Beobachtung der Verpflichtungen Rußlands gegen die auswärtigen Gläubiger, gegen die direkten oder indirekten Inhaber von Eisenbahnobligationen auseinandergesetzt. Nichts sei seither geschehen, was diese Anschauung des Journals über die Beziehungen der russischen Finanzverwaltung zu den Gläubigern des Reiches, wie man sie dem Minister Wyschnegradski zuschreiben konnte, hätte entkräften können. Man habe sogar guten Grund zu glauben, daß die Art der Verwaltung nicht gewechselt habe und daß die Interpretation von Zeitungen, welche auf unrichtigen und ungenügenden Informationen beruhen, jeder Begründung entbehrten.
Italien.
San Remo, 25. Februar, 12 Uhr Nachts. Der Kronprinz verbrachte in Folge des erquickenden Schlafes der vorangegangenen Nacht einen befriedigenden Tag.
San Remo, 25. Februar. Das englische Geschwader unter Admiral Hewett, das heute vor San Remo eingetroffen ist, defflirte vor der Villa Zirio, während S. K. und K. Hohert der Kronprinz am Fenster stand. Ihre K. und K. Hoheiten die Kronprinzessin fuhr Nachmittags mit Ihren K. Hoheiten dem Prinzen Heinrich und den Prinzessinnen Töchtern, sowie dem Großherzog von Hessen an Bord des „Barbarigo" hinaus auf die Rhede und empfing den Admiral Hewett.
Telegraphische Lepeschw.
Wolsf's Lelegr.
Berlin, 26. Februar. Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht folgende Depesche aus San Remo, 26. Februar, 2 Uhr 1 Minute Nachmittags: Das Allgemeinbefinden und der Schlaf Sr. Kais, und Kgl. Hoheit des Kronprinzen waren gut, Husten und Auswurf etwas weniger, die Untersuchung der Brust ergab keine Zeichen einer Lungenaffektion. Mackenzie. Schrader. Krause. Hovell. von Bergmann. Bramann. Kußmaul.
Berlin, 26. Februar. In dem kaiserlichen Palais fand heute Vormittag ein vom Oberhofprediger Dr. Kögel abgehaltener Gottesdienst statt, welchem außer dem Kaiser und der Kaiserin nur Prinz und Prinzessin Wilhelm und die Adjutanten vom Dienst und zwei Losdamen beiwohnten. Um 2 Uhr machte der Kaiser eine Ausfahrt, um 4 Uhr erscheint Fürst Bismarck zum Vortrag. Um 5 Uhr ist Familiendiner, an welchem Prinz und Prinzessin Wilhelm, die Prinzessin Friedrich Karl, Prinz Leopold, die Prinzen von Hohen- zollern und der Erbprinz von Meiningen theilnehmen. Der gestern Abend bei dem Kaiser und der Kaiserin stattgehabten kleinen Theegesellschaft wohnten außer dem Prinzen und der Prinzessin Wilhelm und den Hohenzollern'schen Herrschaften Staatsminister von Bötticher und die Generäle Graf von der Goltz und von Winterfeld bei.
Berlin, 26. Februar. Der „National-Ztg." zufolge steht der Erlaß einer königlichen Kabinetsordre bevor, durch welche dem Prinzen ein vortragender Rath für die Einführung in staatsrechtliche und ähnliche Angelegenheiten beigegeben wird. Die Meldung, der Ministerialdirektor von Zastrow sei dazu ausersehen, ist durchaus unbegründet.
Crefeld, 26. Februar. Der Rheintrajekt zwischen Griethausen-Welle der Strecke Cleve-Zevenaar ist von heute ab wegen des Eisganges für den Verkehr gesperrt. Die Reisenden nach und von Holland müssen über Cleve-Nymwegen oder rechtsrheinisch über Oberhausen-Emmerich fahren.
Wien, 26. Februar. Der „Neuen Freien Preffe" zufolge sollen die Delegationen am 12. Mai zusammentreten.
Wien, 26. Februar. Das „Fremdenblatt" bespricht im Hinblick auf die Ausführungen des „Nord" und der „Rtforma" heute von Neuem die bulgarische Frage und wiederholt, eine Weigerung des Prinzen Ferdinand, freiwillig das Land zu verlassen, mit dessen Schicksalen er sich bisher identificirt habe, müsse auch in Betracht gezogen werden. Wenn der Prinz der an ihn auf den Antrag aller Mächte gerichteten Aufforderung der Pforte, die Regierungsgewalt ntederzulegen, ebenso wenig nachkommen würde wie vor Monaten, als die Pforte eine analoge Eröffnung in Sofia machte, dann würde die Situation durch neue Schwierigkeiten komplicirt werden. Es erscheine deßhalb nicht ungerechtfertigt, bei der Ansicht zu beharren, daß es durch das Interesse an einer haltbaren definitiven Regelung der Zustände Bulgariens gefordert werde, wenn man, ehe entsprechende Schritte in einer Angelegenheit von so weitreichender und vielseitiger Tragweite unternommen werden, sich auch vollkommen Klarheit über alle Folgen derselben zu verschaffen suche.
Sart Remo, 26. Februar. Se. K. und K. Hoheit der Kronprinz hatte eine gute Nacht, der Auswurf ist geringer.
Kopenhagen, 26. Februar. Das schwedische Kronprinzenpaar hat heute Vormittag 9 Uhr die Reise nach Karlsruhe über Korsör fortgesetzt.
Paris, 26. Februar. Die „Agence Haoas" meldet aus Konstantinopel: In dem französischen Eonsulate in Damaskus habe sich am 24. d. M. ein ähnlicher Vorgang wie am 20. Januar d. I. zugetragen, wo die türkische Polizei im französischen Eonsulatsgebäude eine Verhaftung vorgenommen hatte; der französische Botschafter de Montebello habe deshalb bei der Pforte Vorstellungen erhoben, die Pforte habe Genugthuung zugesagt. Riza Bey und der französische Botschaftsrath Embul seien mit der Untersuchung des Vorgangs beauftragt.
London, 26. Februar. Dem „Obseroer" zufolge sind beim Auswärtigen.Amte vom 15. September datirte Nachrichten von Emin Pascha eingegangen. Nach denselben erwartete . Emin Pascha die Ankunft Stanley's für den Monat November und empfahl die Route Mombasa als die geeignetste.
Petersburg, 26. Februar. Das „Journal de St. Petersbourg" schreibt, es sei ohne allen Zweifel, daß es keineswegs der einmüthigen Zustimmung aller Mächte bedürfe, um den Antrag auf Anwendung des Berliner Vertrages zu stellen, jedoch sei es wünschenswerth, daß alle Machte sich dem von Rußland zu unternehmenden Schritte anschlössen, weil ein anderes Verhalten die Anarchie in Bulgarien nur verlängern würde.
Warschau, 26. Februar. In der Homacktschen Synagoge wurde gestern bei dem Abendgebet durch falschen Alarm eine Panik hervorgerufen, wobei im Gedränge 4 Frauen getödtet und 16 schwer verletzt wurden. (Nach einer Meldung des Wiener „Fremden-Blatt" brach die Panik in Folge eines Streites aus; die Synagoge war überfüllt.)
Konstantinopel, 26. Februar. Der russische Botschafter v. Nelidow theilte gestern der Pforte die bekannten Vorschläge Rußlands betreffs der bulgarischen Frage mit.
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Gießen, 27. Februar. (Concertbericht.) Die „Jahreszeiten" sind, musikalisch betrachtet, ein schwaches Nachbild der größeren „Schöpfung". In höherem Maße als in dieser finden sich in ihnen, gelinde gesagt, recht unbedeutende Momente neben solchen von edler, ergreifender Größe, und auch die Tonmalereien, über deren zuweilen überaus kindlichen Charakter bekanntlich schon Beethoven zu ulken sich veranlaßt sah, athmen nicht diejenige Ungezwungenheit und Originalität, wie die entsprechenden in der Schöpfung. Die Hauptschuld daran trägt zweifellos der stellenweise unglaublich läppische Text, der wie Haydn selbst sagt, mit seinem „Heisasa, Hopsasa" ihn nur schwer in Begeisterung zu setzen vermochte. Auch gesteht er selbst ein, daß er das „Froschgequake" nur mit Widerwillen in Musik gesetzt, wie denn überhaupt die häufige Nöthigung zu musikalischer Nachahmung ihm lebhaften Verdruß bereitet hat. Was trotzdem den „Jahreszeiten" unvergänglichen Reiz verleiht, ist die frische bezaubernde Natürlichkeit, die sprudelnde Heiterkeit, die uns auch aus dieser Tonschöpfung Haydn's anweht, es ist die liebenswürdige Naivität der Empfindung eines kindlich reinen Gemüthes, dem die Welt nur in rosigeni Lichte erscheint, während es ihren Ernst, ihre Tragik nicht kennt. Deßhalb werden, wie der gereifte Mensch aus den Stürmen des Lebens gern einen Blick zurückwirft in die selige Zeit der Kindheit, auch kommende Geschlechter immer wieder aus Haydn's Schöpfungen mit ihrem ungestörten Seelenfrieden und ihrer Paradiesesunschuld zurückgreifen. Insbesondere für die moderne Musikwelt mit ihren leidenschaftlich düsteren oft ohr- und herzzerreißenden Disharmonien sind die in hellstes Sonnenlicht getauchten Lebensbilder Haydn's eine unerschöpfliche Quelle reinsten, ungetrübtesten Genusses.
Die gestrige Aufführung des Werkes durch den Akademischen Gesangverein nahm trotz der bedauerlichen Erkrankung des Vereinsdirigenten einen für Gießener Verhältnisse immerhin befriedigenden Verlauf.
In Anforderungen an die Leistungsfähigkeit des Orchesters muß man sich hier ja bekanntlich sehr bescheiden. Die beschränkte Anzahl von Proben, welche dem Dirigenten zur Verfügung stehen, setzen ihn leider nicht in den Stand, dem Orchester ein so sorgfältiges Studium zuzuwenden, wie er wohl möchte, und war die bessernde Hand, welche
Herr Musikdirector Krauße, der in liebenswürdigster und dankenswerthester Weise die Leitung des Concertes übernommen, soweit es die Zeit erlaubte, noch angelegt hatte, in der Aufführung selbst wohl fühlbar, so ließ die Leistung des Orchesters auch abgesehen von enngen Versehen und Mißverständnissen eine feinere Ausfeilung der bei Haydn durchaus nicht mehr so unwesentlichen dynamischen Schattirungen doch vielfach vermissen. Doch das ist nun einmal nicht zu ändern, und die Kritik muß sich mit dem Erreichbaren begnügen. Zu loben ist ausdrücklich die Discretion, welche das Orchester in der Begleitung der Solonummern fast durchgängig beobachtete. Auch die Chöre mußten, einige verschwommene Einsätze abgerechnet, befriedigen. Als besonders gelungen, was Klangschönheit und Präci- sion angeht, heben wir hervor den Anfangschor „Komm' holder Lenz", den im Tempo etwas überhasteten Jagdchor und den ausgelaffenen Zecherchor, welch letzterer besonders das sonst sehr kühle und reservirte Publikum zu lautem Beifall hinriß.
Das Hauptinteresse beanspruchten natürlich die Solisten.
Die Partie der Hanne war der jugendlichen Sopranistin Emma Dienstbach anvertraut. Sie stellte sich uns als begabte, tüchtige Sängerin vor, welche über eine zwar nicht große, aber allerliebste, glockenhelle Stimme verfügt. Damit verbindet sie in glücklichster Weise einen sinnigen ausdrucksvollen Vortrag, der an manchen Stellen, so namentlich in der Schilderung der Gewitterschwüle, eine hohe, dramatische Wirkung erzielte, leider aber anfänglich unter einiger Befangenheit zu leiden schien. Der Vortrag der Arie „Welche Labung für die Sinne" ließ ihre gute Schulung erkennen, welche sie befähigte, die Schwierigkeit der Coloraturen spielend zu überwinden. Einen Rath möchten wir aber der jungen Dame geben, es ist der, nicht in den Fehler zu verfallen, den so viele ihrer Kolleginnen begehen, der an sich natürlichen Neigung, zu vibriren, nicht allzu viel nachzugeben. Es ist dies eine zwar weit verbreitete, bei einer Oratvriensängerin aber doppelt störende üble Gewöhnung.
Den Simon fang Herr Adolf Müller aus Frankfurt.
Dem vollen, herrlichen Organe dieses in hiesigen Krisen hochgeschätzten Künstlers und seiner vorzüglichen Gesangeskunst gegenüber verstummt jede Kritik. Wie er in seiner vornehmen Ausfassung die Arie von „Ackermann" uns wenigstens genießbar zu machen verstand, was viel heißen will, so kam die ganze Tiefe seiner Empfindung in der Arie „Erblicke hier, bethörter Mensch" zur vollen Geltung.
Den beiden genannten Solchen gegenüber hatte Herr August Noack aus Darmstadt, der dazu noch mit einer großen Indisposition zu kämpfen schien^, eine schwierige Stellung. Soweit sein nicht unansehnliches, aber etwas herbes Organ und seine Schulung es zuließen, war er bestrebt, den für einen Dilettanten immerhin hohen Anforderungen seiner Partie gerecht zu werden.
Wir können unfern Bericht nicht schließen, ohne des Herrn Musikdirector Krauße zu gedenken, der in uneigennützigster Weise für seinen erkrankten Kollegen eingetreten war und so die Ausführung ermöglichte. Es war eine Freuoe zu sehen, wie Chor und Orchester seiner schneidigen Direction folgten, und Angesichts der Thatsache, daß diese nothgedrungen eine eigentlich improvisirte war, stehen wir nicht an, sie als eine musterhafte Leistung zu bezelchnen. H. I).
E. Gießen, 27. Februar. sGabelsberger Stenographen - Vereins Der Anfangs November in unserem Verein eröffnete Unterrichtscurfus wurde Donnerstag den 16. Februar geschlossen. Sämmtliche Thetlnehmer haben bis zum Schluß des Cursus ausgehalten und sind auch fast alle dem Verein als Mitglieder betgelreten. Ein neuer Cursus unter Leitung des 2. Vorstandes, Herrn Pfaff, beginnt Donnerstag den 1. März.
Gießen, 27. Februar. Einen ganz besonderen Genuß bereitete gestern Abend der Bürger-Club seinen Mitgliedern, indem er zu dem, dem Tanz oorausgehenden, Concert einige hervorragende Mitglieder der Frankfurter Oper eir.geladen hatte; dieselben leisteten in humoristischen und Gesangsvorträgen so Vorzügliches, daß sie den lebhaftesten Beifall ernteten und die Gesellschaft mit Recht stolz sein kann auf das Vergnügen, das sie hiermit ihren Mitgliedern geboten.
— Es ist uns eine angenehme Pflicht, die Aufmerksamkeit des Publikums auf ein Meisterwerk zu lenken, das in dem Schaufenster der Möbelhandlung des Herrn Wilh. Reiber, Seltersweg, von Fehsenfeld's Universitäts-Buchhandlung ausgestellt ist. Herr Maler R. Gr atz hat nach eigenen Sklzzen ein Bild Sr. Majestät unseres Kaisers in Ueber-Lebensgröße ausgeführt, ein Blld, das einen wahrhaft großartigen Eindruck macht. Das Gemälde, kann den Vergleich mit unseren besten Kaiserbildern, wie wir sie von Richter, Dtelitz und Angelt besitzen, ruhig aushalten; denn was die Porträt-Aehnlichkeit und die vorzügliche bis ins Kleinste gehende exakte technische Ausführung betrifft, so dürfte wohl kein Kaiserbtld dem Gratz'schen Bilde oorzuziehen sein. Ter Maler hat sich durch dieses Bild ein großes Verdienst erworben, und bezweifeln wir nicht, daß derselbe Aufträge sowohl auf Kopien des Bildes, wie auf andere Porträts in gleich meisterhafter Weise zur Ausführung bringen wird. Nähere Mittheilungen über Preis rc. sind in Fehsenfeld's Univ.-Buchhandlung zu. erfragen.
Vermischtes.
Freienseen, 25. Februar. Kommenden Dienstag scheidet von uns ein Mann, dessen Weggehen hier allgemein bedauert wird; nämlich Herr Lehrer Katzenbach tritt an diesem Tage seine neue Stellung als Lehrer tn der Gemeinde Wieseck bei Gießen an. Unsere Gemeinde verliert in demselben nicht nur einen sehr tüchtigen, eifrigen und pflichttreuen Lehrer, sondern Jung und Alt auch einen liebgewonnenen Freund, der sich durch sein freundliches und angenehmes Wesen die Herzen aller Derer, die mit ihm verkehrten, zu gewinnen wußte. Möge er sich in seiner neuen Heimath ebensolche Freunde zu erwerben wissen, dies wünschen wir von ganzem Herzen und versichern, daß ihm hier stets ein liebevolles Andenken bewahrt bleibt.
][ Darmstadt, 26. Februar. Der heutig? Abend brachte uns im Großh. Hoftheater auf dem Gebiet der Oper eine Novität: Adolf Mohr's „Der deutsche Michel". Das Textbuch dazu hat sich der Komponist selbst zurecht gemacht, indem er aus Louis Nötek's — eines Mitglieds des Wiener Burgtheaters — gleichnamigem und vier Akte füllendem Schauspiel eine dreiaktige Handlung auszog und in annehmbare Verse brachte; dieselbe ist dramatisch wirksam aufgebaut, scenisch gut eingerichtet und bringt den Con- flict zu befriedigender Lösung. Was die Musik ankangt, so könnte man in ihr wohl verschiedene Stilarten aussindig machen, doch hält dieselbe im Großen und Ganzen den Charakter des Volksthümlichen, des Schlichtmelodiösen in anerkennenswerther Weise fest; einige Lieder und Chöre sprechen in dieser Beziehung ganz besonders an. Die Singstimme ist sangbar und dankbar verwendet, .die Instrumente, diskret behandelt, oertheilen Licht und Schatten in wohlthuender Weise. Dank diesen dem Werke innewohnenden Vorzügen, sowie einer tüchtig vorbereiteten und glücklichen Aufführung erlebte die Novität hier eine recht günstige Aufnahme, aus der man wohl mit Recht schließen darf, „Der deutsche Michel" werde sich in unferm Bühnenrepertoire dauernd heimisch machen. Der Componist war von Hamburg hierher gekommen, um der Premiere beizuwohnen.
A Mainz, 26. Februar. Der Landtagsabgeordnete Jöst ließ dem Justiz- ministerlum in Darmstadt eine Beschwerde zugehen, weil man ihn während der Zeit seiner Haft, obwohl er in seinen Personalakten als „confessiouslos" bezeichnet ist, unter Androhung von Disciplinarstrafen gezwungen hat, den katholischen Gottesdienst zu besuchen.
— Vorbehaltlich der Genehmigung der Stadtverordnetenversammlung hat die Theaterdeputation beschlossen, einen Theil der werthvollen Requisiten des letzten Carnevalszugs für unser Stadttheater anzukaufen.
— Die Hessische Ludwigsbahn hat den größten Theil des noch unbebauten Terrains des alten Bahnhofs hier an den Bauunternehmer Arnoldi verkauft.
Handel und Verkehr.
Grünberg, 25. Februar. (Frachtpreise.) Weizen X 00.00, Korn X 00.00, Gerste X 00.00, Hafer X 12.60, Erbsen X 15.00, Linsen X 00.00, Lein X 00.00 Samen X 00.00, Kartoffeln X 0.00, Wicken 00.00
Kirchliche Anzeigen der evsngel. Gemeinde.
Heute Montag, Abends 8 Uhr, Bibelstunde in der Kleinkinderschule, Markus t Kap. 15, Jesu Verhör und Verurtheilung vor Pilatus. Pfarrer Dr. Naumann.
Mittwoch, den 29. Februar, Abends 6 Uhr: III. Passionsandacht in der - Kirche. Pfarrer Dingeldey.


