r
Se
2 Garde-Jnfanterie-D,Vision Aufstellung, diesmal stellte dasKaiser-Alexander-Regiment die Fahnencompagnie. Um lV/4 Uhr verließ der Kaiser wiederum die Kaserne und Ichritt auch diesmal trotz des starken Regens, begleitet vom Prinzen Heinrich, durch die dicht gedrängten Rethen des begeistert ihm zujauchzenden Publikums nach dem Exerzierhause zurück. In entsprechender Weise verlief auch die Vereidigung der 2. Garde-Jnfantcriedrvision, hier ging die Ansprache des katholischen Geistlichen voran. Gegen Val Uhr verließ der Kaiser mit Prinz Heinrich in Halbdeck-Chaise die Feierlichkeit.
r kt 20. November. Einer Zeitungsmeldung zufolge ist der diesseitige Ge
sandte in Tanger, Feraud, gestorben.
London, 20. November. Nach aus Auckland hellte eingetroffenen Nachrichten hißte das britische Kriegsschiff „Hyactntha" auf den Herveyinseln die britische Flagge auf.
20. Ztovember. Im Unterhause erklärte Stanhope heute, daß die egypttschen Truppen von der Grenze zurückgezogen worden seien, um die Garnison von Suakm zu verstärken. Es könnten daher 500 englische Soldaten zeitweilig nach Assuan gehen, um im Nothfalle bei der Verthetdigung der Grenze die eingeborenen Truppen zu unterstützen. Es sei nicht beabsichtigt, britische Truppen nach Suakin zu senden. Redner machte ferner die Mitthetlung, daß mehrere tüchtige deutsche Arbeiter aus Solingen herangezogen worden seien, um die englischen Arbeiter im Schmieden von Hieb- und Stoßwaffen zu unterrichten. Die Kenntniß dieses Faches sei in Eng- lmrd fast ganz ausgestorben. Die deutschen Arbeiter würden bald in ihre Heimath zuruckkehren. - Im Oberhause gab Lord Salisbury die Verschiedenheit seiner und Goblets Erklärung hinsichtlich des Durchsuchungsrechtes der Schiffe an der ostasrika- nischen Küste zu. Die englische Negierung glaubte, daß ein französisches Schiff an der JBtoabc theilnehmen wurde. Goblet habe dies dahin berichtigt, daß Frankreich nur Schiffe, die unter französischer Flagge segeln, überwachen werde. Diese Ueberwachung werde die England bereitete Schwierigkeit betreffs der Sklaoenschifie beendigen, da England mit allen übrigen Mächten Verträge habe. Die Regierung erachte sich nur mr die mit seinem (Salisburys) Namen unterzeichnete Mittheilung des auswärtigen Amtes an die deutsche Negierung gebunden. Er glaube nicht, daß Deutschland Opera- tlone«i beabsichtige, 8ur Theilnahme an solchen wäre England jeden alls nicht verpflichtet. Dre Blokade sei gegen die rebellischen arabischen Sklavenhändler gerichtet Md Frankreich erkenne dre Legalität dieses Vorgehens an. Eine separate Aktion der bldmirale der dabei betheiligten Mächte sei erwünscht; die Admirale handelten daher auch schon demgemäß. y
§er Tod des Landgrafen von Hessen.
h,= pn^*er"(®iy,Q,pPrfJr“ Prcb" erhält einen auSsübrlichen Bericht über den Tod maßen lautet : 2Bili|eIm- welcher in der Ueberfetzung der „91. A. 3." folgender-
« dm Stand gesetzt, über das Ableben des Landgraien oon Hessen S , »tme<Jiffe,SBoI8a“, das ihn und sein Gefolge nach Sin a-
Rroeife 6über bie$Äa?t Wallachen mitzutheilen, aus denen heroorgeht, daß jeder länaere Reit in hm fr™ ‘ bcB ^nannten Fürsten ausgeschlossen ist. Der Prinz, der n Zy°tpcn gereist war, batte auf seinen Wanderungen Java erreicht. aeb°bt M^b Urrt?\DOn b-r »roßen Hitze, die bort kürzlich Herrschte, zu Wn und sch nal ffi(n?®rrlln.be "'Ude es für baa Beste gehalten, daß er Batavia verlasse er sich be»e?iü^ e b.c0cbc' um von dort die Reise nach Siam sortzusetzen, wenn er st«, besser fühle, sonst aber nach Europa zurück,»kehren.
eine finbet in $QrfeIb -ine Versammlung statt, in welcher
Äjtt »sÄ„‘ÄS b" -
SÄsarus a
§"b‘Ib»6 b'°r sättige Personenzug der MatwNeckar-Bahn hatte aus der Streck etwas "eä nn*6,LUb£rkbieB ”or ber E'nsnhri in die Geleise des Hauvidahnhojet Strecke in K?», r.m b»-leb“ Minuten später ankommende Schnellzug derfttden be n brobenbm Rufamm,^ftn63ubraer b-s P-rs°nenzuges gab sosort stark Damp um I h'a2nöen Zusammenstoß auszuweichen, vermochte aber nicht in der fuuen
f0 daß der Schnellzug mit voller Fähige schwing | letzten Wagen des Personenzuges hineinfuhr. Der Eilgüterwaaen und der bin- kküm^^nenwagen des letzteren sind über bie $öfd,iin0 g®f^Xrt unb total ter'; I hb jrüaoC Personenwagen stark beschädigt worden. Die Lokomotive sowie
I ^agen des Schnellzuges sinb theils umgestürzt, tbetls in Trümmer
I welcher Verlust an Menschenleben zu beklagen ist ist zur Stund?
d n StaÄu "c°? U"-b'?unt. Ein Passagier bes Personenzuges beschrech, uns I b™ in. seiner äußeren Wirkung als derartig, daß sämmtliche Reisenden
I fnnnipi*CHm^<??rCfn "^b gegen einander geschleudert wurden. Von allen Setten wurde I Ja™e UPA aus den ausgertssenen Coupslhüren stürzten die Men- schen ins Frere an die eigentliche Unglücksstätte, wo mehrere Frauen und Ktnder ^ den Trümmern unter Klagerufen hervorkrochen.' Die Hagiere beiber ^üae üfo- I K d^^ den vom Unfall verschonten Theil des Personenzuges in den Babnbof V wGewährsmann über die Zahl der etwaiger Wetse V : schaden bedeuttnd ^^ °nzugeben vermochte. Auf jeden Fall aber ist der Material- ' 201 November. Heute Nachmittag 2Vr Uhr rourte ^fern des Lokalbahnhofs eine Frau aus Oberrad, welche im Begriffe stand mit dem Huoe nack Hause zu fahren, °°m Schlage gerührt unb war sofort tobt. 8'
Arbeiter ein ^sünbko^7«LÄ£^^?^S»chs°uh»u,en fiel heute Mittag einem | £'S'Ä äss
in sich der bekannte Schiffer und Schiffsbauer Leur
^Sachsenhausen mtttelst eines mit Wasser geladenen Revolvers. L?ur r?ckttte die
11V llbr- ®r°fi.e5 JopfenfireicS: 22. November früh: Große Reveille,
«ASS1» Hat Die 1 1Znb lm.ei technischen Beamten aus Cassel hier beschäf-
™'b SÄ ’!1XÄS s feitsgelbern z "versüaen"bat "üb b" ** betragenben Fonbs aus SJCobltbätig^ »rnX nerHn.rnS 5 b“ ’ 5euti 500 •* Unterstützung ber Wittwe bes bei Dem -öranoe verunglückten Feuerwehrmannes, Bahnhofschretner Job. Ad Fleck non Fulda
Charakter eines Geheimen Regterungsraths burch ben Kaiser verlieben „nb m , ‘"C“‘DP Jannasch zum außerorbentlichen Pcofefforernanntb Rval^ aussprechen für bk $erbknf?eC,enroe"cbeDberklbe *fi^bu^ (ehu epoton4 3thnctfe?nu,’8
Vermischtes.
SÄMKÄÄÄfiffSSSr
LMMLLSL-üMM- ober ÄÄMtt ÄS
s.^.bet derselben noch vorgefundenen Gegenständen ergab, den größten Tbeil der Udle b^ngen hat. Es sind dies junge arbeitsscheue Burschen ?m AUer von lkb ^ 23 Jahren von welchen die meisten schon Vorstrafen hinter sich haben ®
t i Aus Rheinhessen, 20. 9tovember. Ohne besondere Feierlichkeit mni-s Do«* n- das neue Empfangsgebäude der Station Alzey dem Verkehr überaebe^
Das neue Gebäude, welches einen recht freundlichen Eindruck macktk^t^i?^ Nebenanlagen, Pflaster, Einfriedigung rc. in runder Summe AL 100 oon
steighalle ist ein langgestrecktes Gebäude mit einem dreistöckigen Mittelbau un^ imeT stockigen Seitenbauten. Die Eintheilung der Verwaltungsräume'wie^
Ti4t faktisch und haben vor Allem das Gute M
Wohn^ kann. Die oberen Stockwerke enth7lL Ve
L o k a L e s.
Gießen, 21. November. (Theater.^ Adolf L'Arronge's „vr. Klaus" hielt SK?1« ??e Lachmuskeln des ziemlich zahlreichen Publikums in fast unausgesetzter « bcr im Allgemeinen lobenswerthen Aufführung haben wir im Besonderen rtntge Ausstellungen.
. Herr Pieper war als Griesinger gut, ebenso Frl. Hellmut als Marie; köstlich Spiel, als sie einruckte Frl. Müller (Julie) schien vergeblich gegen eine hettige Erkaltung anzukampfen. Ueber ihr Spiel eine abfällige oder über das der "b.rs (Emma) eine lobende Bemerkung fallen zu lassen, werden wir uns wohl hüten, sonst wurde uns morgen früh schon ein anonymer Brief, ähnlich dem, den hp rfiPinSn "Ä. Ü? geringem Vergnügen gelesen und dessen Empfang wir hiermit bescheinigen mit einigen wohlge,leiten Keulenfchiägen zu Boben strecken. Herr Direetor Gewäbr'smvnn'^b 8 f*? bleibenben Visage", von ber unser namenloser
Gewährsmann weiß, auch heute wieher berebtes Zeugniß ab: besonbers in jener Scene Win "innen Ä?"*' bKd "sich biefe Visage ,,am gleichsten-
Saga 0 & b 8 a^n«n^l>eI des Herrn Reiners war an dieser Stelle geradezu vor- zügltch. Herr von Boden konnte sich, so lange er ein leichtfertiger Patron war, keinen 8nä0^ ;^n Vertreter wünschen als Herrn Sternau. Als er jedoch in sich geht, war das Spiel desHerrn, im Gegensatz zu seiner Gestalt, nicht groß genug. Herr Tau big Menmph? zum Theil recht gut; hauptsächlich bet seiner Erzählung spielte er
stellenweise, ergreifend. Gegen das Ende reichte er jedoch nicht ganz aus. Auf eine *pC-n^ ? Allgemeinen schönen Aussprache wollen wir den Künstler auf- Er sagt immer „Aehre", „sähr", „är" u. dgl. mähr, was sich nicht HananMtp”:mnr niaTnp ^^iß (Gerstel), ein Gast vom Stadttheater zu
bn übtiaent j ^vorragend, doch blieb seine Darstellung hinter der
n^a mnM rj* keiner Welse zuruck. Herrn Lowe's Spiel (Behrmann) war, I unzulänglichen Stimmmitteln des Herrn liegen mochte, niA^nG^P^°^^^uhrt. ^rl. Reichelt (Marianne) war für unfern Geschmack nicht alt genug. Frl. Friedrichs spreite ihre kurze Rolle recht hübsch, fiel jedoch beim Mnpan^0i0iCa "?rher ziemlich ab. Herr Hentschel (Colmar) ist sowohl hinsichtlich seines Spiels rote auch seiner Maske sehr zu loben. v 1 w w
Zum Schluffe richten wir an alle „streitbaren Goetheforscher und solche, die es hHnnpn "'bnn möglich etwas Licht in folgende dunkele Stelle zu
die unseren erwähnten Anonymus zum Verfasser hat: „Wett waren Sie noch ©Umma6*C—n'—U6Cr$CU0t ° nid^l! p^ktische und theoretische noch nicht brtllirt, I
Th. M—n.
— Das 3. Abonnements-Concert wird musikalisch wie interessant dem I fa?rnS?fin?KC9r„aF"$CS <n ?kner Specialabtheilung Mozart nach seiner Entwickelung I nhfhS^?0 l?Cr s?8 Erachte, würdig zur Seite stehen, indem es als Meister- I abtheilung dte unsterbliche Schöpfungen unseres großen Dtendelssohn auf dem Vro- I 0^s^!^ verzeichnet. Die Mendelssohn-Abtheilung besteht aus: Ouvertüre Die Heimkehr I ^nnpnhüJhpH^i.CTÄ? ? t nbFahrt". Schon die herrliche unerreichbare I 3u0cnbar&eit zu Shakespeare s Sommernachtstraum, welche der große Meister im I Jünglingsalter von ca 18 Jahren schuf, würden als wahre Perl?n^^das^ Proaramm ^eIcn/ ^^omehr noch die beiden Ouvertüren zur Heimkehr und Meeresstille — I §^län?Pi-^M^°^kurezu Rosamunde, Reverse vonVteuxtemps, Arte aus dem fliegenden I Hollander (-Wagner), Carmen (Btzet), Zampa (Herold), Macht's Vorspiel Dte Sternen- I ÄnUen Ä bkkt’!t08ramIn' roeId,C3 Kunstkennern wie Laien einen wahren
ZlrriversttLts - tzhroaiL.
ÄLLtssr„s
ä »Äst äkä sä s ti” nprfftiit hCn #Cr .dann erschien vollzählig dte juristische Fakultät der Uni- hÄ bc/eKn Dekan, Professor Eck, das erneute Diplom überreichte - es fo gten N^or und Senat der Universität, ersterer, zur Zeit Geheimrath v Gerhardt bie?t Pi«P ^°che unter Betonung des Umstandes, daß der Gefeierte ein Schüler derselben Uni- MOMMWW--U-Z MMMMZZM WMMZZMZW BSZWSS


