Werk: „Musikalische Erziehung", htstorisch-kritisch-didactische Aufsätze. Er ist ein Schüler des berühmten Pädagogen Lebert zu Stuttgart und ftudirle zu Stuttgart, Brüssel und Paris. Sein Spiel wird als besonders gesangvoll geschildert und soll sein Anschlag in Bezug auf Tonfärbung ganz eigenartig schön sein. Da wir es nun hier mit einer besonderen Species von Concerten zu thun haben und nicht verblüffende Fingergymnafttk, sondern geistreich durchdachtes Spiel tiefklassischen Inhalts zu ver- werthen haben, so wird es an einem regen Besuch dieser Concerte nicht fehlen. In Anbetracht solcher Kunstgenüsse .müßte alles aufgeboten werden, solche Abende auch fernerhin uns zu sichern.
Berichtigung.
Gießen, 21. September. In unsere gestrige Notiz über Professor Harnacks Berufung nach Berlin haben sich einige sinnentstellende Druckfehler etngeschlichen. Statt: „Dieser Ausgang wird alle diejenigen freuen, welche wünschen, daß auch fernerhin bei Besetzung von Lehrstühlen der evangelischen Theologie das Urtheil derjenigen Instanzen maßgebend bleibe, welche zu einem solchen kirchlich berufen sind, i). h. daß den theologischen Facultäten und nicht unseren zur Ordnung anverer Dinge berufenen Consistorien oder gar den nicht immer verständigen kirchlichen Parteien ein «inseitiger Einfluß in diesen Dingen zufalle" muß es heißen: „Dieser Ausgang wird alle diejenigen freuen, welche wünschen, daß auch fernerhin bet Besetzung von Lehrstühlen der evangelischen Theologie das Urtheil derjenigen Instanzen maßgebend bleibe, welche zu einem solchen kirchlich berufen sind, d. h. daS der theologischen Facultäten, und -aß nicht unseren zur Ordnung anderer Dinge berufenen Consistorien oder gar den nicht immer verständigen kirchlichen Parteien ein einseitiger Einfluß in diesen Dingen zufalle."
Kirchliche Anzeigen der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde.
G o t t e s d i e n st.
17. Sonntag nach Trinitatis, den 23. September:
Vormittags 9'/, Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. „Nachmittags 2'/» Uhr: Pfarrer Dingeldey.
Kinderkirche fällt aus.
Auf Sonntag, den 30. September und die folgenden Tage hat der Großh. SUpermtendent der Superintendentur Gießen Herr Prälat Dr. Habicht eine ordent- He rchenvisitat ion in unserer Gemeinde anberaumt. Wegen derselben wird die für den 30. September vorgesehene Feier des heiligen Abendmahls auf einen spateren Sonntag verlegt werden. Wegen derselben werden auch die Bibel stund en erst am Montag, den 8. October, wieder ihren Anfang nehmen.
Die Psarrgeschäste in der Woche vom 23. bis 29. September besorgt Pfarrer Drngeldey.
Katholische Gemeinde.
_ „ 18. Sonntaa nach Pfingsten.
Samstag: Nachmittags um 4 Uhr und Abends um V28 Uhr Gelegenheit zur hl. Beichte.
Sonntag: Morgens von 6 Uhr an Gelegenheit zur hl. Beichte; um 7 Uhr grüfjmeffe; utn */z10 Uhr Hochamt und Predigt. Nachmittags um 2 Uhr Andacht.
Oeffentliche Aufforderung.
Johannes H e n ß II. von Großen- Buseck, gegenwärtig in Gießen wohnhaft, verkaufte im Wege öffentlicher Versteigerung am 20. März 1886 unter der Bedingung, daß die Kausschillinge in drei gleichen Martinizielen 1886, 1887 und 1888 an ihn oder seinen Vertreter zu bezahlen seien, folgende in der Gemarkung Großen-Buseck gelegenen Grundstücke:
Flur Nr-
I 1052 Wiese auf den Rechten- rmesen,
II 454 Acker rechts des Scheidemühlwegs,
III 597 Acker am Steinpfuhl, XI 465 Acker hinter dem Dickenbecher,
XV 33,3 und 33,5 Wiese hinter dem Eselsweg,
XVI 195 Acker auf dem Trais,
XVI 541 Acker am Trais,
XVIII 241 Acker hinter der Oberstruth,
XVIII 346 Acker in den Pfühlen, XXI 338 Acker rechts des Burk- hardsfelderwegs,
XXV 230 Acker, die Spitzen rechts des Scheidemühlwegs, XXVIII 111 und 112 Acker aus der Dornbach.
Die hierüber am 30. Juni 1886 gerichtlich bestätigten Kaufbriefe sind dem Verkäufer angeblich abhanden gekommen, und hat derselbe gebeten, ihm solche neu ausfertigen zu lassen und demnächst auf Grund von ihm ausgestellter Bescheinigungen über Empfang der Kaufgelder bei den auf die Namen der Käufer vollzogenen Einträgen im Grundbuche das „beschränkt" löschen zu lassen.
Diesem Anträge wird stattgegeben werden, falls binnen sechs Wochen, von heute an gerechnet, gültiger Einwand Seilens etwa neu entstandener Empfangsberechtigten hiergegen nicht erhoben werde.
Gießen, den 17. September 1888. Großherzogliches Amtsgericht.
Stammler. 7526
Bdstversteigerung.
Montag, den 1. October,
Vormittags von 9 Uhr an, soll das hiesige Gemeindeobst, bestehend in Aepfeln, Birnen und Nüssen, versteigert werden. Der Ansang ist am Pfingstweg.
Großen-Buseck, am 20. Sept. 1888. } Großh. Bürgermeisterei Großen-Buseck. \
Stephan. 7532
Glaser-Arbeiten, veranschlagt zu 935 JL, sind zu ver- i geben. Voranschlag kann eingesehen und . Offerte abgegeben werden im [7537 i Schweizerhaus zu Bad-Uauheim. |
Allgemeiner Anzeiger.
Vergebung von Straßen-Bauardeiten. Die nachstehenden, zum Ausbau des VieinalwegeS von Albach nach Burkhardsfelden erforderlichen Arbeiten und Lieferungen sollen
Mittwoch den 26 d. Mts.,
Nachmittags V/2 Uhr, auf Großh. Bürgermeisterei Albach im Wege mündlichen Abstrichs vergeben werden, und zwar:
veranschlagt zu Erdarbeiten, in beiden
Gemarkungen . . . 1121,74 JL Verlegen von Cement-
röhren, in Gemarkung
Albach.....20,- „
Liefern von Lesesteinen zur
Chaussirung, desgl. . 257,90 „ Desgl. von Bruchsteinen,
desgl...... 59,20 „
Aufsetzen derselben, desgl. 45,45 „ Zerkleinern von Deck
steinen, desgl. . 1 . 254,52 „ Messen derselben, desgl. 18,18 „ Grundbaustellen, desgl. . 227,20 „ Einbringen der Deck
steine, desgl. . . . 18,18 „
Kostenvoranschlag, Plan und Bedingungen sino auf Großh. Bürgermeisterei Albach einzusehen.
Gießen, am 20. September 1888.
Aufforderung.
In der Gemarkung Wies eck liegt ein Acker, Flur 16 Nr. 106, welcher auf dem Namen Karl Seipp zu Gießen im Grundbuche steht, aber an Johannes Rau Eheleute in Wieseck verkauft und von diesen deren Sohne Friedrich überlassen worden sein soll.
Da Karl Seipp oder seine etwaigen Erben nicht zu ermitteln waren, so wird er ausgesordert, seinen Wohnort, bezw. sie, ihren Wohnort binnen sechs Wochen hier anzugeb n, als sonst ein Curator für ihn verpflichtet und lediglich nach dessen Anträgen über jenes Grundstück verfügt werden soll.
Gießen, den 17. September 1888. Großherzogliches Amtsgericht.
’ Langsdorfs. 7525
Obstversteigerung.
Mittwoch den 26. September ; soll das
Gemeinde-Obst, A e p f e l und Z w e t s ch e n, versteigert werden.
Holzheim, 20. September 1888.
Großh. Bürgermeisterei Holzheim. 7563 Klotz.
Die Rechnung über Einnahme und Ausgabe der evang. Kirche zu Gießen für das Rechnungsjahr 1887/88 liegt im Pfarrhaus an der Südanlage acht Tage lang zu Jedermanns Einsicht offen.
Gießen, den 21. September 1888.
Für den evangelischen Kirchenvorstand: 7553> Dr. Naumann.C. Schwan sen.
7556 Einen D/rjahrigen gelben Bern- hardiner«Hund verkaufe billig wegen Mangel an geeignetem Raum.
Conr. Jos. Keller, Schloßgasse.
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obstversteigerung.
Montag den 241. d. M,
Vormittags 9 Uhr, soll die diesjährige Spät-Birnerndte an der Staatsstraße Gießen—Bromskirchen in Abth 16—19 an Ort und Stelle versteigert werden.
Gießen, den 21. September 1888. Großherzogl. Kreisbauamt Gießen.
7558______Walter.___________
Mftvkrstktgkrung.
Montag den 24. September,
Nachmittags 2V2 Uhr, wird in dem fiscalischen Garten zu Alten-Buseck die diesjährige Aepfel-, Birn- und Zwetschenernte meistbietend versteigert.
Gießen, den 20. September 1888. Großherzogl. Oberförsterei Gießen.
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