf ortsübliche Weise zur Kennlniß der Ortseinwohner bringen zu lassen.
Gießen, den 26. November 1888.
Der Rechner der Spar- u. Leihkaffe Gießen:
Doering.
Holzverfteigerrmg
im Gießener Stadtwalde. Montag den 3. Dezember 1888, von Vormittags 9 Uhr,
soll im Gießener Stadtwalde in dem District Waldshute nachverzeichnetes Holz versteigert werden:
A. Bau-, Werk- und Nutzholz.
303 Fichtenstämme mit 90,91 Fstm., 496 Fichtenstangen „ 25,86 „
B. Brennholz.
Scheith. Kuüppelh Slockh. Reish. Nmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen.
Nadel 136,2 293 123 3510
Erlen — 7,5 — —
Die Zusammenkunft ist an der Licher- straße 2. Schneise.
Gießen, am 24. Novbr. 1888.
Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen.
9482 A. Bramm.
WekanULmÄchnng.
Wer die Lieferung des zur Unterhaltung der Gemeindewege im k. Jahr nolhwendrgen nämlich für
Dornholzhausen . . 48 cbm aus dem Gemeindebruch,
Ebersgöns ... 201 „ Kalksteine,
Groß,Rechtenbach . 5 „ Basalt,
oder
sonst feste Steine,
. 25
Basalt,
tt
Kalksteine, Grauwacke Kalksteine, Kalksteine, Grauwacke
50 . 140 . 20 . 190 . 93 . 273 . 125 . 70 . 42 . 63
fi ff ff ft ft f> ft
oder
ff
Hörnsheim . . Klein-Rechtenbach Lützellinden . . Münchholzhausen Niederkleen . . Oberkleen . . Reiskirchen . . Vollnkirchen . . Volpertshausen .
„ Kalksteine oder aus dem Gemeindebruch, Kalksteine,
aus Gemeindebruch oder sonst feste Steine,
sonst feste Steine, n ft tt ff u tt
Weidenhausen . . M „ ^U|UU/
übernehmen will, hat seine schriftlichen Forderungen bis zum 1. k. Mts-, an welchem Tage dieselbe Vormittags 10 Uhr eröffnet werden, hierhin einzusenden.
Nachweisung im Einzelnen über den anzuliefernden Kleinschlag, sowie die zu Grunde liegenden Bedingungen sind hier einzusehen. In den schriftlichen Forderungen ist anzugeben, welches Gestein uno woher solches, zu liefern beabsichtigt wird.
Ferner wird auf mündliches Abbieten dann vergeben, für die Gemeinde Hochelheim das Brechen von 100 cbm Steinen in Niederkleener oder Dornholzhäuser Brüchen, für die Gemeinde Lützellinden 150 cbm Kalksteine in dortigen Brüchen.
Groß-Rechtenbach, 22. November 1888.
9457_______-Das Bürgermeister Amt.
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öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, 23. November 18.-8.
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