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Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags.

tz-ureaur Schulstraße 7. n

Orten geschehen ist, die gefangenen Räuber gleich nach Dutzenden hinrichten laßt. Denn wenn sich die Räuberbanden jederzeit wieder aus der verarmenden, unzufriedenen i ~ gartschm Landbevölkerung mit Leichtigkeit rekrutiren können, wie es nach dem Berichte des Sofianer Gewährsmann derSBofl- Ztg. den Anschein hat, dann stz das U-b-l auch tiefer, -ts daß di- hin und wieder erfolgende Gefangennahme und Jus i- ficiruna einer Brigantenschaar eine durchgreifende Besserung herbeisuhren konnte Vielleicht werden die Herren Räuber nächstens den Orient-Expreß-Zug einmal aufs Korn nehmen, dessen Plünderung gewiß eine reiche Ausbeute verheißen wurde.

Preis vierteljährlich 2 Mark M Pf mit Bringerlohtr.

Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50

On ^Dielommerttche Ruhepause in der inneren Politik wird schon ir. den nächsten Tagen wieder erwachender Thätigkett für di- Wint-rl-sston-n des Reich»

nnb des vrenklifchen Landtages weichen. Noch im Lauf- dieser Woch- soll d-r Zusammentritt des Bundesrathes -rsolg-n welcher sich ^^rmitd-raber- maligen Verlängerung des So-ialist-ng-s-tz-s mit der Erledigung der Ard-iter-Alt-rs. unb ^nvaliden-Versicherung und des Genoßenschaftsgesetzentwurfes, a . I

»en Arb-ü-n ZU beschäftigen haben würde. Unter den Vorarbeiten für den preußischen Landtag nimmt natürlich di- Festsetzung des Etats die erste Stelle ein und ist man in den preußischen Ministerien bereits mit den Etatsarbnten beschäftigt Indesfen bandelt es sich für j-tzt wesentlich nur um Vorbereitungen, wahrend man für die weitere Förderung die Rückkehr d-s Finanzministers von seinem Sommerurlaub- oder I doch näher- Weisungen des Herrn v. Schol, erwartet. Comminar.sch- Berathungen »wischen^Mitgliedern des Finanzminist-rums und Vertretern der einzelnen R-ssor werden" erst in etwa Plonalssrist ihren Ansang nehmen. Die Berufung des Landtages wird, wie dieRat. Ztg." erfährt, nicht früher, als bisher üblich, «Mj», Mitte Januar; es bleibt mithin noch Zeit genug, um den Etat rechtzeitig fenjuittuai und ihn dem Landtag- bei seinem Zusammentritte sosort zugehen lassen zu können. U-ber weiteres Material für die Landtagsverhandlungen ist noch nach keiner Richtung hin eine Entscheidung getroffen. , , I

Di- Nachricht, daß di- kaiserlichen Primen am Samstag vor. b' .°f

nach Potsdam zurückg-k-hrt feien, hat sich als verfrüht herausg-st-llt. D,- V-im hr der Prinzen aus ihrer thüringischen Sommerirische sollte vielmehr -rst an diei-m 2) - I mOt6 ^Die"u-bnng«n des französischen R-servegeschwaders im M^ dessen plötzlich- Mobitisirung tu Parts anfangs eine förmliche Panik herv-rrie^ habe» in dieser Woche ihren Ansang genommen. Der französische Marineministet:, , Krantz, wohnt den aus zehn Tage berechneten Uebungen an Bord des Torp-dotag rs Faucon" bei. Das g-sammt- Flottenschauspiel, welches Frankreich letzt im .. ft. t mecr darbietet, ist dtrect aus den Kri-gssall zugeschnitten, denn -s soll »ergen..jtan'r- balb welcher Frist die Mittelmeerflotte Frankreichs sür den genannten Fall°Wa"bl6 ac'ionsber-it sein würde, während die Fiottenübungen selbst den Zustand und di- Der- | wendbarkeit des mobilisirten Geschwaders sür verschiedene Zwecke darthun sollen. Begreislich-r Weis- verfolgt man besonders in Italien die Flottenmanöver des ft - »ösischcn Nachbars mit Interesse, d-nn daß dieselben ihre Spitz- gegen Italien kehren, ist klar und italienischerseits wird man sicherlich nicht verfehlen, aus dem Verlause der maritimen Uebungen Frankreichs die entsprechenden Schlüsse zu ziehen.

Die zu einer europäischenBerühmtheit" gewordene Brigantenaffaire von Bel- Iowa hat ein grelles Streiflicht aus gewiss« Zustände in Bnlgarien geworfen und wie es da im Lande Ferdinands I. aussieht, erhellt auch aus einer dcr ,,Vofs.Z g. aus Sofia zugegangenen Korrespondenz. Es heißt da u. 21.: Räuber überall , und sogar schon vor und in d-r Hauptstadt d-s Fürsten. Wir können uns aus Sosta keim zwei Kilometer weit entfernen, ohne starke militärische Bedeckung. Selbst diese nützt zuweilen nichts; d-nn man schleppte st- vor einigen Tagen mit einem maeedo- nischen Opfer in die Berge. Auf -inen Bicrbrauer-ibesitz-r bei Sosta, Namens Tris- kovitsch, wurd-eine förmliche Hetzjagd unternommen Trifkovitsch enttarn a6er unb «a cnfnrt nnA ssurova" auf, um sicherer leben zu können- Wre weit Dte Frechhett der noch nie ,° stark ausg-tr-t-n-n Briganten geht, beweist der Umstand daß sie selbst nicht scheuten, in das Militärlager einzudringen und von dort sechs Pferde sowie zwei Wagen mit Broden mitzunehmen. In Sofia sowie dessen Umgebung wurden in ben letzten Tagen Verhaftungen unter dem pachte der Th-ilnahme D0J9£»°"1,enn Geholfen wird damit keineswegs, denn der Grund der sich immer mehr ausbreitenden Brigandage liegt in der Verarmung der Landbevölkerung, welche durch harten Steuer- druck gezwungen wurde, ihr Letztes zu verkaufen". Das sind in der Tha recht^erbau­liche Kustände in dem glücklichen Bulgarien und cs nutzt da offenbar auch nicht viel, wenn" die bulgarisch- Regierung, wie es dieser Tage in Lompalanka und einigen anderen

Politische Rundschau.

Gießen, 28. August.

traf am Montag gegen 11 Uhr Vormittags in Dres den ein, auf dem Friedrichstädter Bahnhose von König Albert und d-n Prinzen d-s sächsischen Königshauses empfangen. In Begleitung des Königs begab sich der Kaffer, s Straßen von einer dichtgedrängten Volksmenge lubelnd d^ußt, nach der Alberfft d^

, , x. . , . her Könialicken Akademie der Künste zu Berlin beabsichtigt, mit der in diesem

Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntmß gebracht, daß Kunstwerken bestehend in Oelgemälden, Skulpturen, Aquarellen rc. zu verbinden.

Jahre daselbst stattfindenden akademischen Kunstausstellung Lottens von Kumt r 19 ausschließlich Preußische, sondern Deut che Künstler, bezrehungs- J Mit Rücksicht barauf, bafi 1^^TmÄn L ÄftÄ der ganzen Deutschen KüMerschaft zu Gute kommen wird, ist °°n Großherzogltchem weise Deutsche Kunstwerke werden berücksichtigt w rden d>eL°tter,e ty 9 Großherzogthum erthe.lt worden.

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Deutschland.

Darmstadt, 27. August. Sein- Königliche Hoheit der Großh-rzog haben Aller- gnSdigst^-rr.ht^ugust bm Gymnasium zu Büdingen v- Hermann From-

wann auf fein Nachsuchen, mit Wirkung vom 1. September ds. Is. an, bis zur Wiederherstellung seiner Gesundheit in den Ruhestand zu Ersetzen.

Auasbura. 27. August. Das Projekt einer Acti-nges-lffchast für Spiritus- verwerN w Bayern ist gefcheit-rt, da die größten Brennereibesttzer Oberbayerns den Anschluß verweigern. -

Telegraphische Depeschen.

WoM'S trlegr. Eorrespondenz - Burea«.

Berlin, 27. August. Wie di-Post" erfährt, würde S-. Majestät d-r Kaiser seine Riis- nach dem SÜd-n den 26. September er. antreten, zunächst den König von Württemberg, dann den Grobherzog von Baden und den Prinir-g-nten von Bayern besuchen und sich hieraus Über die Brennerbahn nach Rom und Neapel begeben, der *nf^nthalt in Italien werde etwa 10 bis 12 Tage dauern und auf dem Rückweg w-rd- Mai" Venedig be uchen und mit der Pontebbabahn nach Wien reifen Nach ^em Besuche bftm Kaffer von Oesterreich in Wien und Schönbrunn werde Se Maiestat noch einige Tag- mit d-ms-lb-n in Stey-rmark jagen und sodann zum Geburtstage d-r Kaiserin am 22. November wieder in Berlin eintreffen.

Danzig, 27. August. DerDanziger Z-itung" zufolge fft dem Ob-rprasid-nten ! von W?tp" aßen, v. Ernsthausen, der erbetene Abschied unter Verleihung des Kronen- I OrbenS $reS6cn27bu8uft.scmiajeftät der Kaiser traf heute Vormittag bald nach 11 Uhr aut dem reichgeschmückten Berliner Bahnhose hterselbst^ ein, woselbst der König, bi? Printen des könialichen Hauses, die Generalität, die Minister, die Spitzen der Behörden, die Mitglieder der preußischen Gesandschaft und beide städtischer° Kollegien zum Empfange versammelt waren. Die gegensesttge Begrüßung der beiden Monarchm I mar eine überaus herzliche, ebenso wurden die königlichen Prinzen von Sr. Maiestat dem Kaiser herzlichst begrüßt. Nach Vorstellung des beiderseitigen Gefolges scbrittm ! der Kaiser und der König mit ihrer Begleitung durch das mit Blattpflanzen prächtig geschmückte Köntgszimmer auf den Bahnhofsplatz hinaus, woftibst d-r r. b-rbuigerm-ist-r I Dr Slübel eine Ansprache hielt und ein Hoch auf Seine Majestät den Kaster au^ brachte welches begeisterten Widerhall fand. Hier war auch

! Leibarenadier-Regiments ausgestellt, deren Front der Kaiser an der Seite des Königs vithXtAHrhrittU sichren beide Monarchen unter dem Geläute der Glocken in

A .-m vift-ännig-^H ftGalkwag-n durch die 7-ichg-schmückt- Stadt ..ach d-r Kaserne b-s (Ar/nadier Reaiments Nr 101 woselbst der Kaiser über fern im Kasernenhofe in ^omvaan^srontauÄ die Parade abnahm. Nachdem die Allerhöchsten

un^böchsten Herrfchaft-n in^dem Osficiercastno das Frühstück eingenommen hatten,

ttch^Famil"alle Winmer^ber

/ÄFÄ von Thurn ünd Taxis, die obersten Hofchargen und das beiderseitige Getolae Tbeil ^m Ganzen sind 40 Einladungen ergangen.

Ulm 27 August. Don dem FrÜH-Schnellzug Paris-Wi-n en g -ist-n bald na» »'3

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SiftÄ Öl?"-SiÄKÄä .Nd Ebemikalien lagernd auf unerklärte Weise in Brand geriethen. Die Gebäude und Vorräthe sind nicht rettbar. Die Feuerwehr ist bemüht, die angrenzende Schiffswerft wärder vernichtete total 7 große alte Holzschuppen mit bedeutenden Quantitäten Bau

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2O1 Mittwoch ben 29. August 18881

Gießener Anzeiger

Amts- und Anzeigtblatt für den Kreis Gießen.