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25/11/1888 Drittes Blatt
 
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Schutzmarke.

1.80.

: Ä Gießen zu haben bei rKirn

«yl^b>a>ye(>eg,a??flrfW21 u ^rrn C. L» Kalkhof Wwe., Frankfurterstr.^

läßt die hiesige Schäferei-Gesellschaft

L aa1?. ^u/uj<;ic;pvyc|t;u|aiaji ajF^=ni-------- ------- * tyrannunernr. 1.

ca. 190 Stück Schafe, Shhps©, Cravatten, Handschuhe

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darunter junge kräftige Bastard-Zucht' sch-se, sowie 12 Stück Mutterlämmer versteigern.

Tokayer Fst. Tokayer Fst. Tokayer

Fstm., II

Holzversteigerung ! im Gießener Stadtwslde. ! Montag den 3. Dezember 1888, j von Vormittags 9 Uhr, soll im Gießener Stadtwalde in dem District Waldshute nachverzeichnetes ! Holz versteigert werden:

A Bau-, Werk- und Nutzholz.

1.25.

140.

1.30.

1.50.

Die Zusammenkunft ist an der Licher- straße 2. Schneise.

Gießen, am 24. Novbr. 1888. Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. 9482 A. Bramm.

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kauft stets Andrea» Euler.

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Grundbesitzes in hiesiger Gemarkung zur Communalsteuer herangezogen sind, wenn sie nicht einen Bevollmächtigten ernannt und der Bürgermeisterei angezeigt haben, welchem die jeweilige Einquartierung angesagt werden kann, ebenso diejenigen Personen, welche unter einer gemeinschaftlichen Bezeichnung, z. B. bei ungeteilter Erbschaft, in den Eommunalsteuerregistern eingetragen sind.

Kommen die vorstehend bezeichneten quartierpflichtigen Personen den ihnen ba? selbst auferlegten Verpflichtungen nicht nach, oder weigert sich ein Quartterpflichtiaer die ihm zugetheilte Mannschaft in Quartier zu nehmen, so ist die Einquartierungs- Deputation berechtigt, die einzuquartierenden Mannschaften anderweit unterzubringen in welchem Falle die entstandenen Kosten von dem betr. Quartierpflichtigen auf dem Verwaltungsweg betzutreiben sind.

S 10. Heber die Einquartierung von Mannschaft und Einstellung von Pferden wird eine auf Grund der Communalsteuerregister aufgeftellte Liste geführt, in welche die den Quartierträgern zugetheilten Mannschaften resp. die bet denselben eingestellten Pferde eingetragen werden. Die Deputation für das Einquartterungswesen hat dafür Sorge zu tragen, daß innerhalb eines Zeitraums von 5 Jahren eine Ausgleichung der Quartier träger hinsichtlich der mit und ohne Verpflegung bei ihnen einquartierten Mannschaften stattfindet.

S 11. Sind Pferde unterzubringen, so sind die erforderlichen Stallungen durch die Burgermertteret zu beschaffen und werden den Besitzern derselben die tarifmäßigen Vergütungen, welche von der Militärbehörde an die Stadtkasse geliefert werden durch die letztere ausbezahlt. Bet der Einstellung ist besondere Rücksicht darauf zu nehmen daß die gleichzeitig einquartiert werdenden Mannschaften, zu welchen die Pferde aebören' in denselben Hofraithen oder in nächster Nähe Quartiere erhalten.

§ 12. Die geeigneten Requisitionen zur Stellung von Fourage, Vorspann und Fuhrwerken, welche von der Gemeinde gefordert wird, bleiben der Bürgermeisterei resp 5er ^!^"ou für das Einquartierungswesen überlassen und werden die hierfür von Militärbehörden gezahlten tarifmäßigen Vergütungen durch Vermittelung der Stadtkasse, welche dieselben einzieht, denjenigen Personen, welche die Fourage geliefert resp. Vorspann geleistet haben, ausbezahlt.

Das Statut soll mit 1. April 1889 in Kraft treten.

. über den Ausbau des zwischen dem verlängerten Asterweg und

der Schottstraße liegenden Theiles der Stein st ratze im Betrage von 1880 wirb gutgeh-itzen; der Ausbau selbst soll im nächsten Jahre erfolgen. Dem Gesuche des Herrn Jean Boeck um Ausbau des Straßentheils zwischen seinem Hause an dem ver­längerten Asterweg und dem Ruckstuhl'schen Hause wird, soweit den angeführten Uebel- ftanden nicht durch den eben gefaßten Beschluß betr. Ausbau der Steinstraße abae- holfen wird, nicht stattgegeben. Die Straße hat noch nicht die zum Ausbau verpflich­tende Häuserzahl ist sonst pasßrdar, und hat außerdem Gesuchsteller bei Einreichung fernes Baugesuches ausdrücklich aus Straßenherstellung, Beleuchtung und Wasserabletlung von Seiten der Stadt verzichtet. Den Besitzern der am Ttefeuweg liegenden Häuser wurde, nach Entfernung resp. Zuschüttung des im Kupferschmied Zimmer's chen ®artcn befindlichen Abzugsgrabens aufgegeben, für Abzug des Abfallwaffers nach dem Tiefenweg zu sorgen; da dies mit Schwierigkeiten und ziemlich bedeutenden Kosten verbunden ist, so kamen die Hausbesitzer um Herstellung einer gepflasterten Rinne auf genanntem Graben ein, chte ihnen auch gewährt werden sollte, wenn sie die Kosten h^itnJr^ t * wollten. Sie haben sich mit einer einzigen Ausnahme auch dazu bereit erklärt, welcher letztere Umstand aber im Verein mit der von den Gesuchstellern verlangten Reinigung der Gosse auf städtische Kosten Veranlassung wird, daß die Ver- l&ren früher gelten Dingungen zu beharren. Auf früherer zwischen der Stadt und Herrn Schlenke auf dem Hardthofe gepflo genen Verhandlungen, veranlaßt durch den Zustand des von der Valentin'schen Be- sitzung an der Hardt nach dem Gleiberg führenden Weges, hatte sich Herr Schlenke bCn ^00 Bieter langen Weg bis zur preußischen Grenze nebst dem nöthigen Gelände zu Baumpflanzungen unentgeltlich an die Stadt abzutreten, wenn diese den der Valentin schen Besitzung bis zur Grenze, übernimmt. Die Stadt- verordneten^ersammlung erklärte sich mit der Uebernahme des Weges einverstanden sofern der Kreis Gießen diesen Weg als Staatsstraße zu übernehmen sich bereit erklärt' D-r Kr-is°us,chuh erklärt- fein Etnverständnitz mitbiefem 8ta?ra8e unterÄ S.11? die «stabt Gießen die Straße erst ausbaut. Mit dieser Bedmauna ^klart sich di- Stadt ebenfalls Einverstanden, woraus Ausarbeitung eines Planes nebst Kostenvoranschlag beschlossen wurde, D-r Weg sollte danach mit einer Steiauno non

den Hardtberg durchschneiden und dann bis zur Grenze weittrgesiibrt werden

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T(et.rSOkan,Ia,^ sich auf 20 800 M, welcher Betrag aber nach Ab,na Theiles der G°Iaude.Erwerbzkosten sich aus ca, 18 000 .« oermlnbern mürbe.3

as?n'^ "deb nach Ansicht der Baudeputation das Interesse Gieükns ®

bem Wege nicht, es könnten höchstens 1012 000 JL aufaempnhtt tJJrk«. U4 dftse Deputation beantragt, auf bieses Project zu verlichten umfomebr S« bMhfirhtSn6 ^*uflä*crir^fle!bc8 bje Konsolidation der Grundstücke zu bea^raaen ßei* ro°kurck nQ(i)j^uSfage des Herrn Simon ohnedies eine Verleguna nach dem Hardtberge herbeigeführt werde. Es wird, nachdem Herr Simon bemerkt, daß der nach der Hardt führende Weg im Verrll^ dem von Heuchelheim dahin führenden, sich in guten? Zustande ^befinde h?famc 8U di- Angelegenheit auf sich beruhen zu lassen - Unle? Ausbau brr Cftn?r?'" bonf' n fldJ um biQr$lnni0Un0 S3ctOütunS für "die früher von ^G-werb- bank vorgenommene Ausiullung vor deren Geschäflshaufe und um btc 2lufftelluno Laternen au der neu angelegten Slraßc. Es wird befchlossen die schon in por^?

" ®otf*a6 «-bracht- Aufstellung von 7 Laternen auf der Strecke zwifcken ?enL.^mU?^ter ^dor und dem L. Bramm'schen Haufe zur Ausfübruna ru hri«. durch Belkuchtungs-, resp.Derdunkelungsverfuche aber f-ststell-n ,u lassen^wie viel von d-n..°-'-n längs des Schoorwegs vorhandenen Laternen zu b las -n sißb Mr «. ermähnte Auffüllung von 2077 Eudikmeter Grund werden 98 1pro Cbm. in SlnfA gebracht. Auf bte erfolgte Anzeige eines Schutzmannes daß vom

Sur Klingspor'schen Fabrik keine Richtlaterne brenne, wirb festgesetzt baß bte bem M*eM 3iCllbah 0C0Jnuber befindliche Laterne als solche bestimmt werden soll° sern^ b,e.r Kreuzung der «temstraße und Schillersiraße befindliche La,^ als Richtlaterne gelten- Dem Gesuche einer großen Anzahl Bewohner des Rieael- k^^tsprecyenb, soll am süblichen Eingang des sog. Essiggäßchens gegenüb^ dem kath. Schwesternhause eme Laterne aufgestellt werden. 0 0 er Dem

Eberstadt, am 20. Novbr. 1888.

I. A :

9458 Görlach, Bürgermeister. !

Schafversteigerung. j

Donnerstag den 29. d. M., - von Vormittags 9 Uhr an,

Oüt» Heger, Marktstrasse 34,

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*;eJbblntle?; Bruchbänder von den gewöhnlichen bis zu den feinsten Sämmtlrche Handschuhe werden tadellos gewaschen und gefärbt. 8879 D r S f>a,ran(ti,rt tbte[ Medic. Tokayer auf Reinheit and Aochtheit durch OirooMv Personen. Zu haben in ^ und ./ Ori^fla.chen ä T^ i SO^d" 7^ bei

J 1 n. Lenz VI., Spezereihändler in Klein-Linden.

Vermischtes.

. a *.77 £1 November, den letzten Sonntag vor Advent, feiert bte nra- hJramallgemeines, großesLodtenfest". - So natürlich es ist dak ber Mensch betrauert was er geliebt unb burch ben Tob verloren hat, so nattu t' m r« ^?^cr3c§beb_urfni6 habet empfinbet, auch burch den Ausbruck t-ußerer Trauer biefe Gefühle an ben Tag zu legen, weil es eine gewisse innere Gemialbunng t?Ca)a von Uebereinfttmmung zwischen draußen unb brinnen bers

zustellen. Deßhalb war bereits seit alten Zeiten schon bie officieUe Trauer" um hi# Todten Sitte, bas heißt, nicht, wie es ber Zufall oder die Äür beS ^n einen mit pachte, fonbern als eigens für diesen Zweck bestimmte Vorschriften, Sitten unb Georauche weiche gleichsam eine Idee verkörperten, unb einen symbolischen Ausdruck ihr verllehm. In erster Linie erstreckten diese Bestimmungen sich natürlich auf die 2ßahl ber ^rauerfarben. Gibt es doch wohl kaum eine Karbe, in der nicht tbeils berei s getrauert worden, Heils noch getrauert wird. Denn nicht überall roar unb ft das farblose Schwarz üblich, das bet uns wie ein ernst-büsteres Sinnbild ber De« forderten Trauer in eigener Person erscheint. Wohl wählten die allen Griechen ZEer und Spartaner gleichfalls schwarz als Symbol ihres Glaubens an bas Ä Schattenreich des Todes, die Unterwelt. Doch galt das nur den Männern die ^rnup« trauerten in Weiß als Sinnbild der Reinheit, der «erZfluiig lXhaup? fc das färb- und fleckenlose Weiß sich der ganz besonderen Gunst v.rschiebener Völker um ihre Trauer auszubrucken; bis zum Ende des 15. Jahrhunderts trauerte man t » wnß in Kaftstien und in China unb Siam geschaht dies noch gegenwäN?« Andere trugen Grau, als Emblem des Staubes, aus dem ber Mensch geboren unb zu Jjj 5T werden wird, ober Blau als das Bild des Himmels unb im Hinblick auf ihn ^s?Eimath deren lichteren Regionen die Seele zustrebt, die ben Leib ver" ° Ägypter bagegen trauerten nicht minder sinn- und bedeutungsreich in Gelb, um dadurch das Hinwelken der Natur unb bes Körpers, bas Abfallen des Laubes unb d.e Hinfälligkeit alles Jrbischen zu charakterisiren. Auch dit sonst.gen Aeußerungen ber Trauer waren von jeher sehr mannigfaltig, sehr verschieden- artig unb zum Thttl stbr sinnreich ober mit vielen (Zeremonien verziert; zu allen Zeiten aber ist das flauste und beste Zeichen und Abzeichen ber Trauer um die Tobten das warme liebende Gebachtnitz im Menschenherz gewesen, das durch alljährlich beim seÄeN' °^®cmcmcn ,/Todtenfest mit besonderem stillen Gruß ein Gebet zum Himmel

Gießen, den 24. November 1888. [9450

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