Deutschland.
--^.Darmstadt, 27. Juni Se. König!, Hoheit der Grvßherzvg und Seine „oer Erbgroßherzog, in deren Gefolge sich Generaladjutant Generallieutenant v. Westerweller, sowie die Flügeladjutanlen Oberstlieutenant Wernher und Hauptmann Frhr. v. Grancy befanden, smd heute früh 7 Uhr 37 Mtn. von Potsdam hierher zuruckgekehrt. Zum Empfange am Bahnhof waren die Brüder des Großherzogs, Prinz Heinrich und Prinz Wllyelm, und der Stadtkommandant Generalmajor Freiherr Röder v. Diersburg erschienen. Die Herrschaften fuhren nach dem Schlosse, auf dessen Dach /o^L?/b,,^roßherzogllche Flagge aufgehisst wurde. Der Großherzog ertheilte darauf tm Schlosse verschiedene Audienzen und empfing u. A. auch den Königlich preußischen außerordentlichen Gesandten und bevollmächtigten Minister Legationsrath Dr. Freiherr ”• Tilmann, der sein erneutes Beglaubigungsschreiben überreichte. Nachmittags fährt der Großherzog nach dem Hoflager Seeheim, woselbst er noch einige Zeit zu verweilen Mntorn %rb0ro^cp°0■ : roäbrenb dieser Zeit im hiesigen Schlosse, die Prin
zessin Alix bet ihrem Vater in Seeheim.
Dank'ousz^L^n« Roth b-igesteu-r. haben, von dieser Stelle aus Meinem friedigun^aus ki77?chiig?7 Ergebnisse °7rü?LckL L L-gis-aturperi°d- mit Be- Zusammenwirken mit der Reaieruna errielt rnnrh»»' $>anL9*^rcm einträchtigen Saue Ich, daß es uns auA in S-.fnnf. “nlb r,nb: 3“> Rückblick hierauf ver- gegenscitigern Vertraue? g^ene^ unb b^r* **6«, oon ÄVtrn®tUnbanid,aUUn6Cn nid’t g-siörter Arbeit dieWMfahtt des L°;. Amtes ^bernom^nen^aber'Ich^ret^an^dte Mir nach Gott^z'?!^' Meines königlichen
Staates erster Diener ist. 9' B n Preußen der König des
Vermischtes.
{ . △ ®^a^nrJ3uni. Wie Alles, was auf Wohlthätiakeit abzielt in Mainr uf einen guten Boden fällt, so hat auch das Projekt der Errichtung von Ferienkolonien für un^mtttelte Kinder rasch Boden gefaßt. Auf der erst einige Taae auf- die ein- sur oHpninf tipipirfitipf . c ctncr ansehnlichen Summe,.
die ein. für allemal gezeichnet wurde, schon 5000 JL jährlicher Beiträge.
N^^heinhessen. 27. Juni. Ein Gutsbesitzer von Staudenheim stürzte ÄS"«?!8» ÜOnt bcn! na$ Kirn gehenden Zug und fiel so unglücklich, daß ihm der Kopf vom Rumpfe getrennt und der Arm abgefahren wurde.
Die Thronrede zur Eröffnung des preußischen Landtags am 27. Juni 1888.
Erlauchte, edle und geehrte Herren von beiden Häusern des Landtags!
In trüber Zert heiße ^zch zum ersten Male von dieser Stelle aus will- kommen. Nur wenige Monate hat das Scepler in Meines dahingeschiedenen Vaters Hand geruht, aber Image genug um zu erkennen, welchen Herrscher das Vaterland in ihm verloren hat Die Hoheit seiner Erscheinung, der Adel seiner Gesinnung sein ruhmvoller Antheil an den großen Geschicken des Vaterlandes und der Heldenmu h christlicher Ergebung mit dem „er gegen die Todeskrankheit kämpfte, haben ihm im Herzen seines Volkes ein unvergängliches Denkmal gesetzt. 9
,, die ungezählten Beweise treuen Gedenkens und liebevoller Theilnabme welche Mir m diesen für Mich so schweren Tagen zugegangen sind, sage Ich Allen die Mir mit ihrem Tröste genaht sind, Meinen königlichen Dank. ' 0 C
•-! Ä.ÄXoiK’Ss L totiBSSS® StStfÄr’™1“1 DOt 3bnen ba6 Gliche G-lobniß
"Ikh gelobe, daß Ich die Verfassung des Königreichs f p ft n„k ünD%ber11 batten und in der Uebereinftimmung mit derselben und den Gesetzen regieren will, so wahr Mir Gott helfe!" ’ n Un0 ktCcAClrcn! ÄVer Myelin hat in seiner ruhmreichen, von großen Thc^en in Krieg und frieden erfüllten Regierung das heutige Preußen aeffhnffpn unh Streben unseres Volkes nach nationaler Einheit verwirklicht ° " b b“S
... , Mein in ®ott ruhender Vater hat mit derselben Pietät, welche Mich Ihm aeaen- nntüit* a*«;na* .zbiEo"t,ef*ct0unß sich in den öffentlichen Urkunden, welche Mu p° '"'ch-s V-rmachtniß darstellen, die Politik und die Werke Meines verewigten Grobvaters angeeignet und ^ch bin entschlossen, ihm auf diesem Wege ju polttU aU bcm ®c6iclc ber Regierung Preutzens wie aus dem der RUchs^
-MMLMZWMW Meinen herzlichen innigen Dank sur Deine treuen Wünsche, die ich von Herzen °erwi?ere' funbrnUh?tt? ^5* ui Ungarn die lebhafteste und freudigste Aufnahme at=
sunden hatte. Allein hierdurch werde man nicht der Pflicht entfinhpn hip zu entwickeln. Wünschen wir eine energif^e^ au«“®iSfo
»«■»Kaä&S enthebe, für die Hebung seiner Kraft zu sorgen. Er sei überzeugt daß er auf (Srnnh genauer Kenntniß der öffentlichen Meinung Ungarns'erklären könne daß
mare^aBi^i^.“'^^ W '-'n-r Thronbesteigung vollkommen geeignet Ä M r ? ?ertJLauen gegenüber dem Bündnisse, Verehrung für den Herrscher und für den lettenben Staatsmann des oerbünbeten Staates in bem allae- meinen Gesuhle ber ungarischen Nation nur noch mehr zu steigern. ' 9 "
k <» Evndon, 27 Juni. Das Unterhaus lehnte in zweiter Lesung die Bill betreffenh dstselbe^beLfkh^L""^ 3 *°? MB StiÄmen ab,'naLdem die ÄeLn» ~ m 27.3uni. Nach neueren Meldungen ist auch Umea nieberaebrannf
wirf?CV bie Einäscherung Umeas unb Sunbswalls entstanden Ä Ard auf 25-30 Millionen Kronen angegeben. An 12,000 Menschen sind obdachlos. Es bildeten sich Comitä s zum Einsammeln von Geld und Nahrungsmitteln Drei Dampfer mit Vorräthen sind von hier abgegangen. u^uu^uiwcin. ^ret
t, Rewyorlk, 27. Juni. Nach einer Depesche aus Mexiko hat eine plötzliche Ueber- troSmin,J in F°/ge von Regengüssen die Städte Leo und Silao zerstört An
Inwohner, welche im Schlafe überrascht wurden, seien unter den Trümmern in °us « P°'° zufolge mären im ganzen
27. Juni. Im weißen Saale versammelten sich die Landtagsmitglieder von 11 /« Uhr ab sehr zahlreich. Der Saal war in gleicher Weise in Trauer dekorirt wie vorgestern. Unter dem alten preußischen Baldachin stand der preußische rnassiv- ^bronsessel. Vom Throne aus rechts standen die Mitglieder des Herrenhauses links des Abgeordnetenhauses, die Präsidien vorne in der Mitte. Um 12 Uhr erschien StflQt^inifkduni geführt vom Fürsten Bismarck. Nachdem dieser den Landtag durch Verneigen begrüßt hatte, verließ er den Saal, um dem Kaiser Meldung zu Mtatten. Der Kaiser betrat den Saal im programmmäßigen Zuge, verneigte sich beim Heraustreten aus den Arkaden vor dem Landtage und wiederholte diesen Gruß dicht vor den Thronstufen. Der Präsident des Herrenhauses brachte ein stürmisch auf- Hoch auf den Kaiser aus. Dieser trug, wie die Prinzen Leopold ftein= nd?, Albrecht und bie übrigenRitter des SchwarzenAblerorbens einen rothsammetnen Mantel. Die Kcnseiln erschien mit ben Prinzessinnen Heinrich, Friedrich Carl unb ber tob-. Prinzessin von Meiningen in ber Loge rechts vom Throne. Der Kaiser verlas die Thronrede bedeckten Hauptes. Bei der Eidesleistung erhob er die Stimme. Die Rede wurde mehrfach, namentlich am Schluffe, mit stürmischem Beifall begleitet. Nach der M^ung reichte der Kaiser dem Fürsten Bismarck die Rechte, welche dieser küßte Nachdem Fürst Bismarck den Landtag für eröffnet erklärt hatte, verließ der Kaiser benC©aaT ^urm ^en' von bem Präsidenten des Abgeordnetenhauses ausgebrachten Hoch
totales*
@ün»??!*nü«r2t8;t?“!**a nod? *n «Ut-m And-nk-n stchcndc Zaps'sche
fflartJn R a“ * 1 V a.uS Wiesbaden wirb nächsten Samstag Abend iii Stcin'S S ™ . « Das Quartett besteht jetzt aus neuen Kräften, wellhe die
!ÄnI^m)?„!?/^^^^ungen noch übertreffen sollen. Jedem Freunde eines wirklich ^ch^ien Mannergcsanges durfte ein Besuch dieses Musterquartetts zu empfehlen fein.
König Wilhelm 1 werde Ich Meinem Gelöbniß entsprechend treu und gemiffenäart di- Gesetz- und die Rechte der Volksvertretung achten und schützen und mit gleicher Gewissenhaftigkeit die verfassungsmäßigen Reckte der Krone wahren und ausüben, um st- dereinst Meinem Nachfolger un?er- kummert zu überliefern. Es liegt Mir fern, das Vertrauen des Volkes auf die Stetia- k-it unserer gesetzlichen Zustand- durch B-str-bung-n nach Erweiterung der Kronr ckt- zu beunruhigen. Der gesetzliche Bestand Meiner Rechte, fo lange er nicht in äraäe gestellt wird, genügt, um dem Staatsleben das Maß monarchischer E?wirkuna ,u stch-rn, dessen Preußen nach seiner geschichtlichen Entwickelung nach sein» beutia n ■.ÄaffÄ'SS Ä-Ä werde sie auch deshalb und nicht nur Meines Gelöbnisses wegen halten und schü^n
Abnherren folgend, werde Ich es jederzeit als eine Pflicht 4saI S1! rea 1,°^! Bekenntnissen in Meinem Lande bei der freien ^res Glaubens Meinen königlichen Schutz angedeihen zu lassen
inbT D-fri-dtgung hab- Ich -s -mpfundm, datz die n-u-r- kirch n bUnS KaiU 8efü5rt 6at' di- Beziehungen des Staates der katholischen Kirche und deren geistlichem Oberhaupte in einer für beide Fr'i/denntmmbanbnefu -rha.te“'”' 34 ro<rbc bcmÜbt ’ein- b = " kirchlichen tagä Ium AbschUch geb?a^ ^rb/n ^rchsübruna dk £anb=
G-'-tzg-bung hat den Beweis dafür g-Ls/rtz 'd^tz iaZbant MzrteeZStt« L äS dieselben m ihrer erfolgreichen Wirksamkeit dauernd erhalten bleiben 8 01 b 6
°°lch- den W°hlstand^°sLd7s8b-g'r7nd7 un"d d^Sla^7uch 7n1chw°re7°- jur Erfüllung seiner Aufgaben befähigt haben Mit Befriediouna hArf”?*1 m Finanzlage des Staates blicken, wo Ich dieselbe Dan dlr^^Mrlvrae a;l,f ble
nn der Krone, bei Meinem Regierungsantritt vörstnde ® f ße a”Cincr $otra6ren
Drese günstige Lage des Staatshaushaltes hat gestattet, mit der ffrle irhtpri.Mn ber Steuern der Gemeinden unb ber minber «olfÄftWS
WZZMSL-SLL-M MWZZMM-M- beilen unb neue Vorkehrungen zur Abwehr ähnlicher Katastrovben 3
ben hartgeprüften Bewohnern ber betroffenen^ & aenben eÄ tSffcn*
9* TZ k°nn'-' !° ist derselbe in dem S’taÄX i
forge zu fmben, welcher von allen Stäuben unb allen Klaffen hpr vür- I
ta Deutschen auch im fernen Ausland/'^^b-.Mgt°7°rdÄ7st?" ^"drängt °M?ch1 I
Telegraphische Depeschen.
Söolff’ö telegr. Correspondenz, Bureau.
bes^i ®taaSifterT^drafe^ben Vortrag
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Sürft Rabolin hat ben Kronenorben 1. Claffe erhalten.
RXSsfeM» WWMSS SWSSMS WWASSMS Mitgliedern ün^Le77erde°n^"b Unb aon aUen ,n Berlin abwesenden


