Larrdwirthfchaftliche Nachrichten.
(Nachdruck verboten.)
— [e>oU Häcksel dem Hafer der Pferde beigemifcht werden?) Fast allgemein wird den Arbeitspferden Häcksel unter den Hafer gemischt. Dagegen läßt sich nun allerdings anführen, daß der Häcksel gar keinen Nährwerth besitzt, also den Magen nur unnütz beschwert. Darauf ist zu erwidern, daß der Häcksel nie in solchen Mengen dem Hafer beigemifcht werden darf, daß dadurch eine Beeinträchtigung der Futtermenge, die das Pferd ausnehmen kann, entstehen könnte. Der Häcksel kann nie den Hafer ersetzen. Wenn er nun doch beigemischt wird, so geschieht dies nur, um eine bessere Ausnutzung bet der Verdauung zu erzielen. Die Häckfelbeimischung zwingt nämlich die Pferde, langsam zu kauen und den Hafer tüchtig mit Speichel zu befruchten. Sonst kommen, namentlich bet gierigen Fressern, sehr viele Haferkörner ganz und unzerkaut in den Magen, werden dort nicht verdaut, sondern gehen unbenutzt wieder ab. Die Hauptsache ist aber, daß den Pferden gehörig Zeit zum Fressen gelassen wird, sonst wird die Verdauung und Futterausnutzung immer eine schlechte bleiben.
— sAnbau des Bärenklau als Hühnerfutter.) Demjenigen, der seinen Hühnern etwas besonders Gutes anthun will und der in seinem Garten zu diesem Zwecke ein Eckchen frei hat, und das findet sich doch wohl überall, rathen wir, einen Versuch mit dem Anbau des gemeinen Bärenklau als Hühnerfutter zu machen. Dieses Futtermittel ist in Deutschland schon bekannt, aber wenig verwendet, neuerdings wird es von Italien, das bekanntlich eine sehr große Hühnerhaltung und eine sehr bedeutende Eier- productton hat, als ein Futtermittel empfohlen, das von den Hühnern nicht nur sehr gern genommen wird, sondern auch auf den Fleischansatz und die Eierproductton von großem Einfluß sein soll. Der Bärenklau wird den Hühnern als Beifutter grün gegeben. Es genügt selbst für eine ziemlich große Hühnermenge ein kleines Stückchen Land zum Anbau des Bärenklau, da derselbe ziemlich ergiebig ist. Wir können daher unseren Lesern nur rathen, mit diesem Futtermittel einen Versuch zu machen, das nebenbei auch die Wirkung haben soll, die Hühner gesund zu erhallen.
Gchiff-nachrichteu.
Bremen, 21. April. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Schnelldampfer Saale, Eapt. H. Richter, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 11. April von Bremen und am 12. April von Southampton abgegangen war, ist heute 5 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen.___________________
Weiße Seidenstoffe von Mk 1.23 bis 18.20 ». M-t.
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Für die Ueber schwemmten gingen ferner ein: Elfe 3 J4, von der Gemeinde Beuern gesammelt 139.10 JL, zusammen 142.10 JL, mit den bereits früher qutttirten Beträgen nunmehr 3366.22 JL
Weitere Gaben nimmt gerne entgegen
Die Expedition des Gießener Anzeigers.
An unsere geehrten Abonnenten.
Wiederholte Beschwerden, welche in den letzten Tagen uns kund wurden, veranlassen uns, die geehrten Abonnenten unseres Blattes zu bitten, jede Unregelmäßigkeit der Austräger uns mit kurzer Notiz gefl. direet zu melden. Nur dadurch sind wir in Stand gesetzt, Abhilfe zu schaffen. Die Austräger sind angewiesen, den Anzeiger in die Wohnung der Abonnenten zu bringen und nicht, wie vielfach zu geschehen scheint, auf Treppen und Fluren abzulegen.
Die Expedition de- „Gießener Anzeiger".
Allgemeiner Anzeiger.
Samstag, den 28. d. M,
Morgens 9 Uhr anfangend, sollen die zum Nachlaß der verstorbenen Heinrich Pfeiffer HI- Eheleute gehörigen Mobilien zur Versteigerung gelangen, wozu neben dem gesammten Haus- und Küchengeräthe das sämmt- liche zum Betrieb der Landwirthschast gehörige Inventar gehört. ES kommen insbesondere zum Ausgebot:
2 Kühe, 1 Rind, 2 Schweine, 4 Schafe, dann eine Futterjchneid- maschine, außerdem eine ganz neue Drehbank, sowie sämmtliches Werkzeug für das Wagnergeschäft, zugerichtetes Holz für verschiedene Arbeit in großer Menge; ebenso 5 unbearbeitete Stämme und 25 Stück Eichen-Derbstangen. Großen-Buseck, 24. April 1888. Großh. Ortsgericht Großen-Buseck.
Stephan. 3508
Freitag, den 27. ds. Mts.,
Nachmittags 2 Uhr,
in der früher Bramm'schen Hofraithe dahier sollen gegen Baarzahlung öffentlich versteigert werden:
1 Kuh, 2 Schweme, 1 Wägelchen, 1 Drehbank, 1 Hobelbank, 2 Kommoden, 2 Kleiderschi änke, 1 Secretär, 2 Sophas, 1 Regulator u. s. w.
Gießen, den 25. April 1888.
Engel, 3531 Gr. Gerichtsvollzieher.
Montag, den 30. d. M., N-nÜmittaas 2 Uhr, Wird die Versteigerung der Möbel des Herrn A. Goldschmidt, Neuenweg 6, im Hause des Herrn Schlatter, fortgesetzt. Es kommen zum Ausgebot:
2 schöne Bilder mit Goldrahmen, 1 Kommode mit Glasaufsatz, Sopha, Stühle. Tische, 1 Spiegel- schrank, Kleiderschrank, Lehnsessel, einige Ehriftofte-Gegen- stände, Hanöhaltungsgegen- stände, Bütten re. 3516
Jeilgeöotenes.
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